Kurz notiert

Kreisgräber aus dem frühen Mittelalter in Vöhringen entdeckt

Luftbild der Ausgrabung in Vöhringen

Bei Ausgrabungen in der Stadt Vöhringen im Landkreis Neu-Ulm wurden im Sommer 2019 zwei große Kreisgrabenanlagen entdeckt. Jüngste Datierungsergebnisse lassen vermuten, dass sie aus dem 6. bis 8. Jahrhundert nach Christus stammen. Sie enthielten mehrere Bestattungen des frühen Mittelalters. Auch das Grab einer offenkundig wohlhabenden und einflussreichen Persönlichkeit wurde gefunden. Aufgrund eines in der Nähe beigesetzten Pferdes gehen die Archäologen davon aus, dass es sich um einen Reiterkrieger handelte.

Bild DAI

Die COVID-19-Pandemie in den letzten Monaten hat gezeigt, dass es verschiedene Strategien gibt, wie Gesellschaften mit Krisen umgehen. Im Titelthema des aktuellen Hefts »Archäologie Weltweit« vom Deutschen Archäologischen Institut beleuchten Forscherinnen und Forscher des DAIs, wie frühere Gemeinschaften Krisen begegnet sind und Herausforderungen bewältigt haben.

Veröffentlichungen
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Professor Johannes Krause

Professor Johannes Krause, Direktor der Abteilung für Archäogenetik am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, erhält den Internationalen "Fabio Frassetto"-Preis für Paläoanthropologie von der Accademia Nazionale dei Lincei, der nationalen Akademie der Wissenschaften Italiens. Die Auszeichnung wurde auf der Abschlussveranstaltung des akademischen Jahres 2019-2020 am 25. September 2020 verliehen. Wegen der anhaltenden Covid-19-Pandemie wurde die diesjährige Preisverleihung in einem virtuellen Format abgehalten.

Forschung
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Keilschrifttext

Vor etwa 3.500 Jahren lebten in Anatolien die Hethiter. Auf Tontafeln haben sie Staatsverträge und Erlässe, Gebete, Mythen und Beschwörungsrituale festgehalten – in einer Sprache, die erst vor rund 100 Jahren entschlüsselt werden konnte. Nun werden die in Keilschrift erstellten Texte der Hethiter vollumfänglich digital zugänglich gemacht.

Forschung
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Bei der Explosion beschädigtes historisches Gebäude in Beirut

Das Deutsche Archäologische Institut unterstützt den Erhalt der bei der Explosion am 4. August stark geschädigten historischen Bauwerke in Beirut mit Beratung vor Ort und finanziellen MItteln.

Denkmalschutz
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Ausgrabung in der Einhornhöhle

Noch bis zum 2. Oktober läuft die neue Grabungssaison an der Einhornhöhle in Scharzfeld (Südharz). Auch in diesem Jahr ist eine Studentin der Technischen Universität Clausthal daran beteiligt.

Ausgrabungen
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Website des Nepal Heritage Documentation Project

Eine Förderung von rund 2,5 Millionen Euro gewährt die britische Arcadia Stiftung der Medienanthropologin Prof. Dr. Christiane Brosius und dem Indologen Prof. Dr. Axel Michaels von der Universität Heidelberg. Nach einer zweijährigen Pilotphase wird damit ein Projekt zur Dokumentation gefährdeter historischer Denkmäler im nepalesischen Kathmandutal über einen Zeitraum von sechs Jahren fortgesetzt. Dabei geht es insbesondere darum, die durch Erdbeben und städtischen Wandel gefährdeten Monumente in einer Datenbank zu erfassen und Empfehlungen für ihren Erhalt oder Wiederaufbau auszusprechen.

Kulturerbe
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Mauerzüge, Backsteinpflaster, Trümmerschichten und Vorratsgruben aus dem 13. bis 18. Jahrhundert an der Hammer Widumstraße

Archäologen stellen neue Grabungsergebnisse zur Altstadt vor

Der Untergrund der Hammer Altstadt ist reich an Informationen zur Stadtgeschichte. Bevor hier das neue Bürogebäude des "Westfälischen Anzeigers" gebaut werden kann, nehmen daher Archäologen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Untersuchungen vor. Die Funde geben Aufschluss über das Leben der Bewohner zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert. Ein verschütteter Bachlauf weist sogar in die Römische Kaiserzeit (1. bis 4. Jahrhundert n. Chr.) zurück.

Ausgrabungen
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Kleine Sloopsteene

Gemeinsame Forschungsgrabung von LWL-Archäologie und Altertumskommission für Westfalen

Vor über 5.000 Jahren wurde das Megalithgrab »Kleine Sloopsteene« bei Lotte-Halen (Kreis Steinfurt) errichtet. Seither prägt es die Landschaft und das kulturelle Gedächtnis vor Ort, doch ist bislang über die jungsteinzeitliche Grabanlage archäologisch nur wenig bekannt. Daher wird es nun im Rahmen einer Forschungsgrabung von Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) untersucht.

Ausgrabungen
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Paul de Lagarde

Team aus Göttingen und Potsdam durchleuchtet geistiges Erbe des Paul de Lagarde

Wer war Paul de Lagarde? Ein Forschungsteam des Seminars für Ägyptologie und Koptologie der Universität Göttingen hat in Kooperation mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam (MMZ) eine wissenschaftsgeschichtliche Bestandsaufnahme zu Leben und Werk des Göttinger Orientalisten, der von 1827 bis 1891 lebte, vorgelegt. Dabei beleuchten die Forscherinnen und Forscher auch und gerade die politisch-weltanschaulichen Aspekte der Arbeiten des Wissenschaftlers und insbesondere Lagardes Antisemitismus.

Archäologie & Gesellschaft
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Obsidianwerkstücke aus Xalasco bestehen aus einem Material, das in der Nähe der Fundstelle gefördert wurde

Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten. Das zeigen der Marburger Physiker und Informatiker Dr. Michael Thrun und mexikanische Fachleute für Archäologie am Beispiel von Obsidianwerkstücken, die bei Ausgrabungen geborgen wurden. Das Team veröffentlichte seine Ergebnisse im Fachmagazin IEEE Access.

Funde & Befunde
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Kurz notiert

Auf dieser Seite finden Sie Notizen aus der archäologischen Wissenschaft und Forschung sowie zu aktuell in Print- und Online-Medien verbreiteten Meldungen zu archäologischen Themen.

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