Erste Analyse alter DNA vom finnischen Festland enthüllt Ursprung der sibirischen Abstammung in samischen und finnischen Bevölkerungsgruppen

Illustration: Fischer

Neue Studie zeigt, dass die genetische Zusammensetzung heutiger Nordeuropäer auf Migrationen aus Sibirien zurückgeht, die vor mindestens 3.500 Jahren begannen, und dass noch in der Eisenzeit Vorfahren der Samen auf einem größeren Gebiet Finnlands lebten als diese heute.

Mittelalterliche Bestattungen auf Burg Querfurt

Bei den seit Juni laufenden Ausgrabungen konnte zwischenzeitlich das gesamte Areal des Westtores freigelegt werden. Dabei gelang der Nachweis zweier älterer Toranlagen, die zeigen dass der Zugang zur Burg im 13./14. Jahrhundert gänzlich anders aussah als heute. In anderen Bereichen konnten u.a. mehrere Bestattungen untersucht und rege mittelalterliche Bautätigkeiten nachgewiesen werden.

Ausgrabungen
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Mesolithische Nahrunsreste im Rasterelektronenmikroskop

Neue Proteinanalyse-Methode offenbart prähistorisches Fischrezept

Verbrannte Speisereste werden sehr oft anhaftend an Gefäßscherben auf archäologischen Ausgrabungen gefunden. Die Analyse ihres Proteingehalts hilft uns, viele Aspekte des vorgeschichtlichen Lebens zu verstehen. Mit Hilfe eines am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden entwickelten neuen Proteomik-Analyse-Verfahrens konnten Wissenschaftler jetzt Fischrogen eines Karpfens in verkohlten Überresten mesolithischer Nahrung identifizieren.

Funde & Befunde
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Die Palaststadt von Karabalgasun im Orchontal

Seit 2007 erforscht das Deutsche Archäologische Institut (DAI) gemeinsam mit den mongolischen Partnerorganisationen, der mongolischen Akademie der Wissenschaften und der Nationaluniversität Ulaanbbaatar die über 1200 Jahre alte uighurische Hauptstadt Karabalgasun im Orchontal. Im Sommer 2018 legten die Archäologen einen noch immer wasserführenden Brunnen frei, in dem sich u. a. eine bronzene Glocke mit chinesischer Inschrift fand.

Ausgrabungen
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Drohnenaufnahme des Nordabschnitts des Fundplatzes mit Wasserfall und gepflasterten monumentalen Terrassen

Schon immer war Süßwasser auf der Osterinsel (Rapa Nui) inmitten des Pazifiks ein wertvolles Gut. Obwohl ausreichend Regen fällt, sind oberflächlich gut erreichbare Wasserspeicher selten oder nur schwer zugänglich. Ein Team der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) will herausfinden, wie die einstigen Siedler während der letzten tausend Jahre mit dem Wassermangel umgegangen sind.

Ausgrabungen
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Der Kalkbrennofen im freigelegten Zustand

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind bei Brilon-Bleiwäsche auf die Überreste eines historischen Kalkbrennofens aus dem 19. Jahrhundert gestoßen. Auffällig an der Anlage sind die preiswerten und teilweise recycelten Materialen: Wer hier einst am Werk war, wollte mit geringen Investitionen Geld machen.

Ausgrabungen
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Azubis lernen bei der Arbeit römische Ingenieurskunst kennen

Auszubildende des rheinischen Handwerks haben Teile der römischen Wasserleitung nach Köln restauriert, eines der wichtigsten archäologischen Denkmäler im Rheinland, und diese so vor der Zerstörung bewahrt. Notwendig wurde die Rettungsaktion, weil in Hürth bei Köln das antike Monument auf 55 Metern Länge der Neuführung der Bundesstraße 265 weichen musste.

Denkmalschutz
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Übergabe des Restaurierungsprojekts

Stadtviertel Bustan Nassif aus dem 12.-15. Jahrhundert komplett restauriert und für Besucher neu erschlossen

Drei Jahre lang herrschte im Sommer oder Herbst für drei Monate eifrige Geschäftigkeit im „Bustan Nassif“ in Baalbek. Nun konnte der libanesischen Antikenverwaltung in einer offiziellen Präsentation und in Anwesenheit des deutschen Botschafters, Herrn Dr. Georg Birgelen, und des Bürgermeisters von Baalbek, Herrn Hussein al-Laqqis, ein restauriertes archäologisches Gelände übergeben werden.

Kulturerbe
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TanDEM-X-Satellitenmission

Mit Hilfe moderner Satellitentechnik gelingt es Forschern des DAI Kairo, antike Landschaften im Nildelta zu rekonstruieren

Digitale Technologien
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Steinzeitliche Felsgravur

Tübinger Archäologen entdecken mindestens 12.000 Jahre alte Tierdarstellungen in Frankreich

Wissenschaftler der Universität Tübingen haben im Osten Frankreichs zwei Höhlen mit prähistorischer Wandkunst entdeckt. Die Gravierungen und Malereien entstanden vor mindestens 12.000 Jahren, frühe moderne Menschen stellten hier unter anderem die Silhouette eines Pferdes und eines hirschartigen Tieres dar.

Forschung
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Die Karte zeigt die geografischen Wanderungsbewegungen der Bevölkerungsgruppen

Die erste umfangreiche Analyse alter Genome aus Mittel- und Südamerika belegt einen bedeutenden, bislang unbekannten frühen Bevölkerungsaustausch. Untersucht wurden dafür die Genome von bis zu 11 000 Jahre alten menschlichen Überresten von 49 prähistorischen Individuen. Die in der Fachzeitschrift Cell veröffentlichte Studie zeigt, dass ein markanter DNA-Typ, der mit der ersten weit verbreiteten archäologischen Kultur Nordamerikas (Clovis) verbunden ist, vor 11 000 bis 9 000 Jahren auch in Chile, Brasilien und Belize auftrat.

Forschung
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