Kurz notiert

Citizen-Science-Projekt erforscht Frauen und ihre Rolle im Wirtschaftsleben der Hansezeit

Raum der Ausstellung »Let’s play Mittelalter«

Die dem Europäischen Hansemuseum angegliederte Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraums (FGHO) startet eine neue Kooperation mit den internationalen Forschungsprojekten HansaWomen der Universität Bergen und PatriFem der Universität Genua sowie dem Archiv der Hansestadt Lübeck. Gemeinsam werden historische Quellen aus dem Archiv der Hansestadt Lübeck digital transkribiert und aufbereitet. Im Mittelpunkt stehen dabei Frauen und ihre Rolle im Wirtschaftsleben der Hansezeit.

Eckturm und Stadtmauer des LVR-APX

Neues Interreg-Förderprojekt gestartet

Deutsche und niederländische Partner machen in einem neuen Projekt die gemeinsame römische Vergangenheit sichtbar. Seit dem 1. Oktober 2026 bündeln sie ihre Kräfte für dieses innovative Vorhaben. Das Team erschafft bis Mitte 2029 eine digitale Infrastruktur, die unterschiedliche Elemente der römischen Kulturlandschaft durch erweiterte und virtuelle Realitäten (AR/VR) zum Leben erweckt. Dazu gehören Teile des UNESCO-Welterbes "Niedergermanischer Limes" mit seinen militärischen Grenzsicherungen sowie zivile Städte, Bestattungsplätze und Heiligtümer. Sie erlauben tiefe Einblicke in das Leben vor 2000 Jahren.

Kulturerbe
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Aloe als Balsamierungsmittel

Welche Materialien verwendeten die alten Ägypter zur Einbalsamierung ihrer Verstorbenen? Und wie lässt sich die Zusammensetzung dieser Stoffe noch Jahrtausende später rekonstruieren? Um diese Fragen zu untersuchen, hat ein interdisziplinäres Forschungsteam der Philipps-Universität Marburg moderne Naturstoffanalytik mit Ägyptologie und Pharmaziegeschichte verbunden.

Aus aller Welt
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Ausgrabung am Checkpoint Charlie

Bei Suchgrabungen der Stiftung Berliner Mauer an der Kreuzung zwischen Friedrich- und Zimmerstraße am ehemaligen Checkpoint Charlie wurden mehrere bauliche Überreste der DDR-Grenzübergangsstelle gefunden: Es kamen Spuren der früheren Grenz- und Kontrollanlagen zum Vorschein, darunter Teile der Begrenzungsmauern, Asphaltflächen sowie das Fundament der Führungsstelle der DDR-Grenztruppen aus den Jahren 1985 bis 1989. Zudem wurden Teile einer Fahrzeugsperre freigelegt, die nach der Panzerkonfrontation im Oktober 1961 errichtet wurde.

Ausgrabungen
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Johannes Müller am urgeschichtlichen Steinkreis von Callanish auf der Insel Lewis/Schottland (Foto: © privat)

Am 2. Oktober 2026 hat Johannes Müller, Professor für Prähistorische Archäologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Co-Sprecher des Exzellenzclusters ROOTS, in der Académie des inscriptions et belles-lettres in Paris den renommierten Preis der Christiane und Jean Guilaine Stiftung 2026 erhalten. Die Stiftung ehrt damit seine bahnbrechenden Forschungen zu jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Gesellschaften, die das Verständnis frühmenschlicher Kulturen und ihrer Vernetzung revolutioniert haben.

Personalia
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Dr. Dr. h. c. Margarete van Ess mit dem Deutschen Botschafter Dr. Daniel Krebber

Am 16. September 2026 hat der deutsche Botschafter Dr. Daniel Krebber der langjährigen Direktorin der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), Dr. Dr. h. c. Margarete van Ess in Bagdad das Bundesverdienstkreuz überreicht. Die Auszeichnung würdigt ihren jahrzehntelangen Einsatz für die Erforschung, den Schutz und den Erhalt des irakischen Kulturerbes, insbesondere in Uruk, sowie ihren Beitrag zur archäologischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und dem Irak.

Kulturerbe
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Prof. Dr. Thomas Kuhn-Treichel

Was bedeutet es, wenn eine Figur vor Liebe oder Kummer »schmilzt«? Wie Emotionen in der antiken Literatur dargestellt werden, untersucht Prof. Dr. Thomas Kuhn-Treichel im Rahmen einer Heisenberg-Förderung an der Universität Bonn. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ermöglicht mit dem Heisenberg-Programm Forschenden, hochkarätige Projekte zu verwirklichen und damit ihre wissenschaftliche Reputation weiter zu steigern. Thomas Kuhn-Treichel wird ab Oktober 2026 mit rund 830.000 Euro gefördert.

Forschung
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Große Moschee in Sanaa

Insgesamt 929 Koranhandschriften aus dem 7.-11. Jahrhundert nach Christus waren 1973 in der großen Moschee von Sanaa (Jemen) gefunden worden. Forschende der Universität Hamburg und der Staatsbibliothek zu Berlin können jetzt in einem DFG-geförderten Langzeitprojekt die Schriften auf ihre Entstehung und Herstellung hin untersuchen. Dabei kommt auch KI zum Einsatz.

Kulturerbe
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Papyrus mit griechischer Geburtsanzeige und durch Apollo rekonstruierten Ergänzungen

Neues Sprachmodell von Österreichischer Akademie der Wissenschaften und Mistral entwickelt. »Apollo« ergänzt fehlende Inhalte in fragmentarischen antiken Texten. Weltweit erstes LLM für Altgriechisch.

Forschung
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Unterkieferast mit Fangzahn eines fossilen Leoparden

Anhand von Fossilien aus den Travertinablagerungen von Burgtonna in Thüringen haben der Zoologe und Paläontologe Helmut Hemmer, emeritierter Professor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, und der Senckenberg-Forscher Prof. Dr. Ralf-Dietrich Kahlke eine neue Unterart ausgestorbener Leoparden beschrieben. Panthera pardus burgtonnae lebte vor rund 125.000 Jahren in Europa und besaß einen besonders massigen, fast jaguarähnlichen Körperbau.

Funde & Befunde
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Keltische Münzen aus dem Schatzfund von Singen

Bei archäologischen Untersuchungen im Zuge des Baus des neuen Feuerwehrgerätehauses auf dem ehemaligen Sportplatz am Singer Berg nordöstlich von Singen (Ilm-Kreis) durch das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) im Juli und August 2025 wurden mehrere Münzen durch den Grabungsleiter Ronny Krause gefunden.

Ausgrabungen
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Kurz notiert

Auf dieser Seite finden Sie Notizen aus der archäologischen Wissenschaft und Forschung sowie zu aktuell in Print- und Online-Medien verbreiteten Meldungen zu archäologischen Themen.

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