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Nachrichten aus der Archäologie

Pelzherstellung in der Jungsteinzeit. Rund 7.000 Jahre alte Grube mit Überresten von Bibern bei Alsleben entdeckt

Biberknochen und Feuersteinartefakt

Im Vorfeld des Baus der Gleichstromverbindung SuedOstLink fanden im Salzlandkreis in enger Abstimmung mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz archäologische Untersuchungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt statt. Eine bereits 2024 bei Alsleben im Block geborgene Grube aus der frühen Jungsteinzeit gibt nun ihre Geheimnisse preis: Der Befund enthält Überreste von mindestens 12 Bibern, die wohl wegen ihres Pelzes gejagt wurden.

Silberblechbeschläge an Schädel einer jungen Frau
Genomdaten aus Süddeutschland beleuchten die Entstehung mitteleuropäischer Gesellschaften
Eine internationale Studie mit bayerischen Funden zeigt: Die Bevölkerung Süddeutschlands entwickelte sich nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches durch die schrittweise Vermischung unterschiedlicher Gruppen und regionale Mobilität – nicht durch einzelne große Wanderungsbewegungen. Die Studie erschien nun in der renommierten Fachzeitschrift Nature. Weiterlesen
| Forschung
ArchaeoSurveyTracker App
Feldbegehung 2.0: Bayern digitalisiert Erfassung archäologischer Fundplätze
„Archäologie am Puls der Zeit“: Staatsminister Blume startet „ArchaeoSurveyTracker“, die digitale Plattform für Ehrenamtliche in der Bodendenkmalpflege Weiterlesen
| Archäologie & Gesellschaft
Prof. Dr. Brigitte Urban
Urzeitliche Holzkohle beleuchtet den Umgang früher Menschen mit Feuer
Feuer war für frühe Menschen am Hula-See in Israel vor 780.000 Jahren überlebenswichtig. Sie sammelten gezielt Treibholz, darunter Olivenbaum und Granatapfel. Die neue Studie enthüllt: Feuer diente zum Kochen, Schutz und zur Lebensmittelverarbeitung – ein Beleg für ihre fortschrittlichen Fähigkeiten. Weiterlesen
| Forschung
Kurz notiert

Bronzezeitlicher Schatzfund bei Dresden - Ringdepot aus der Zeit um 1200 v. Chr. entdeckt

Freilegung des Ringdepots. Fotos: Landesamt für Archäologie Sachsen

Bei Wilschdorf hat Ronald Meißner, ehrenamtliche Mitarbeiter am Landesamt für Archäologie Sachsen, einen bemerkenswerten archäologischen Fund gemacht: ein spätbronzezeitliches Ringdepot, das auf die Zeit zwischen 1300 und 1100 vor Christus datiert wird.

Illustration zur Entwicklung der Schreibweise der Zahl "2". Bild: Christian Casey
Von der Keilschrift zum Touchscreen: Wissenschaftler aus Berlin und Jerusalem erforschen Evolution der Handschriften
Wie sich handschriftliche Schriftsysteme im Laufe der Zeit entwickelt haben – das erforscht aktuell das internationale Forschungsprojekt »The Principles of Handwritten Script Evolution« der Freie Universität Berlin und der Hebrew University of Jerusalem. Weiterlesen
| Forschung
Bibliotop der Universität Leipzig
Universität Leipzig gründet das Zentrum für immaterielles und materielles Kulturgut – ZimaK
Von Ägypten und der griechisch-römischen Antike über Instrumentenkunde bis hin zur Buch- und Verlagsgeschichte: Mit dem neu ins Leben gerufenen Zentrum für immaterielles und materielles Kulturgut (ZimaK) vereint die Universität Leipzig ihre Museen und das Bibliotop als gemeinsame Plattform für Forschung, Lehre und den Dialog mit der Stadtgesellschaft. Weiterlesen
| Universität

Die neuesten Artikel

Zwischen Bronze und Stahl
Der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit gilt als eine der tiefgreifendsten technologischen Umbruchsphasen der europäischen Urgeschichte. Lange wurde dieser Wandel als vergleichsweise klarer Bruch verstanden: Bronze verliert an Bedeutung, Eisen setzt sich allmählich durch. Neuere Forschungen zeichnen jedoch ein deutlich differenzierteres Bild, in dem alte und neue Werkstoffe über längere Zeit parallel genutzt, angepasst und weiterentwickelt wurden. Zwei aktuelle Studien aus der westlichen Iberischen Halbinsel liefern hierzu neue, sich ergänzende Einblicke - ausgehend von einem einzelnen Werkzeugfund bis hin zu monumentalen Steinskulpturen.
ForschungSüdeuropaPortugalSpanienUrgeschichteBronzezeitEisenzeitExperimentelle ArchäologieTechnologie
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Zwei römische Patrouillenboote der Erlanger Universität im Test
Rekonstruktionen historischer Schiffe im Maßstab 1:1 bieten faszinierende Einblicke in die Vergangenheit. Mit der Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) und der Danuvina Alacris entstanden in den letzten Jahren zwei Nachbauten, die den historischen Vorbildern besonders nahekommen und 500 Jahre Bootsbautradition des römischen Militärs nördlich der Alpen repräsentieren. Anhand der beiden von der Friedrich-Alexander-Universität rekonstruierten römischen Boote zeigt sich, wie solche Nachbauten wertvolle Erkenntnisse liefern können. Ein Artikel von Boris Dreyer.
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