Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren

Menschen aus Neuguinea und den nahegelegenen Inseln tragen Belege für eine Abstammung von mehr als einer Gruppe von Denisovanern in ihrem Erbgut

Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte.

Vergleich Meganthropus-Unterkieferfragment mit Orang Utan-Kiefer und Homo erectus-Kieferrekonstruktion

Senckenberg-Wissenschaftler haben mit einem internationalen Team eine weitere fossile Menschenaffenart in der Senckenberg Hominiden-Sammlung nachgewiesen. Die neue Art wurde bereits 1950 von Gustav Heinrich Ralph von Koenigswald, dem Begründer der paläoanthropologischen Abteilung Senckenbergs, als Meganthropus palaeojavanicus beschrieben, jedoch damals als Urmensch gedeutet. Durch Untersuchungen der anatomischen Strukturen der Zähne zeigen die Forschenden nun, dass es vor etwa einer Million Jahren im Lebensraum von Homo erectus mindestens drei weitere Hominiden auf Java gab.

Südostasien
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Eisenzeitliche Öfen

Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt fanden bei Griebo (Stadt Coswig, Landkreis Wittenberg) einen mehrphasigen Siedlungsplatz, der von der Eisenzeit bis ins 9. Jahrhundert genutzt wurde. Über mehrere Jahrhunderte wurde dort Eisen aus Raseneisenerz gewonnen und weiterverarbeitet. Daneben fanden sich in Form eines Kalkbrennofens Hinweise auf die Produktion von Mörtel und Belege für Textilherstellung.

Ausgrabungen
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Einer der freigelegten eisenzeitlichen Öfen auf der Ausgrabung

Vor über 2.000 Jahren war das Siegerland eine blühende Region für Eisenproduktion. In den bislang größten bekannten Verhüttungsöfen ihrer Epoche in Europa gewannen keltische Hüttenleute große Mengen an Stahl. Archäologen gelang in Siegen nun ein Nachweis dieser bisher für die Eisenzeit in Mitteleuropa einzigartigen großen Zahl an Werkstätten zur Eisenverarbeitung.

Nordrhein-Westfalen
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Digital Atlas of Innovations

Der Europäische Forschungsrat (ERC) fördert das DAI-Forschungsprojekt »Technische und soziale Innovationen im Kaukasus: zwischen Eurasischer Steppe und den frühesten Städten im 4. und 3. Jahrtausend v. Chr.« mit einem mit 2.5 Millionen Euro dotierten Advanced Grant. In dem Projekt sollen Schlüsselinnovationen im Kaukasus wie die Erfindung von Rad und Wagen, Züchtung des Wollschafs und Metallgewinnung und -verarbeitung untersucht werden.

Asien
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Paranussbaum in der Nähe eines Hauses am Flussufer

Bäume in Amazonien offenbaren vorkoloniale menschliche Einflussnahme

Der Paranussbaum war zumindest seit dem frühen Holozän ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährungsstrategien im Amazonaswald. Diese Bäume können Hunderte von Jahren alt werden und werden heute wegen ihrer wertvollen, energiereichen Nüsse bewirtschaftet. Muster in der Etablierung und im Wachstum der Paranussbäume in Zentralamazonien spiegeln über 400 Jahre die Veränderungen der Okkupation durch den Menschen sowie der politischen und sozio-ökonomischen Aktivitäten in der Region wider.

Forschung
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Der kreisrunde Befund des Ofens gibt zur Zeit noch Rätsel auf

Vergangenes Jahr fanden Archäologen bei Attendorn (Kreis Olpe) eine eisenzeitliche Siedlung. Nun gelang ihnen erneut im Umfeld der Stadt die Entdeckung eines Hofs aus dieser Zeit. Damit können neue Erkenntnisse über die Besiedlung der Olper Region im ersten Jahrhundert vor Christus gewonnen werden.

Ausgrabungen
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Das internationale Forschungsteam während der geowissenschaftlichen Feldkampagne am Sidi-Ali-See im Mittleren Atlas Marokkos

Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universität Leipzig hat die Klimageschichte von Nordwestafrika und Europa untersucht. Hierbei fanden Prof. Dr. Christoph Zielhofer, Physischer Geograph an der Universität Leipzig, und seine Kollegen Hinweise für den Beginn des heutigen Klimas vor 5.000 Jahren. Eine besondere Rolle spielt hierbei die sogenannte Nordatlantische Oszillation.

Forschung
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Der Kopf einer Matronen-Statuette wurde vom Krefelder Stadtarchäologen Dr. Hans Peter Schletter im Rahmen der Gelleper Neufunde vorgestellt

Archäologen haben bei ihrer Arbeit mindestens zwei Glücksmomente, in denen sie sich über Entdeckungen freuen, staunen oder überrascht sind: Einmal während der eigentlichen Ausgrabung und dann bei der anschließenden Säuberung und ersten Betrachtung der Funde. So ist das derzeit auch im Archäologischen Museum Krefeld.

Ausgrabungen
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Das Skelett eines 15.000 Jahre alten anatolischen Jägers und Sammlers

Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte hat in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Großbritannien, der Türkei und Israel prähistorische Skelette von bis zu 15.000 Jahre alten Einwohnern Anatoliens untersucht, unter ihnen die ersten Jäger und Sammler aus dieser Region. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die ersten anatolischen Bauern direkte Nachkommen lokaler Jäger und Sammler waren.

Forschung
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Trotz erhöhter Zahl an Sitzplätzen war die Tagung auch in diesem Jahr wieder vorzeitig ausgebucht

Mehr als 480 Interessierte kamen am 11.3.2019 zur Archäologie-Jahrestagung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) nach Münster - ein neuer Teilnahmerekord. Insgesamt 13 Vorträge zeigten ein Spektrum quer durch alle Epochen: von Deutschlands ältesten Mosasauriern (Meeresreptilien) über eine bemalte Grafengruft bis zu Verbrechen des Nationalsozialismus.

Funde & Befunde
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