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Nachrichten aus der Archäologie

Grabräuber ließen hochwertige Holzobjekte zurück

Birkenrindenstreifen mit Abbildung eines Hengstes

Neue Erkenntnisse zur keltischen Grabkammer in Riedlingen – Beigaben liefern wichtige Informationen zum Status des Toten

Archäologinnen und Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart haben die im Jahr 2023 bei Riedlingen entdeckte keltische Grabkammer näher untersucht. Obwohl diese bereits in der Antike beraubt worden war, konnten im Schacht der Grabräuber einmalige Funde gesichert und ausgewertet werden.

Tonscherbe mit Zeichnung einer Spitzmaus
Archäologischer Rekord: Mehr als 43.000 beschriftete Tonscherben in Athribis entdeckt

Athribis ist ergiebigster Fundort altägyptischer Ostraka – Beschriftete Tonscherben eröffnen Einblicke in den Alltag über ein Jahrtausend hinweg

In Athribis in Oberägypten ist der bislang umfangreichste Fund beschrifteter Tonscherben weltweit dokumentiert worden. Mehr als 43.000 Ostraka wurden im Rahmen der gemeinsamen archäologischen Mission der Universität Tübingen und des ägyptischen Ministeriums für Tourismus und Altertümer (MoTA) zwischen 2005 und 2026 geborgen – über 42.000 davon allein in den vergangenen acht Jahren. Ostraka sind Tonscherben, die in der Antike als Schreibmaterial genutzt wurden, meist für kurze und alltägliche Notizen, Abrechnungen, Listen oder Übungstexte. Damit übertrifft Athribis den bis dahin ergiebigsten Fundort für Ostraka, Deir el-Medina, ein ehemaliges Arbeiterdorf im Tal der Könige. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Funde vom Feldstein
Neue Erkenntnisse zur Wallburg Bruchhauser Steine im Hochsauerlandkreis
2025 führten Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Ausgrabungen auf der Wallburg Bruchhauser Steine (Hochsauerlandkreis) durch. Die Ergebnisse liegen jetzt vor: Sorgsam formierte eiserne Beilklingen und speziell abgebauter Quarz lassen auf Kulthandlungen der Eisenzeit vor über 2.000 Jahren schließen. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Rothenburger Synagoge (Rekonstruktion)
Röntgenblick ins Mittelalter: Älteste Synagoge der Stadt vermessen
Grundriss der ersten Synagoge Rothenburgs per Bodenradar erfasst – Dimensionen belegen herausragende Bedeutung der jüdischen Gemeinde im Hoch- und Spätmittelalter Weiterlesen
| Ausgrabungen
Kurz notiert

Limes on tour: Mobiles Informationszentrum zum römischen Welterbe eröffnet

Eröffnung des mobilen Limes-Informationszentrums

Rot, rechteckig, gläsern und rundum informativ: Das neue Welterbe-Informationszentrum zum Niedergermanischen Limes ist eröffnet. Der stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, LVR-Kulturdezernentin Dr. Corinna Franz und Landesarchäologe Dr. Erich Claßen weihten kürzlich das Infozentrum ein und präsentierten es erstmals der Öffentlichkeit. Künftig soll der Info-Container abwechselnd an den verschiedenen Welterbe-Plätzen des Niedergermanischen Limes im Rheinland über das UNESCO-Welterbe informieren.

Schatzregal macht Bayerns Geschichte regional erlebbar
Städte und Gemeinden können ab sofort Eigentum an archäologischen Funden digital beim Freistaat beantragen. Weiterlesen
| Denkmalschutz
Lübecker Hanseschiff (3D-Rekonstruktion)
Ein Hanseschiff erzählt Lübecker Geschichte neu

Digitale 3D-Rekonstruktion bietet faszinierende Bilder

Alles begann mit einem Zufall, dem eine spannende Reise in die Vergangenheit der Geschichte der Hanse folgen sollte: Bei einer der regelmäßigen Messungen in der Fahrrinne der Trave ortete das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ostsee 2020 eine Unebenheit in der Trave. Im August 2021 untersuchten Taucher das Objekt, was sich als einzigartiger Schiffsfund aus der Hansezeit herausstellte. Im Juni 2023 begann die Bergung des Schiffwracks – es folgten Analysen, Auswertungen und übertroffene Erwartungen. Nun eröffnen neue Forschungsergebnisse zur Ladung, Bauweise und Rekonstruktion des Schiffes nicht nur neue Perspektiven auf die hansische Seefahrtsgeschichte, sondern unterstreichen Lübecks historische Rolle als Innovationszentrum des nordeuropäischen Schiffbaus. Weiterlesen
| Funde & Befunde

Die neuesten Artikel

Zwei römische Patrouillenboote der Erlanger Universität im Test
Rekonstruktionen historischer Schiffe im Maßstab 1:1 bieten faszinierende Einblicke in die Vergangenheit. Mit der Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) und der Danuvina Alacris entstanden in den letzten Jahren zwei Nachbauten, die den historischen Vorbildern besonders nahekommen und 500 Jahre Bootsbautradition des römischen Militärs nördlich der Alpen repräsentieren. Anhand der beiden von der Friedrich-Alexander-Universität rekonstruierten römischen Boote zeigt sich, wie solche Nachbauten wertvolle Erkenntnisse liefern können. Ein Artikel von Boris Dreyer.
ForschungAntikeRömische KaiserzeitSchifffahrtExperimentelle Archäologie
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Ältester Stahl auf der Iberischen Halbinsel
Die bronze- und eisenzeitlichen Stelen aus dem Westen der Iberischen Halbinsel gehören zu den ausdrucksstärksten symbolischen Zeugnissen der frühen Gesellschaften Westeuropas. Trotz jahrzehntelanger Forschung sind Fragen zu ihrer Chronologie und Bedeutung, insbesondere zu ihrer Herstellungsweise, noch offen. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte internationale Projekt "Die iberischen Stelen der Spätbronzezeit: Ikonographie, Technologie und Wissenstransfer zwischen Atlantik und Mittelmeerraum" will diese Fragen durch einen multidisziplinären Ansatz, der explizit auch die experimentelle Archäologie einbezieht, beantworten.
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