Aktuelles aus der Archäologie

Nachrichten

Frühchristliche Fische

Mosaikboden der Basilika von Doliche

Grabungen geben Einblicke in den Kirchenbau

Archäologinnen und Archäologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben bei Feldarbeiten eine frühchristliche Basilika im Südosten der Türkei erschlossen. Acht Wochen lang legten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Prof. Dr. Engelbert Winter reich ornamentierte Mosaike mit Fisch-Darstellungen sowie bemalte Marmorreliefs frei. "Die Funde werfen ein neues Licht auf die Entwicklung des Kirchenbaus im Nahen Osten zwischen dem 4. und 7. Jahrhundert nach Christus", erläutert Engelbert Winter von der Forschungsstelle Asia Minor im Seminar für Alte Geschichte.

Senckenberg-Wissenschaftler Thomas Lehmann hat mit einem internationalen Team den Lebensraum früher Menschenartiger in Ostafrika vor 20 Millionen Jahren rekonstruiert. Unter der Federführung von Dr. Lauren Michel von der Tennessee Tech University (USA) zeigen die Forschenden, dass sich Teile Ostafrikas von offenen zu geschlossenen Landschaften entwickelten. Bislang war man von einer entgegengesetzten Entwicklung ausgegangen. Die Studie erschien kürzlich im Fachjournal »Sedimentology«.

Aus aller Welt
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Steinbruch von Buchenwald

Seit 1993 gab es in der Öffentlichkeit immer wieder teils wilde Spekulationen, ob es in Buchenwald noch unentdeckte »geheime Depots« der SS gibt. Diese wurden insbesondere im Steinbruch des früheren Konzentrationslagers vermutet. Dank einer vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) in Auftrag gegebenen und finanzierten umfangreichen archäologischen Untersuchung unter der Leitung des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) im Oktober 2019 konnte diesen Spekulationen die Grundlage entzogen werden.

Denkmalschutz
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Kaiserzeitliche Gefäße

Archäologen haben unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf einem Baugrund an der Straße Zum Flachsland in Löhne-Gohfeld (Kreis Herford) Funde aus dem hohen Mittelalter gemacht. Da bekannt war, dass sich das Neubaugebiet im möglichen Einzugsbereich einer Siedlung aus der Eisenzeit befindet wurde vor Baubeginn das Gebiet archäologisch untersucht. Das Ergebnis: Menschen siedelten hier sowohl im hohen Mittelalter als auch bereits in der Römischen Kaiserzeit.

Ausgrabungen
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Freigelegte Mauerreste

Dort wo sich in Mittelalter und früher Neuzeit der Ochtruper Stadtkern (Kreis Steinfurt) befand, stießen Archäologen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf Spuren der ehemaligen Stadtbefestigung. Diese diente als Schutz vor dem Einfall spanischer Truppen aus den benachbarten Niederlanden. Ein Graben, die Grundmauern zweier Gebäude und eine Außenmauer sowie zahlreiche Keramikfunde haben sich unter der Erde erhalten.

Ausgrabungen
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Kurz notiert

Promotion zum karolingerzeitlichen Kirchenbau mit Leibniz-Preis ausgezeichnet

Dr. Michelle Beghelli

Die Leibniz-Gemeinschaft hat die herausragende Doktorarbeit der Archäologin Michelle Beghelli aus Mainz als eine von zwei Arbeiten dem Leibniz-Promotionspreis ausgezeichnet. Die beiden prämierten Arbeiten wurden als beste aus mehr als 800 Promotionsvorhaben ausgewählt, die im Jahr 2019 an Leibniz-Instituten abgeschlossen wurden.

Bei einer Baubegleitung von Leitungstrassen stießen Archäologen vermutlich auf Mauerreste des ehemaligen Rathauses
Ausgrabungen am Marktplatz in Geseke

LWL-Archäologen erwarten neue Erkenntnisse zur Stadtgeschichte

Im Rahmen der Umgestaltungsmaßnahmen des Marktplatzes in Geseke (Kreis Soest) untersuchen Archäologen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) aktuell, welche Bodendenkmäler sich unter der Erdoberfläche erhalten haben. Aufgrund der Geschichte des Fundortes, die bis in die Frühe Neuzeit zurückreicht, sind Überreste ehemaliger Marktplatzoberflächen und Zeugnisse des damaligen Lebens, eventuell aber auch christliche Bestattungen und Erkenntnisse zur genauen Lage des alten Rathauses zu erwarten. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Rekonstruktion der keltischen Höhensiedlung von Befort in der ARGP-App
Vergangenheit virtuell erleben

ARGO-App macht längst verschwundene Bauwerke sichtbar

Von der steinzeitlichen Grabstätte über die römische Straßensiedlung bis zur mittelalterlichen Burg – 110 archäologische und historische Denkmäler in Luxemburg und Rheinland-Pfalz werden mit einer neuen App am authentischen Ort wieder sichtbar. Für "ARGO - Augmented Archaeology" wurden längst verschwundene Bauwerke dreidimensional rekonstruiert. Vor Ort verschmelzen die Grafiken auf Smartphone oder Tablet mit der Realität und machen Geschichte auf eine besondere Weise begreifbar. Weiterlesen
| Kulturerbe
Eines der Projekte im CHeST-Verbund: Die berühme Privatbibliothek des Nikolaus von Kues (Cusanus)
Trier will sich als Zentrum für Kulturerbe-Forschung etablieren
Auf der Basis einer Förderung durch den Forschungsfonds Rheinland-Pfalz schafft die Universität Trier eine Infrastruktur, auf der sich künftig Netzwerke und Forschungsvorhaben zum kulturellen Erbe (Cultural Heritage) entwickeln können. Unter dem Dach der "Cultural Heritage Studies Trier (CHeST)" arbeiten unterschiedliche Einrichtungen gemeinsam an dem Ziel, das kulturelle Erbe zu sichern, zu erforschen und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Forschungsfelder zum historischen Erbe Europas reichen weit über die Grenzen Triers hinaus. Weiterlesen
| Digital Humanities
Künstliche Intelligenz in einer App hilft, illegale Kulturgüter zu erkennen
Künstliche Intelligenz hilft, illegale Kulturgüter zu erkennen

Fraunhofer SIT entwickelt App zur Unterstützung von Kultur- und Ermittlungsbehörden

Eine zentrale Herausforderung bei der Bekämpfung des illegalen Handels mit gestohlenen Kulturgütern besteht darin, dass illegal gehandelte Objekte nur schwer zu erkennen sind. Das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Projekt KIKu – KI für den Kulturgutschutz – hat zum Ziel, die Arbeit der zuständigen Akteure, insbesondere von Zoll und Polizei, zu erleichtern: Hierzu entwickelt das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT gemeinsam mit der cosee GmbH eine App, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz automatisiert Hinweise geben kann, ob beispielsweise eine antike Vase oder eine Statue aus einer Raubgrabung stammen könnte oder anders illegal erworben wurde. Weiterlesen
| Kulturerbe
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Die große Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau, einem ehemaligen Montagegebäude der Auto Union AG und des VEB Sachsenring das eigens für die [...] mehr

16.09.2020 - 28.02.2021   Hamburg-Harburg
Gladiatoren – Helden des Kolosseums

Die römischen Kampfarenen waren einst die größten Bühnen der Antike. Allein das Kolosseum in Rom fasste bis zu 50.000 Menschen, die dort die [...] mehr

12.09.2020 - 11.04.2021   Völklingen
Mon Trésor – Europas Schatz im Saarland

Die Ausstellung zeigt herausragende Objekte der Archäologie, Technik und Kunst von den Kelten bis heute und verdeutlicht so die europäische [...] mehr