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Nachrichten aus der Archäologie

Dem Rätsel der Knochen vom Skelett-See auf der Spur

Roopkund-See im Himalaya

Einige der mysteriösen »Roopkund«-Skelette waren mediterraner Abstammung

Der Roopkund-See im indischen Himalaya-Gebirge galt bislang als Schauplatz einer einzigen Katastrophe mit Hunderten von Toten. Die erste vollständige Analyse alter Genome in Indien zeigt aber, dass dort Menschen unterschiedlicher genetischer und kultureller Gruppierungen im Abstand von rund 1.000 Jahren starben.

Schädeldeformation Kroatien
Schädeldeformation als Zeichen der Zugehörigkeit
Bei der Untersuchung von Ernährungsgewohnheiten, Geschlecht und dem genetischen Erbgut dreier Jugendlicher, die zur Zeit der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert lebten, stellte ein österreichisch-kroatisches WissenschafterInnenteam überraschend unterschiedliche genetische Abstammungslinien mit Wurzeln in Westeuropa, dem Nahen Osten und Ostasien fest. Die beiden Jugendlichen mit nahöstlicher und ostasiatischer Abstammung wiesen künstlich deformierte Schädel auf, das Individuum mit westeuropäischer Abstammung hingegen nicht. Weiterlesen
| Forschung
Caldera des Vulkans Ilopango in El Salvador
Vulkaneruption in El Salvador verstärkte spätantike Klimakrise
Kalte Sommer, geheimnisvolle dunkle Wolken, Missernten, Seuchen – um das Jahr 540 erlebt der Mittelmeerraum eine umfassende Krise. Nach heutigem Kenntnisstand waren zwei große Vulkaneruptionen 536 und um 540 die Auslöser. Doch die Identifizierung der Vulkane blieb umstritten. Ein internationales Team unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel präsentiert jetzt in der Fachzeitschrift Quaternary Science Reviews einen Hauptverdächtigen für den Ausbruch 540: den Ilopango im heutigen El Salvador. Weiterlesen
| Forschung
Karte: Savannenkorridor Südostasien
Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
Tübinger Forschungsteam findet Hinweise auf eine früher offene Landschaft auf der Malaiischen Halbinsel, die Mensch und Tier den Weg auf die heutigen Inseln Indonesiens öffnete. Weiterlesen
| Aus aller Welt
Kurz notiert

Zwei Jahrtausende Bergbau

Ausgrabung Brennerscheid

Aktuelle Ausgrabungen der Universität Bonn und der LVR-Bodendenkmalpflege gehen Spuren alter Bergbauaktivitäten bei Bennerscheid im Rhein-Sieg-Kreis nach. Von der späten Eisenzeit (1. Jahrhundert v. Chr.) bis in die frühe Neuzeit hinein wurden hier wiederholt Erze abgebaut und verhüttet. Die Hinterlassenschaften des Bergbaureviers im Grenzgebiet von Königswinter und Hennef rücken seit geraumer Zeit in den Fokus der Archäologie.

Screenshot VR-App Dippoldiswalde
Mit einer App unter Tage!

Landesamt für Archäologie Sachsen stellt das Welterbe »Mittelalterlicher Bergbau in Dippoldiswalde« virtuell vor.

Die hochmittelalterlichen Bergwerke von Dippoldiswalde sind Bestandteil des UNESCO Welterbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Da sie für Besucher nicht zugänglich gemacht werden können, wird man die Bergwerke zukünftig mithilfe moderner digitaler Technik aus dem Bereich der virtuellen Archäologie via Smartphone oder Tablet virtuell befahren können. Weiterlesen
| Archäologie & Gesellschaft
Forschungsbibliothek Gotha
DFG fördert Digitalisierung mittelalterlicher Handschriften in der Forschungsbibliothek Gotha

Förderantrag der Erfurter Forschungsbibliothek in Höhe von 85.400 Euro bewilligt

Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt verfügt über einen bedeutenden Bestand an 525 mittelalterlichen Handschriften. 247 davon sollen nun eingescannt, mit Metadaten versehen und in der Digitalen Historischen Bibliothek Erfurt/Gotha sowie in den großen deutschen und internationalen Portalen für die Forschung zugänglich gemacht werden. Weiterlesen
| Kulturerbe

Die neuesten Artikel

Die Himmelsreligion der Hethiter
Die Beobachtung des Sternenhimmels spielte für die kultischen Rituale der hethitischen Zivilisation in Kleinasien eine große Rolle, wie zahlreiche Inschriften aus Ḫattuša belegen. Unweit der Hauptstadt des hethitischen Großreiches liegt das zum UNESCO Weltkulturerbe zählende Felsheiligtum von Yazılıkaya. Mehr als 90 Götterfiguren wurden dort im 13. Jh. v. Chr. als Relief in den Fels geschlagen. Waren dies lediglich Darstellungen von Gottheiten oder steckt mehr hinter den Abbildungen? Der Geoarchäologe Eberhard Zangger und die Altertumswissenschaftlerin Rita Gautschy schlagen eine weitergehende Deutung vor: Das Felsheiligtum habe auch eine Kalenderfunktion gehabt. In diesem Artikel schildert Zangger die These und die Vorgehensweise bei der Suche nach neuen Antworten.
Naher OstenTürkeiFrühe Hochkulturen im Vorderen OrientArchäoastronomieKult & Religion
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Plattenhornsteine aus Arnhofen in der mittelneolithischen Kreisgrabenanlage von Schiltern
Nachdem Luftbilder und zahlreiche neolithische Oberflächenfunde die Aufmerksamkeit der Amateurarchäologen Johann Böhm und Alois Huber für ein Terrain im Bereich der Gemeinde Schiltern in Niederösterreich geweckt hatte, veranlassten beide 2016 eine geomagnetische Prospektion des Geländes. Das Fazit: die Entdeckung einer Kreisgrabenanlage mit drei Gräben und einer Innenpalisade. Alexander Binsteiner hat das in jahrzehntelanger Arbeit zusammengetragene neolithische Silexmaterial untersucht und analysiert.
Funde & BefundeDeutschlandÖsterreichNeolithikumMontanarchäologie
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