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Nachrichten aus der Archäologie
Untersuchung von Tierknochen

Zwei Millionen Euro für die Archäozoologin Cheryl Makarewicz

Vor rund fünftausend Jahren entstanden die ersten nomadischen Lebensformen, genannt mobiler Pastoralismus, in der eurasischen Steppe. Mit der neuen Ausrichtung der täglichen Ernährung auf Schafe, Ziegen, Rinder und Pferde stellt dies einen einzigartigen Wendepunkt in der menschlichen Vorgeschichte dar. Die neue, nomadische Lebensform markiert eine drastische Veränderung gegenüber den sesshaften Agrargesellschaften, die bis zu diesem Zeitpunkt einen Großteil der alten Welt bevölkert hatten. In ihrem Projekt ASIAPAST wird Professorin Cheryl Makarewicz von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) die Entstehung, Verbreitung und Intensivierung des mobilen Pastoralismus in der eurasischen Steppe untersuchen.

Plakat Bilanzkonferenz TOPOI
Zehn Jahre Topoi - Exzellenzcluster zieht Bilanz
Wie sich unsere Sicht auf die Antike verändern kann, wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über Fächer- und Institutionengrenzen hinweg neue Ansätze entwickeln, hat der Exzellenzcluster Topoi in seinem zehnjährigen Bestehen gezeigt. Bei einer Tagung am 19. April in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ermöglichen die Forscherinnen und Forscher nun in Kurzvorträgen Einblicke in das große Spektrum des von der Freien Universität und der Humboldt-Universität getragenen altertumswissenschaftlichen Forschungsverbundes. Weiterlesen
| Veranstaltungen
Das Löwentor von Mykene in einer Zeichnung von Théodore du Moncel, 1845
Mykenische Paläste: Kein Untergang durch Erdbeben
Die Gründe für das Ende der mykenischen Paläste um 1200 vor Christus konnten bisher nicht eindeutig geklärt werden. Die langjährige Hypothese, dass sie durch ein starkes Erdbeben oder einen sog. »Erdbebensturm« zerstört wurden, kann nach Meinung des Archäoseismologen Klaus-Günter Hinzen und des Archäologen Joseph Maran widerlegt werden. Beide haben in dem mehrjährigen Forschungsprojekt die mykenischen Zitadellen von Tirnys und Midea untersucht. Weiterlesen
| Forschung
"Am Platz der Jagd" im Archäopark Vogelherd
Regierungspräsidenten besuchten Welterbe "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb"
Im Juli 2017 erkannte die UNESCO sechs Höhlen im Ach- und Lonetal zum Welterbe "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" an. Neben der Bedeutung der Fundstellen ältester Kunstobjekte standen die Chancen der UNESCO-Anerkennung, die Vermarktung sowie die touristische Inwertsetzung der Höhlen und ihrer Infrastruktur im Fokus des Besuchs der beiden Regierungspräsidenten aus Tübingen und Stuttgart. Weiterlesen
| Kulturerbe
Kurz notiert
Ausgrabung Bad Buchau 2017

Im geplanten Neubaugebiet Neuweiher II am Südrand der Gemeinde Bad Buchau wurden bereits 2017 umfangreiche Rettungsgrabungen durchgeführt. Diese werden ab dem 16. April 2018 wieder aufgenommen. Bisher wurden archäologische Reste vom eiszeitlichen Rentierknochen bis zu mittelalterlicher Keramik gefunden. Besonders bedeutend sind die feucht erhaltenen Holzobjekte wie Reste von Einbäumen, Paddel und Werkzeuggriffe. Insgesamt konnten bislang über 2500 Fundstücke geborgen werden. Wegen des Wintereinbruchs mussten die Arbeiten im Dezember unterbrochen werden. 

Geophysikalisches Praktikum in Hessen

Im März fand im Rahmen des Nebenfachstudiengangs Archäometrie für neun angehende Archäologen eine Blockveranstaltung mit dem Titel "Geophysikalisches Praktikum für Archäologen" statt. Veranstaltet wurde dieses Ausbildungsmodul vom Institut für Archäologische Wissenschaften und dem Institut für Geowissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation mit der Außenstelle Darmstadt des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen. Untersucht wurde dabei ein vorher klar definiertes und unterteiltes Areal im Bereich des ehemaligen römischen Kohortenkastells von Groß-Gerau.

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Karl-Ludwig Elvers
Münzsammlung der Ruhr-Universität geht online
Alle Münzfreunde sowie Forscherinnen und Forscher können die Münzsammlung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ab sofort auch online besuchen. Der erste Teil des Bestands ist mit hochauflösenden Fotos und vielen Informationen Teil einer neuen Datenbank des Netzwerks universitärer Münzsammlungen in Deutschland, kurz Numid. Weiterlesen
| Funde & Befunde

Die neuesten Artikel

Plattenhornsteine aus Arnhofen in der mittelneolithischen Kreisgrabenanlage von Schiltern
Nachdem Luftbilder und zahlreiche neolithische Oberflächenfunde die Aufmerksamkeit der Amateurarchäologen Johann Böhm und Alois Huber für ein Terrain im Bereich der Gemeinde Schiltern in Niederösterreich geweckt hatte, veranlassten beide 2016 eine geomagnetische Prospektion des Geländes. Das Fazit: die Entdeckung einer Kreisgrabenanlage mit drei Gräben und einer Innenpalisade. Alexander Binsteiner hat das in jahrzehntelanger Arbeit zusammengetragene neolithische Silexmaterial untersucht und analysiert.
Funde & BefundeDeutschlandÖsterreichNeolithikumMontanarchäologie
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Ein Berufsverband für die Archäologie
Seit vielen Jahren taucht aus den Reihen der deutschen Archäologie immer wieder der Wunsch nach einem archäologischen Berufsverband auf, der zum einen die Interessen der archäologischen Arbeitnehmer vetritt und zum anderen für gleiche Standards, Professionalität und somit Chancengleichheit der Institutionen und Firmen zu sorgen. Das britische Chartered Insitute for Archaeologists (CIfA), das zu den zwei weltweit größten archäologischen Berufsverbänden zählt, unterstützt seit Mitte 2017 den Aufbau einer Regionalgruppe in Deutschland. Am 12. Februar erfolgte die offizielle Gründung CIfA Deutschland.
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Zehn Jahre im selben Layout - die Zeit war reif für einen kompletten Umbau. Nach viermonatiger Renovierung präsentieren wir Archäologie Online mit einem neuen Look, einer veränderten Struktur und einer deutlich besseren Nutzbarkeit für mobile Geräte. Wir hoffen, Ihnen gefällt das neue Erscheinungsbild - und natürlich vor allem der Inhalt.

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