Digitale Archäologie

Das neue Abbild der Schönen
Wie stellt man eine Kopie eines Kunstwerks her, ohne es zu berühren und dabei eventuell zu beschädigen? Michael Merz erläutert das Verfahren des 3D-Laserscannings am Beispiel der Büste der Nofretete.
3DRestaurierung
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NESPOS 3.0
Die Online-Datenbank NESPOS bietet Archäologen und Anthropologen die Möglichkeit ihre Forschungsergebnisse im Netz mit Kollegen zu teilen und wichtige Objekte digital zu archivieren. Das NESPOS-Team stellt die Forschungsplattform vor.
ForschungFunde & BefundeGIS3DPaläolithikum
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Ein Priester in 3D
Dem Britischen Museum gelingt mit Hilfe von SGI-Technologie erstmals durch eine geschlossene Umhüllung zu spähen.
Forschung3D
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Nachrichten

Untersuchungsworkflow

Forscher des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung, der Berliner Universitäten und des Helmholtz-Zentrums Berlin untersuchten ein kleines Papyrus-Stück, das vor zirka 100 Jahren auf der Nil-Insel Elephantine ausgegraben wurde. Unter anderem nutzten die Forschenden zerstörungsfreie Methoden am Weichröntgen-Synchrotron BESSY II. Die Arbeit, über die Forscher im Journal of Cultural Heritage berichteten, ist für weitere Analysen der Papyrussammlung in Berlin und darüber hinaus wegweisend.

Forschung
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Dsawchan Gol

Eine neue Studie deutet darauf hin, dass ein feuchteres Klima Homo sapiens es ermöglicht haben könnte, vor 50-30.000 Jahren die Wüsten Zentralasiens zu durchqueren.

Nord- und Zentralasien wurden in Studien zu frühen menschlichen Migrationen bislang vernachlässigt, da Wüsten und Gebirge als unüberwindliche Barrieren angesehen wurden. Die Studie eines internationalen Forschungsteams argumentiert nun jedoch, dass der Mensch unter feuchteren klimatischen Bedingungen diese extremen Lebensräume in der Vergangenheit durchquert haben könnte.

Forschung
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Arbeit am Palmyra-GIS

Ein Forschungsteam des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) entwickelt die webbasierte Anwendung »Palmyra-GIS«

Mit der Anwendung und dem dazugehörigen 3D-Druck des Geländemodells der syrischen antiken Ruinenstadt Palmyra möchten die Forschenden zum Schutz des durch den syrischen Krieg gefährdeten Weltkulturerbes beitragen.

Denkmalschutz
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Computersimulation der Wanderbewegungen von Homo sapiens

Forscher berechnen in Computersimulationen die statistische Wahrscheinlichkeit von Wanderbewegungen wie der des Homo sapiens

Die Wiege der Menschheit liegt in Afrika. Von dort aus besiedelte der anatomisch moderne Mensch die Welt, dies gilt als gesichert. Unklar ist noch, warum der Ursprung in Afrika lag und warum sich Homo sapiens gegen Arten wie den Neandertaler oder den Denisova-Mensch durchsetzen konnte. Möglicherweise sind die Ursachen weniger die oft angeführten Umweltfaktoren, als vielmehr zufällige Prozesse.

Digitale Technologien
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Einige der gesammelten Proben stammen aus Agia Fotini auf Kreta

Ein internationales Team von Forschern entwickelt eine neue Technik, um paläoklimatische Daten aus Muschelschalen zu gewinnen. Muschelschalen sind seit über 160.000 Jahren in archäologischen Fundstellen reichlich enthalten. Mit Hilfe von Laser-Imaging fanden die Forscher nun neue Wege, zu rekonstruieren, wie sich das Klima zu Lebzeiten von Muscheln aus archäologischen und geologischen Fundstellen verändert hat.

Forschung
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Bildmontage Scanmerkmale

In deutschen Landesmuseen lagern unzählige historische Münzen, die sich nur im Detail voneinander unterscheiden. Anders als Gemälde lassen sich diese archäologischen Fundstücke nicht beschriften oder durch Barcodes kennzeichnen. Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF haben in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt einen Scanner und eine Auswertesoftware entwickelt, die die optischen Merkmale von Münzen in Sekundenschnelle digital erfassen und eindeutig beschreiben. Mithilfe des Messsystems können Münzfunde identifiziert und wiedererkannt werden.

Digitale Technologien
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Videos zum Thema

Palmyra-GIS
Digitaler Kulturerhalt in Syrien

Als Beitrag zum Schutz des durch den syrischen Krieg gefährdeten Weltkulturerbes haben Forschende des Deutschen Archäologischen Instituts die webbasierte Anwendung »Palmyra GIS« entwickelt. Dafür haben sie zahlreiche in den vergangenen Jahrzehnten entstandene Ausgrabungspläne, Kartierungen und neue geophysikalische Messungen mit einem Digitalen Höhenmodell, historischen Landkarten und Luftbildern kombiniert. Entstanden ist dabei ein System, das erstmals eine vereinheitlichte Datengrundlage in digitaler Form für den Denkmalschutz und die weitere Erforschung der antiken Oasenstadt zugänglich macht.
In dem Video werden die technischen und inhaltlichen Grundlagen und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten des »Palmyra-GIS« vorgestellt, zu denen auch die Verknüpfung mit weiteren Datenbanken wie etwa der Objekt- und Bild-Datenbank arachne zählt. Die Anwendung ist unter der Adresse geoserver.dainst.org für jedermann frei zugänglich, so dass man auch selbst auf virtuelle Entdeckungsreise gehen kann.

13.05.2019ansehen

Diese aktuelle - allerdings auch sehr rasante - Animation beginnt mit einem Anflug aus dem All nach Hallstatt direkt hinein in das bronzezeitliche Bergwerk, wo man noch die organischen Reste (Hölzer, Seile) jener Zeit aus den Wänden ragen sieht. Auf einem Grubenriss kann man die Lage von Fundstellen erkennen, die dann detaillierter gezeigt werden. Die Animation wurde für die TV-Dokumentation »Mythos Hallstatt – Dawn of the Celts« produziert, die im November auf ServusTV ausgestrahlt wurde. Leider ist das Tempo geradezu atemberaubend und man erhält keine weiteren Informationen zum Gezeigten. Mit etwas Hintergrundwissen kann man mit dieser montanarchäologischen Achterbahnfahrt ein wenig mehr anfangen.

26.04.2019ansehen

Dieses kurze Video einer archäologischen Grabungsfirma aus Baden-Württemberg gibt einen Einblick in die Arbeitsschritte der Aufarbeitung einer Ausgrabung. Gezeigt werden Reinigung, Beschriftung und Verpackung der Funde, bevor sie in das Depot im Landesdenkmalamt gebracht werden, und die Aufbereitung der digitalen Vermessungsdaten vom Tachymeter zum CAD-Plan und 3D-Modell.

05.04.2019ansehen

Die 3D-Animation in diesem Video des Deutschen Archäologischen Instituts visualisiert die Pyramidenanlage des Nub-Cheper-Re Intef und die unterirdischen Grabanlagen in seiner Umgebung - darunter auch das Schachtgrab K03.4, in dem 2004 der spektakuläre Fund der Särge des Imeni und der Geheset gelang.

09.11.2018ansehen

Die in Westfalen einzigartige Holsterburg gehört zu den wenigen achteckigen Burganlagen des hochmittelalterlichen Europas. Von 2010 bis 2017 grub die LWL-Archäologie für Westfalen die stauferzeitliche Wehranlage nahe Warburg vollständig aus. Nachdem die Burg im Jahr 1294 komplett zerstört wurde, geriet sie in Vergessenheit. Jetzt zeigt ein 3-D-Modell ihr einstiges Aussehen.

31.08.2018ansehen
Podcasts zum Thema
Wie digital muss ein Museum heute sein?
AMH010: Archäologie digital

In der 10. Folge des AMH-Podcasts unterhalten sich Katrin Schröder und Anaïs Wiedenhöfer über »das Digitale« am Archäologischen Museum Hamburg. Im Rahmen ihrer Tätigkeit am Museum befassen sich die beiden jungen Frauen mit der Kommunikation über Online-Kanäle bzw. mit digitalen Vermittlungsstrategien für das Museum. In dieser Podcast-Folge reden sie darüber, welche digitalen Angebote ein Museum machen sollte, ob ein Museum  heutzutage ohne digitale Angebote noch wettbewerbsfähig ist und was ein überzeugendes digitales Angebot ausmacht. In den letzten 12 Minuten der Folge geht es schließlich um die Frage, wie das »digitale Museum der Zukunft« aussehen könnte.

16.11.2018mehr
Digitalität in der Archäologie

In der dreizehnten Folge des hafenradio Podcasts geht es um das Thema »Digitale Grabungstechnik- und Dokumentation, riesige Datenmengen und der Wert der Daten oder wie sieht digitale Archäologie 2026 aus?«. Zu Gast ist Kai-Christian Bruhn, Professor im Fachbereich Technik – Geoinformatik & Vermessung an der Hochschule Mainz. (1:44:54)

 

Zur Internetseite dieser Podcastfolge mit ausführlichem Inhaltsverzeichnis und weiteren Infos

29.04.2016mehr