Aktuelles aus der Archäologie

Nachrichten

Spätbronzezeitliches Urnengräberfeld bei Dolle entdeckt

Urnenfeldergrab bei Dolle

Mehr als 100 bronzezeitliche Brandbestattungen konnte das Landesamt für Archäologie Sachsen-Anhalt bei Ausgrabungen im Ortsteil Dolle der Gemeinde Burgstall (Bördekreis) bergen. Nötig wurden die Arbeiten, da das jetzt freigelegte Urnengräberfeld im Rahmen des A14-Ausbaus komplett überbaut wird. Die Urnen wurden auf dem locker belegten »Friedhof« in sorgfältig mit Steinplatten ausgekleideten Gruben bestattet.

Die Tumba im Arnsberger Kloster Wedinghausen

Experten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben den ersten Teil des Rätsels um die Tumba (Hochgrab) im Arnsberger Kloster Wedinghausen gelöst: Nachdem sie den 1,6 Tonnen schweren Deckel der Tumba entfernt hatten, fanden sie, was sie erhofft hatten: drei Schädel und sogar noch mehr Knochen als erwartet.

Ausgrabungen
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Göbekli Tepe

Forschungen des Deutschen Archäologischen Instituts liefern neue Erkenntnisse zur Nahrungsproduktion frühneolithischer Jäger und Sammler am Göbekli Tepe, Türkei

Forschung
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Auf der Römerbaustelle Aliso des LWL zeigten erst kürzlich einige Reenactor, wie Wall und Graben eines römischen Marschlagers angelegt wurde

In Bielefeld ist es dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gelungen, ein römisches Marschlager nachzuweisen. Weite Teile des Walls aus der Zeit des römischen Kaisers Augustus (regierte 31 vor Christus bis 14 nach Christus) sind noch heute zu erkennen. Damit ist das im Stadtteil Sennestadt gefundene Lager in Westfalen bislang einzigartig.

Ausgrabungen
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Die rekonstruierte Expansion nicht-sinitischer Sprachen

Eine phylogenetische Analyse der sinotibetischen Sprachfamilie, zu der Sprachen wie Chinesisch, Tibetisch und Burmesisch gehören, deutet darauf hin, dass sie vor etwa 7.200 Jahren in Nordchina entstanden ist und mit frühen neolithischen Kulturen wie der späten Cishan- und der frühen Yangshao-Kultur verbunden war.

Forschung
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Kurz notiert

Grundriss des karolingischen Doms in Passau nachgewiesen

Passau um 1860

Bodenradarmessungen des BLfD bringen Nachweis für frühmittelalterliche Kirche

Aktuelle Bodenradarmessungen des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege (BLfD) öffnen ein Fenster in die ganz frühe Geschichte des Passauer Doms: Erstmals kann man den Grundriss der karolingischen Kirche rekonstruieren. Es geht um einen ganz frühen Vorgängerbau des heutigen Doms. Der erste sichere Nachweis einer Kirche auf dem Domberg stammt von 754, ihre Bauzeit muss also davor liegen. Die frühmittelalterlichen Vorgängerbauten des Passauer Doms sind bisher kaum erforscht. Mit dieser Messung ist der erste materielle Nachweis für diese frühmittelalterliche Bauphase des Doms erbracht.

Untersuchung einer frühalphabetischen Inschrift
Einzigartige Gesamtschau zur Alphabetschrift
Woher kommt die Alphabetschrift, die wir tagtäglich gebrauchen? Ägyptologen der Universität Bonn beantworten diese Frage mit einer einzigartigen Dokumentation, in der die wichtigsten Erkenntnisse zu diesem Thema zusammengefasst sind. Das Buch »Sinai und Alphabetschrift. Die frühesten alphabetischen Inschriften und ihr kanaanäisch-ägyptischer Entstehungshorizont im Zweiten Jahrtausend v. Chr.« ist kürzlich erschienen. Weiterlesen
| Veröffentlichungen
Cover Archäologie Weltweit 1/2019
Wie der Mensch seine Umwelt verändert

Aktuelle Magazinausgabe »Archäologie Weltweit« zum Thema Klimawandel jetzt online

Moderne Archäologie erforscht alle Facetten menschlichen Lebens. Dies umfasst auch die Auswirkungen von klimatischen Veränderungen auf die Umweltbedingungen, unter denen Menschen in der Vergangenheit lebten. Zugleich veränderten schon frühe Gesellschaften durch die Nutzung von Ressourcen und die Entwicklung von Kulturtechniken ihre Umwelt. Das kostenlos erhältliche Magazin »Archäologie Weltweit« stellt in seiner neu erschienenen 90-seitigen PDF-Ausgabe mehrere Projekte zum Thema Klimawandel vor. Einen weiteren, wenn auch informellen Schwerpunkt stellen Berichte über Projekte dar, bei denen digitale Technologien eine tragende Rolle spielen. Weiterlesen
| Digital Humanities
Steinzeitliches Fischernetz
Die kulturhistorische Bedeutung prähistorischen Textilhandwerks
Ein Verbundprojekt unter der Federführung des Landesamtes für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart untersucht erstmals systematisch die kulturhistorische Bedeutung des prähistorischen Textilhandwerks in Baden-Württemberg. Weiterlesen
| Forschung
Verleihung des 18. Eduard-Anthes-Preises
Verleihung des 18. Eduard-Anthes-Preises

Ältester Archäologiepreis Deutschlands wurde wieder verliehen

Am 9. Mai wurde in Darmstadt der mit 7.500 Euro dotierte Preis an Clarissa Agricola M.A. verliehen. Die Preisträgerin wird damit für ihre Dissertation »Der Wert des Besonderen - Römische und germanische Terra Nigra des 3. bis 5. Jh. Chr.« ausgezeichnet. Weiterlesen
| Personalia

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„Feel it still? Emotionale Bilder und Antike“ war das Thema des Forschungsseminars, dessen Teilnehmerinnen und Teilnehmer recherchierten, wie [...] mehr

Als im November 1876 Heinrich Schliemann die berühmte Goldmaske des Agamemnon entdeckte und die zahlreichen Goldschätze aus den Gräbern barg, [...] mehr

Öffnungszeiten Montag bis Freitag, 8.00–22.30 Uhr Samstag 9.00–19.00 Uhr Eintritt frei. Am 15. Mai 2019, 18.15 Uhr, findet ein Themenabend [...] mehr