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Nachrichten aus der Archäologie

Erste Ergebnisse zum Keltengrab von der Heuneburg

Freilegung einer Goldperle

Erste Funde deuten auf Frauengrab der Oberschicht hin

Die Heuneburg gilt als älteste Stadt nördlich der Alpen und ist eine der bedeutendsten prähistorischen Fundstätten Mitteleuropas. Im Jahr 2018 begann das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes in der Donauebene unterhalb der Heuneburg im Gewann Bettelbühl (Gemeinde Herbertingen/ Landkreis Sigmaringen) mit den Untersuchungen an einem frühkeltischen Großgrabhügel. Es zeigte sich, dass eine fachgerechte Freilegung der Bestattung vor Ort nicht durchgeführt werden konnte, sodass die gesamte Grabkammer im Oktober 2020 im Block geborgen und zur weiteren Untersuchung in die Labore des LAD in Ludwigsburg-Grünbühl transportiert wurde. Die bisher freigelegten Funde und Befunde wurden am Mittwoch, den 7.7.2021 erstmals durch das Landesamt für Denkmalpflege und seinen Präsidenten, Professor Claus Wolf, präsentiert.

Die Studie verglich Größendaten von mehr als 300 Fossilien der Gattung Homo über einen Zeitraum von einer Million Jahre
Je kälter das Klima, desto schwerer die Menschen
Klima und regional vorherrschende Temperaturen haben über einen Zeitraum von einer Million Jahre wesentlich die Körpergröße des Menschen beeinflusst und waren somit ein Haupttreiber in der menschlichen Evolution. Je kälter das Klima, desto schwerer die Menschen: Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universitäten Tübingen und Cambridge. Ein interdisziplinäres Forschungsteam aus Archäologen, Anthropologen, Ökologen und Klimamodellierern, unter Leitung von Dr. Manuel Will von der Universität Tübingen, hatte die Körper- wie auch Gehirngrößen von über 300 Fossilien der Gattung Homo weltweit gesammelt und sie mit rekonstruierten Klimadaten abgeglichen. Weiterlesen
| Forschung
Die Ausgrabungen im verstürzten Eingangsbereich der Höhle im Jahr 2019
Der Neandertaler als Künstler?

Fund über 50.000 Jahre alter verzierter Knochen aus der Einhornhöhle

Seit der Entdeckung erster Fossilreste im 19. Jahrhundert hat der Neandertaler das Image eines primitiven Vormenschen. Dass er in der Lage war, effektiv Werkzeuge und Waffen herzustellen, ist lange nachgewiesen, aber konnte er auch Verzierungen, Schmuck oder gar Kunst anfertigen? Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen und des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (NLD) hat einen Neufund aus der Einhornhöhle im Harz analysiert und kommt zu dem Ergebnis: Der Neandertaler, unser genetisch nächster Verwandter, hatte bereits erstaunliche kognitive Fähigkeiten. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Dr. Heckner im Gewölbe
Über 1000 Jahre altes Bauholz im Westbau von St. Pantaleon in Köln entdeckt
Der Westbau von St. Pantaleon ist ein beeindruckendes Zeugnis frühmittelalterlicher Architektur, das die Forschung immer wieder beschäftigt. Derzeit wird das Bauwerk aufwändig saniert und das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (LVR-ADR) führt eine begleitende Bauuntersuchung durch. Dabei kam ein überraschender Fund zutage: In der Marienkapelle sind unter dem Verputz eines Gewölbes Reste von originalen Bauhölzern entdeckt worden, die zu einem mittelalterlichen Baugerüst gehörten. Weiterlesen
| Denkmalschutz
Kurz notiert

Projekt zum Schutz des kulturellen Erbes in Irak und Usbekistan startet

Blick auf die die archäologische Fundstelle Ninive im heutigen Mossul, Irak im Jahr 2019

Die Archäologin Prof. Adelheid Otto vom Institut für Vorderasiatische Archäologie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) startet mit drei internationalen Partnern die Bestandsaufnahme archäologischer Landschaften in Irak und Usbekistan, die durch Raubgrabungen, Siedlungsbau oder Staudammbauten akut gefährdet sind, und entwickelt nachhaltige Maßnahmen zu deren Schutz. Zu den besonders gefährdeten Kulturerbestätten gehört u.a. die antike Stadt Ninivedie im heutigen Mossul liegt.

Simulation prähistorischer Siedlungsgrößen, die für verschiedene Orte unterschiedliche Entwicklungen aufzeigt
Außerplanmäßige Professur für Quantitative Archäologie an der CAU

Ernennung stärkt Forschungsbereich am Kieler Institut für Ur- und Frühgeschichte

Der Kieler Archäologe Dr. Oliver Nakoinz ist zum außerplanmäßigen Professor für Quantitative Archäologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ernannt worden. Neben seinen Verdiensten um die archäologische Forschung und Lehre war insbesondere seine internationale Reputation im Bereich der räumlich-statistischen Archäologie für die Berufung ausschlaggebend. Weiterlesen
| Personalia
Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels (l.) dankte dem Sammler Dr. Dietmar Jordan für die großzügige Stiftung
Großzügiges Geschenk für das Archäologische Museum in Münster

Privater Sammler übereignet der Universität Münster 116 antike Tongefäße

Alles begann mit einer Scherbe, die Dr. Dietmar Jordan 1972 im Italien-Urlaub einem Trödler abkaufte. Der Flohmarktfund erwies sich tatsächlich als antik, sodass der Zahnmediziner begann, sich für alte Fundstücke zu interessieren und eine bedeutende private Vasensammlung aufzubauen. Viele Exemplare daraus waren bereits in Ausstellungen des Archäologischen Museums der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster als Leihgaben zu sehen. Jetzt hat sich Dietmar Jordan dazu entschlossen, seine aus 116 antiken Tongefäßen bestehende Privatsammlung in den nächsten zehn Jahren vollständig an das Museum zu übergeben. Der passionierte Sammler, Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels und Museumsdirektor Prof. Dr. Achim Lichtenberger unterzeichneten jetzt den entsprechenden Vertrag. Weiterlesen
| Funde & Befunde

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Die symbolische Darstellung des Kosmos im hethitischen Felsheiligtum Yazılıkaya
Wie sah der Kosmos der Hethiter aus? Eberhard Zangger und E. C. Krupp glauben die Antwort im Felsheiligtum von Yazılıkaya in der heutigen Türkei gefunden zu haben. Sie identifizieren in den Darstellungen auf den Reliefs die drei kosmischen Ebenen Erde, Himmel und Unterwelt.
VeröffentlichungenTürkeiFrühe Hochkulturen im Vorderen OrientFelsbildforschungArchäoastronomieKult & Religion
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Das alt- und mittelneolithische Produktionszentrum für Arnhofener Hornsteinklingen auf dem »Pürkelguter Hochfeld«
Die Silexinventare jungsteinzeitlicher Fundstellen der Region Regensburg beinhalten stets zu einem sehr hohen Anteil Artefakte aus gebändertem Hornstein. Dieses Material aus dem Silexabbau von Arnhofen bildete nach modernen Schätzungen den Rohstoff für mehrere Millionen Rohklingen. Es ist recht einleuchtend, dass eine derartige Menge nicht nur für den Eigenbedarf der umliegenden Siedlungen bestimmt war. Eine Analyse von Alexander Binsteiner.
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