Neue Methode zur Ermittlung der pleistozänen Ernährungsweise

Tam Ham Marklot-Höhle, Laos

Aus prähistorischer Zeit liegen bisher nur wenig gesicherte Erkenntnisse über die Ernährung der damaligen Menschen und Tiere vor. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben nun eine neue Methode getestet: die Isotopenanalyse von Zinkisotopen an Zahnschmelz fossiler Säugetiere. Sie stellten fest, dass sich dieses Verfahren sehr gut eignen könnte, um die Ernährung von fossilen Menschen und auch anderen Säugetieren des Pleistozäns aufzuklären und dabei zwischen tierischer und pflanzlicher Kost zu unterscheiden.

Großer Tempel von Yeha

Bei jüngsten Ausgrabungen im heutigen Kirchengelände des Fundplatzes Yeha haben deutsche Archäologen die Reste eines weiteren 2.700 Jahre alten Heiligtums freigelegt. Das religiöse Zentrum dieses Ortes lag bereits in der Antike auf einer zentralen Erhebung und zeugt von der Jahrtausende alten Kultkontinuität.

Ausgrabungen
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Dr. Xinying Zhou und sein Team vom Institut für Paläontologie und Paläoanthropologie in Peking bei Ausgrabungen in der Tangtian-Höhle

Getreide aus dem Fruchtbaren Halbmond und Rispenhirse aus Nordchina verbreiteten sich vor Tausenden von Jahren über Eurasien und führten zu signifikanten kulturellen Veränderungen. Die neuen Nutzpflanzen wurden schnell in Anbausysteme integriert, die sich die Fruchtfolge zunutze machten. Die dadurch erhöhte Produktivität begünstigte steigende Bevölkerungszahlen und die Bildung von Staaten in Europa und Asien. In einer aktuellen Studie zeigt ein internationales, interdisziplinäres Forschungsteam, dass dieser Prozess mindestens 1000 Jahre früher begann als bislang angenommen und dass dabei nicht nur die Menschen ihre Anbaumethoden an die rauen Umweltbedingungen anpassten, sondern auch die Pflanzen mit einem evolutionären Wandel reagierten.

Ausgrabungen
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Rekonstruktion der ursprünglichen Lage

Im römischen Gräberfeld von Haltern am See haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) im Frühjahr 2019 zwei außergewöhnliche Funde gemacht: den kunstvoll verzierten Dolch eines Legionärs und den zugehörigen Waffengürtel. Diese Entdeckung hat Seltenheitswert: Europaweit gibt es keine weitere derartig gut erhaltene Kombination einer solchen Waffe mit Scheide und dem dazu passenden Gürtel.

Funde & Befunde
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Taucher mit Schädel in der Chan-Hol-Höhle

Skelett aus Unterwasserhöhle in Mexiko liefert wichtige Hinweise auf die Besiedlung des amerikanischen Kontinents

Ein prähistorisches menschliches Skelett, das auf der Halbinsel Yucatán in Südmexiko geborgen werden konnte, ist mindestens 10.000 Jahre alt und stammt wahrscheinlich aus der letzten Eiszeit, dem späten Pleistozän. Die sterblichen Überreste der etwa 30 Jahre alten Frau hat ein internationales Forscherteam unter Federführung von Geowissenschaftlern der Universität Heidelberg untersucht. Der fossile Fund, dessen Alter mithilfe der Uran-Thorium-Datierung bestimmt werden konnte, liefert wichtige Erkenntnisse für die frühe Besiedlungsgeschichte des amerikanischen Kontinents.

Funde & Befunde
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Ansicht des Gebel Assiut al-gharbi

Ein wichtiger Baustein für das kulturelle Gedächtnis Ägyptens

Vor rund 4000 Jahren war Assiut ein bedeutendes kulturelles Zentrum in Mittelägypten. Die antike Stadt mit ihren Tempeln, Palästen, Bibliotheken und Wohnhäusern ist unter den Ablagerungen der Nilüberschwemmungen und moderner Überbauung verschwunden, weshalb sie unter den Sehenswürdigkeiten nie den Rang von Theben oder Luxor erreichte. Im Gegenteil: Bis vor Kurzem war nur wenig über die Geschichte Assiuts bekannt und die moderne Großstadt genoss im Land kein hohes Ansehen. Doch das Bild verändert sich, seitdem ein deutsch-ägyptisches Kooperationsprojekt den Gräberberg Assiut al-gharbi im Westen der Stadt eingehend erforscht hat.

Ausgrabungen
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Flavia Venditti

Der Tübinger Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie geht in diesem Jahr an Dr. Flavia Venditti von der Sapienza Universität in Rom. Die Italienerin wird für ihre Dissertation "The recycling phenomenon during the Lower Palaeolithic: the case study of Qesem Cave (Israel)" ausgezeichnet. Darin untersucht sie die gezielte Herstellung kleiner Schneidgeräte aus unbrauchbar gewordenen größeren Geräten und deren vielfältige Verwendung vor 400.000 Jahren.

Forschung
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Goldfibel 1. Jh.

Bereits zum 16. Mal präsentieren Fachleute auf der Jahrestagung der rheinischen Archäologie am 3. und 4. Februar wichtige Entdeckungen aus Paläontologie und Archäologie des Jahres 2019. Die neu konzipierte Tagung bietet erstmalig auch »Schlaglichter« auf einzelne herausragende Funde und Befunde.

Funde & Befunde
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Luftbild von Yeha im Norden Äthiopiens

Orientalisten der Friedrich-Schiller-Universität Jena setzen Forschungsarbeiten zur Sabäischen Einwanderung nach Äthiopien fort. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Langzeitprojekt für weitere drei Jahre.

Forschung
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