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Nachrichten aus der Archäologie

Von wegen wild und gefährlich

Illustration: Neandertaler vs. Wollhaarnashorn

Kopfverletzungen waren bei Neandertalern nicht häufiger als bei frühen anatomisch modernen Menschen in Eurasien. Das fand ein Forscherteam unter der Leitung von Professorin Katerina Harvati vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment und der Universität Tübingen heraus. Die Ergebnisse stehen im Widerspruch zu bisherigen Annahmen, denen zufolge Fossilien von Neandertalern eine ungewöhnlich hohe Zahl von Verletzungen aufwiesen. Das frühere Image des Neandertalers als grobschlächtigem oder gar gewalttätigem Frühmenschen muss weiter revidiert werden.

Bremer Kogge wird fotogrammetrisch vermessen
Die Vermessung der Bremer Kogge
Wissenschaftler der Jade Hochschule untersuchen die Verformung des historischen Handelsschiffes im Deutschen Schifffahrtsmuseum Im Mittelalter als Handelsschiff auf den Weltmeeren, jahrzehntelang als Wrack unter Wasser, jetzt im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven ausgestellt – die Geschichte der »Bremer Kogge« ist lang. Damit das Handelsschiff und damit ein wichtiger Teil der maritimen Geschichte weiterhin erhalten bleibt, sind aufwendige Konservierungsarbeiten notwendig. Wissenschaftler_innen der Jade Hochschule schaffen hierfür die Voraussetzung, indem sie messen, wie sich das über 600 Jahre alte Wrack verformt. Weiterlesen
| 3D
Schädel mit Hiebverletzung
Unsere Vorfahren waren gesünder als erwartet
Eine neue bioarchäologische Studie liefert erstmals Gesamtdarstellung zur Gesundheit der Europäer über einen Zeitraum von 2000 Jahren. Weiterlesen
| Forschung
Verleihung des Archäologie-Preises 2018
Archäologie-Preis Baden-Württemberg 2018 verliehen
Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, überreichte am 12. November den mit 8.000 Euro dotierten Archäologie-Preis Baden-Württemberg in Stuttgart an Reiner Blumentritt aus Schelklingen und Georg Hiller aus Blaubeuren. Den Förderpreis erhielt die Archäologie-AG Kirchheim unter Teck. Weiterlesen
| Denkmalschutz
Kurz notiert

Schutz vor Dämonen und neidischen Nachbarn

Steinamulett aus Sendschirli mit aramäischer Inschrift

Forscher untersuchen Amulette

Sie sollten vor bösen Dämonen oder der Missgunst des Nachbarn schützen: Amulette waren schon vor Jahrtausenden symbolträchtige Schmuckstücke, die viel über ihre Besitzer aussagten. Prof. Dr. Angelika Berlejung von der Universität Leipzig und Prof. Dr. Gideon Bohak von der Tel Aviv University wollen in einem gemeinsamen, von der German-Israeli Foundation for Scientific Research and Development mit 200.000 Euro geförderten Projekt insgesamt 500 Amulette aus den Jahrhunderten vor und nach Christus genau untersuchen, ihre Inschriften entziffern und interpretieren.

Erst im Labor der HTW Berlin wurde das Grab eines kleinen Kindes freigelegt
Verbundprojekt erforscht Deutschlands ältesten Friedhof
Der Weinberg bei Groß Fredenwalde ist nicht nur eine wichtige Landmarke der Uckermark, sondern auch Fundort einer archäologischen Sensation: Vor 8.500 Jahren haben auf dem Hügel mittelsteinzeitliche Menschen einen Bestattungsplatz angelegt. Die Universitäten Göttingen und Kiel sowie die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin erforschen den Platz gemeinsam mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Fragmente der Qumran-Rollen, die 2006 bis 2010 an der BAM untersucht wurden
Untersuchung der Qumran-Fragmente für das Museum of the Bible
Das Museum of the Bible in Washington D.C. hat die Ergebnisse der Analyse von fünf seiner 16 Qumran-Fragmente verkündet. Im Auftrag des Museums hatte die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) eine Reihe von Untersuchungen an diesen Fragmenten durchgeführt. Weiterlesen
| Funde & Befunde

Die neuesten Artikel

Plattenhornsteine aus Arnhofen in der mittelneolithischen Kreisgrabenanlage von Schiltern
Nachdem Luftbilder und zahlreiche neolithische Oberflächenfunde die Aufmerksamkeit der Amateurarchäologen Johann Böhm und Alois Huber für ein Terrain im Bereich der Gemeinde Schiltern in Niederösterreich geweckt hatte, veranlassten beide 2016 eine geomagnetische Prospektion des Geländes. Das Fazit: die Entdeckung einer Kreisgrabenanlage mit drei Gräben und einer Innenpalisade. Alexander Binsteiner hat das in jahrzehntelanger Arbeit zusammengetragene neolithische Silexmaterial untersucht und analysiert.
Funde & BefundeDeutschlandÖsterreichNeolithikumMontanarchäologie
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Ein Berufsverband für die Archäologie
Seit vielen Jahren taucht aus den Reihen der deutschen Archäologie immer wieder der Wunsch nach einem archäologischen Berufsverband auf, der zum einen die Interessen der archäologischen Arbeitnehmer vetritt und zum anderen für gleiche Standards, Professionalität und somit Chancengleichheit der Institutionen und Firmen zu sorgen. Das britische Chartered Insitute for Archaeologists (CIfA), das zu den zwei weltweit größten archäologischen Berufsverbänden zählt, unterstützt seit Mitte 2017 den Aufbau einer Regionalgruppe in Deutschland. Am 12. Februar erfolgte die offizielle Gründung CIfA Deutschland.
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