Aktuelles aus der Archäologie

Nachrichten

Mittelalterliches Bootswrack in der Lippe entdeckt

Heck des Bootswracks

Im Sommer 2019 hat ein Taucher-Team ein Bootswrack bei Lippetal (Kreis Soest) entdeckt. Eine dendrochronologische Datierung ergab, dass das Wrack aus dem Mittelalter stammt.

Grabenprofil

Balhorner Feld untersucht

Derzeit untersuchen Archäologen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) den vom Neubau der Bahnhofbrücke betroffenen Teil des Balhorner Feldes in Paderborn. Am bereits bekannten archäologischen Fundort konnten die Fachleute weitere Siedlungsspuren aus dem Mittelalter feststellen, aber auch neue Erkenntnisse zum alten Straßennetz und den großen Handelswegen Frankfurter Weg und Hellweg, die an dieser Stelle kreuzen, gewinnen.

Ausgrabungen
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Bohrkernuntersuchung

Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.

Das Ammertal zwischen Tübingen und Pfäffingen in Baden-Württemberg, heute ein Gebiet intensiver Landwirtschaft, war während der Mittelsteinzeit über viele tausend Jahre ein ausgedehntes Feuchtgebiet. Als sich die Region vor etwa 8.000 Jahren in eine trockene Flussaue verwandelte, ließen sich die ersten Siedler aus dem Karpatenbecken nieder und führten die Agrarwirtschaft ein. Welche Umweltbedingungen und Nahrungsressourcen sie vorfanden, ist nun erstmals in einem geoarchäologischen Archiv erfasst. Ein Team des Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment (SHEP) an der Universität Tübingen und des baden-württembergischen Landesamtes für Denkmalpflege hat rekonstruiert, wie sich das Ammertal über lange Zeiträume und im Wechselspiel mit dem Menschen landschaftlich veränderte.

Baden-Württemberg
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Pockenviren

Das Pockenvirus zirkulierte in Nordeuropa schon im 7. Jahrhundert. Darauf weist die DNA aus Wikingerskeletten hin, die Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der University of Cambridge und der University of Copenhagen jetzt analysiert haben. Das Team hat damit erstmals wissenschaftlich belegt, dass das Pockenvirus Menschen seit mindestens 1.400 Jahren infiziert. Die unerwartete genetische Diversität des Virus könnte auch für die Zukunft relevant sein.

Forschung
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Portrait eines Neandertalers

Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen. Diese Nervenzellen verfügen über einen speziellen Ionenkanal, der eine Schlüsselrolle beim Auslösen des elektrischen Schmerzimpulses spielt, der an das Gehirn übertragen wird. Einer neuen Studie von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und des Karolinska Institutets in Schweden zufolge empfinden Menschen mehr Schmerzen, die die Neandertaler-Variante dieses Ionenkanals geerbt haben.

Genetik
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Kurz notiert

Waren die Neandertaler an der Donau auf Fischfang?

Netzsenker aus einem Kalkgeröll und Schaber aus Radiolarit

Neue Funde in Niederbayern geben erste Hinweise, dass unsere artverwandten Vorfahren mit Netzen an Flussmündungen gefischt haben könnten.

Der Eingang zur Höhle "Haus" am Rosenstein
Archäologische Sicherungsmaßnahme in der Höhle »Haus« am Rosenstein
Das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart untersucht unter Leitung von Dr. Yvonne Tafelmaier vom LAD derzeit gemeinsam mit den Mitgliedern des Arbeitskreises Steinzeit Schwäbisch Gmünd Sedimente in der Höhle Haus am Rosenstein bei Heubach (Ostalbkreis). Die Kooperationspartner erhoffen sich, archäologische Spuren zu finden, die neue Erkenntnisse zur langen Besiedlungsgeschichte des Rosensteins und der gesamten Region von der Altsteinzeit über die Metallzeiten und das Mittelalter bis heute ergeben. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Archäologische Dokumentation auf dem Tesla-Baufeld
Archäologen erkunden Tesla-Baustelle
Seit Mitte Februar wird auf der Baustelle für die »Gigafactory« von Tesla in Grünheide gearbeitet. Für das große Baufeld gilt – wie für alle Bauvorhaben in Brandenburg – das Denkmalschutzgesetz mit dem Veranlasserprinzip. Vor diesem Hintergrund untersuchte ein Archäologenteam des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums (BLDAM) die Fläche und stieß dabei auf zwei bisher unbekannte Fundplätze aus der Steinzeit und dem Mittelalter. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Ausgrabung in chalkolithischer Siedlung bei Sevilla
Jahresbericht 2019 des DAI erschienen

Über vernetztes Forschen, Ausgrabungen, besondere Objekte und Kulturerhalt

Der aktuelle »e-Jahresbericht 2019« des Deutschen Archäologischen Instituts ist jetzt online erschienen und kann als PDF-Datei heruntergeladen werden. Weiterlesen
| Aus aller Welt
Der keltische Silberring von Epfendorf-Trichtingen (1. Jahrhundert v. Chr.)
Neues Konzept für das "Keltenland Baden-Württemberg"
Das "Keltenland Baden-Württemberg" wächst zusammen – es gibt weitere Meilensteine zu feiern: Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert drei zentrale Fundstätten im Land und der Trichtinger Silberring wird zum Symbol und Logo der neuen Marketingkampagne. Weiterlesen
| Kulturerbe
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Abenteuer Großgrabung Ausstellungsplakat

Auf dem rund 3,7 Hektar großen Areal in Krefeld-Gellep sicherten die Archäologen Funde aus der Zeit 800 vor Christus bis 500 nach Christus. In [...] mehr

08.04.2020 - 30.09.2020   Hamburg
Spaten-Täter. Archäologie im Nationalsozialismus

Die Ausstellung leistet einen Beitrag zur Aufarbeitung der Rolle der Archäologie zur Zeit des Nationalsozialismus sowie der [...] mehr

23.11.2019 - 04.10.2020   Freiburg im Breisgau
freiburg.archäologie – 900 Jahre Leben in der Stadt

Einige Antworten findet man in Schriftquellen, vom Alltag der Menschen erzählen aber nur wenige. Anders die Funde aus der Erde: Kochgeschirr, [...] mehr