Aktuelles aus der Archäologie

Nachrichten

Reversibel und nachhaltig - Neue korrosionsschützende Beschichtungen auf archäologischen Metallen

Beschichtete Fundstücke: Hirschfänger (oben) und Schwertfragment (unten)

INNOVENT e.V. und das LVR-Landesmuseum Bonn arbeiten gemeinsam an einem Forschungsprojekt zur Oberflächenbeschichtung von archäologischen Bodenfunden aus Metall. INNOVENT testete dazu eine neuartige, reversible Pulverbeschichtung aus modifiziertem thermoplastischem Polysaccharid, welche die Objektoberfläche konservieren und schützen soll.

Keltischer Schmuck im Museum. Bild: Landesmuseum Württemberg

Am 8. Januar diesen Jahres wurde in Baden-Württemberg der Startschuss zur Entwicklung einer landesweiten kulturpolitischen Konzeption mit dem Titel »Baden-Württemberg und seine Kelten« gegeben. Sie zielt darauf, die historische Bedeutung der Kelten für Baden-Württemberg an zahlreichen Fundstätten und Museen im Land sichtbar und erfahrbar zu machen. Zentraler Bestandteil der Konzeption soll die keltische Höhensiedlung »Heuneburg« werden und in diesem Rahmen zu einer musealen und touristischen Erlebniswelt ausgebaut werden.

Museen & Ausstellungen
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3D-Bild Süßer See

Der Süße See in Sachsen-Anhalt ist eine echte Schatzkiste für Unterwasserarchäologen. Detaillierte 3D-Karten, die mit Hilfe eines High-Tech-Unterwasserfahrzeugs des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB-AST) erstellt wurden, zeigen nun neben zahlreichen historischen Artefakten deutlich die Strukturen eines bronzezeitlichen Hügelgrabes.

Forschung
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Lapislazuli-Partikel im Zahnstein einer mittelalterlichen Frau

Lapislazuli im Zahnstein einer mittelalterlichen Frau deutet darauf hin, dass sie eine versierte Illustratorin von Manuskripten war.

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Jenaer Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte und der Universität York hat einen direkten Beleg für die Beteiligung von Frauen an der Herstellung illustrierter Manuskripte, auch Bilderhandschriften genannt, im Mittelalter gefunden. Lapislazuli-Pigmente im Zahnstein einer Frau, die auf dem Friedhof eines deutschen Klosters aus dem 12. Jahrhundert begraben wurde, legen nahe, dass sie wertvoll illustrierte religiöse Texte erstellte.

Forschung
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Koptische Zaubersprüche

Texte voller Zaubersprüche stehen im Zentrum eines neuen Forschungsprojekts an der Universität Würzburg. Sie verraten viel über das religiöse Leben in Ägypten im Übergang von der traditionellen Religion zu Christentum und Islam.

Digital Humanities
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Kurz notiert

Neues Jahr – neue Museumsleitung: Marcus Coesfeld übernimmt die Museumsleitung von MONREPOS

Seit Dezember hat MONREPOS Archäologisches Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution einen neuen Museumsleiter.

Proteinbausteine
Dem Bauplan der Evolution auf der Spur: Deutsch-israelisches Protein-Forschungsprojekt
Zum 1. Januar 2019 startete an der Universität Bayreuth ein deutsch-israelisches Projekt zur Proteinforschung, das den molekularen Bauplänen der Evolution auf die Spur kommen will. Die Bayreuther Wissenschaftler kooperieren dabei mit dem Max-Planck-Institut (MPI) für Entwicklungsbiologie in Tübingen sowie mit drei Forschungspartnern in Israel: dem Weizmann-Institut in Rehovot, der Universität Haifa und der Universität Tel Aviv. Die Volkswagen-Stiftung fördert das Vorhaben in den nächsten vier Jahren mit insgesamt 1,5 Millionen Euro. Weiterlesen
| Genetik
Sabäische Inschrift
Antike Sprache wird digital
DFG-Forschungsprojekt »Wörterbuch des Sabäischen« an der Universität Jena wird bis 2021 weiter gefördert In der Bibel wird im ersten Buch der Könige geschildert, wie die Königin von Saba an Salomos Hof reist, um den Herrscher Israels mit Fragen auf die Probe zu stellen. Als Geschenke führt sie neben Gold und Edelsteinen auch Balsam mit sich. Heute ist zwar unklar, ob die biblische Gestalt der Königin wirklich existiert hat. Sicher ist hingegen, dass der Reichtum der Sabäer auf dem Handel mit Weihrauch, Balsam und anderen Aromata beruhte. Aufschluss darüber geben Inschriften in der sabäischen Sprache, die zwischen ca. 1.000 v. Chr. und 600 n. Chr. im Süden der Arabischen Halbinsel gesprochen wurde. Orientalistinnen und Orientalisten der Friedrich-Schiller-Universität Jena übersetzen diese Inschriften mit dem Ziel, ein Online-Wörterbuch des Sabäischen zu erstellen. Über eintausend Texte mit fast 80.000 Wörtern hat die Forschungsgruppe bereits übersetzt und online gestellt. Weitere sollen in den kommenden drei Jahren dazukommen. Dafür erhält das Projekt nun eine Förderung in Höhe von 680.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Weiterlesen
| Digital Humanities
Pergamon
Die Transformation der Mikroregion Pergamon zwischen Hellenismus und Römischer Kaiserzeit
Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt interdisziplinäres Langfristvorhaben In Zeiten von Klimawandel und der Diskussion über den Beginn eines neuen, vom Menschen geprägten Erdzeitalters haben auch historische Mensch-Umwelt-Beziehungen als Forschungsgegenstand Konjunktur. Weiterlesen
| Forschung
Prof. Dr. Gabagh Kablou
Dem Bürgerkrieg entkommen
Syrischer Wissenschaftler findet dank Philipp Schwartz-Initiative Zuflucht an der Universität Jena Der Wissenschaftler Prof. Dr. Gabagh Kablou hat mit seiner Familie in Deutschland Schutz gefunden vor den Wirren des Bürgerkrieges in seiner Heimat Syrien. Die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) bietet dem Althistoriker nun im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung eine neue wissenschaftliche Heimat.  Weiterlesen
| Aus aller Welt
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Seit 25 Jahren verleiht das Land Brandenburg jährlich den Brandenburgischen Denkmalpflegepreis. Die Ausstellung gibt erstmals einen Überblick [...] mehr

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