Aktuelles aus der Archäologie

Nachrichten

Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel

Unterkiefer von Homo rudolfensis

Sich von dem ernähren, was regional wächst – was heute in Mode ist, war für den Urmenschen alltäglich. WissenschaftlerInnen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Goethe-Universität Frankfurt haben jetzt anhand von fossilem Zahnschmelz herausgefunden, dass die frühen Urmenschenarten Homo rudolfensis und Paranthropus boisei, die vor 2,4 Millionen Jahren in Malawi lebten, überraschend anpassungsfähig waren und ihren Speiseplan gemäß regionaler Ressourcen änderten. Diese Flexibilität hat zu ihrer erfolgreichen Ausbreitung beigetragen. Die neuen Ergebnisse schließen eine bedeutende Wissenslücke, berichtet das Team im Fachblatt »PNAS«.

Eingangssituation

Die Burg Wettin ist eng mit den Namen großer europäischer Adelsgeschlechter verbunden. Heute befindet sich auf dem denkmalgeschützten Gelände ein Gymnasium. Die derzeit im Vorfeld eines geplanten Erweiterungsbaus durchgeführten archäologischen Ausgrabungen zeigen, dass der Bereich der Mittelburg bereits früher und intensiver genutzt wurde als bisher bekannt.

Ausgrabungen
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Deckblatt der Theologia Indorum

Die frühen Missionare nutzten die indigenen Sprachen zur Verbreitung des Christentums in den Amerikas. Wie übersetzten sie Begriffe wie »Gott«, »Auferstehung« oder »Nächstenliebe«? Und wie passten diese Begriffe in die Vorstellungswelt der Indigenen? Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Altamerikanisten der Universität Bonn übersetzt die noch weitgehend unbekannten Schriften eines Dominikanerpaters, der im 16. Jahrhundert im Hochland Guatemalas missionierte. Domingo de Vico belegte Maya-Begriffe mit christlichen Bedeutungen, um die neue Religion besser verständlich zu machen. Seine »Theologie für die Indianer« stößt die Tür zur Gedankenwelt der Maya auf.

Forschung
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Kupferstich, um 1722

In einer umfangreichen Studie hat ein internationales Team, dem auch die IsotopenphysikerInnen Eva Maria Wild und Peter Steier von der Universität Wien angehören, mittels C-14-Bestimmungen pflanzliche Überreste von archäologischen Fundstellen in Nordamerika analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass die Chronologie der ersten europäischen Einflüsse auf die indigene Bevölkerung im Nordosten Nordamerikas neu überdacht werden muss.

Isotopenanalyse
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Reliquiar vom Hemmaber, Rekonstruktion

Forscher/innen des Österreichischen Archäologischen Instituts der Österreichischen Akademie der Wissenschaften konnten den Cold Case einer Reliquie lösen, die in den 1990er-Jahren am Hemmaberg in Kärnten entdeckt wurde. Über die mehr als 1.800 Jahre alte Heilige berichten sie nun erstmals in einem neuen Buch.

Veröffentlichungen
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Kurz notiert

Schlüsselübergabe für zentrales Empfangsgebäude auf der Museumsinsel Berlin

James-Simon-Galerie auf der Berliner Museumsinsel

Am Donnerstag fand die feierliche Schlüsselübergabe für die James-Simon-Galerie statt. Der Neubau soll ab Sommer 2019 als zentrales Empfangsgebäude für die fünf Museen auf der Berliner Museumsinsel dienen.

Herausgeber präsentieren Tagungsband
Aktueller Forschungsstand zu römischen Feldzügen des Germanicus veröffentlicht
Vor wenigen Tagen erschien der Sammelband »Phantom Germanicus. Spurensuche zwischen historischer Überlieferung und archäologischem Befund«. Darin sind die aktuellen Forschungsergebnisse zu den römischen Feldzügen des Germanicus zusammengefasst, die bei einer Tagung des Museums und Park Kalkriese, der Universität Osnabrück und des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege vorgestellt wurden. Weiterlesen
| Veröffentlichungen
Kai-Christian Bruhn und Anne Klammt vom Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften
Zum richtigen Umgang mit digitalen Daten
Mainzer Zentrum veröffentlicht gemeinsame Empfehlung Das Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed) und mit ihm sechs wissenschaftliche Mainzer Einrichtungen legt seine Empfehlungen zum Umgang mit digitalen Daten in Forschung, Lehre und Transfer vor. Weiterlesen
| Forschung
Porta Nigra
UNESCO-Welterbe Trier ist Teil einer neuen Reiseroute durch das antike Europa
Die Welterbestätte »Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche« in Trier ist eine von insgesamt acht Welterbestätten, die von der UNESCO als Teil einer touristischen Reise durch das antike Europa ausgewählt wurden. Weiterlesen
| Deutschland
Keramik aus der ältesten Siedlungsschicht
Was Töpfe und Schalen über Migration im prähistorischen Ägypten erzählen können
Forschungen des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) belegen die Präsenz levantinischer Töpfer in den ältesten Siedlungsschichten (um 4.000 v. Chr.) von Buto/Tell el-Faraʿin im nordwestlichen Nildelta. Weiterlesen
| Nordafrika
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Bewegte Zeiten - Archäologie in Deutschland

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Die Bischöfe und Domkapitel als Stifter und Konzepteure im Bauprozess werden ebenso gewürdigt, wie die Architekten und Steinmetze, die [...] mehr