Die archäologische Medienrundschau

Ausgrabung Heuneburg

Im Jahr 2017 wurden in Baden-Württemberg über 200 Sondagen und Ausgrabungen durchgeführt. Ein beträchtlicher Teil davon erstmals unter Einbeziehung von Grabungsfirmen, wobei kommerzielle Firmen ausschließlich bei planbaren Rettungsgrabungen eingesetzt wurden, also bei Baumaßnahmen im Bereich bekannter archäologischer Fundstätten. Dadurch konnte sich das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) Baden-Württemberg auf die Durchführung von methodisch besonders anspruchsvollen Schwerpunkt- und Forschungsgrabungen, aber auch auf kaum planbare Notgrabungen im Zuge archäologischer Zufallsentdeckungen konzentrieren.

In Südsibirien konnte ein intaktes skythisches Grab aus dem 9. Jh. v. Chr. lokalisiert werden. Es ist wohl der größte und älteste Kurgan, der bisher entdeckt wurde. Zunächst war dem Berner Archäologen Gino Caspari auf Satellitenbildern die Struktur aufgefallen. Gemeinsame Probebohrungen mit russischen Kollegen bestätigten nun den Verdacht. Der Grabhügel liegt in einer Region, die wegen der bisher bereits gefundenen aufwändigen Bestattungen auch das "sibirische Tal der Könige" genannt wird.

Ausgrabungen
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Im Serapeion von Ephesos wurden 37 Gräber aus dem 5. bis 8. Jahrhundert gefunden und nun auf mögliche Todesursachen untersucht. Das auffälligste Merkmal ist der hohe Anteil von Kindern jünger als fünf Jahre, die 70 Prozent der untersuchten Toten ausmachen. (Der Standard, 11.1.2018)

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Indische Archäologen sehen in einer 6000 Jahre alten Felsritzung die älteste Abbildung eines sterbenden Sterns. Die Darstellung aus Burzahama/ Kaschmir zeigt eine Jagdszene und zwei Himmelsobjekte, die bisher als zwei Sonnen gedeutet wurden. Ein Team aus indischen und deutschen Astrophysikern versucht nun eine andere Erklärung zu bieten. (The Guardian, 10.1.2018)

Archäoastronomie
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In Zeit Online vom 9.1.2018 berichtet Inka Schmeling über die Suche britischer Archäologen nach Beweisen für die Existenz Konig Artus.

Großbritannien
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In Jaljulia, in der Nähe der nordöstlich von Tel Aviv gelegenen Stadt Kfar Saba in Israel wurden hunderte Steinwerkzeuge gefunden, die etwa eine halbe Millionen Jahre alt sind und dem Homo erectus zugerechnet werden. (The Guardian, 7.1.2018)

Ausgrabungen
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Cover: Archäologie Weltweit 2-2017

Das Deutsche Archäologische Institut stellt die neueste Ausgabe des Magazins »Archäologie Weltweit« online zum Download bereit. Das Titelthema dieser Ausgabe wirft einen Blick auf ein sehr aktuelles Thema aus Sicht vergangener Prozesse: Wie unterschiedlich Grenzen wirken, je nachdem aus welcher Entfernung man sie betrachtet, und wie unterschiedlich wirksam - oder wirkungslos - diese sein können.

Forschung
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Genetischer Stammbaum amerikanischer Ureinwohner

Wissenschaftler entschlüsselten 11.500 Jahre altes Erbgut von zwei Kindern, die vor etwa 11.500 Jahren im heutigen Alaska bestattet wurden. Die Analyse ergab laut ihrer jetzt in der Zeitschrift »Nature« veröffentlichten Studie, dass wohl alle Ureinwohner Nord- und Südamerikas von einer einzelnen Gruppe Einwanderer abstammt. Demnach spaltete sich vor 36.000 Jahren eine einzige Ursprungspopulation von Ostasiaten ab, die vor über 20.000 Jahren den amerikanischen Kontinent erreichte. Dort spaltete sie sich in weitere Populationen auf, aus denen wiederum alle heutigen indigenen Völker Amerikas hervorgingen.

Forschung
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Griechenland fordert ein Bruchstück der Fassade des Parthenon-Tempels zurück, das sich im Martin-von-Wagner-Museum der Universität Würzburg befindet. Dort verweigert man sich der Restitutionsforderung, wie die SZ berichtet - »rechtliche Gründe« stünden einer Rückgabe entgegen. (Süddeutsche Zeitung, 28.12.2017)

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Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die Publikation eines bereits 2015 ausgegrabenen, zunächst aber übersehenen spätminoischen Siegelsteins mit einer kunstvoll gestalteten Kampfszene, das aus dem Grab eines Kriegers nahe der griechischen Küstenstadt Pylos stammt. Der Fund wurde kürzlich in der Fachzeitschrift Hesperia publiziert. (Süddeutsche Zeitung vom 20.12.2017)

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Sachsen-Anhalts Landesarchäologe zieht eine Bilanz des Jahres 2017.  Als besondere Highlights gelten der Fund der »zweitältesten Kunstfragmente der Welt«, drei etwa 34.000 Jahre alte Elfenbeinstücke aus dem Burgenlandkreis und die Ausgrabung am 3.800 Jahre alten Fürstengrab »Bornhöck« bei Dieskau im Saalekreis. (Magdeburger Volksstimme, 29.12.2017)

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Aktuelles aus den Medien

Auf dieser Seite haben wir archäologische Nachrichten aus Print- und Online-Medien für Sie zusammengestellt. Ob Lokalnachrichten oder Meldungen aus aller Welt: hier behalten Sie die Übersicht.

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