Aktuelles aus der Archäologie

Nachrichten

35 Jahre Ötzi - 19. September 1991

Die Entdeckung der Gletschermumie »Ötzi«

Am 19. September 2026 jährt sich die Entdeckung von Ötzi, dem Mann aus dem Eis, zum 35. Mal. Was 1991 mit einem Zufallsfund am Tisenjoch begann, entwickelte sich zu einer der bekanntesten archäologischen Entdeckungen weltweit. Bis heute ist das Interesse an der 5.300 Jahre alten Gletschermumie, ihrer Kleidung und Ausrüstung ungebrochen – bei Besucherinnen und Besuchern ebenso wie in Medien und Wissenschaft. Neue Untersuchungsmethoden eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf das Leben in der Kupferzeit und auf den menschlichen Körper. Gleichzeitig stellt das Südtiroler Archäologiemuseum die Weichen dafür, Ötzi auch für kommende Generationen zu bewahren und zeitgemäß zu präsentieren.

Helmarshausen

Über 500 Jahre lang prägte ein Benediktinerkloster das Bild des heutigen Bad Karlshafener Stadtteils Helmarshausen, ehe es im 16. Jahrhundert im Zuge der Reformation aufgegeben wurde. Ein weiteres Puzzleteil der Klostergeschichte könnten Archäologinnen und Archäologen nun unter einem nahen Platz an der Poststraße entdeckt haben.

Ausgrabungen
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Mauer mit Holzlagen im archäologischen Befund

Selbst für die Fachwelt war es eine Sensation: Im März 2026 stießen Arbeiter bei Bauarbeiten am Regenüberlaufbecken an der Willigisbrücke in Aschaffenburg auf historische Hölzer. Deren Alter war zunächst unklar. Doch in nur wenigen Wochen gelang es Wissenschaftlern des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD) die Eichenbalken zu datieren – gefällt wurden sie in der Eisenzeit, zwischen 372 und 352 vor Christus.

Funde & Befunde
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Drohnenaufnahme der Trapezgrabenanlage bei Markranstädt

Archäologen entdeckten bei Döhlen eine 5.800 Jahre alte Trapezgrabenanlage der Baalberger Kultur – mit einer Bestattung in Hockerposition. Ein seltener Fund im Landkreis Leipzig.

Ausgrabungen
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Freilegung eines Steinkellers

Seit 2003 führt das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart archäologische Untersuchungen in Neuenstadt am Kocher durch. Im Fokus steht die Funktion einer antiken Ansiedlung aus dem 2./3. Jahrhundert, die von Römern als Planstadt angelegt wurde.

Ausgrabungen
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Kurz notiert

Als die Fluten Europa überrollten: Die vergessenen Hochwasser-Katastrophen von 1342 und 1343

Extreme Niederschläge und Hochwasser im 13. Jahrhundert

Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Leipziger Umwelthistorikers Martin Bauch (GWZO) konnte nachweisen, dass die berühmte Magdalenenflut von 1342 nur eines von 16 überregionalen Hochwassern binnen zweier Jahre war. Die jetzt veröffentlichten Erkenntnisse verändern den Blick auf mittelalterliche Katastrophen – und auf das heutige Hochwasser-Risikomanagement.

Westfassade des Doms zu Halberstadt
Laserstrahlen am Halberstädter Dom schützen Meisterwerk der Gotik
Der Halberstädter Dom in der gleichnamigen Stadt im nördlichen Harzvorland ist ein mittelalterliches Meisterwerk von nationaler Bedeutung. Doch der Dom ist bedroht durch schädliche Emissionen vor allem fossiler Brennstoffe. Ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördertes High-Tech-Projekt sorgt für Schutz und Erhalt dieses Denkmals – mithilfe von Lasertechnik. Weiterlesen
| Denkmalschutz
Digitaler Zwilling von Ötzi, dem Mann aus dem Eis
Ötzis digitaler Zwilling: Neue Maßstäbe in der digitalen Konservierung
Eine neue wissenschaftliche Publikation stellt den bislang umfassendsten digitalen Zwilling des Mannes aus dem Eis und seiner Ausrüstung vor. Erstmals wurden dabei hochauflösende Aufnahmen der Körperoberfläche mit dreidimensionalen CT-Daten aus dem Inneren der Mumie zusammengeführt. Das vom Südtiroler Archäologiemuseum beauftragte Projekt eröffnet neue Möglichkeiten für Forschung, Konservierung und Vermittlung. Weiterlesen
| Funde & Befunde
Virtuelles Landschaftsmodell mit dem Palast von Yeha
Antike Wolkenkratzer in Äthiopien?
Ein äthiopisch-deutsches DAI-Projekt untersucht die Tragfähigkeit der Wände eines antiken mehrstöckigen Palastes in Yeha (Äthiopien). Weiterlesen
| Forschung
Miniaturen des alten Ost-Portals
Fast vergessene Malereien aus dem Mittelalter zu neuem Leben erweckt
Im Spätmittelalter ab dem Jahr 1310 waren die prächtigen Außenwandmalereien der Nikolaikirche (heute: Friedenskirche) in Frankfurt/Oder weithin sichtbar. Doch bereits gut 70 Jahre später gerieten sie praktisch in Vergessenheit, weil das Kirchenschiff um einen neuen Chortrakt erweitert worden war, der die Malereien verdeckte. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat ein Projekt der Fachhochschule Potsdam gefördert, in dem die Malereien auf Folgen von Umwelteinflüssen geprüft wurden. Mit innovativen Methoden wurde auch das ursprüngliche Erscheinungsbild der überbauten Fassade rekonstruiert. Weiterlesen
| Denkmalschutz
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