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Nachrichten aus der Archäologie

Rätselhafte Säulen und eine barocke Gruft

Säulenbasis unter Arkadenwand

Archäologische Untersuchungen in der Abdinghofkirche in Paderborn

Seit ihrer Weihe 1016 durch Bischof Meinwerk erlebten die Kirche Abdinghof und der anschließende Klosterbereich in Paderborn eine wechselvolle Geschichte. Sanierungsarbeiten im Laufe dieses Jahres förderten nun Befunde zutage, die für die Wissenschaftler:innen der Stadtarchäologie Paderborn weniger Antworten geben als vielmehr neue Fragen aufwerfen. Gehören die zwei im Mittelschiff gefundenen Säulenbasen zu einem frühen Vorgängerbau oder eher zu einer Chorschranke?

Meeresgischt
Wie Meeresgischt unser Bild der Vergangenheit verwischt
Eine neue Emmy-Noether-Forschergruppe unter Leitung von Dr. Andrea Göhring an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) untersucht den sogenannten »Sea-Spray«-Effekt auf die Isotopensignatur von Organismen an der Ost- und Nordseeküste. Die Nachwuchsgruppe will dazu beitragen, bei Isotopenanalyen an archäologischen Proben den Effekt der Meeresgischt zuverlässig korrigieren zu können. Weiterlesen
| Forschung
Felszeichnung einer eisenzeitlichen Siedlung in Minusinsk, Russland
Blutwürste und Yakmilch: Die Ernährung mongolischer Nomaden in der Bronzezeit
Verstreut über die eurasische Steppe stoßen Archäologinnen und Archäologen bei Ausgrabungen immer wieder auf Metallkessel aus der Bronzezeit. Wozu sie genau dienten, war jedoch bisher unklar. Nun lüftet eine internationale Studie unter Leitung der Universität Basel ihr Geheimnis im Fachjournal "Scientific Reports": Mongolische Nomaden sammelten darin Blut von geschlachteten Tieren, vermutlich für die Wurstproduktion. Außerdem könnten sie darin Milch fermentiert haben, vor allem von Yaks. Weiterlesen
| Forschung
Zentralbestattung des keltischen Grabhügels von Hochdorf
Verwandtschaft und Herkunft der Kelten in Baden-Württemberg

Genetische Analysen an keltischen Grabhügeln 500 vor unserer Zeitrechnung geben Einblicke in enge Verwandtschaften und in die Machtstrukturen frühkeltischer Eliten

Die keltische Kultur aus der vorrömischen Eisenzeit in West- und Zentraleuropa hat bis heute reiche Spuren hinterlassen, nicht zuletzt in Form gewaltiger Grabhügel und spektakulärer archäologischer Artefakte. Trotz dieser reichen Hinterlassenschaft ist uns vieles über diese Zivilisation bis heute verborgen. In einer Kooperation zwischen dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, das zum Regierungspräsidium Stuttgart gehört, und dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig wurden nun erstmals die Erbgut-Sequenzen keltischer Individuen aus mehreren Grabhügeln rekonstruiert. Weiterlesen
| Forschung
Kurz notiert

Feierliche Eröffnung nach Instandsetzung

Madafeh des Bait Hussein Alrousan

Am 5. Juni 2024 fand anlässlich der Instandsetzung der sog. Madafeh (Gastraum) des Bait Hussein Al Rousan die feierliche Eröffnung mit Ausstellung im oberen Dorf Alhara Alfoqa (Umm Qays, Jordanien) statt.

Altindische Proto-Sarada-Schrift
Proto-Sarada-Schriftstücke: Zeugnisse für das Leben im alten Indien
Um eine bisher kaum erforschte Periode der altindischen Geschichte dreht sich ein neues Projekt der Indologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU): Es geht um die Zeit des Übergangs vom Buddhismus zum Hinduismus im Nordwesten des Landes. Weiterlesen
| Forschung
Drachenstein am Tirinkatar, Armenien
Prähistorische Fundstelle Tirinkatar in Armenien für Unesco-Welterbeliste eingereicht
Im Jahr 2012 stießen Archäologen der Freien Universität Berlin im Südkaukasus, im armenischen Hochgebirge, auf rätselhafte, riesige Stelen. In Armenien werden diese bis zu knapp über fünf Meter hohen kunstvoll verzierten Monumente Vischaps (»Drachensteine«) genannt und sind berühmt. Mittlerweile sind aus Südkaukasus und Osttürkei rund 150 dieser Basaltmonumente bekannt – ihre größte Konzentration auf einem Fundort befindet sich am Tirinkatar, auf dem Südhang des Berges Aragaz. Weiterlesen
| Kulturerbe

Die neuesten Artikel

Zwei römische Patrouillenboote der Erlanger Universität im Test
Rekonstruktionen historischer Schiffe im Maßstab 1:1 bieten faszinierende Einblicke in die Vergangenheit. Mit der Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) und der Danuvina Alacris entstanden in den letzten Jahren zwei Nachbauten, die den historischen Vorbildern besonders nahekommen und 500 Jahre Bootsbautradition des römischen Militärs nördlich der Alpen repräsentieren. Anhand der beiden von der Friedrich-Alexander-Universität rekonstruierten römischen Boote zeigt sich, wie solche Nachbauten wertvolle Erkenntnisse liefern können. Ein Artikel von Boris Dreyer.
ForschungAntikeRömische KaiserzeitSchifffahrtExperimentelle Archäologie
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Ältester Stahl auf der Iberischen Halbinsel
Die bronze- und eisenzeitlichen Stelen aus dem Westen der Iberischen Halbinsel gehören zu den ausdrucksstärksten symbolischen Zeugnissen der frühen Gesellschaften Westeuropas. Trotz jahrzehntelanger Forschung sind Fragen zu ihrer Chronologie und Bedeutung, insbesondere zu ihrer Herstellungsweise, noch offen. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte internationale Projekt "Die iberischen Stelen der Spätbronzezeit: Ikonographie, Technologie und Wissenstransfer zwischen Atlantik und Mittelmeerraum" will diese Fragen durch einen multidisziplinären Ansatz, der explizit auch die experimentelle Archäologie einbezieht, beantworten.
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Archäologie Online Update
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