Aktuelles aus der Archäologie

Nachrichten

Sprachen und Gene zeigen kulturelle Entwicklungen in den Zentralanden

Eine Rekonstruktion der sprachlichen Situation in den Zentralanden zur Zeit des ersten Kontakts mit Europäern

Eine aktuelle Studie kombiniert neu verfügbare Analysen und Methoden aus Linguistik und Genetik und geht damit ein seit langem diskutiertes Thema in der archäologischen Forschung Südamerikas an. In ihr bestätigt sich die demographische und kulturelle Trennung der nördlichen und südlichen Zentralanden in der Zeit vor den Inkas.

Grasende Tiere auf einer Gebirgsweide im Kaukasus

Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands. Die Haltung von Schafen, Ziegen und Rindern trug entscheidend zum Lebensunterhalt dieser Gemeinschaften bei.

Forschung
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Stalagmiten aus der La Vierge Höhle auf Rodrigues

Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet. Um die Ursachen dafür zu finden, rekonstruierte ein internationales Team mit Beteiligung des Innsbrucker Geologen Christoph Spötl die letzten 8000 Jahre des dortigen Klimas. Ihre Ergebnisse zeigen, dass das Ökosystem gegenüber Klimaschwankungen widerstandsfähig blieb, bis der Mensch die Inseln besiedelte.

Forschung
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Saisonale Variabilität des Früh-Ahmarien

Günstige klimatische Bedingungen steuerten die Abfolge der Siedlungsbewegungen des Homo sapiens in der Levante auf seinem Weg aus Afrika nach Europa. In einem ersten Schritt besiedelten die modernen Menschen den Küstenstreifen am Mittemeer. Erst danach breiteten sie sich in die Sinaiwüste und den ostjordanischen Grabenbruch aus. Dies ergaben die Forschungen von Archäologen und Archäologinnen des Sonderforschungsbereiches »Our Way to Europe« (SFB 806) der Universitäten Köln, Bonn und Aachen.

Jordanien
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Bestattung auf dem Kirchvorplatz

Archäologen begleiteten die Umbauarbeiten von Kirchplatz und Pfarrgarten in Neuenkirchen

2019 kamen im Rahmen der Neugestaltung des Kirchplatzes von St. Margareta in Neuenkirchen (Kreis Gütersloh) menschliche Gebeine zum Vorschein. Archäologen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wurden zu den Baumaßnahmen hinzugezogen, und weitere Gebeine, aber auch Keramik und Bauteile des ehemaligen Kirchenbaus aus dem 19. Jahrhundert traten zutage. Die Stadt Rietberg und die katholische Kirchengemeinde St. Margareta werden die Toten im Nachgang zu einer öffentlichen Gedenkfeier an Allerheiligen (1.11.) erneut beisetzen.

Ausgrabungen
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Kurz notiert

Digital Publishing Award 2020 für Archäologischen Anzeiger und DAI-Journal-Viewer

Digital Publishing Award

Der Digital Publishing Award in der Kategorie Prozess/Technologie geht in diesem Jahr an das Deutsche Archäologische Institut (DAI) für seinen Archäologischen Anzeiger und den DAI Journal Viewer. Die Jury würdigt Konzept und Umsetzung als »modernes und wegweisendes Journalformat«.

Eine der exzellent erhaltenen Kugelamphoren in Fundlage
Seltene neolithische Rinderbestattungen bei Neuschmerzke entdeckt
Im Vorfeld des Neubaus der Ortsumgehung bei Neuschmerzke wurden im Spätsommer gleich drei der sehr seltenen neolithischen Rinderbestattungen durch das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum (BLDAM) entdeckt. Von einer weiteren wurden keine Knochen gefunden, sie kann aber anhand der Keramikfunde vermutet werden. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Pleistozäne Savanne in Südostasien
Veränderungen des Tropenwaldes trugen zum Aussterben großer Säugetiere und früher Menschen bei

Neue biochemische Untersuchen offenbaren tiefgreifende Veränderungen von Flora und Fauna in Südostasien während des Pleistozäns

Südostasien, das heute für seine üppigen Regenwälder bekannt ist, war in der Vergangenheit an verschiedenen Stellen von weitläufigem Grasland bedeckt. Das zeigen Untersuchungen eines Forschungsteams vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena und der Universität Griffith (Australien). Die Ausdehnung und Schrumpfung dieser Grasländer hatte einschneidende Auswirkungen auf die lokale Megafauna und frühe Vertreter der Gattung Homo. Weiterlesen
| Aus aller Welt
Gesseler Goldhort
Einer der größten bronzezeitlichen Goldfunde Mitteleuropas wird neu präsentiert
Ein neuer Platz für einen sehr alten Schatz: Am Samstag, 3. Oktober 2020, öffnete das »Forum Gesseler Goldhort« am Kreismuseum Syke. Der Gesseler Goldhort ist einer der größten mitteleuropäischen Goldfunde der Bronzezeit und gilt als archäologische Sensation. Seinen Namen verdankt er seinem Fundort im gleichnamigen Ortsteil von Syke in Niedersachsen. Die 117 Einzelstücke bilden nun das Herzstück einer umfangreichen Ausstellung im Museumsneubau. Weiterlesen
| Museen & Ausstellungen
ArcheoFOSS 2020 findet online statt
Die 14. Ausgabe der Konferenz ArcheoFOSS findet in diesem Jahr, wie so viele andere Konferenzen auch, online statt. Vom 15. bis 17. Oktober 2020 können Interessierte an Vorträgen und Workshops teilnehmen. Weiterlesen
| Forschung
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28.05.2020 - 25.10.2020   Bramsche-Kalkriese
2 Millionen Jahre Migration
(c) Varusschlacht im Osnabrücker Land, Foto: Hermann Pentermann

In vier großen Themenwürfeln präsentiert die Schau unsere unterschiedlichen Wurzeln aus Afrika und Westasien. Menschen sind in Afrika [...] mehr

Ausstellungsplakat

Was ist die Pest? Wo liegen die ältesten Nachweise? Wie sind überlieferte Ausbrüche zu werten? Mit diesen Fragestellungen beginnt die Reise [...] mehr

Verschoben auf voraussichtlich Juli 2020 Seit vielen Jahren sinkt der Wasserspiegel des Toten Meeres um durchschnittlich etwa einen Meter pro [...] mehr