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Nachrichten aus der Archäologie
Handabdruck eines Neanderthalers

Neanderthaler und Homo sapiens, der anatomisch moderne Mensch, waren einander intellektuell ebenbürtig / Technische Entwicklung ermöglicht genauere Datierung spanischer Höhlenkunst

Die Schaffung eiszeitlicher Wandkunst galt bisher als letztes exklusives Kennzeichen des anatomisch modernen Menschen. Ein internationales Forscherteam belegt nun in drei spanischen Höhlen, dass die dort gefundenen Höhlenmalereien bereits vor 64.000 Jahren von Neanderthalern geschaffen wurden.

Geografische Herkunft der Proben
Wie der Glockenbecher durch Europa wanderte
In der bislang größten Studie zu alter DNA hat ein internationales Forschungsteam die DNA von 400 vorgeschichtlichen Skeletten aus ganz Europa untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die großräumige Verbreitung des "Glockenbecherphänomens" am Übergang zwischen Jungsteinzeit und Bronzezeit sowohl durch die Weitergabe von Ideen als auch durch Migration erfolgte. Letzteres wird insbesondere für Großbritannien deutlich, welches einen einschneidenden Bevölkerungswandel aufweist. Weiterlesen
| Forschung
Prof. Dr. Hardy Pfanz
Der Hauch des Todes am "Tor zur Hölle"
An der Schwelle zur Unterwelt ist es gefährlich. Das weiß auch Professor Hardy Pfanz, denn der Vulkanbiologe der Universität Duisburg-Essen (UDE) erforscht seit Jahren das "Tor zur Hölle". Diese Tempelgrotten waren schon in der Antike Kult: Denn während die Tiere bei den Opferritualen tot umfielen, blieben die Priester unversehrt. Waren es übernatürliche Kräfte? Mitnichten, konnte Pfanz mit türkischen und italienischen Kollegen am Heiligtum von Hierapolis nachweisen. Es liegt am Kohlendioxid, das dort nachts und früh morgens besonders stark vorherrscht. Weiterlesen
| Forschung
Przewalski-Pferde
Wildpferde Fehlanzeige - Przewalski-Pferd ist verwildertes Hauspferd
Przewalski-Pferde gelten als die letzten Wildpferde. Eine neue internationale Studie unter der Leitung von Professor Ludovic Orland und mit Beteiligung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) zeigt nun, dass dies nicht zutrifft. Die Studie, die heute in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde, verändert unsere Sicht auf die Ursprünge der Hauspferde. Mithilfe archäologischer und genetischer Untersuchungen konnten die Forscher nachweisen, dass am Beginn der Domestikation das Przewalski-Pferd stand. Weiterlesen
| Forschung
Kurz notiert

In der Nähe des Hadrianswalls in Großbritannien wurden Boxhandschuhe aus dem 2. Jh. gefunden. Sie gehören zu den letzten Funden, die bei einer Ausgrabung eines vor-Hadrianischen Reiterlagers im letzten Jahr zum Vorschein kamen. Das Reiterlager war unter dem besser bekannten Lager des 4. Jh. von Vindolanda in der Nähe von Hexham, Northumberland entdeckt worden.

Jutta Günther erhält Philippika-Preis
Jutta Günther (Saarbrücken) wird mit dem Philippika-Preis 2017 für herausragende, interdisziplinäre altertumswissenschaftliche Dissertationen ausgezeichnet. Der Preis wird am 1. März 2018 in einem Festakt an der Universität Trier verliehen. Das Thema ihrer Arbeit lautet: "Musik als Argument spätantiker Kirchenväter: Untersuchungen zu Laktanz, Euseb, Chrysostomos und Augustinus“. Weiterlesen
| Personalia
Bisher längstes Haus der Bronzezeit in Sachsen entdeckt

Bei einer Ausgrabung südlich von Weißwasser im Tagebaugebiet Nochten in Sachsen konnten mehrere Hausgrundrisse aus der Bronzezeit freigelegt werden, darunter auch ein wahrscheinlich 43 m langes Wandgräbchenhaus. Dieses stellt den bisher größten Hausgrundriss der Bronzezeit in Sachsen dar.

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| Ausgrabungen

Die neuesten Artikel

Zwischen Ötzi und Neandertaler
Der Fundort Arnhofen, in der Donau-Altmühl-Region Niederbayerns, ist eines der größten neolithischen Feuersteinbergwerke in Europa. Nicht weit entfernt bei Baiersdorf existiert noch ein weiteres Abbaugebiet, das bei weitem nicht so bekannt, aber aus wissenschaftlicher Sicht nicht weniger bedeutend ist. Der hochqualitative Hornstein war im Neolithikum überregional sehr begehrt und wurde bis weit in das heutige Österreich verhandelt. Das Silexvorkommen wurde bereits in der Altsteinzeit von Neandertalern abgebaut, wie die Funde von Faustkeilen und Levallois-Klingen zeigen.
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Forschung beschleunigen und eine Kultur der Offenheit fördern
Mit ihrer im Juli 2017 gegründeten Reihe ermöglicht die DGUF das Publizieren von Grabungsberichten, ohne dass notwendigerweise eine tiefgehende wissenschaftliche Bearbeitung dazugehört. Die Quellen erscheinen parallel online und als gedrucktes Buch. So können Primärquellen schnell und mit hoher Reichweite sowohl für die Wissenschaft als auch für interessierte Bürger zugänglich gemacht werden - und die Ausgräber erreichen mehr Sichtbarkeit für ihre wertvolle Arbeit als bisher. Frank Siegmund und Diane Scherzler stellen die neue Monografienreihe vor.
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