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Nachrichten aus der Archäologie

Dem Klima der Vergangenheit in Ostafrika auf der Spur

Cyanobakterien

Neue Studie entschlüsselt Klimageschichte der vergangenen 40.000 Jahre im tropischen Ostafrika

Ein Kieler Forschungsteam entwickelte einen organischen Temperatur-Indikator, mit dem sich die Klimageschichte Ostafrikas der letzten 40.000 Jahre anhand von Sedimentablagerungen des Tanganyikasees rekonstruieren ließ. Dabei konnte ein Temperaturanstieg von rund 4° Celsius in den letzten 18.000 Jahren nachgewiesen werden. Allein in den letzten 250 Jahren stieg die Temperatur demzufolge um 1 Grad.

Heute eine Salztonebene, enthielt das Chew-Bahir-Becken im südlichen Äthiopien während früherer Feuchtphasen einen ausgedehnten Paläo-See
Neu entdeckte "Klima-Wippe" als Antrieb der menschlichen Evolution
Die Klimaforscherin Dr. Stefanie Kaboth-Bahr von der Universität Potsdam und ein internationales Forscherteam haben herausgefunden, dass frühe El Niño-artige Klimamuster der primäre Antrieb für Umweltveränderungen im Afrika südlich der Sahara über die letzten 620.000 Jahre – eine kritische Periode für die Evolution unserer Spezies – waren. Das Team entdeckte, dass die Klimaschwankungen einen stärkeren Einfluss auf diesen Teil von Afrika hatten als eiszeitliche Zyklen, die bisher vorrangig mit der menschlichen Evolution in Verbindung gebracht wurden. Weiterlesen
| Forschung
Der Tislit-See liegt im marokkanischen Hohen Atlas
Mit fossilen Pflanzenmolekülen der grünen Sahara auf der Spur
Ein internationales Forschungsteam hat ein neues Konzept entwickelt, anhand dessen die sogenannte grüne Sahara erklärt werden kann. Hierfür untersuchten sie fossile Pollen und Pflanzenwachse in einem Sedimentarchiv. Die Befunde überprüften sie mit einem Vegetationsmodell. Dadurch konnten sie nachweisen, dass eine dauerhafte Vegetationsbedeckung in der Sahara nur möglich war, weil sich zwei Regenzeiten überschnitten haben. Weiterlesen
| Forschung
Foto und Raman-Mikroskopie-Bild einer Ägyptisch Blauen Scholle der Malschicht des Fragmentes aus der Kirche St. Peter ob Gratsch in Südtirol
Frühmittelalterliches Ägyptisch Blau im Laserlicht

Einblicke in ein komplexes Spektrum an Spurenbestandteilen im ersten künstlichen Pigment der Menschheit

Auf einem einfarbig blauen Wandmalereifragment, welches in den 1970er Jahren in der Kirche St. Peter ob Gratsch (Südtirol, Norditalien) ausgegraben wurde, wiesen die Kunsttechnologin Dr. Petra Dariz und der analytische Chemiker Dr. Thomas Schmid (School of Analytical Sciences Adlershof SALSA der Humboldt-Universität zu Berlin und Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung BAM) Ägyptisch Blau nach. Weiterlesen
| Forschung
Kurz notiert

Neues BMBF-Projekt untersucht Abschriften Winckelmanns

Teil einer Seite aus den Exzerptheften von Johann Joachim Winckelmann

Johann Joachim Winckelmann gilt als Begründer der wissenschaftlichen Kunstgeschichte und der Archäologie im deutschsprachigen Raum. In einem großen Forschungsprojekt untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der TU Darmstadt nun die Einflüsse anderer Gelehrter auf sein Werk. Grundlage bildeten für Winckelmann insbesondere die Schriften italienischer, französischer und englischer Gelehrter, die er in Auszügen abschrieb und damit sogenannte Exzerpthefte füllte. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt für drei Jahre mit knapp 1,1 Millionen Euro.

Barbara Helwing neues Mitglied im Rat für Informationsinfrastrukturen
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) hat im April 2021 Professorin Barbara Helwing als neues Mitglied in den Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) berufen. Weiterlesen
| Personalia
Münzsuche
Münzen und Medaillen aus 2.600 Jahren Geldgeschichte
Über 90.000 Münzen und Medaillen aus 2.600 Jahren Geldgeschichte können ab sofort auf dem neuen Online-Portal ikmk.net durchsucht werden. Mit dem gemeinsamen Interaktiven Katalog der Münzkabinette wurde ein Schwergewicht in der Digitalisierung des materiellen Kulturerbes eröffnet: Die Daten stammen aus mehr als 40 verschiedenen Sammlungen an etwa 30 Standorten in Deutschland, Griechenland, Österreich und der Schweiz. Darunter sind auch die universitäre Münzsammlung der Technischen Universität Braunschweig und das Münzkabinett des Herzog Anton Ulrich-Museums. Weiterlesen
| Aus aller Welt

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Das alt- und mittelneolithische Produktionszentrum für Arnhofener Hornsteinklingen auf dem »Pürkelguter Hochfeld«
Die Silexinventare jungsteinzeitlicher Fundstellen der Region Regensburg beinhalten stets zu einem sehr hohen Anteil Artefakte aus gebändertem Hornstein. Dieses Material aus dem Silexabbau von Arnhofen bildete nach modernen Schätzungen den Rohstoff für mehrere Millionen Rohklingen. Es ist recht einleuchtend, dass eine derartige Menge nicht nur für den Eigenbedarf der umliegenden Siedlungen bestimmt war. Eine Analyse von Alexander Binsteiner.
BayernNeolithikumHandel
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Vom Bild zum Font – digitale Symbole und Zeichen erstellen
Viele der Symbole und Zeichen, die in Papyri, in Inschriften oder auf Münzen begegnen, sind mittlerweile als digitale Fonts verfügbar. Generiert für die gängigen Betriebssysteme Mac oder Windows können sie mit den dort installierten Schreibprogrammen benutzt werden. Auf den folgenden Seiten soll nun Schritt für Schritt gezeigt werden, wie noch nicht vorhandene Symbole und Zeichen in digitale Fonts umgearbeitet werden können.
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Archäologie Online Update
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