Digitale Archäologie

Das neue Abbild der Schönen
Wie stellt man eine Kopie eines Kunstwerks her, ohne es zu berühren und dabei eventuell zu beschädigen? Michael Merz erläutert das Verfahren des 3D-Laserscannings am Beispiel der Büste der Nofretete.
3DRestaurierung
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NESPOS 3.0
Die Online-Datenbank NESPOS bietet Archäologen und Anthropologen die Möglichkeit ihre Forschungsergebnisse im Netz mit Kollegen zu teilen und wichtige Objekte digital zu archivieren. Das NESPOS-Team stellt die Forschungsplattform vor.
ForschungFunde & BefundeGIS3DPaläolithikum
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Ein Priester in 3D
Dem Britischen Museum gelingt mit Hilfe von SGI-Technologie erstmals durch eine geschlossene Umhüllung zu spähen.
Forschung3D
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Nachrichten

Eine retuschierte Steinspitze vom archäologischen Fundort Prospect Farm

Durch die Analyse von Werkzeugformen, welche häufig gemeinsam auftreten, ist es Forschern gelungen, ein künstliches neuronales Netz zu entwickeln, das zuverlässig Werkzeugsets der mittleren und späten Steinzeit in Afrika unterscheidet.

Funde & Befunde
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Keilmesser aus der Sesselfelsgrotte

Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter. Das hat eine Forschungsgruppe der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Università degli Studi die Ferrara (UNIFE) anhand von Funden in der niederbayrischen Sesselfelsgrotte herausgefunden.

Forschung
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Mittelalterliche Handschrift

Stärkung der Digital Humanities: Universität Kiel wird Teil der internationalen READ-Genossenschaft

Nichts weniger als den Zugriff auf handschriftliche Quellen zu revolutionieren, hat sich die READ-COOP SCE zum Ziel gesetzt. Dafür entwickelt und betreibt sie gemeinschaftlich die digitale Transkribus-Infrastruktur zur automatischen Texterkennung von Handschriften. Um an der Entwicklung der zukunftsweisenden Technologie mitzuwirken und ihren Einsatz in Forschung und Lehre zu unterstützen, wird die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) auf Initiative der Universitätsbibliothek (UB) Teil dieser europäischen Genossenschaft.

Digital Humanities
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Bevölkerungsdichte von Neandertalern und modernen Menschen (Simulation)

Was war die Ursache für das Aussterben der Neandertaler: Klimaänderungen oder die Ankunft des Homo sapiens in Europa? Diese Frage wollten Klimaforscher des IBS Center for Climate Physics in Korea mit Hilfe eines Supercomputers klären, den sie verschiedene Modell-Simulationen durchführen ließen. Wie bei der Berechnung von Klimamodellen wurden dabei mehrere Szenarien mit unterschiedlichen Einflussfaktoren wie etwa abrupte Klimaveränderungen, Konkurrenz um Ressourcen oder Vermischung von Populationen, durchgespielt. Das klare Ergebnis: Der Neandertaler starb nur in solchen Szenarien aus, in denen der Homo sapiens gegenüber dem Neandertaler deutliche Vorteile bei der Ausbeutung vorhandener Nahrungsressourcen hatte. Glaziale Klimaverschiebungen führten in den Simulationen hingegen nicht zum Aussterben der Neandertaler.

Forschung
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Menschliche Fußabdrücke in Vulkanasche

Eine in der Nähe des Dorfes Engare Sero in Tansania von Mitgliedern der Massai-Gemeinde entdeckte Fundstätte enthält auf einer Fläche von etwa 300 Quadratmetern über 400 in Vulkanasche konservierte menschliche Fußabdrücke, die vor schätzungsweise 6.000 bis 19.000 Jahren entstanden sind und die unterschiedlichen Wege von mindestens 20 verschiedenen Individuen repräsentieren. Die Funde liefern eine Momentaufnahme des Gruppenverhaltens moderner Menschen während des Spätpleistozäns. Eine Analyse dieser bisher größten Ansammlung fossiler menschlicher Fußabdrücke in Afrika wurde kürzlich im Fachmagazin Scientific Reports vorgelegt.

Aus aller Welt
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Koprolithen

Neue Methode zur Unterscheidung der Quellen von Paläofäkalien liefert wichtige Informationen für Forschende

Exkremente sind in den archäologischen Aufzeichnungen allgegenwärtig und eine potentielle Goldgrube für Erkenntnisse über die damalige Ernährung und Gesundheit, die Entwicklung von Parasiten und die Ökologie und Evolution des Mikrobioms. Das Hauptproblem für Forschende besteht darin, zu bestimmen, wessen Ausscheidungen man eigentlich untersucht. Eine neue Studie unter der Leitung von Maxime Borry und Christina Warinner vom Jenaer Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte (MPI-SHH) präsentiert nun mit »coproID« eine zuverlässige Methode, um die Herkunft von Paläofäkalien zu bestimmen.

Forschung
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Videos zum Thema

Dr. Benjamin Ducke, Leiter der Wissenschaftlichen IT des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und Dr. Nathalie Kallas, Projektkoordinatorin »Stunde Null«, stellen in diesem knapp halbstündigen Video das Online-Portal idai.world mit den dort verfügbaren eResourcen, open Access Tools und Informationssystemen sowie E-Learning-Angeboten des DAI vor.

07.08.2020ansehen
freiburg.archäologie - 900 Jahre Freiburg
3D-Rekonstruktion der Zähringer Burg und der Stadt um 1200

Der gut vierminütige Animationsfilm zeigt eine 3D-Rekonstruktion der Zähringer Burg auf dem Freiburger Schlossberg und der mittelalterlichen Stadt Freiburg um 1200. Der virtuelle Kameraflug vermittelt mit einem weiten Blick ins Oberrheintal bis zu den Vogesen einen guten Eindruck der Lage und Größe der Stadt am Schwarzwaldrand, die allerdings immer nur aus größerer Distanz zu sehen ist. Der Film von Hans-Jürgen van Akkeren entstand in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflge Baden-Württemberg, den Städtischen Museen und dem Stadtarchiv Freiburg.

04.04.2020ansehen

In diesem Video sind kurze Ausschnitte aus der »Virtual Reality Experience« zu sehen, die man seit kurzem in der Sammlungsausstellung »Archäologie in Baden – Expothek¹« im Badischen Landesmuseum Karlsruhe mittels VR-Brille erfahren kann. Gezeigt werden Sequenzen zu den Themen Linienbandkeramik, Bronzezeit und Frühmittelalter.

15.11.2019ansehen
iDAI.Welt
Das DAI-Portal für digitales archäologisches Wissen

Anlässlich der 190 Jahrfeier des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) am 17. Mai 2019 in Berlin ging dessen neues Portal für digitales archäologisches Wissen - die iDAI.Welt - online. Sebastian Cuy, Mitarbeiter der wissenschaftlichen IT des DAI und maßgeblich an der Entstehung der neuen Datenwelt beteiligt, erzählt in diesem kurzen Video, was es damit auf sich hat.

Zum Portal iDAI.Welt

20.09.2019ansehen
Palmyra-GIS
Digitaler Kulturerhalt in Syrien

Als Beitrag zum Schutz des durch den syrischen Krieg gefährdeten Weltkulturerbes haben Forschende des Deutschen Archäologischen Instituts die webbasierte Anwendung »Palmyra GIS« entwickelt. Dafür haben sie zahlreiche in den vergangenen Jahrzehnten entstandene Ausgrabungspläne, Kartierungen und neue geophysikalische Messungen mit einem Digitalen Höhenmodell, historischen Landkarten und Luftbildern kombiniert. Entstanden ist dabei ein System, das erstmals eine vereinheitlichte Datengrundlage in digitaler Form für den Denkmalschutz und die weitere Erforschung der antiken Oasenstadt zugänglich macht.
In dem Video werden die technischen und inhaltlichen Grundlagen und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten des »Palmyra-GIS« vorgestellt, zu denen auch die Verknüpfung mit weiteren Datenbanken wie etwa der Objekt- und Bild-Datenbank arachne zählt. Die Anwendung ist unter der Adresse geoserver.dainst.org für jedermann frei zugänglich, so dass man auch selbst auf virtuelle Entdeckungsreise gehen kann.

13.05.2019ansehen
Podcasts zum Thema
Wie digital muss ein Museum heute sein?
AMH010: Archäologie digital

In der 10. Folge des AMH-Podcasts unterhalten sich Katrin Schröder und Anaïs Wiedenhöfer über »das Digitale« am Archäologischen Museum Hamburg. Im Rahmen ihrer Tätigkeit am Museum befassen sich die beiden jungen Frauen mit der Kommunikation über Online-Kanäle bzw. mit digitalen Vermittlungsstrategien für das Museum. In dieser Podcast-Folge reden sie darüber, welche digitalen Angebote ein Museum machen sollte, ob ein Museum  heutzutage ohne digitale Angebote noch wettbewerbsfähig ist und was ein überzeugendes digitales Angebot ausmacht. In den letzten 12 Minuten der Folge geht es schließlich um die Frage, wie das »digitale Museum der Zukunft« aussehen könnte.

16.11.2018mehr
Digitalität in der Archäologie

In der dreizehnten Folge des hafenradio Podcasts geht es um das Thema »Digitale Grabungstechnik- und Dokumentation, riesige Datenmengen und der Wert der Daten oder wie sieht digitale Archäologie 2026 aus?«. Zu Gast ist Kai-Christian Bruhn, Professor im Fachbereich Technik – Geoinformatik & Vermessung an der Hochschule Mainz. (1:44:54)

 

Zur Internetseite dieser Podcastfolge mit ausführlichem Inhaltsverzeichnis und weiteren Infos

29.04.2016mehr