Kurz notiert

Katerina Harvati erhält den Albert Einstein World Award for Science

Katerina Harvati

Professorin Katerina Harvati vom Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie und dem Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen wird mit dem Albert Einstein World Award for Science 2026 des World Cultural Council ausgezeichnet. Der Council erkennt ihre Forschungsarbeit als weltweit führende Paläoanthropologin an, die das Verständnis vom Ursprung des Menschen grundlegend verändert habe. So habe sie unter anderem neue Techniken begründet wie die virtuelle Anthropologie und die Geometrische Morphometrie, die quantitative Vergleiche biologischer Formen zulässt sowie auch virtuelle Rekonstruktionen aus Fossilienfragmenten. Ihre Arbeit hat Licht auf lange offene Fragen der Evolution und Anpassungen ausgestorbener Menschenarten geworfen und das Verständnis über die Ausbreitung der frühen modernen Menschen revolutioniert.

Online-Ausstellung Gadara/Umm Qays

Die digitale Ausstellung »Partner für das Kulturerbe in Gadara/Umm Qays. 40 Jahre jordanisch-deutsche Initiativen« ist ab sofort über die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) weltweit frei zugänglich. Die Ausstellung zeigt, wie das Deutsche Archäologische Institut (DAI) gemeinsam mit lokalen und internationalen Partnern seit vielen Jahren daran arbeitet, materielles und immaterielles Kulturerbe in Jordanien zu bewahren.

Aus aller Welt
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SS-Sarkophag für den vermeintlichen Schädel König Heinrichs I.

1936 entwickelten Heinrich Himmler und die SS Pläne, die St.-Servatii-Kirche zu Quedlinburg in eine nationale Weihestätte umzugestalten. Im Zentrum sollten die Gebeine des Königs Heinrich I. stehen, den man als ideologischen Vorläufer des NS-Regimes präsentieren wollte. In der Folge angestellte Ausgrabungen führten zur angeblichen Entdeckung der sterblichen Überreste des Königs. Der Grabungsbericht galt allerdings lange Zeit als verschollen. Eine neue Studie gibt nun Antworten zu den offenen Fragen.

Wissenschaftsgeschichte
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Vermessungsingenieur Fabian Ettelt startet eine Drohne

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden) und das Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA Sachsen) haben am 10. Juli 2026 an der HTW Dresden eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Mit der Vereinbarung stellen beide Einrichtungen ihre seit vielen Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit auf eine langfristige institutionelle Grundlage und bauen diese aus.

Studium
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Visual des Projekts „Rhine Castles 2“

Das internationale Projekt "Burgen am Oberrhein 2" wurde für eine neue Förderung im Rahmen des Programms INTERREG Oberrhein ausgewählt. Das grenzüberschreitende Vorhaben wird an der Hochschule Mainz federführend koordiniert.

Universität
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Anne-Kathrin Kokles

Am 6. Juli 2026 wurde im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) der Mitteldeutsche Archäologiepreis an Anne-Kathrin Kokles verliehen. Die Preisträgerin Anne-Kathrin Kokles wurde für ihre herausragende Dissertation über die rituelle Deponierung von Rindern und Rinderknochen im 5. bis 3. Jahrtausend vor Christus geehrt.

Forschung
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Ausgrabungsarbeiten auf dem Münsterplatz

Seit Ende Februar arbeiten sich Stadtarchäologe Andreas Schaub und ehrenamtliche Hilfskräfte des Archäologischen Arbeitskreises (AAA) in Handarbeit Schicht für Schicht durch zwei Baumscheiben. Die beiden zuvor dort gepflanzten Linden waren 2023 einem Sturm zum Opfer gefallen. Nach Abschluss der archäologischen Arbeiten werden erneut zwei Linden in die Baumscheiben gepflanzt. Da die Baumscheiben zunächst präpariert werden müssen, bot sich eine seltene Gelegenheit für die Archäologinnen und Archäologen: Gebaut wird am Münsterplatz nur selten. Jeder Bodeneingriff an diesem historischen Ort wird archäologisch betreut und ermöglicht interessante Funde.

Ausgrabungen
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Einbaum-Regatta

Die 11. internationale Einbaum Regatta in Wangen am Bodensee verbindet vom 24. bis zum 26. Juli 2026 Sport, Experimentalarchäologie und UNESCO-Welterbe auf einzigartige Weise. In originalgetreu nachgebauten Einbäumen paddeln 16 Teams aus sechs Ländern um die Wette.

Kulturerbe
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Prof. Dr. Bénédicte Savoy

Die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Bénédicte Savoy von der Technischen Universität Berlin erhält einen ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats für das Forschungsprojekt "REMAPP – Rearticulating Museums: Historical African Practices of Preservation and the Future of Stewardship". Das mit rund 2,5 Millionen geförderte Vorhaben untersucht, welche historischen Formen des Sammelns, Bewahrens, Präsentierens und Aktivierens materieller Kultur in afrikanischen Gesellschaften existierten und wie diese Praktiken das Verständnis von Museen weltweit verändern können.

Wissenschaftsgeschichte
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Errichtung des Legionslagers Castra Regina (Modell im Historischen Museum Regensburg)

Wie prägten Bauprojekte die Entwicklung des Römischen Reiches? Welche Auswirkungen hatten sie auf Umwelt, Ressourcenmanagement und gesellschaftliche Strukturen? Und welche Rolle spielten monumentale Bauwerke bei der Organisation eines der größten Imperien der Weltgeschichte? Diesen grundlegenden Fragen widmet sich ein neues interdisziplinäres und überregionales Forschungsprojekt des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) und weiterer Institutionen, das in den kommenden fünf Jahren durch einen „ERC Advanced Grant“ des Europäischen Forschungsrats mit knapp 2,5 Millionen Euro gefördert wird.

Forschung
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Altstadt von Damaskus (Digitales Höhenmodell)

GIS-Projekte und digitale Zukunft für das syrische Kulturerbe

Ende Mai 2026 war der syrische Antikendirektor Dr. Masaoud Badawi zu Gast am Deutschen Archäologischen Institut (DAI) in Berlin. Im Mittelpunkt standen der weitere Fortgang der schrittweise wiederaufgenommenen DAI-Aktivitäten in Syrien sowie die Vertiefung der deutsch-syrischen Zusammenarbeit im Bereich des Kulturerhalts. Bereits 2016 hatte das DAI auf die massiven Zerstörungen in Syrien und im Irak reagiert und das Archaeological Heritage Network initiiert. Im Rahmen der vom Auswärtigen Amt finanzierten Projektreihe Stunde Null – Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise bereitete sich das DAI gemeinsam mit Partnern systematisch auf den Zeitpunkt eines möglichen Wiederaufbaus vor.

Kulturerbe
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Kurz notiert

Auf dieser Seite finden Sie Notizen aus der archäologischen Wissenschaft und Forschung sowie zu aktuell in Print- und Online-Medien verbreiteten Meldungen zu archäologischen Themen.

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