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Nachrichten aus der Archäologie

Neue Messmethode zur Datierung von Gletschereis

Schaufelferner Gletscher

Eine an der Universität Heidelberg entwickelte Messmethode zur präzisen Datierung von Gletschereis aus der Kleinen Eiszeit wurde gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in den Ostalpen erfolgreich getestet. Die auf quantenphysikalischen Techniken basierende Methode soll dazu beitragen, regionale Klimaänderungen besser zu verstehen. Nach den Worten der Wissenschaftler stellen die Ergebnisse einen Durchbruch bei der Eisdatierung im Altersbereich der letzten 1.000 Jahre dar.

Farbstoffverteilung in Textilien
Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
Auch vor Tausenden von Jahren haben die Menschen schon Kleidung mit bunten Mustern getragen. Für deren Herstellung nutzten sie verschiedene Farbstoffe aus dem Tier- und Pflanzenreich. Das zeigen neue Analysen von Chemikern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), die mehrere Jahrtausende alte Textilien aus China und Peru untersucht haben. Im Fachjournal »Scientific Reports« beschreiben sie ein neues Verfahren, mit dem sich die räumliche Verteilung der Farbstoffe in Textilproben und somit auch deren Muster rekonstruieren lassen. Weiterlesen
| Forschung
Der Ellwanger Münzschatz (unrestauriert)
Größter spätmittelalterlicher Münzschatz Baden-Württembergs entdeckt

Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart präsentiert Ellwanger Schatzfund

In einem Waldstück bei Ellwangen haben zwei Sondengänger einen der größten Silbermünzschätze aus dem Spätmittelalter entdeckt. Den aus über 9.200 Münzen bestehenden Fund teilten sie zunächst unter sich auf. Monate später meldete einer der beiden dann schließlich doch dem Landesamt für Denkmalpflege (LAD) Baden-Württemberg die Entdeckung und führte die Archäologen zum ursprünglichen Fundplatz. Aufgrund der späten Meldung des Fundes und weil ein Teil vom zweiten Beteiligten zurückgehalten wurde, wurde gegen die beiden Militaria-Sammler aus dem Ostalbkreis Strafbefehl wegen Unterschlagung erlassen. Den Fund, der in diesem Sommer in einer kleinen Sonderausstellung im Alamannenmuseum Ellwangen gezeigt werden soll, präsentierte das LAD am vergangenen Dienstag der Öffentlichkeit. Weiterlesen
| Funde & Befunde
Menschen aus Neuguinea und den nahegelegenen Inseln tragen Belege für eine Abstammung von mehr als einer Gruppe von Denisovanern in ihrem Erbgut
Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte. Weiterlesen
| Forschung
Kurz notiert

Alt aber oho: Das Deutsche Archäologische Institut feiert sein 190-jähriges Bestehen

190 Jahre DAI

Am 21. April 1829 wurde das Instituto di Corrispondenza Archeologica in Rom gegründet. Damit wurde der Grundstein für das spätere Deutsche Archäologische Institut und ein weltweit einmaliges Forschungsnetzwerk gelegt. Aus Anlass des Jubiläums findet in Berlin ein Festkolloquium und eine Forschungsmesse statt.

Tabula Peuringeriana
Leben zwischen zwei Großreichen

Altertumswissenschaftler der Universität Jena erkunden den Grenzraum zwischen Rom und Iran in einem Forschungsvorhaben mit DFG-Förderung

Das Römische Reich hatte relativ flexible Grenzen, da die Römer stets auf Expansion aus waren. Traf das Imperium dabei auf ein anderes Großreich, gab es meist einen spannungsvollen Wechsel von Vorrücken und Zurückweichen in einer Pufferzone. Einen solchen Grenzraum wollen Altertumswissenschaftler der Universität Jena nun näher untersuchen. Ihr Forschungsprojekt »Imperia sine fine? Der römisch-parthische Grenzraum als Konflikt- und Kontaktzone vom späten 1. bis zum frühen 3. Jh. n. Chr.« wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit gut 310.000 Euro gefördert. Weiterlesen
| Forschung
Augustinus in der nordafrikanischen und der europäischen Tradition
Der Heilige Augustinus stand im Fokus einer Tagung im Römischen Institut der Görres-Gesellschaft unter Beteiligung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Italien, Marokko, Algerien und Tunesien. Das Treffen im Zusammenhang mit dem DFG-Projekt »Augustinus-Darstellungen als Formen spätantiker und postkolonialer Wissensproduktion« stellte den Höhepunkt einer Tagungsreihe über Augustinus im modernen Maghreb dar. Weiterlesen
| Tagungen

Die neuesten Artikel

Plattenhornsteine aus Arnhofen in der mittelneolithischen Kreisgrabenanlage von Schiltern
Nachdem Luftbilder und zahlreiche neolithische Oberflächenfunde die Aufmerksamkeit der Amateurarchäologen Johann Böhm und Alois Huber für ein Terrain im Bereich der Gemeinde Schiltern in Niederösterreich geweckt hatte, veranlassten beide 2016 eine geomagnetische Prospektion des Geländes. Das Fazit: die Entdeckung einer Kreisgrabenanlage mit drei Gräben und einer Innenpalisade. Alexander Binsteiner hat das in jahrzehntelanger Arbeit zusammengetragene neolithische Silexmaterial untersucht und analysiert.
Funde & BefundeDeutschlandÖsterreichNeolithikumMontanarchäologie
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Ein Berufsverband für die Archäologie
Seit vielen Jahren taucht aus den Reihen der deutschen Archäologie immer wieder der Wunsch nach einem archäologischen Berufsverband auf, der zum einen die Interessen der archäologischen Arbeitnehmer vetritt und zum anderen für gleiche Standards, Professionalität und somit Chancengleichheit der Institutionen und Firmen zu sorgen. Das britische Chartered Insitute for Archaeologists (CIfA), das zu den zwei weltweit größten archäologischen Berufsverbänden zählt, unterstützt seit Mitte 2017 den Aufbau einer Regionalgruppe in Deutschland. Am 12. Februar erfolgte die offizielle Gründung CIfA Deutschland.
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