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Nachrichten aus der Archäologie

7.000 Jahre alte Sensationen aus Steinzeitbrunnen

Linienbandkeramisches Gefäß mit Birkenrindenbändern

Unter Laborbedingungen haben Spezialisten des Landesamtes für Archäologie Sachsen (LfA) zwei hölzerne Brunnen der jungsteinzeitlichen linienbandkeramischen Kultur freigelegt und konserviert. Die gut erhaltenen Holzfunde ermöglichten eine genaue Bestimmung der Bauzeit auf das Jahr 5.134 v. Chr. Die Brunnen waren 2014 im Tagebau Vereinigtes Schleenhain im Block geborgen worden. Gestern präsentierten Vertreter des Landesamtes das bisherige Ergebnis der jahrelangen Arbeiten.

Freilegung der Mauern
Mittelalterliche Häuser und Kanäle

Archäologen gewinnen neue Erkenntnisse zur Mindener Stadtgeschichte

In Minden untersuchen Archäologen in Abstimmung mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Rande der Altstadt Überreste der mittelalterlichen Bebauung. Die freigelegten Gebäudegrundrisse und Holzkonstruktionen sind über 700 Jahre alt. Die Entdeckung zeigt, dass dieses Stadtgebiet rund 100 Jahre früher besiedelt wurde als bislang angenommen. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Ausgrabung in Rom
Das alte Rom: eine 12.000-jährige Geschichte genetischer Veränderungen, von Migration und Vielfalt
Die Wissenschaft beschäftigt sich seit hunderten Jahren mit dem alten Rom. Dennoch birgt die Stadt nach wie vor einige Geheimnisse. So ist beispielsweise relativ wenig über die Herkunft von Roms BewohnerInnen bekannt. Ein internationales Forschungsteam rund um den Anthropologen Ron Pinhasi von der Universität Wien schließt diese Lücke nun mittels Untersuchungen der genetischen Geschichte und zeigt, wie sehr sich die teils turbulente Geschichte der Ewigen Stadt in ihrer Bevölkerung widerspiegelte. Weiterlesen
| Forschung
Um die Gebäudegrundrisse zu veranschaulichen, haben die Archäologen helle Birkenstammabschnitte auf die Pfostenspuren gestellt
Der älteste Hausgrundriss des Sauerlandes
In einem Baugebiet bei Neu-Listernohl nahe Attendorn (Kreis Olpe) haben Archäologen die Spuren eines über 2.000 Jahre alten Hofs aus der Eisenzeit entdeckt. Die aktuelle Ausgrabung durch eine archäologische Fachfirma im Auftrag der Stadt Attendorn und in Abstimmung mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ergab damit den bisher ältesten Grundriss eines Wohngebäudes für das Sauerland überhaupt. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Kurz notiert

Optimale Bedingungen für die Schätze des DSM

So wird das Forschungsdepot aussehen

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte baut ein Forschungsdepot in Bremerhavens Fischereihafen. Archivalien und Sammlungen bekommen mehr Platz. Neben ausreichend Lagerkapazitäten, verspricht der dreistöckige Neubau an der Eichstraße Büro-, Seminar- und Sozialräume sowie eine moderne Infrastruktur. Am 6.11.2019 wurde der Grundstein des Depots für die Schätze des Museums gelegt.

Massengrab Konstanz
Von Massengräbern und Nachzehrern

Landesamt für Denkmalpflege stellt erste Ergebnisse zur Ausgrabung am Schottenfriedhof in Konstanz vor

Bei der planmäßigen Rettungsgrabung auf dem Gelände des ehemaligen Schottenfriedhofs in Konstanz wurden spannende Erkenntnisse zur Lebenswelt der Konstanzer im 16. bis 19. Jahrhundert gewonnen. Auf etwa 2.000 Quadratmetern wurden über 1.300 Skelette entdeckt. Diese geben Hinweise auf Seuchen und kriegerische Auseinandersetzungen aber auch über Aberglauben und medizinische Behandlungen der damaligen Bevölkerung. Erste Ergebnisse zu den archäologischen Ausgrabungen auf dem Gelände des früheren Vincentius-Areals wurden am Mittwoch vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart präsentiert. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Möchten die Museumssammlung digitalisieren
Digitales Museum – aber wie?
Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg und die Jade Hochschule starten ein Forschungsprojekt zur Modelldigitalisierung von Natur- und Kulturgut. Die Partner wollen in den kommenden drei Jahren untersuchen, mit welchen technischen Lösungen Sammlungsobjekte digital erfasst werden können und wie diese Digitalisate die Wahrnehmung von Kulturgut beeinflussen. Das Projekt "Modelldigitalisierung 3D von Natur- und Kulturgut Oldenburg" (MoDi) wird von der VolkswagenStiftung gefördert. Weiterlesen
| Kulturerbe

Die neuesten Artikel

Der Nachlass von James Mellaart offenbart dessen Archäophantasien
Der Brite James Mellaart (1925–2012) zählt zu den schillerndsten Forscherpersönlichkeiten in der Archäologie Anatoliens. Praktisch im Alleingang erschloss er die Jungsteinzeit in Kleinasien, indem er Ausgrabungen an den Siedlungsplätzen Beycesultan, Hacılar Höyük und Çatalhöyük anregte und durchführte. Die Aufarbeitung seines Nachlasses zeigte allerdings, dass Mellaart nicht nur ein charismatischer Altertumskundler war, sondern auch Fälschungen anfertigte, mit denen er seine Theorien untermauern wollte. Ein Artikel von Eberhard Zangger
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Die Himmelsreligion der Hethiter
Die Beobachtung des Sternenhimmels spielte für die kultischen Rituale der hethitischen Zivilisation in Kleinasien eine große Rolle, wie zahlreiche Inschriften aus Ḫattuša belegen. Unweit der Hauptstadt des hethitischen Großreiches liegt das zum UNESCO Weltkulturerbe zählende Felsheiligtum von Yazılıkaya. Mehr als 90 Götterfiguren wurden dort im 13. Jh. v. Chr. als Relief in den Fels geschlagen. Waren dies lediglich Darstellungen von Gottheiten oder steckt mehr hinter den Abbildungen? Der Geoarchäologe Eberhard Zangger und die Altertumswissenschaftlerin Rita Gautschy schlagen eine weitergehende Deutung vor: Das Felsheiligtum habe auch eine Kalenderfunktion gehabt. In diesem Artikel schildert Zangger die These und die Vorgehensweise bei der Suche nach neuen Antworten.
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