Baugeschichte des Theaters von Ephesos rekonstruiert

Theater von Ephesos, Nordflügel

Es zählt zu den größten Theatergebäuden der Antike: das Theater von Ephesos. Forschende der Österreichischen Akademie der Wissenschaften haben jetzt seine Baugeschichte – von der Errichtung in hellenistischer Zeit bis zu den Restaurierungs- und Konsolidierungsmaßnahmen ab dem 20. Jahrhundert – entschlüsselt. Dadurch ist erstmals eine genaue Chronologie der einzelnen Bauphasen möglich.

Verbreitung von Hirse in der Bronzezeit

Ausbreitung des Getreides von Ostasien nach Mitteleuropa im Detail rekonstruiert

Bereits vor 3.500 Jahren lebten die Menschen in einer globalisierten Welt. Das ist die Schlussfolgerung von Forschenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Sie haben den Ausbreitungsweg von Rispenhirse im Detail rekonstruieren können und herausgefunden, dass das Getreide damals von Asien nach Mitteleuropa verbreitet wurde.

Forschung
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Neolithische Wagenspuren Flintbek

Neue Publikation dokumentiert steinzeitliche Spuren von Rad und Wagen auf einem Gräberfeld bei Flintbek

Einer der größten Megalith-Friedhöfe Europas liegt in Flintbek bei Kiel. Und dort findet sich auch der weltweit früheste Nachweis für die Nutzung von Rädern und Wagen. Die wissenschaftliche Dokumentation dieses Befundes ist in der kürzlich erschienenen Publikation »Das Neolithikum in Flintbek. Eine feinchronologische Studie zur Besiedlungsgeschichte anhand von Gräbern« von Prof. Dr. Doris Mischka nachzulesen.

Funde & Befunde
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Tropenwald

Eine Sonderausgabe der Proceedings of the National Academy of Sciences berichtet über multidisziplinäre Untersuchungen zu den menschlichen Auswirkungen auf Tropenwälder und deren Ökosysteme.

Veröffentlichungen
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Die Felsinschrift mit den vier Hieroglyphen: Domäne des Horus-Königs Skorpion

Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt. Eine Inschrift aus der Zeit der Herausbildung des ägyptischen Staates im späten Vierten Jahrtausend v. Chr. aus dem archäologisch noch kaum erforschten Wadi el Malik östlich von Assuan trägt vier Hieroglyphen: “Domäne des Horus-Königs Skorpion”.

Funde & Befunde
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Hortfund von Nebra

Die Himmelsscheibe von Nebra gilt als die älteste konkrete astronomische Darstellung der Welt. Lange Zeit war sich die Fachwelt einig, dass der Fund der Bronzezeit zugeordnet werden kann. Zwei deutsche Prähistoriker behaupteten in diesem Jahr, dass die Scheibe aus der Eisenzeit stamme und lösten damit eine Kontroverse aus. Nun ist in der von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften herausgegebenen Fachzeitschrift »Archaeologia Austriaca« eine Erwiderung erschienen - die Autoren bekräftigen die Datierung der Himmelsscheibe in die Bronzezeit.

Funde & Befunde
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Baumringe

Gegenwärtige Erwärmung außergewöhnlich

Baumringe übertreiben – das hat nun ein Forscherteam herausgefunden. Aus der Breite der Wachstumsringe von Bäumen schließen Wissenschaftler für vergangene Jahrhunderte auf die historischen Klimabedingungen in dem jeweiligen Jahr. Die bisherigen Temperaturrekonstruktionen aus den Jahresringen der Bäume sind aber fehlerhaft, so eine nun in der Fachzeitschrift Climate Dynamics veröffentlichte Studie. Sie geben die natürlichen Schwankungen des Klimas vergangener Jahrhunderte übertrieben wieder. Ein Vergleich mit Daten etwa aus Pfarr- und Stadtarchiven zeigt, dass sich das Klima in Wirklichkeit deutlich gleichmäßiger entwickelt hat. Was wiederum einen weiteren Beleg bietet, wie außergewöhnlich die moderne menschgemachte Erwärmung tatsächlich ist.

Forschung
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Himmelsscheibe von Nebra

1.000 Jahre jünger und anderer Fundort?

Die Himmelsscheibe von Nebra ist der weltweit wohl bekannteste archäologische Fund Deutschlands. Sie gilt als älteste konkrete Darstellung astronomischer Phänomene und zählt seit 2013 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Nach aktuellem Kenntnisstand wurde die Scheibe vor 3.600 Jahren auf dem Mittelberg bei Nebra zusammen mit weiteren bronzezeitlichen Objekten vergraben. Der Frankfurter Archäologieprofessor Rüdiger Krause und Rupert Gebhard, Direktor der Archäologischen Staatssammlung München, stellen die Datierung nun in Frage. Ihrer Ansicht nach stammt das Objekt aus der Eisenzeit und wäre damit rund 1.000 Jahre jünger. Sie zweifeln auch den Fundort auf dem Mittelberg an, womit »alle bisherigen astronomischen Interpretationen hinfällig« würden, wie sie in einer Pressemitteilung darlegen.

Funde & Befunde
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Prof. Dr. Ludwig D. Morenz

Ein Hahnenkopf sitzt auf einem Menschenkörper und die Beine darunter bestehen aus Schlangen. Diese magische Gottheit ist ein eigenartiges Mischwesen, das sich durch die Geschichte der vergangenen fast 2.000 Jahre zieht und in vielen Kulturen heimisch geworden ist. Der Ägyptologe Prof. Dr. Ludwig D. Morenz hat die antike Hybridgestalt untersucht und ein Buch dazu herausgegeben.

Forschung
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Koprolithen

Neue Methode zur Unterscheidung der Quellen von Paläofäkalien liefert wichtige Informationen für Forschende

Exkremente sind in den archäologischen Aufzeichnungen allgegenwärtig und eine potentielle Goldgrube für Erkenntnisse über die damalige Ernährung und Gesundheit, die Entwicklung von Parasiten und die Ökologie und Evolution des Mikrobioms. Das Hauptproblem für Forschende besteht darin, zu bestimmen, wessen Ausscheidungen man eigentlich untersucht. Eine neue Studie unter der Leitung von Maxime Borry und Christina Warinner vom Jenaer Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte (MPI-SHH) präsentiert nun mit »coproID« eine zuverlässige Methode, um die Herkunft von Paläofäkalien zu bestimmen.

Forschung
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Denkmalatlas Niedersachsen

Am Mittwochabend hat das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege im Rahmen seines traditionellen Neujahrsempfangs unter dem Motto »Denkmale im Netz« den Denkmalatlas Niedersachsen der Öffentlichkeit vorgestellt. Unter der Adresse denkmalatlas.niedersachsen.de wird der Denkmalbestand des Landes von weit über 100.000 Objekten allen Interessierten sukzessive zugänglich gemacht.

Denkmalschutz
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