Aktuelles aus der Archäologie

Nachrichten

Die TU Braunschweig und das Herzog Anton Ulrich-Museum (HAUM) haben sich auf eine außergewöhnliche Form der Kooperation eingelassen: Im April 2018 haben die Universität und das Museum gemeinsam die Professur für Alte Geschichte besetzt. Der Stelleninhaber Professor Johannes Wienand lehrt an der TU Braunschweig die Geschichte der griechisch-römischen Antike und leitet zugleich das Münzkabinett des HAUM. Aus dieser engen Zusammenarbeit ist nun ein Virtuelles Münzkabinett hervorgegangen.

Trench 5 auf dem West Mound (ca. 6000 – 5600 v.Chr.) in Çatalhöyük während der Ausgrabung

Das Wissen über die Ernährungsgewohnheiten von Bewohnern der prähistorischen Siedlung Çatalhöyük ist in erstaunlichem Umfang und großer Detailreiche durch die Analyse von in Keramikscherben erhaltenen Proteinen ergänzt worden. Ein internationales Forscherteam hat durch Nutzung einer neuen Nachweismethode gezeigt, dass fast 8.000 Jahre alte Gefäße von einem frühbäuerlichen Fundort in Anatolien (der heutigen Türkei) Getreide, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und Fleisch enthielten.

Funde & Befunde
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Restauratorin Ulrike Lehnert (RGZM) bei der Bearbeitung bronzener Kleinfunde aus Morgantina

Rund 2500 Bronzeobjekte aus der antiken Stadt Morgantina (Sizilien) werden von den Expertinnen und Experten des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) untersucht: Archäologen, Restauratorinnen und ein Zeichner des RGZM sind seit 2015 mit der wissenschaftlichen Bewertung der Funde beschäftigt. Amerikanische Archäologen legen seit 1955 die Überreste Morgantinas aus dem 1. Jahrtausend vor Christi Geburt in der Nähe des heutigen Aidone (Prov. Enna) frei. Die Expertise des RGZM und die enge Zusammenarbeit ermöglicht weitreichende Rückschlüsse aus dem umfangreichen Fundmaterial.

Funde & Befunde
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Steven Pinker

Der Preisträger des zweiten Human Roots Awards, ausgelobt durch MONREPOS — das Archäologische Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie, steht fest: Der Kognitionspsychologe und Psycholinguist Steven Pinker wird am Freitag, den 9. November, den mit 10.000 Euro dotierten Archäologiepreis entgegennehmen.

Personalia
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Ausgrabungen in Steinheim

Im Rahmen des geplanten Neubaugebiets »Quartier Detmolder Straße« untersuchen ab dieser Woche Archäologen unter der Leitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) das Baufeld zweier neuer Wohnhäuser an der Kreuzung Detmolder Straße/Wallstraße in Steinheim (Kreis Höxter). Erste Probegrabungen hatten ergeben, dass auf dem Gelände Mauern und andere Siedlungsspuren aus dem Mittelalter unter der Erde liegen.

Ausgrabungen
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Kurz notiert

Im Herbst nächsten Jahres wird der Kurt-Bittel-Preis zum sechzehnten Mal verliehen. Der Preis wird für herausragende gedruckte und ungedruckte wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Süddeutschen Altertumskunde vergeben. Interessierte können sich noch bis spätestens 31.10.2018 bewerben.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (l) und Konzeptkünstler Ottmar Hörl inmitten der Keltenfürsten
25 Keltenfürsten zieren Platz der Alten Oper
Seit Montag sind 25 Skulpturen des international bekannten Konzeptkünstlers Ottmar Hörl vor der Kulisse der Alten Oper in Frankfurt a. M. zu sehen. Die originalgroßen Skulpturen sind eine Hommage an den etwa 2500 Jahre alten Keltenfürsten vom Glauberg. Als Markenbotschafter der Dachmarke "Kultur in Hessen" sind die Skulpturen bis zum 14. Oktober auf dem Opernplatz zu sehen und laden dazu ein, sich näher mit dem spektakulären Siedlungsfund vom Glauberg zu beschäftigen. Weiterlesen
| Aus aller Welt
Die Victoria im Herzen von Frankfurt
Römisches Kriegsschiff "Victoria" zu Gast in Frankfurt
Die "Victoria", ein originalgetreuer Nachbau eines römischen Flussschiffs, war der besondere Höhepunkt des Frankfurter Altstadtfestes Ende September. Diese ungewöhnliche Aktion ermöglichte die Kooperation des Archäologischen Museums Frankfurt mit dem LWL-Römermuseum in Haltern am See und den Universitäten in Trier und Erlangen sowie der "I. Roemercohorte Opladen" e. V. Weiterlesen
| Aus aller Welt
Himmelscheibe von Nebra
Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland
Letzten Freitag wurde die große Ausstellung "Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland" im Berliner Gropius Bau eröffnet. Unter der Gesamtleitung des Verbandes der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland (VLA) und in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen zu Berlin präsentieren alle 16 Bundesländer seit dem 21. September 2018 und noch bis zum 6. Januar 2019 über 1.000 herausragende Funde aus sämtlichen Epochen. Weiterlesen
40 Jahre UNESCO-Welterbe Aachener Dom
Im September 1978 nahm das UNESCO-Welterbekomitee die ersten Stätten in die Welterbeliste auf, die heute 1.092 Einträge aus insgesamt 167 Staaten umfasst. Der Aachener Dom zählte zu den 12 Stätten, mit denen in Washington D.C. die heute berühmte Liste des UNESCO-Welterbes begründet wurde. Das feiern Menschen aus Deutschland und der Welt in einer Festwoche noch bis zum 30. September in Aachen. Weiterlesen
| Veranstaltungstipp
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11. Mitteldeutscher Archäologentag

Siedlungsarchäologie des Endneolithikums und der frühen Bronzezeit Durch die infrastrukturellen Großprojekte und die Errichtung von [...] mehr

28.04.2018 - 28.10.2018
Götter Glaube und Germanen

Ausgangspunkt der Ausstellung sind die Forschungsgrabungen der letzten Jahre an den dänischen Fundplätzen Hoby, Gudme und Tissø. Die [...] mehr

Baumaßnahmen auf dem Areal des ehemaligen Klosters St. Anton führten 2013/14 zu umfangreichen archäologischen Ausgrabungen. Untersucht wurde [...] mehr