Steinzeitlicher Steinbruch: Bereits vor 220.000 Jahren bauten Menschen in Südafrika gezielt Rohstoffe ab

Ausgrabungen an der Fundstelle Jojosi 6

Bereits vor 220.000 Jahren bauten Menschen Steine für ihre Werkzeuge an Orten ab, die sie eigens dafür aufsuchten – deutlich früher als bisher angenommen. An der Fundstelle Jojosi in Südafrika betrieben sie gezielten Rohstoffabbau über zehntausende Jahre hinweg, wie ein internationales Forschungsteam nachweisen konnte.

Novelle des Denkmalschutzgesetzes in NRW

NRWs geplantes Denkmalschutzgesetz: Ohne Benehmen, ohne Schutz? Die Abschaffung der verbindlichen Abstimmung mit Fachämtern könnte 100.000 Denkmäler gefährden – trotz massiver Proteste aus der Denkmalpflege

Denkmalschutz
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Bronzezeitliche Hausgrundrisse in Bad Düben

Bei Bad Düben haben Archäologen einzigartige Siedlungsreste aus der Bronzezeit und Römischen Kaiserzeit entdeckt. Die exzellent erhaltenen Hausgrundrisse und ungewöhnlichen Funde wie eine rasselnde Tonkugel gewähren seltene Einblicke in das Leben vor 3.000 Jahren.

Ausgrabungen
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Stiere auf Felstableau (Umzeichnung)

In Zeiten von Sprachnachrichten und Videos gerät Schrift leicht in Vergessenheit. Dabei ist sie seit Jahrtausenden zentrales Medium unseres kulturellen Gedächtnisses: Sie speichert Wissen und erzählt Geschichten. Aus einfachen Zeichen entstehen im Kopf ganze Welten – fast wie Kino ohne Popcorn. Gemalt oder in Stein geritzt hält sie erstaunlich lange. Ohne sie wüssten wir wenig über die Vergangenheit. Schon bevor der Mensch lesen konnte, deutete er Zeichen: Er las Tierspuren, orientierte sich an Sternen und erkannte die Tageszeit am Sonnenstand. Den langen Weg zur Schrift beschreibt der Ägyptologe Prof. Ludwig Morenz von der Universität Bonn in seinem neuen Buch.

Forschung
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Hausruinen in Pompeji. Blick Richtung Norden auf den Vesuv.

Der Untergang von Pompeji hat auch die Asche auf den Hausaltären der Bewohner erhalten. Ein internationales Forschungsteam hat erstmals wissenschaftlich untersucht, was in römischen Räuchergefäßen aus Pompeji verbrannt wurde – und Überraschendes entdeckt: Neben heimischen Pflanzen nutzten die Menschen auch importierte Duftstoffe aus Afrika oder Asien. Was zeigt, dass Pompeji Teil eines globalen Handelsnetzes war.

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So könnte es vor rund 125.000 Jahren ausgesehen haben: eine Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) neben dem Fuß eines Europäischen Waldelefanten (Palaeoloxodon antiquus)

Neandertaler jagten in Mitteleuropa Sumpfschildkröten – allerdings wahrscheinlich nicht, um sich von ihnen zu ernähren, sondern möglicherweise, um Schöpflöffel aus ihren Panzern herzustellen. Das berichtet ein internationales Forschungsteam um Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser vom Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Forschenden hatten rund 125.000 Jahre alte Stücke von Schildkrötenpanzern untersucht, die in der weltbekannten altsteinzeitlichen Fundstätte Neumark-Nord im heutigen Sachsen-Anhalt entdeckt worden waren.

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Neandertaler zerlegen Elefanten

Eine Mergelgrube nahe Lehringen in Niedersachsen im Jahr 1948: Ein Schuldirektor legt mit Helfern in 125.000 Jahre alten Ablagerungen der letzten Warmzeit das Skelett eines Waldelefanten frei. Er ahnt nicht, dass er einer Sensation auf der Spur ist: Zwischen den Rippen entdeckt das Team eine vollständige Holzlanze des Neandertalers. Nach der Entdeckung sind sich viele Forschende einig, dass der gemeinsame Fund von Skelett und Lanze von einer erfolgreichen Großwildjagd zeugt. Später gibt es Zweifel, ob eine originale Situation erhalten geblieben ist.

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Yoa-See in der Zentralsahara

Die Analyse eines Bohrkerns aus einem Oasensee im Tschad liefert neue Erkenntnisse über die Niederschlagsgeschichte in der Sahara. Die Untersuchung unter Leitung der Universität zu Köln zeigt, dass eine langanhaltende Feuchtphase, die von 14.800 bis 5.500 Jahren vor heute andauerte, durch kurzfristige Trockenheiten unterbrochen wurde. Derartige Ereignisse könnten in ähnlicher Weise auch in Zukunft auftreten.

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Buhais Rockshelter

Internationales Grabungsteam findet Nachweise für frühmenschliche Besiedlungen in der arabischen Wüste

Die Expansion des modernen Menschen aus Afrika verlief vermutlich anders, als bislang gedacht: Entgegen bisheriger Annahmen war Südostarabien während des späten Pleistozäns wiederholt von Menschen besiedelt. Einem internationalen Forschungsteam unter Beteiligung der Universitäten Jena, Freiburg und Tübingen sowie der Oxford Brookes University (England) gelang in einer Kooperation mit der Sharjah Archaeology Authority der Nachweis menschlicher Besiedlung bei Ausgrabungen am Buhais Rockshelter im Emirat Sharjah (Vereinigte Arabische Emirate). Wie der Projektleiter Dr. Knut Bretzke von der Friedrich-Schiller-Universität Jena sagt, lassen die Funde verschiedene Besiedlungsphasen erkennen: Vor etwa 125.000 Jahren, vor 59.000, 35.000 und 16.000 Jahren.

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Eiszeitlandschaft (künstlerische Darstellung)

Die letzten Neandertaler in Europa teilten einen weitgehend einheitlichen Genpool, und es gab einen umfassenden Umbruch in ihrer Bevölkerung vor ihrem endgültigen Verschwinden vor rund 40.000 Jahren. Das ergab eine Studie, in der neue DNA-Daten untersucht und mit archäologischen Nachweisen kombiniert wurde. In der Studie zeichnete ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Professor Cosimo Posth vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen die dramatische genetische Geschichte der europäischen Neandertaler nach.

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Karte mit Fundorten paläollithischer Hundeknochen

Die Vorfahren der heutigen Haushunde begleiteten den Menschen schon lange - vermutlich bereits, bevor die ersten Nomaden sesshaft wurden. Wann genau die Domestizierung vom Wolf zum Hund begann, blieb jedoch bislang im Dunkeln. Ein internationales Team unter der Leitung der LMU München, des Natural History Museum in London und der University of Oxford hat nun einen entscheidenden Durchbruch erzielt: Durch Analysen alter DNA entdeckten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die ältesten genetischen Belege von Hunden. Ihre im Fachjournal Nature veröffentlichten Ergebnisse legen nahe, dass Hunde bereits Jahrtausende früher domestiziert wurden als bisher geglaubt.

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