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Nachrichten aus der Archäologie

Die Affenjäger: Die Besiedlung des südasiatischen Regenwaldes ging mit der Jagd auf Affen einher

Südlicher Hanuman-Langur

Erstmals direkte Beweise für vorgeschichtliche Jagd auf Baumaffen und andere Kleinsäuger durch Homo sapiens in Sri Lanka

Eine multidisziplinäre Studie zeigt, dass Homo sapiens bereits vor 45.000 Jahren in den Wäldern Sri Lankas kleine Säugetiere jagte. Das Forschungsteam entdeckte an der ältesten von Menschen kolonisierten archäologischen Stätte Sri Lankas die Überreste kleiner Säugetiere, darunter auch Affen, mit Spuren von Brandflecken und Verbrennungen neben hochentwickelten Knochen- und Steinwerkzeugen. Die Jagd auf solche Tiere ist ein Beispiel für die einzigartige Anpassungsfähigkeit, die es H. sapiens ermöglichte, rasch eine Reihe extremer Umgebungen zu kolonisieren, die von seinen homininen Verwandten offenbar unberührt geblieben waren.

Neandertaler-Zahn (Kaufläche)
Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
Eine Besonderheit des modernen Menschen ist sein regelmäßiger Fischkonsum, was sich durch die Analyse von Stickstoffisotopen in Knochen- oder Zahnkollagen nachweisen lässt. Forschende vom MPI für evolutionäre Anthropologie (MPI-EVA) in Leipzig maßen nun bei zwei späten Neandertalern außergewöhnlich hohe Stickstoffisotopenwerte, was traditionell für den Konsum von Süßwasserfisch steht. Eine Analyse der Isotopenwerte einzelner Aminosäuren ergab jedoch, dass sich der erwachsene Neandertaler nicht von Fisch, sondern von großen pflanzenfressenden Säugetieren ernährt hatte. Der zweite Neandertaler war ein noch nicht abgestillter Säugling, dessen Mutter ebenfalls Fleischfresserin gewesen ist. Den Isotopendaten zufolge scheinen sich die Ernährungsgewohnheiten der Neandertaler im Laufe der Zeit kaum verändert zu haben, auch nicht nach der Ankunft des modernen Menschen in Europa. Weiterlesen
| Forschung
Urnengrab Bad Saulgau
Mittelalterliche Siedlungsspuren gesucht – 3.000 Jahre altes Grab gefunden
»Die Funde im Stadtkern von Bad Saulgau sind von erheblichem wissenschaftlichem und historischem Wert«, sagte Regierungspräsident Wolfgang Reimer bei der Vorstellung der unerwarteten Ergebnisse einer Rettungsgrabung in Bad Saulgau (Oberschwaben). Weiterlesen
| Ausgrabungen
Der Elbrus, mit mehr als 5642 Metern der höchste Berg des Kaukasus und Europas
Dynamische Interaktionszone am Nordrand des Kaukasus
Ein internationales Forschungsteam koordiniert von der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Berlin und dem Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena (MPI-SHH) konnte erstmals systematische paläogenetische Untersuchungen im Kaukasus durchführen. Die kürzlich erschienene Studie fußt auf den Analysen genomweiter Daten von 45 Individuen aus der Steppen- und der Gebirgszone des Nordkaukasus. Die zwischen 6500 und 3500 Jahre alten Skelette zeigen, dass die genetische Signatur in den nördlichen Bergflanken den Gruppen südlich des Kaukasus ähnelt und dort eine scharfe genetische Grenze zu den Steppengebieten im Norden verläuft. Weiterlesen
| Forschung
Kurz notiert

Auf den Spuren frühneuzeitlicher Kolonien

Christiansborg in Ghana

Bremer Studierende entwickeln Online-Ausstellung

Mit Kolonien sind viele Assoziationen verbunden. Selten wird dabei jedoch an den Handel Bremens und Hamburgs mit den Faröer-Inseln oder Island in der Frühen Neuzeit, also im 16. bis 18. Jahrhundert, gedacht. Wodurch waren solche frühen Kolonien geprägt? Welche Rolle spielten Kaufleute der Hanse und ihre Produkte als Vermittler zwischen Nordsee und Nordmeer? Und wie halfen Handel, Religion und Politik dabei, die Fremdherrschaft zu etablieren?

Offizielle Übergabe von technischem Gerät für die Antikenverwaltung Mosul
DAI unterstützt die Antikenverwaltung von Mosul mit neuem technischem Gerät
Nach der Befreiung von Mosul von ISIS fanden die Mitarbeiter der Antikenverwaltung verwüstete und geplünderte Büroräume vor. Technische Geräte wie Computer und Vermessungsgeräte waren fast gänzlich zerstört oder gestohlen. Mit hohem persönlichen Engagement werden dennoch wieder Projekte zur Dokumentation und zum Wiederaufbau archäologischer und historischer Denkmäler durchgeführt und administrativ betreut - ohne die nötige Ausstattung ein schwieriges Unterfangen. Ermöglicht durch ein großzügiges Budget des Auswärtigen Amts und unterstützt durch die Außenstelle Bagdad des Deutschen Archäologischen Instituts konnte die Antikenverwaltung von Mosul nun mit modernen technischen Geräten neu ausgestattet werden. Weiterlesen
| Politik
17 spektakuläre Entdeckungen in Bayern
Eine Vielzahl an archäologischen Grabungen findet jedes Jahr im Freistaat statt. Allein 2018 wurden rund 700 Ausgrabungen im Bereich von Bodendenkmälern durchgeführt. Unter den vielen Befunden und Funden sind viele Entdeckungen, die völlig neue Erkenntnisse zu vergangenen Zeiten offenbaren. In der neu erschienenen Publikation »Aufgedeckt – Highlights der bayerischen Bodendenkmalpflege« stellt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) 17 besondere Grabungen der letzten Jahre vor. Weiterlesen
| Veröffentlichungen

Die neuesten Artikel

Plattenhornsteine aus Arnhofen in der mittelneolithischen Kreisgrabenanlage von Schiltern
Nachdem Luftbilder und zahlreiche neolithische Oberflächenfunde die Aufmerksamkeit der Amateurarchäologen Johann Böhm und Alois Huber für ein Terrain im Bereich der Gemeinde Schiltern in Niederösterreich geweckt hatte, veranlassten beide 2016 eine geomagnetische Prospektion des Geländes. Das Fazit: die Entdeckung einer Kreisgrabenanlage mit drei Gräben und einer Innenpalisade. Alexander Binsteiner hat das in jahrzehntelanger Arbeit zusammengetragene neolithische Silexmaterial untersucht und analysiert.
Funde & BefundeDeutschlandÖsterreichNeolithikumMontanarchäologie
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Ein Berufsverband für die Archäologie
Seit vielen Jahren taucht aus den Reihen der deutschen Archäologie immer wieder der Wunsch nach einem archäologischen Berufsverband auf, der zum einen die Interessen der archäologischen Arbeitnehmer vetritt und zum anderen für gleiche Standards, Professionalität und somit Chancengleichheit der Institutionen und Firmen zu sorgen. Das britische Chartered Insitute for Archaeologists (CIfA), das zu den zwei weltweit größten archäologischen Berufsverbänden zählt, unterstützt seit Mitte 2017 den Aufbau einer Regionalgruppe in Deutschland. Am 12. Februar erfolgte die offizielle Gründung CIfA Deutschland.
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