Erster sicher nachgewiesener Hortfund von Denaren der Römischen Republik in Sachsen-Anhalt

Silberdenare aus dem Hortfund von Halle-Nietleben

Silbermünzen aus der Zeit der römischen Republik sind in Mitteldeutschland eine Seltenheit. Republikanische Denare waren in Sachsen-Anhalt bisher nur als Einzelfunde oder aus Ankäufen bekannt. Nun wurde in Halle (Saale) durch den ehrenamtlich beauftragten Bodendenkmalpfleger Dirk Braungardt ein Hortfund mit fünf Silberdenaren entdeckt. Das Fehlen kaiserzeitlicher Münzen deutet darauf hin, dass das Ensemble bereits um das Jahr 0 nach Halle kam. Der Fund ist ein wichtiger Beitrag zum besseren Verständnis der Beziehungen zwischen dem römischen Reich und den Gesellschaften im Barbaricum.

Doppelbestattung zweier Neugeborener in Ephesos

Ein außergewöhnliches Grab aus dem Frühmittelalter im Artemision von Ephesos wurde jetzt von Forscherinnen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) neu untersucht: In einem stillgelegten Latrinenkanal des römischen Odeions fanden sich zwei perinatal verstorbene Kinder, möglicherweise Zwillinge.

Forschung
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Karte der heute existierenden Sprachen und ihr Gefährdungsstatus

Vor 1.000 bis 3.000 Jahren könnten Zehntausende Sprachen existiert haben - ihr Rückgang begann lange vor der europäischen Kolonialexpansion.

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Ausgrabungfläche im Luftbild

Über mehrere Monate war ein Ausgrabungsteam in Begleitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Bielefeld-Sieker mit der Freilegung einer ungewöhnlich großen germanischen Siedlung aus dem 2. bis 5. Jahrhundert nach Christus beschäftigt. Das Ergebnis: Hier standen mindestens 30 große Langhäuser, zum Teil acht Meter breit und 30 Meter lang, mehrere Nebengebäude und kleine Grubenhäuser.

Ausgrabungen
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Gemme aus Karneol mit Darstellung der Siegesgöttin Victoria

Die Rettungsgrabung der Kantonsarchäologie an der Zürcherstrasse in Windisch (AG) ist fristgerecht Mitte Juli abgeschlossen worden. Die Resultate der Ausgrabung haben die Kenntnisse zum ersten römischen Truppenlager in Vindonissa entscheidend erweitert. Die Vielzahl an Funden gibt Einblicke in die vielfältige Nutzung des Areals vom 1. bis zum 4. Jahrhundert nach Christus.

Ausgrabungen
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Der Denkmalschutz erodiert

In Sachsen steht eine tiefgreifende Reform des Denkmalschutzes bevor: Die Landesregierung plant, das Landesamt für Denkmalpflege und das Landesamt für Archäologie bis 2028 aufzulösen und in die Landesdirektion Sachsen einzugliedern. In Niedersachsen droht das faktische Aus für Verursachergrabungen. Kritiker sehen in den Plänen einen Angriff auf das kulturelle Erbe.

Denkmalschutz
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Archäologin dokumentiert Siedlungsschichten im Grabungsprofil

Nördlich der Karlstraße an der Bundesstraße 482 in Minden-Päpinghausen untersucht derzeit ein Grabungsteam in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) einen umfangreichen Siedlungsplatz der vorrömischen Eisenzeit. Sie fanden auf dem Areal mehrere ehemalige Hofstellen, die wichtige Erkenntnisse zum Siedlungswesen im Umfeld der Wallanlage "Wittekindsburg" liefern - die in Sichtweite auf dem Wiehengebirgskamm hinter dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal lag. Von besonderem Interesse sind die noch als Verfärbungen im Boden erkennbaren Grundrisse einstiger Wohnhäuser, die einen Einblick in das Leben vor rund 2.500 Jahren an diesem Ort geben.

Ausgrabungen
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Ausgrabung Burg Loburg (Drohnenaufnahme)

Seit Juni 2026 führt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt im westlichen Bereich des Loburger Burghügels archäologische Untersuchungen im Vorfeld von Baugrundverbesserungen durch. Der angelegte Grabungsschnitt liefert neue Erkenntnisse zur Entstehung und Entwicklung der bedeutenden Befestigung im Frühen und Hohen Mittelalter.

Ausgrabungen
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Auswahl einer Probe für Isotopenanalyse

Eine aktuelle Studie trägt zur Klärung einer der langjährigsten archäologischen Debatten Südamerikas zur Rolle von Mais in vorkolonialen Gesellschaften bei. Die Ergebnisse zeigen, dass große Dörfer in Zentralbrasilien durch den Maisanbau in Mischkulturen versorgt wurden, während benachbarte Gesellschaften unterschiedliche Strategien der Nahrungsmittelproduktion verfolgten.

Forschung
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Sax mit damaszierter Klinger im Röntgenbild

Landesmuseum untersucht umfangreichsten Bestand frühmittelalterlicher Schwerter in Niedersachsen

Erstmals sind rund 50 frühmittelalterliche Schwerter aus den Sammlungen des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg und des Schlossmuseums Jever systematisch mit mobiler Röntgentechnik untersucht worden. Ein besonderer Fokus lag auf den sogenannten Saxen. Diese waren namensgebend für die historischen Sachsen, die dem Land Niedersachsen ihren Namen geben. Durch die Untersuchungen konnten vier weitere Saxe nachgewiesen werden.

Funde & Befunde
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Entwicklung von Gehirngröße und Gesicht der Gattung Homo

Eine neue Studie legt nahe, dass zwei der bekanntesten Trends der menschlichen Evolution – das Wachstum des Gehirns sowie die Verkleinerung von Gesicht und Kiefer – möglicherweise weit weniger auf gezielte natürliche Selektion zurückgehen, als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lange angenommen haben. Die Ergebnisse von Forschenden der University of Tennessee – Knoxville und des Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment (SHEP) an der Universität Tübingen deuten stattdessen auf einen langsameren und vermutlich stärker eingeschränkten Evolutionsprozess hin, als es die traditionelle Lehrbuchdarstellung nahelegt.

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