Entdecken Sie Archäologie neu!

Nachrichten aus der Archäologie

Mittelalterliche Häuser und Kanäle

Freilegung der Mauern

Archäologen gewinnen neue Erkenntnisse zur Mindener Stadtgeschichte

In Minden untersuchen Archäologen in Abstimmung mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Rande der Altstadt Überreste der mittelalterlichen Bebauung. Die freigelegten Gebäudegrundrisse und Holzkonstruktionen sind über 700 Jahre alt. Die Entdeckung zeigt, dass dieses Stadtgebiet rund 100 Jahre früher besiedelt wurde als bislang angenommen.

Ausgrabung in Rom
Das alte Rom: eine 12.000-jährige Geschichte genetischer Veränderungen, von Migration und Vielfalt
Die Wissenschaft beschäftigt sich seit hunderten Jahren mit dem alten Rom. Dennoch birgt die Stadt nach wie vor einige Geheimnisse. So ist beispielsweise relativ wenig über die Herkunft von Roms BewohnerInnen bekannt. Ein internationales Forschungsteam rund um den Anthropologen Ron Pinhasi von der Universität Wien schließt diese Lücke nun mittels Untersuchungen der genetischen Geschichte und zeigt, wie sehr sich die teils turbulente Geschichte der Ewigen Stadt in ihrer Bevölkerung widerspiegelte. Weiterlesen
| Forschung
Um die Gebäudegrundrisse zu veranschaulichen, haben die Archäologen helle Birkenstammabschnitte auf die Pfostenspuren gestellt
Der älteste Hausgrundriss des Sauerlandes
In einem Baugebiet bei Neu-Listernohl nahe Attendorn (Kreis Olpe) haben Archäologen die Spuren eines über 2.000 Jahre alten Hofs aus der Eisenzeit entdeckt. Die aktuelle Ausgrabung durch eine archäologische Fachfirma im Auftrag der Stadt Attendorn und in Abstimmung mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ergab damit den bisher ältesten Grundriss eines Wohngebäudes für das Sauerland überhaupt. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Die 21 Knochen des am vollständigsten erhaltenen Teil-Skelettes eines männlichen Danuvius
Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
Der aufrechte Gang und die gemeinsamen Vorfahren des Menschen und der Menschenaffen haben sich möglicherweise nicht in Afrika, sondern in Europa entwickelt. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forschungsteam um Professorin Madelaine Böhme vom Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen in einer am Mittwoch im Fachmagazin Nature veröffentlichten Studie. Böhme hat in Süddeutschland Fossilien einer bislang unbekannten Primatenart entdeckt: Die versteinerten Überreste des Danuvius guggenmosi, der vor 11,62 Millionen Jahren lebte, lassen den Schluss zu, dass er sich sowohl auf zwei Beinen als auch kletternd fortbewegen konnte. Die Fähigkeit, aufrecht zu gehen, gilt als zentrales Merkmal von Menschen. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Kurz notiert

Von Massengräbern und Nachzehrern

Massengrab Konstanz

Landesamt für Denkmalpflege stellt erste Ergebnisse zur Ausgrabung am Schottenfriedhof in Konstanz vor

Bei der planmäßigen Rettungsgrabung auf dem Gelände des ehemaligen Schottenfriedhofs in Konstanz wurden spannende Erkenntnisse zur Lebenswelt der Konstanzer im 16. bis 19. Jahrhundert gewonnen. Auf etwa 2.000 Quadratmetern wurden über 1.300 Skelette entdeckt. Diese geben Hinweise auf Seuchen und kriegerische Auseinandersetzungen aber auch über Aberglauben und medizinische Behandlungen der damaligen Bevölkerung. Erste Ergebnisse zu den archäologischen Ausgrabungen auf dem Gelände des früheren Vincentius-Areals wurden am Mittwoch vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart präsentiert.

Möchten die Museumssammlung digitalisieren
Digitales Museum – aber wie?
Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg und die Jade Hochschule starten ein Forschungsprojekt zur Modelldigitalisierung von Natur- und Kulturgut. Die Partner wollen in den kommenden drei Jahren untersuchen, mit welchen technischen Lösungen Sammlungsobjekte digital erfasst werden können und wie diese Digitalisate die Wahrnehmung von Kulturgut beeinflussen. Das Projekt "Modelldigitalisierung 3D von Natur- und Kulturgut Oldenburg" (MoDi) wird von der VolkswagenStiftung gefördert. Weiterlesen
| Kulturerbe
Verabschiedung von Prof. Markus Egg
RGZM-Direktor Markus Egg geht in den Ruhestand
Am 30. Oktober 2019 verabschiedeten Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Freunde und Familie Professor Markus Egg in den Ruhestand. In seiner fast 42-jährigen Dienstzeit am Römisch-Germanischen Zentralmuseum, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie (RGZM) – zuletzt als Direktor für Vorgeschichte und Leiter der Restaurierungswerkstätten – führte er zahlreiche archäologische und konservatorische Projekte durch, wie die Erforschung der Ausrüstung der Gletschermumie vom Hauslabjoch ("Ötzi"), des berühmten Kultwagen von Strettweg oder aktuell die Erforschung der Lederfragmente der sogenannten Salzmumien aus Zanjān (Iran). Weiterlesen
| Personalia

Die neuesten Artikel

Der Nachlass von James Mellaart offenbart dessen Archäophantasien
Der Brite James Mellaart (1925–2012) zählt zu den schillerndsten Forscherpersönlichkeiten in der Archäologie Anatoliens. Praktisch im Alleingang erschloss er die Jungsteinzeit in Kleinasien, indem er Ausgrabungen an den Siedlungsplätzen Beycesultan, Hacılar Höyük und Çatalhöyük anregte und durchführte. Die Aufarbeitung seines Nachlasses zeigte allerdings, dass Mellaart nicht nur ein charismatischer Altertumskundler war, sondern auch Fälschungen anfertigte, mit denen er seine Theorien untermauern wollte. Ein Artikel von Eberhard Zangger
WissenschaftsgeschichteFrühe Hochkulturen im Vorderen OrientNeolithikumVorderasiatische Archäologie
Lesen
Die Himmelsreligion der Hethiter
Die Beobachtung des Sternenhimmels spielte für die kultischen Rituale der hethitischen Zivilisation in Kleinasien eine große Rolle, wie zahlreiche Inschriften aus Ḫattuša belegen. Unweit der Hauptstadt des hethitischen Großreiches liegt das zum UNESCO Weltkulturerbe zählende Felsheiligtum von Yazılıkaya. Mehr als 90 Götterfiguren wurden dort im 13. Jh. v. Chr. als Relief in den Fels geschlagen. Waren dies lediglich Darstellungen von Gottheiten oder steckt mehr hinter den Abbildungen? Der Geoarchäologe Eberhard Zangger und die Altertumswissenschaftlerin Rita Gautschy schlagen eine weitergehende Deutung vor: Das Felsheiligtum habe auch eine Kalenderfunktion gehabt. In diesem Artikel schildert Zangger die These und die Vorgehensweise bei der Suche nach neuen Antworten.
Naher OstenTürkeiFrühe Hochkulturen im Vorderen OrientArchäoastronomieKult & Religion
Lesen
Finanzierung dieser Seiten in 2019
  • 100%
    80%
    60%
    40%
    20%
    0%
  • 4500
    Kosten
    84,5%
    3802 € finanziert

Sie wollten schon immer mal selbst bei einer archäologischen Ausgrabung mitmachen?

Erfüllen Sie sich Ihren Traum
Sie unterstützen damit ganz nebenbei auch noch das Projekt »Archäologie Online« und ein Forschungsprojekt Ihrer Wahl.
Wie das geht können Sie hier nachlesen.


Was sich mit dem Relaunch geändert hat, was noch fehlt, was sich hinter den Kulissen tut und was noch geplant ist,  erfahren Sie hier.