Weitere große Teile der Stadtmauer von Halle entdeckt

Fundamente der Stadtmauer in Halle

Die seit Februar 2018 laufende Modernisierung der Großen Steinstraße und des Joliot-Curie-Platzes im Rahmen des Programms STADTBAHN Halle bietet wichtige Einblicke in die Stadtgeschichte und die städtische Infrastruktur des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit. Seit Ende Februar 2018 begleitet das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) die Schachtungen der Stadtwerketochter Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG). Nachdem bereits im Frühjahr 2018 Teile des historischen Steintors am Joliot-Curie-Platz entdeckt wurden, wurden jetzt erneut Abschnitte der mittelalterlichen Stadtmauer im Bereich der Ostfahrbahn des Platzes freigelegt. Zudem traten im Bereich Große Steinstraße immer wieder Teile weitverzweigter, frühneuzeitlicher Holzwasserleitungen zu Tage.

ronzezeitliche Reihenhaussiedlung Konopljanka-2 mit einem verfüllten Brunnenschacht im Vordergrund

Archäologen der Universitäten Frankfurt und Mainz erforschen gemeinsam mit russischen Wissenschaftlern bronzezeitliche Prozesse in der Steppe zwischen Europa und Asien. Die DFG stellt hierfür 600.000 Euro an Fördermitteln für zunächst zwei Jahre zur Verfügung.

Ausgrabungen
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Beschichtete Fundstücke: Hirschfänger (oben) und Schwertfragment (unten)

INNOVENT e.V. und das LVR-Landesmuseum Bonn arbeiten gemeinsam an einem Forschungsprojekt zur Oberflächenbeschichtung von archäologischen Bodenfunden aus Metall. INNOVENT testete dazu eine neuartige, reversible Pulverbeschichtung aus modifiziertem thermoplastischem Polysaccharid, welche die Objektoberfläche konservieren und schützen soll.

Denkmalschutz
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Keltischer Schmuck im Museum. Bild: Landesmuseum Württemberg

Am 8. Januar diesen Jahres wurde in Baden-Württemberg der Startschuss zur Entwicklung einer landesweiten kulturpolitischen Konzeption mit dem Titel »Baden-Württemberg und seine Kelten« gegeben. Sie zielt darauf, die historische Bedeutung der Kelten für Baden-Württemberg an zahlreichen Fundstätten und Museen im Land sichtbar und erfahrbar zu machen. Zentraler Bestandteil der Konzeption soll die keltische Höhensiedlung »Heuneburg« werden und in diesem Rahmen zu einer musealen und touristischen Erlebniswelt ausgebaut werden.

Museen & Ausstellungen
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3D-Bild Süßer See

Der Süße See in Sachsen-Anhalt ist eine echte Schatzkiste für Unterwasserarchäologen. Detaillierte 3D-Karten, die mit Hilfe eines High-Tech-Unterwasserfahrzeugs des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB-AST) erstellt wurden, zeigen nun neben zahlreichen historischen Artefakten deutlich die Strukturen eines bronzezeitlichen Hügelgrabes.

Forschung
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Lapislazuli-Partikel im Zahnstein einer mittelalterlichen Frau

Lapislazuli im Zahnstein einer mittelalterlichen Frau deutet darauf hin, dass sie eine versierte Illustratorin von Manuskripten war.

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Jenaer Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte und der Universität York hat einen direkten Beleg für die Beteiligung von Frauen an der Herstellung illustrierter Manuskripte, auch Bilderhandschriften genannt, im Mittelalter gefunden. Lapislazuli-Pigmente im Zahnstein einer Frau, die auf dem Friedhof eines deutschen Klosters aus dem 12. Jahrhundert begraben wurde, legen nahe, dass sie wertvoll illustrierte religiöse Texte erstellte.

Forschung
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Koptische Zaubersprüche

Texte voller Zaubersprüche stehen im Zentrum eines neuen Forschungsprojekts an der Universität Würzburg. Sie verraten viel über das religiöse Leben in Ägypten im Übergang von der traditionellen Religion zu Christentum und Islam.

Digital Humanities
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Unterkiefer eines Kamels aus Basel

Kurz vor Abschluss der Grabung im Spiegelhof entdeckte die Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt in den spätantiken Schichten die Reste eines Kamelunterkiefers. Bereits beim Bau des Spiegelhofs vor 80 Jahren wurde ein Kieferfragment eines Kamels gefunden. Der Vergleich der Funde zeigt, dass die Kieferfragmente zusammenpassen. Wie genau das Kamel in spätrömischer Zeit nach Basel kam, ob als Reittier in der römischen Armee oder als Lasttier, ist unklar.

Ausgrabungen
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Bandkeramischer Brunnen

Im Rahmen einer Ausgrabung in Heppenheim (Bergstraße) untersuchte die Außenstelle Darmstadt eine Siedlung aus der Zeit um 5000 vor Christus. Über 20 Häuser und die zugehörigen Abfallgruben konnten hier dokumentiert werden. Überraschend war der Fund eines Brunnens, bei dem sich Hölzer des Brunnenkastens erhalten hatten. Für die siedlungsgünstige Lage dieses Areals sprechen auch die Reste eines römischen Gutshofes mit zugehörigem Gräberfeld.

Ausgrabungen
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Schmuck und Angelhaken aus Meeresschnecken und Muscheln

Ein Team des Deutschen Archäologischen Instituts erforscht die letzten Reste der kaum bekannten Machalilla-Kultur

 

Aus aller Welt
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