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Nachrichten aus der Archäologie

Reste von über 10.000 Jahre alten mittelsteinzeitlichen Holzkonstruktionen im Arendsee gefunden

Mesolithischer Pfahl aus dem Arendsee

Bereits seit mehreren Jahren führt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt im Arendsee im Norden Sachsen-Anhalts unterwasserarchäologische Untersuchungen durch. In diesem Jahr gelang den Forschern eine sensationelle Entdeckung: gut erhaltene, bis zu 10.500 Jahre alte Hölzer, die von mittelsteinzeitlichen Jägern und Sammlern bearbeitet wurden. Ob es sich um Reste von Wohnbauten oder um gänzlich neue, bisher unbekannte Holzkonstruktionen handelt, ist Gegenstand der laufenden Forschungen.

Visualisierung des römischen Claudivium
Die verges­sene Stadt: Roms Netz­werk beider­seits der Enns
Ein inter­dis­zi­pli­näres Forschungs­team mit Betei­li­gung der Univer­sität Inns­bruck hat bei St. Panta­leon-Erla in Nieder­ös­ter­reich die Über­reste einer bislang unbe­kannten römi­schen Stadt entdeckt. Es könnte sich dabei um die Sied­lung Clau­di­vium handeln, die wohl 180 n. Chr. aufge­lassen wurde. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Hockergrab von Leipzig Möckern
7.000 Jahre alte Siedlung und ältestes Grab im Leipziger Stadtgebiet entdeckt
In Leipzig Möckern entsteht ein neuer Grundschulkomplex. Im Vorfeld der geplanten Baumaßnahme untersucht das Landesamt für Archäologie Sachsen die mehr als 5.000 qm große Fläche. Ein fünfköpfiges Archäologie-Team ist unter der Leitung von Thomas Lukas seit Juli und noch bis Mitte Oktober vor Ort. Unterstützt wird es von einer Praktikantin und einem FSJ-Teilnehmenden. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Reste eines eisenzeitlichen Hauses mit Keramikgefäßen
Grabungen am Galgenbichl geben Einblicke ins Leben vor 2.500 Jahren

Überreste von mehr als 30 Häusern aus der Zeit 800 bis 500 vor Christus gefunden - wichtige Zeugnisse der frühen Eisenzeit im Alpenraum

Die Baustelle für die Errichtung einer neuen Einfahrt nach Antholz und Olang hat sich in den vergangenen Monaten als außergewöhnlicher Blick in die frühe Geschichte Südtirols erwiesen: Seit Februar laufen am Galgenbichl in Niederrasen archäologische Grabungen. Nun stehen die Arbeiten kurz vor dem Abschluss. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Kurz notiert

Ein Leben für das Erbe Mesopotamiens: Bundesverdienstkreuz für Margarete van Ess

Dr. Dr. h. c. Margarete van Ess mit dem Deutschen Botschafter Dr. Daniel Krebber

Am 16. September 2026 hat der deutsche Botschafter Dr. Daniel Krebber der langjährigen Direktorin der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), Dr. Dr. h. c. Margarete van Ess in Bagdad das Bundesverdienstkreuz überreicht. Die Auszeichnung würdigt ihren jahrzehntelangen Einsatz für die Erforschung, den Schutz und den Erhalt des irakischen Kulturerbes, insbesondere in Uruk, sowie ihren Beitrag zur archäologischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und dem Irak.

Prof. Dr. Thomas Kuhn-Treichel
Geschmolzen vor Kummer: Wie die Antike über Gefühle schrieb
Was bedeutet es, wenn eine Figur vor Liebe oder Kummer »schmilzt«? Wie Emotionen in der antiken Literatur dargestellt werden, untersucht Prof. Dr. Thomas Kuhn-Treichel im Rahmen einer Heisenberg-Förderung an der Universität Bonn. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ermöglicht mit dem Heisenberg-Programm Forschenden, hochkarätige Projekte zu verwirklichen und damit ihre wissenschaftliche Reputation weiter zu steigern. Thomas Kuhn-Treichel wird ab Oktober 2026 mit rund 830.000 Euro gefördert. Weiterlesen
| Forschung
Große Moschee in Sanaa
Älteste Koranhandschriften werden erstmals analysiert
Insgesamt 929 Koranhandschriften aus dem 7.-11. Jahrhundert nach Christus waren 1973 in der großen Moschee von Sanaa (Jemen) gefunden worden. Forschende der Universität Hamburg und der Staatsbibliothek zu Berlin können jetzt in einem DFG-geförderten Langzeitprojekt die Schriften auf ihre Entstehung und Herstellung hin untersuchen. Dabei kommt auch KI zum Einsatz. Weiterlesen
| Kulturerbe

Die neuesten Artikel

Zwischen Bronze und Stahl
Der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit gilt als eine der tiefgreifendsten technologischen Umbruchsphasen der europäischen Urgeschichte. Lange wurde dieser Wandel als vergleichsweise klarer Bruch verstanden: Bronze verliert an Bedeutung, Eisen setzt sich allmählich durch. Neuere Forschungen zeichnen jedoch ein deutlich differenzierteres Bild, in dem alte und neue Werkstoffe über längere Zeit parallel genutzt, angepasst und weiterentwickelt wurden. Zwei aktuelle Studien aus der westlichen Iberischen Halbinsel liefern hierzu neue, sich ergänzende Einblicke - ausgehend von einem einzelnen Werkzeugfund bis hin zu monumentalen Steinskulpturen.
ForschungSüdeuropaPortugalSpanienUrgeschichteBronzezeitEisenzeitExperimentelle ArchäologieTechnologie
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Zwei römische Patrouillenboote der Erlanger Universität im Test
Rekonstruktionen historischer Schiffe im Maßstab 1:1 bieten faszinierende Einblicke in die Vergangenheit. Mit der Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) und der Danuvina Alacris entstanden in den letzten Jahren zwei Nachbauten, die den historischen Vorbildern besonders nahekommen und 500 Jahre Bootsbautradition des römischen Militärs nördlich der Alpen repräsentieren. Anhand der beiden von der Friedrich-Alexander-Universität rekonstruierten römischen Boote zeigt sich, wie solche Nachbauten wertvolle Erkenntnisse liefern können. Ein Artikel von Boris Dreyer.
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