Entdecken Sie Archäologie neu!

Nachrichten aus der Archäologie

Wiederholte Besiedelungen der afrikanischen Westküste während der Mittleren Steinzeit

Ausgrabung Tiémassas

Im Vergleich zu anderen afrikanischen Regionen konnten Ausgrabungen bei Tiémassas in Senegal knapp 40.000 Jahre technologische Kontinuität in dieser Region nachweisen.

In einer im Journal of Archaeological Science Reports veröffentlichten Studie legen Forschende der Université Cheikh Anta Diop de Dakar in Senegal, des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte (MPI-SHH) und der Universität Sheffield Belege für Besiedelungen während der Mittleren Steinzeit an der afrikanischen Westküste dar. Mit einem Alter von 62.000 bis 25.000 Jahren dokumentieren die präzise datierten Fundsammlungen der Region knapp 40.000 Jahre technologische Kontinuität in Westafrika.

Die erste Planke des Bootes aus dem Hochmittelalter ist an Land
LWL-Archäologen bergen mittelalterliches Schiffswrack
Im Sommer 2019 stieß ein Tauch-Team bei Lippetal (Kreis Soest) auf ein mittelalterliches Bootswrack. Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) beginnen nun mit der Bergung. Gemeinsam mit Experten für Unterwasserarchäologie wollen sie so einer Zerstörung des für die Region einmaligen Fundes zuvorzukommen. Nach einer aufwendigen Restaurierung soll das Boot der Öffentlichkeit präsentiert werden. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Hortfund von Nebra
Nächste Runde im Streit um das Alter der Himmelsscheibe von Nebra
Die Himmelsscheibe von Nebra gilt als die älteste konkrete astronomische Darstellung der Welt. Lange Zeit war sich die Fachwelt einig, dass der Fund der Bronzezeit zugeordnet werden kann. Zwei deutsche Prähistoriker behaupteten in diesem Jahr, dass die Scheibe aus der Eisenzeit stamme und lösten damit eine Kontroverse aus. Nun ist in der von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften herausgegebenen Fachzeitschrift »Archaeologia Austriaca« eine Erwiderung erschienen - die Autoren bekräftigen die Datierung der Himmelsscheibe in die Bronzezeit. Weiterlesen
| Funde & Befunde
Überblick über die Grabungsfläche
Ausgrabung im Schloss Neuhäuser Altstadtkern
Das Pfarrhaus der Gemeinde St. Martin an der Neuhäuser Kirchstraße soll einem Neubau weichen. Dies bietet Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erstmals die Gelegenheit, einen Blick in den historischen Kern des Paderborner Stadtteils Schloss Neuhaus zu werfen. Die Arbeiten sind noch im Gange, es konnten bisher Spuren der Besiedlung des Ortes in den ersten Jahrhunderten nach Christi sowie Gebäudereste aus Mittelalter und früher Neuzeit entdeckt werden. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Kurz notiert

Vergangenheit virtuell erleben

Rekonstruktion der keltischen Höhensiedlung von Befort in der ARGP-App

ARGO-App macht längst verschwundene Bauwerke sichtbar

Von der steinzeitlichen Grabstätte über die römische Straßensiedlung bis zur mittelalterlichen Burg – 110 archäologische und historische Denkmäler in Luxemburg und Rheinland-Pfalz werden mit einer neuen App am authentischen Ort wieder sichtbar. Für "ARGO - Augmented Archaeology" wurden längst verschwundene Bauwerke dreidimensional rekonstruiert. Vor Ort verschmelzen die Grafiken auf Smartphone oder Tablet mit der Realität und machen Geschichte auf eine besondere Weise begreifbar.

Eines der Projekte im CHeST-Verbund: Die berühme Privatbibliothek des Nikolaus von Kues (Cusanus)
Trier will sich als Zentrum für Kulturerbe-Forschung etablieren
Auf der Basis einer Förderung durch den Forschungsfonds Rheinland-Pfalz schafft die Universität Trier eine Infrastruktur, auf der sich künftig Netzwerke und Forschungsvorhaben zum kulturellen Erbe (Cultural Heritage) entwickeln können. Unter dem Dach der "Cultural Heritage Studies Trier (CHeST)" arbeiten unterschiedliche Einrichtungen gemeinsam an dem Ziel, das kulturelle Erbe zu sichern, zu erforschen und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Forschungsfelder zum historischen Erbe Europas reichen weit über die Grenzen Triers hinaus. Weiterlesen
| Digital Humanities
Künstliche Intelligenz in einer App hilft, illegale Kulturgüter zu erkennen
Künstliche Intelligenz hilft, illegale Kulturgüter zu erkennen

Fraunhofer SIT entwickelt App zur Unterstützung von Kultur- und Ermittlungsbehörden

Eine zentrale Herausforderung bei der Bekämpfung des illegalen Handels mit gestohlenen Kulturgütern besteht darin, dass illegal gehandelte Objekte nur schwer zu erkennen sind. Das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Projekt KIKu – KI für den Kulturgutschutz – hat zum Ziel, die Arbeit der zuständigen Akteure, insbesondere von Zoll und Polizei, zu erleichtern: Hierzu entwickelt das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT gemeinsam mit der cosee GmbH eine App, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz automatisiert Hinweise geben kann, ob beispielsweise eine antike Vase oder eine Statue aus einer Raubgrabung stammen könnte oder anders illegal erworben wurde. Weiterlesen
| Kulturerbe

Die neuesten Artikel

Der Teppich von Bayeux
Nicht alle Details des fast siebzig Meter langen »Teppich von Bayeux« sind hinreichend geklärt. Es finden sicher immer noch Darstellungen von Gegenständen, über deren Interpretation man diskutieren kann. Der Mittelalterarchäologe Peter Kurzmann hat sich mit dieser einzigartigen Datenquelle befasst und bringt einige neue Deutungsvorschläge.
KulturerbeForschungFrankreichMittelalterKunst
Lesen
Herxheim – ein rituelles Zentrum der Bandkeramik mit Menschenopfern und hohem Zerstörungspotential
Vor nunmehr fast 16 Jahren begann die intensive Auswertung der Grabungen in einer jungsteinzeitlichen Siedlung der linienbandkeramischen (kurz: bandkeramischen oder LBK) Kultur mit doppeltem Grabenwerk am Westrand des Dorfes Herxheim. Vor allem die umgebende Grabenanlage und die darin enthaltenen Materialien sollten sich als eines der absoluten Highlights der europäischen Vorgeschichtsforschung entpuppen; mittlerweile hat der Fundplatz weltweit die Aufmerksamkeit der archäologischen Fachwelt auf sich gezogen. Im August 2019 erschien der zweite Band der Forschungsergebnisse mit der vorläufigen Gesamtinterpretation des Platzes, ein Anlass, um diesen bedeutenden Fundort auch in Archäologie Online einmal Revue passieren zu lassen. Ein Artikel von Andrea Zeeb-Lanz
AusgrabungenForschungFunde & BefundeRheinland-PfalzNeolithikumSiedlungKult & ReligionGesellschaft
Lesen
Finanzierung dieser Seiten in 2020
  • 100%
    80%
    60%
    40%
    20%
    0%
  • 4500
    Kosten
    77,9%
    3505 € finanziert
Archäologie Online Update

Einige neue Gedanken - Artikel von Peter Kurzmann

Nicht alle Details des fast siebzig Meter langen »Teppich von Bayeux« sind hinreichend geklärt. Es finden sicher immer noch Darstellungen von Gegenständen, über deren Interpretation man diskutieren kann. Der Mittelalterarchäologe Peter Kurzmann hat sich mit dieser einzigartigen Datenquelle befasst und bringt einige neue Deutungsvorschläge.

Weiterlesen

Was sich mit dem Relaunch geändert hat, was noch fehlt, was sich hinter den Kulissen tut und was noch geplant ist,  erfahren Sie hier.