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Nachrichten aus der Archäologie

Vorgeschichtliche Siedlungsstelle auf Dortmunder Uni-Gelände entdeckt

Jan Rosbeck (Stadtarchäologe), Rebecca Mehmen (Fachstudentin RUB Bochum) und Martha zur-Schaepers (Grabungsleitung) zeigen einen ausgegrabenen Pferdekopf

Auf einer Wiese an der Technischen Universität Dortmund haben Ausgrabungen die Spuren einer alten Siedlung zutage gebracht. Die Voruntersuchungen für die Arbeiten für eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage auf der Wiese begannen Anfang des Jahres und waren Teil einer Auflage der Stadt Dortmund. In den vergangenen 50 Jahren hatte es bereits verschiedene Einzelfunde in der Nähe gegeben, darunter Steinwerkzeuge und Keramikfunde aus dem Neolithikum, der Eisenzeit, der römischen Kaiserzeit und dem Mittelalter. Die Archäologinnen und Archäologen schlossen daher auf eine hohe und langfristige Nutzung des Areals als Siedlungsgebiet.

Ausgrabung des Palatiums der ottonischen Pfalz
Startschuss für weitere Erforschung der Königspfalz Helfta – Touristische Entwicklung ermöglicht neue archäologische Untersuchungen
Die lange verschollene Königspfalz Helfta bei Lutherstadt Eisleben (Landkreis Mansfeld-Südharz) stand in den Jahren 2021 bis 2023 im Mittelpunkt archäologischer Forschungsgrabungen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt. Geradezu sensationell waren die Wiederentdeckung der von Otto dem Großen vor 968 gegründeten Radegundiskirche sowie des repräsentativen Palastes, in dem die ottonischen Herrscher bei ihren Aufenthalten in Helfta residierten. Die Untersuchung des Geländes dieser geradezu idealtypischen Pfalz soll in diesem Jahr im Zusammenhang mit der durch das Land Sachsen-Anhalt geförderten Entwicklung einer touristischen Infrastruktur für die Königspfalz Helfta durch die Lutherstadt Eisleben fortgesetzt werden. Weiterlesen
| Forschung
Darstellung eines Kuhkopfs mit fünf Sternen auf Prunk-Palette aus Girza
Vom Sternbild zum Götterbild
Ein jungsteinzeitliches Artefakt aus Girza zeigt möglicherweise das älteste eindeutig identifizierbare Sternbild. In seinem neuen Buch deutet der Bonner Ägyptologe Ludwig Morenz das Motiv als Ausdruck früher ägyptischer Himmelsreligion. Weiterlesen
| Veröffentlichungen
»Schamanin« von Bad Dürrenberg
Rehgeweihkopfschmuck belegt Kontakte zwischen Wildbeutern und frühen Ackerbauern
Mitteldeutschland gehört zu den Gegenden, in denen bereits ab der Mitte des 6. Jahrtausends vor Christus frühe Bauern die mittelsteinzeitlichen Wildbeuter von den fruchtbaren Lössböden nach Norden verdrängten. Bald nach der Einwanderung kam es jedoch auch zu Austausch zwischen Neuankömmlingen und Alteingesessenen. Das LDA Sachsen-Anhalt untersucht mit der Siedlung von Eilsleben (Landkreis Börde) einen Schlüsselfundplatz zum Verständnis dieser Zeit. In einer kürzlich erschienenen Studie werden neue Erkenntnisse zu einem Altfund aus der Siedlung vorgestellt: Ein Rehgeweihkopfschmuck hat seinen besten Vergleich im bedeutend älteren mittelsteinzeitlichen Grab der ›Schamanin‹ von Bad Dürrenberg. Weiterlesen
| Forschung
Kurz notiert

Ein Hanseschiff erzählt Lübecker Geschichte neu

Lübecker Hanseschiff (3D-Rekonstruktion)

Digitale 3D-Rekonstruktion bietet faszinierende Bilder

Alles begann mit einem Zufall, dem eine spannende Reise in die Vergangenheit der Geschichte der Hanse folgen sollte: Bei einer der regelmäßigen Messungen in der Fahrrinne der Trave ortete das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ostsee 2020 eine Unebenheit in der Trave. Im August 2021 untersuchten Taucher das Objekt, was sich als einzigartiger Schiffsfund aus der Hansezeit herausstellte. Im Juni 2023 begann die Bergung des Schiffwracks – es folgten Analysen, Auswertungen und übertroffene Erwartungen. Nun eröffnen neue Forschungsergebnisse zur Ladung, Bauweise und Rekonstruktion des Schiffes nicht nur neue Perspektiven auf die hansische Seefahrtsgeschichte, sondern unterstreichen Lübecks historische Rolle als Innovationszentrum des nordeuropäischen Schiffbaus.

Tagungsteilnehmer beim fachlichen Austausch
Fachtagung: Entwicklungen und Perspektiven der digitalen Dokumentation
Eine Tagung der hessenARCHÄOLOGIE in Schloss Biebrich beleuchtete die digitale Primärdokumentation in der Bodendenkmalpflege – von Standards und Softwarelösungen bis zu 3D-Erfassung und drohnengestützter Prospektion. Weiterlesen
| Tagungen
Benjamin Schürch
Auszeichnung für Erforschung des steinzeitlichen Lebens in der Vogelherdhöhle
Tübinger Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie geht an Benjamin Schürch – Erkenntnisse aus dem Zeitraum der frühen Ausbreitung moderner Menschen über Zentraleuropa Weiterlesen
| Personalia

Die neuesten Artikel

Zwei römische Patrouillenboote der Erlanger Universität im Test
Rekonstruktionen historischer Schiffe im Maßstab 1:1 bieten faszinierende Einblicke in die Vergangenheit. Mit der Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) und der Danuvina Alacris entstanden in den letzten Jahren zwei Nachbauten, die den historischen Vorbildern besonders nahekommen und 500 Jahre Bootsbautradition des römischen Militärs nördlich der Alpen repräsentieren. Anhand der beiden von der Friedrich-Alexander-Universität rekonstruierten römischen Boote zeigt sich, wie solche Nachbauten wertvolle Erkenntnisse liefern können. Ein Artikel von Boris Dreyer.
ForschungAntikeRömische KaiserzeitSchifffahrtExperimentelle Archäologie
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Ältester Stahl auf der Iberischen Halbinsel
Die bronze- und eisenzeitlichen Stelen aus dem Westen der Iberischen Halbinsel gehören zu den ausdrucksstärksten symbolischen Zeugnissen der frühen Gesellschaften Westeuropas. Trotz jahrzehntelanger Forschung sind Fragen zu ihrer Chronologie und Bedeutung, insbesondere zu ihrer Herstellungsweise, noch offen. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte internationale Projekt "Die iberischen Stelen der Spätbronzezeit: Ikonographie, Technologie und Wissenstransfer zwischen Atlantik und Mittelmeerraum" will diese Fragen durch einen multidisziplinären Ansatz, der explizit auch die experimentelle Archäologie einbezieht, beantworten.
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