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Nachrichten aus der Archäologie
Archäologie-Team sucht nach den Anfängen des Steinkohlebergbaus
Wie alt ist der Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet tatsächlich? Und wie entwickelte sich der Bergbau von einfachen Gruben und Schächten zum komplexen Stollenbau? Diesen Fragen geht eine Forschungskooperation aus Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), Deutschem Bergbau-Museum Bochum und GeoPark Ruhrgebiet seit 2025 in Sprockhövel-Haßlinghausen (Ennepe-Ruhr-Kreis) nach. Die Fachleute entdeckten einen bislang unbekannten Stollen mit 130 Metern Länge. Weiterlesen
| Ausgrabungen
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Neue archäologische Untersuchungen auf der ottonischen Königspfalz von Helfta
In den Jahren 2020 bis 2023 erbrachten archäologische Forschungsgrabungen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt auf der Anhöhe ›Kleine Klaus‹ bei Lutherstadt Eisleben Spuren der verschollenen ottonischen Königspfalz Helfta. Mit der vor 969 durch Otto den Großen gegründeten Radegundiskirche und dem aus derselben Zeit stammenden Palast konnten 2021/22 die zentralen Bauten des einstigen mittelalterlichen Herrschaftsortes identifiziert werden. Derzeit werden die archäologischen Untersuchungen fortgesetzt. Sie erbrachten bereits zahlreiche aussagekräftige Funde und Befunde zur Ausgestaltung der Anlage und zum Leben in der ottonischen Pfalz, aber auch der hoch- bis spätmittelalterlichen Burg der Familie von Hackeborn, die sich später hier erhob. Weiterlesen
| Ausgrabungen
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Was Keramikscherben über den Wandel von Gesellschaften erzählen
Gesellschaftliche Entwicklungen verlaufen nicht gradlinig – auch nicht im Europa der Jungsteinzeit vor etwa 8.000 bis 4.000 Jahren. Welche Faktoren dabei eine Rolle spielen, haben zwei Wissenschaftler der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine (NASU) und des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) näher untersucht. Für ihre Analysen entwickelten sie ein mathematisches Modell, das Zusammenhänge zwischen der Größe einer Bevölkerung, ihrer Produktionsleistung und dem Austausch von Informationen aufzeigt. Die Ergebnisse zeigen: Zeitreihen von Keramikfunden können wertvolle Informationen zu sozialen Dynamiken liefern. Weiterlesen
| Forschung
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Kurz notiert
Johannes Müller erhält renommierten Preis der Christiane und Jean Guilaine Stiftung 2026
Am 2. Oktober 2026 hat Johannes Müller, Professor für Prähistorische Archäologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Co-Sprecher des Exzellenzclusters ROOTS, in der Académie des inscriptions et belles-lettres in Paris den renommierten Preis der Christiane und Jean Guilaine Stiftung 2026 erhalten. Die Stiftung ehrt damit seine bahnbrechenden Forschungen zu jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Gesellschaften, die das Verständnis frühmenschlicher Kulturen und ihrer Vernetzung revolutioniert haben. Weiterlesen
| Personalia
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Ein Leben für das Erbe Mesopotamiens: Bundesverdienstkreuz für Margarete van Ess
Am 16. September 2026 hat der deutsche Botschafter Dr. Daniel Krebber der langjährigen Direktorin der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), Dr. Dr. h. c. Margarete van Ess in Bagdad das Bundesverdienstkreuz überreicht. Die Auszeichnung würdigt ihren jahrzehntelangen Einsatz für die Erforschung, den Schutz und den Erhalt des irakischen Kulturerbes, insbesondere in Uruk, sowie ihren Beitrag zur archäologischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und dem Irak. Weiterlesen
| Kulturerbe
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