Aktuelles aus der Archäologie

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Genetische Herkunft der ersten Bauern der Welt geklärt

Individuum Klein7

Der genetische Ursprung der ersten Ackerbauern im Neolithikum schien lange Zeit im Nahen Osten zu liegen. Eine neue Studie zeigt, dass die ersten Bauern in Wirklichkeit eine Mischung aus eiszeitlichen Jäger- und Sammlergruppen darstellten, die sich über den Nahen Osten bis nach Südosteuropa erstreckten.

Geburtssimulation von Lucy (Australopithecus afarensis) mit drei unterschiedlich grossen Fetuskopfgrössen

Beim Menschen ist die Geburt schwieriger und schmerzhafter als bei Menschenaffen. Lange nahm man an, dass dies auf das grosse Gehirn und die engen Verhältnisse im mütterlichen Becken zurückgeht. Mit 3D-Geburtssimulationen zeigen Forschende der Universität Zürich, dass die Geburt aber bereits bei den Vormenschen vor rund drei Millionen Jahren deutlich schwieriger war trotz ihrem noch kleinen Gehirn – mit Folgen für ihre kognitive Entwicklung.

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Die Migrationsrouten von Hirten und Viehzüchtern in der östlichen Steppe ist von besonderem Interesse für die Forschung. Doch nur selten wurde die Einführung von Herden und Pferden als Einflussgröße auf komplexe Gesellschaften untersucht. Eine im Journal PLOS ONE veröffentlichte Studie liefert nun interdisziplinäre Hinweise für Verbindungen zwischen Viehzucht und Molkerei und der Entstehung komplexer Gesellschaften in der östlichen Steppe.

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Die Hausratte (Rattus rattus) ist eine der häufigsten der weltweit 56 Rattus-Arten

Neue DNA-Analysen haben Aufschluss darüber gegeben, wie sich die Hausratte, die unter anderem für die Ausbreitung des Schwarzen Todes mitverantwortlich gemacht wird, in Europa ausbreitete. Sie zeigen, dass das Nagetier unseren Kontinent in der Römerzeit und im Mittelalter gleich zweimal besiedelte. Die Studie, die von der University of York und der University of Oxford in Zusammenarbeit mit den Max-Planck-Instituten für Menschheitsgeschichte (Jena) und für evolutionäre Anthropologie (Leipzig) durchgeführt wurde, untersucht erstmals altes Erbgut dieser Spezies, die unter anderem auch als Schiffsratte bekannt ist.

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90.000 Jahre alte Steingeräte vom Fundplatz Lichtenberg

Ob Neandertaler gut an das Leben in der Kälte angepasst waren oder doch eher gemäßigte Umweltbedingungen bevorzugten, hat ein multidisziplinäres Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Leuphana-Universität Lüneburg, des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik und weiterer Partnereinrichtungen nun in Norddeutschland untersucht. Anhand von Untersuchungen in Lichtenberg im Wendland (Niedersachsen) konnten die Forschenden belegen, dass Neandertaler während der letzten Eiszeit auch in Kaltphasen ihre nördlichen Siedlungsgebiete aufsuchten – wenn auch vorzugsweise in den Sommermonaten.

Forschung
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Kurz notiert

Archäologen aus Regensburg und Padua graben in Bibione

Grabungsarbeiten in Bibione

Ausgrabungen geben wichtige Aufschlüsse zur Erschließung durch römische Siedler

In diesem Frühjahr führte das Institut für Klassische Archäologie der Universität Regensburg eine erste Grabungskampagne zur Erforschung einer römischen Villa in Bibione an der Oberen Adria (Italien) durch. Dabei konnten wichtige neue Erkenntnisse insbesondere zu spätantiken Bau- und Nutzungsphasen dieser Anlage gewonnen werden.

Ausschreibung des Archäologie-Preises Baden-Württemberg 2022
Der Archäologie-Preis Baden-Württemberg wird in diesem Jahr zum dreizehnten Mal ausgeschrieben. Er wird an ehrenamtlich tätige Personen und Institutionen verliehen, die sich besondere Verdienste um die Erforschung, Publikation und Präsentation archäologischer Funde und Befunde im Land Baden-Württemberg erworben haben. Weiterlesen
| Baden-Württemberg
Teil eines meroitischen Textes
Neues Wörterbuch der meroitischen Sprache
Das Meroitische ist die älteste überlieferte Schriftsprache, die aus dem südlich von Ägypten gelegenen Teil Afrikas, heute auch als Schwarzafrika bezeichnet, bekannt ist. Ihre Zeugnisse stammen aus der Zeit vom dritten Jahrhundert vor Christus bis zum vierten Jahrhundert nach Christus. Erschlossen wird sie nun durch ein siebenbändiges Wörterbuch, das Forscher der Universität Würzburg erarbeitet haben. Weiterlesen
| Forschung
Arbeitsablauf und Berechnungsschritte für die "SOAP"- und "HRP"-Methoden
Digitale Archäologie selbst gemacht

Neue Methoden zur Visualisierung von kleinen Objekten und Artefakten

Ein neuer Artikel stellt Schritt-für-Schritt-Protokolle für die Erstellung publizierfähiger 2D- und 3D-Visualisierungen vor. Weiterlesen
| Digitale Technologien
Rückgewonnene Objekte aus den Altbestand des Museums für Vor- und Frühgeschichte
Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte erhält »Funde« aus der Ruine des einstigen Kunstgewerbemuseums
Der West-Berliner Maler Peter Grämer hatte in den Sechzigerjahren in den Ruinen gegraben – seine Witwe Christine Weber übergab jetzt 1.500 Gegenstände, hauptsächlich Keramik, aber auch Bronze, Eisen und Stein. Weiterlesen
| Museen & Ausstellungen
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Zu den spektakulären Highlights der Ausstellung gehören das exzeptionelle »Grab der Silberhände« aus der Osteria-Nekropole und das »Grab des [...] mehr

Das Historische Museum zeigt in Kooperation mit der Archäologischen Bodenforschung in einer Kabinettausstellung, was die bisherigen [...] mehr

25.11.2021 - 29.05.2022   Bonn / Nordrhein-Wesfalen
Roms fließende Grenzen: Leben am Limes

Diese Ausstellung ist Teil der Archäologischen Landesausstellung Nordrhein-Westfalen 2021/2022 "Roms fließende Grenzen".  [...] mehr