5000 Jahre alte Milchproteine zeigen die Bedeutung der Molkerei im Osten Eurasiens

Pferde in der Steppe

Durch die Analyse von Milchproteinen aus Zahnstein, gelang es Forscherinnen des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte und ihren internationalen Kollegen die ältesten Beweise für Molkereikonsum in der östlichen eurasischen Steppe zu finden. Sie datieren die Molkerei in der östlichen Steppe um mehr als 1700 Jahre zurück und verweisen auf Migration als Ursprung der Molkerei

Ackerfläche in der nördlichen Mongolei

Isotopenanalyse stellt deutliche Ernährungsveränderungen zu Beginn der ersten Großreiche der Mongolei fest

Forscherinnen und Forscher untersuchten Stabilisotope aus Knochenkollagenen und Zahnschmelz, um die Ernährung der historischen Mongolen zu untersuchen. Ihre Ergebnisse bezweifeln die gängige Meinung von einer vollständig nomadischen prähistorischen Population und verbinden die Getreidekultivierung mit dem Erfolg des Xiongnu-Reiches (ca. 200 v. Chr. – 150 n. Chr.) sowie Getreidekonsum im Mongolischen Reich der Khans (ca. 1200 -1400 n. Chr.).

Forschung
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Abbrennen von Stoppeln auf einem Feld in Usbekistan

In den letzten 3000 Jahren hat die selektive Züchtung die Palette der Eigenschaften domestizierter Pflanzen entscheidend erweitert. Ein genauer Blick auf die archäobotanischen Befunde zeigt jedoch, dass bereits bevor der Mensch mit der gezielten Züchtung von Nutzpflanzen begann, eine Reihe einander ähnlicher Merkmale bei den später domestizierten Pflanzen auftrat. In einer aktuellen Studie gibt Robert Spengler, Leiter der archäobotanischen Labore am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena einen Überblick über die frühen evolutionären Anpassungen bei Pflanzen und argumentiert, dass diese eine Reaktion auf die Unterstützung des Menschen bei der Verbreitung des Saatguts darstellen.

Forschung
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Dhaba-Ausgrabung, Indien

In einer in Nature Communications veröffentlichen Studie legen Forschende der Abteilung für Archäologie des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte zusammen mit internationalen Partnern Belege dafür vor, dass vor und nach der Supereruption des Vulkans Toba vor 74.000 Jahren Nutzer von mittelpaläolithischen Steinwerkzeugen in Indien präsent waren. Die Ergebnisse unterstützen die Annahme, dass Homo sapiens schon vor den großen Expansionswellen des Menschen vor 60.000 Jahren nach Südasien gelangt war und dass menschliche Bevölkerungsgruppen dort klimatische und ökologische Veränderungen überstanden.

Ausgrabungen
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Tier - Mensch - Bakterien - Interaktionen

Anhand der Genome des Bakteriums Salmonella enterica, welche aus bis zu 6.500 Jahre alten Skeletten entschlüsselt wurden, gelang es einem internationalen Forschungsteam, Belege für die Hypothese zu finden, dass der Übergang von einer Jäger-Sammlerkultur zu Landwirtschaft und Viehhaltung die Entstehung von neuen, noch heute existierenden menschlichen Krankheitserregern begünstigte.

Forschung
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Chagyrskaya-Höhle

Sibirische Neandertaler stammten von verschiedenen europäischen Populationen ab

In Südsibirien haben mindestens zwei verschiedene Neandertaler-Gruppen gelebt, von denen eine aus Osteuropa kam: Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) anhand von DNA-Analysen.

Forschung
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Die bislang größte Studie mit DNA-Daten von 66 Individuen aus dem Mittelmeerraum zeigt ein komplexes Muster der Einwanderung aus Afrika, Asien und Europa

Schon vor der Zeit der mediterranen Seefahrerzivilisationen gab es prähistorische Wanderungen aus Afrika, Asien und Europa auf die Mittelmeerinseln. Das hat ein Team um den Anthropologen Ron Pinhasi von der Universität Wien gemeinsam mit Forscherinnen und Forscher der Universität Florenz und der Universität Harvard anhand antiker DNA-Proben festgestellt. Im Zentrum der Untersuchungen standen prähistorische Individuen aus Sizilien, Sardinien und den Balearen.

Forschung
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Flavia Venditti

Der Tübinger Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie geht in diesem Jahr an Dr. Flavia Venditti von der Sapienza Universität in Rom. Die Italienerin wird für ihre Dissertation "The recycling phenomenon during the Lower Palaeolithic: the case study of Qesem Cave (Israel)" ausgezeichnet. Darin untersucht sie die gezielte Herstellung kleiner Schneidgeräte aus unbrauchbar gewordenen größeren Geräten und deren vielfältige Verwendung vor 400.000 Jahren.

Forschung
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Luftbild von Yeha im Norden Äthiopiens

Orientalisten der Friedrich-Schiller-Universität Jena setzen Forschungsarbeiten zur Sabäischen Einwanderung nach Äthiopien fort. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Langzeitprojekt für weitere drei Jahre.

Forschung
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Der heilige Berg Oberschwabens

In frühkeltischer Zeit bildete die Heuneburg mit dem Kult- oder Versammlungsplatz auf der Alten Burg, der Großen Heuneburg, dem Bussen und den offenen ländlichen Siedlungen im Umfeld offenbar ein einziges großes Siedlungssystem

​Das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart hat am Mittwoch im Rahmen eines Pressegespräches die neuesten Ergebnisse der archäologischen Forschungen im Umfeld des frühkeltischen Machtzentrums Heuneburg vorgestellt. Landesarchäologe Prof. Dr. Dirk Krausse vom LAD informierte über die bisherigen Ergebnisse von überregionaler und internationaler Bedeutung.

Kulturerbe
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Frühneolithische Hausgrundrisse

Menschliches Verhalten wird von vielen Dingen beeinflusst, die uns meist unbewusst bleiben. Dazu gehört ein Phänomen, das unter Wahrnehmungspsychologen unter dem Begriff »Pseudoneglect« bekannt ist. Damit bezeichnen sie die Beobachtung, dass gesunde Menschen ihr linkes Gesichtsfeld gegenüber dem rechten bevorzugen und deshalb eine Linie regelhaft links der Mitte teilen. Eine heute in der Online-Zeitschrift PLOS ONE veröffentlichte Studie zeigt nun erstmals, welchen Effekt diese unscheinbare Abweichung in der prähistorischen Vergangenheit hatte.

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