Muskelansatzmarken für Kraftgriffe (pink) und Präzisionsgriffe (blau)

Die Senckenberg-Wissenschaftlerin Katerina Harvati widerlegt gemeinsam mit ihrem Team der Universität Tübingen und in enger Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Basel die bisherige Annahme, dass sich Neandertaler bei dem Einsatz ihrer Hände hauptsächlich auf ihre Kraft verlassen hätten. In einer heute im Fachjournal "Science Advances" veröffentlichten Studie zeigen sie, dass Neandertaler ihren Alltag fast ausschließlich mit Präzisionsgriffen bewältigten.

Fossile Kiefer wird freigelegt

Vor knapp 13.000 Jahren wurden südfranzösische Kiefern Zeugen eines Kälteeinbruchs, den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt in enormer Detailgenauigkeit rekonstruiert haben. Die Ergebnisse zeigen, wie rasch das Klima umschlagen kann und welche Folgen ein so abrupter Wandel haben kann.

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sparus aurata

Wissenschaftler der Universität Göttingen haben in einem internationalen Forscherteam den Fischhandel der Ägypter vor 3500 Jahren untersucht. Anhand von archäologischen Fundstücken konnten die Geowissenschaftler und Archäologen zeigen, dass Fisch als Nahrungsmittel bereits in der späten Bronzezeit aus Ägypten bis in die Gegend des heutigen Israel transportiert wurde.

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Aufwändige Grabbeigaben aus einem der Gräber

Durch eine umfangreiche Analyse genetischer, historischer und archäologischer Faktoren auf zwei frühmittelalterlichen Friedhöfen aus dem 6. Jahrhundert hat ein internationales Forschungsteam neue Erkenntnisse über die Völkerwanderungszeit gewonnen. Die Analysen zeigten tendenziell einen genetischen Unterschied zwischen den Bestatteten in Gräbern mit reicher Ausstattung und denen mit einfacheren Beigaben.

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Amulett in Form eines Udjat-Auges aus dem 1. Jahrtausend v. Chr.

In Krisenzeiten behelfen sich Menschen häufig mit einem Gegenstand, der ihnen Glück, Heilung oder Kraft verleihen soll. Solche Objektmagie ist sehr alt, doch nutzen wir auch in der Moderne Dinge zur Krisenbewältigung. Wie und warum werden Objekte mit einem so großen Symbolwert aufgeladen? Wann wird umgekehrt Bedeutung reduziert? Diese elementare Frage wird in einem interdisziplinären Verbundprojekt der Universität Bonn, der Medizinischen Hochschule Brandenburg und der Universität Düsseldorf untersucht.

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Alamannengrab von Niederstotzingen

Knochenreste aus der Zeit zwischen 590 und 630 n. Chr. analysiert

1962 wurde in Niederstotzingen (Baden-Württemberg) ein alamannisches Gräberfeld mit menschlichen Skelettüberresten entdeckt. Nun haben Forscher des Zentrums Eurac Research in Bozen und des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena die Skelettüberreste auf ihre DNA überprüft. Dadurch konnten sie neben Geschlecht und Verwandtschaftsgrad auch die Herkunft der Bestatteten bestimmen und neue Erkenntnisse über die Gesellschaftsstrukturen im Frühmittelalter erlangen.

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Ansicht der Anlage von Barbegal im Jahr 2018

Die Wassermühlen von Barbegal in Südfrankreich gelten als eine der ersten Industrieanlagen in der Geschichte der Menschheit. Der Komplex aus 16 Wasserrädern stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. und wurde bis zum frühen 3. Jahrhundert zur Vermahlung von Getreide genutzt. Schätzungen zufolge konnten täglich 25 Tonnen Mehl erzeugt werden – ausreichend für die Ernährung von mindestens 27.000 Menschen. Eine neue Studie zeigt, dass die riesigen Mengen Mehl wohl kaum zur Versorgung der Bevölkerung im nahen Arles dienten, wie bisher vermutet wurde, sondern zur Herstellung von Schiffszwieback für die Häfen in der Region.

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Die Ausgrabungen an der archäologischen Stätte Tashbulak

Analysen pflanzlicher Überreste aus einer mittelalterlichen archäologischen Stätte im Pamir-Gebirge Usbekistans haben gezeigt, dass in den Ausläufern des innerasiatischen Gebirges Früchte wie Äpfel, Pfirsiche, Aprikosen und Melonen angebaut wurden.Die archäobotanische Studie von Robert Spengler vom Jenaer Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte gehört zu den ersten systematischen Analysen mittelalterlicher Nutzpflanzen im Zentrum der alten Seidenstraße.

Ausgrabungen
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Pompeji mit Blick zum Vesuv

Ein interdisziplinäres Team des Österreichischen Archäologischen Instituts (ÖAI) der ÖAW untersucht derzeit in Pompeji die Baugeschichte der Casa di Arianna und ihrer Nachbarhäuser. Die Gebäude befinden sich unmittelbar nördlich der »Altstadt« und liegen damit an einer Schlüsselstelle für das Verständnis der städtebaulichen Entwicklung Pompejis, insbesondere für die frühen Phasen der Stadtgeschichte und die besondere Nutzungsgeschichte des Areals.

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Schädel des Paranthropus robustus SK 46, Zahnrekonstruktion

Seit der Entdeckung der fossilen Überreste von Australopithecus africanus in Taung vor knapp einem Jahrhundert sowie darauffolgender Funde von Paranthropus robustus diskutiert die Wissenschaft darüber, wovon sich diese beiden Homininenarten aus Südafrika ernährt haben. Ein internationales Forscherteam vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, der Universität Chile und der Universität Oxford in Großbritannien hat nun die Ausrichtung der Zahnwurzeln dieser fossilen Arten genau untersucht und kommt zu dem Ergebnis, dass Paranthropus robustus seine Nahrung auf völlig andere Art und Weise zerkaut haben muss als andere Homininen.

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Ernte im Forschungsfeld

Wie sah der Getreideanbau unserer Vorfahren vor fast 6000 Jahren aus? Das erforschen Wissenschaftlerinnen des Sonderforschungsbereiches (SFB) 1266 der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) auf einer kleinen Anbaufläche im Archäologisch-Ökologischen Zentrum Alberdorf (AÖZA), dem Steinzeitpark Dithmarschen

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