Schweizweit erster Nachweis von spätmittelalterlichem Töpferhandwerk auf dem Land

Model für eine Blattkachel

In zwei Rettungsgrabungen der Kantonsarchäologie kamen in Würenlingen 2020 und 2021 ein Töpferofen aus der Zeit um 1400 sowie Abfallhalden mit Keramikscherben zum Vorschein. Die Auswertung erbrachte erstmals den archäologischen Beleg von spätmittelalterlichem Töpferhandwerk außerhalb städtischen Gebiets. Nun ist dazu die Publikation "Töpfern auf dem Lande – Spätmittelalterliches Töpferhandwerk in Würenlingen" erschienen.

Knochenuntersuchung im Osteologie-Labor

Ernährung, Krankheiten, Unfälle, körperliche Aktivität und Arbeit – vieles, was wir Menschen tun oder erleben, hinterlässt Spuren in unserem Skelett. Diese Spuren können auch Jahrtausende nach dem Tod noch faszinierende Einblicke in das individuelle Leben und die Krankheitsgeschichte eines Menschen, aber auch in die Entwicklung ganzer Gesellschaften, gewähren.

Forschung
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Darstellung eines Kuhkopfs mit fünf Sternen auf Prunk-Palette aus Girza

Ein jungsteinzeitliches Artefakt aus Girza zeigt möglicherweise das älteste eindeutig identifizierbare Sternbild. In seinem neuen Buch deutet der Bonner Ägyptologe Ludwig Morenz das Motiv als Ausdruck früher ägyptischer Himmelsreligion.

Veröffentlichungen
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Scents of Arabia (Buchcover)

Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt eröffnet neue Eindrücke der Welt der Düfte des antiken Arabiens: Ausgangspunkt ist eine Untersuchung von Duftstoffen aus der Oase Tayma im Nordwesten Saudi-Arabiens – einem zentralen Knotenpunkt im antiken Handelsnetz zwischen dem Mittelmeerraum und Südarabien.

Veröffentlichungen
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CT-Scan: Knochen eines embryonalen Schimpansen

Das Becken spielt eine Schlüsselrolle in der Evolution des aufrechten Gangs des Menschen. Über Millionen von Jahren hat sich seine Anatomie radikal verändert und letztlich zum Gang auf zwei Beinen geführt. Eine neue internationale Studie unter Leitung von Wissenschaftler:innen der Harvard University – mit wesentlichen Beiträgen des Museums für Naturkunde Berlin – konnte nun die Schritte entschlüsseln, die das menschliche Becken im Laufe von Millionen von Jahren so veränderten, dass zweibeiniges Gehen möglich wurde.

Aus aller Welt
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Umrissanalyse von Artefakten

Forschende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben gemeinsam mit internationalen Partnern eine Software namens »AutArch« entwickelt: Sie nutzt die Leistungsfähigkeit von Künstlicher Intelligenz und Big Data, um alte archäologische Sammlungen neu zu erschließen – und könnte somit die archäologische Datenanalyse revolutionieren.

Digital Humanities
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El-Wad Spitzen von Al-Ansab 1

Die Analyse von Steinwerkzeugen, die dem Ahmarian, der ersten jungpaläolithischen Kultur des Nahen Ostens (datiert vor etwa 40.000 bis 45.000 Jahren), zugeschrieben werden, zeigt, dass kleine, längliche, symmetrische Objekte (Lamellen) vor Ort in Massenproduktion hergestellt wurden. Eine solche standardisierte Produktion steht im Einklang mit dem, was Archäologinnen und Archäologen bereits mit der Einführung von Pfeil und Bogen in Verbindung gebracht haben.

Ausgrabungen
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Theater von Ephesos, Nordflügel

Es zählt zu den größten Theatergebäuden der Antike: das Theater von Ephesos. Forschende der Österreichischen Akademie der Wissenschaften haben jetzt seine Baugeschichte – von der Errichtung in hellenistischer Zeit bis zu den Restaurierungs- und Konsolidierungsmaßnahmen ab dem 20. Jahrhundert – entschlüsselt. Dadurch ist erstmals eine genaue Chronologie der einzelnen Bauphasen möglich.

Kulturerbe
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Verbreitung von Hirse in der Bronzezeit

Ausbreitung des Getreides von Ostasien nach Mitteleuropa im Detail rekonstruiert

Bereits vor 3.500 Jahren lebten die Menschen in einer globalisierten Welt. Das ist die Schlussfolgerung von Forschenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Sie haben den Ausbreitungsweg von Rispenhirse im Detail rekonstruieren können und herausgefunden, dass das Getreide damals von Asien nach Mitteleuropa verbreitet wurde.

Forschung
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Neolithische Wagenspuren Flintbek

Neue Publikation dokumentiert steinzeitliche Spuren von Rad und Wagen auf einem Gräberfeld bei Flintbek

Einer der größten Megalith-Friedhöfe Europas liegt in Flintbek bei Kiel. Und dort findet sich auch der weltweit früheste Nachweis für die Nutzung von Rädern und Wagen. Die wissenschaftliche Dokumentation dieses Befundes ist in der kürzlich erschienenen Publikation »Das Neolithikum in Flintbek. Eine feinchronologische Studie zur Besiedlungsgeschichte anhand von Gräbern« von Prof. Dr. Doris Mischka nachzulesen.

Funde & Befunde
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Tropenwald

Eine Sonderausgabe der Proceedings of the National Academy of Sciences berichtet über multidisziplinäre Untersuchungen zu den menschlichen Auswirkungen auf Tropenwälder und deren Ökosysteme.

Veröffentlichungen
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