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Nachrichten aus der Archäologie

Die Anfänge des Cannabis-Rauchens

Wild wachsende Hanfpflanzen in Kasachstan

Funde belegen Nutzung des Rauschmittels vor 2.500 Jahren im westchinesischen Pamirgebirge

Hanf wird seit Jahrtausenden in Ostasien als Ölsaat- und Faserpflanze angebaut. Die darin enthaltenen Cannabinoide gehören heute zu den weltweit am häufigsten verwendeten psychoaktiven Substanzen. Über die frühe Nutzung der Pflanze als Rauschmittel ist jedoch wenig bekannt. Nun hat ein internationales Forschungsteam in 2.500 Jahre alten Räuchergefäßen aus dem östlichen Pamir-Gebirge Überreste von verbranntem Cannabis mit erhöhtem THC-Gehalt entdeckt. Dies ist einer der bislang ältesten eindeutigen Beweise für die Nutzung der psychoaktiven Eigenschaften der Hanfpflanze.

Muschelhaufen auf den Farasan Islands
Fehlende Fundstellen durch Meeresspiegelschwankungen
Eine neue Studie bestätigt eine Theorie aus den 70er Jahren, welche besagt, dass die früheren Jäger und Sammler ihren Muschelfang meist direkt am Strand ausnahmen und die Muschelschalen dort zurück ließen, bevor sie das Fleisch ins Landesinnere trugen. Dies hat relevante Auswirkungen auf frühere Studien, die sich mit der Ernährung zu jener Zeit befassten, da viele dieser Muschelhaufen durch den steigenden Meeresspiegel am Ende der letzten Eiszeit zerstört wurden oder nun versunken sind. Weiterlesen
| Forschung
Hirseanbau in Zentralasien
Stärkung politischer Netzwerke durch Landwirtschaft
Eine Metaanalyse von Ernährungsdaten aus alten Tier- und Menschenknochen, die an verschiedenen Orten in der eurasischen Steppe, vom Kaukasus bis zur Mongolei gefunden wurden, belegt, dass Hirtennomaden ihr angebautes Getreide über Handelsbeziehungen und soziale Netzwerke in der gesamten eurasischen Steppe verbreitet haben. Weiterlesen
| Forschung
Gemeinsam untersuchen und diskutieren Dr. Sven Spiong (LWL-Archäologie für Westfalen) und Christiane Kunze (ArchaeoFirm) den Befund
Umweltschäden vor 2.000 Jahren
Menschlicher Raubbau an der Natur ist keine Erfindung der Moderne. Schon vor fast 2.000 Jahren griffen Siedler am Nordrand des Wiehengebirges so stark in ihre Umwelt ein, dass sie schon bald die Folgen zu spüren bekamen. Diese Entdeckung machten Archäologen bei Lübbecke, wo sie in Abstimmung mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine Hofstelle ausgraben. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Kurz notiert

Archäologische Funde sollen Aussagen zur Zukunft Afrikas ermöglichen

Ankunft einer Karawane

Archäologinnen der WWU Münster erforschen afrikanische Sahelzone

Mit dem Ziel, anhand von archäologischen Funden Rückschlüsse auf künftige Entwicklungen zu ziehen, arbeiten Wissenschaftlerinnen der Forschungsstelle »Alter Sudan« am Institut für Ägyptologie und Koptologie (IAEK) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) an einem international vernetzten Forschungsprojekt in Nordostafrika.

Vortrag
Kleine Fächer-Wochen an deutschen Hochschulen
Schön, aber nutzlos – ein Vorwurf, dem sich die sogenannten Kleinen Fächer häufig stellen müssen. Doch die "Kleinheit" der Kleinen Fächer ist eher ein Resultat institutioneller Traditionen, nicht – wie die Metapher vom "Orchideenfach" suggeriert – der Abgelegenheit ihrer Gegenstände: Fächer wie Keltologie, Slavistik oder Afrikanistik arbeiten an gesellschaftlich hochrelevanten Themen, erweitern unser Wissen über ganze Weltregionen und bewahren unser kulturelles Erbe. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) haben am 13.6.2019 die "Kleine Fächer-Wochen" offiziell gestartet. 17 Projekte erhalten eine Förderung für Präsentation und Vernetzung ihrer Kleinen Fächer im nächsten Wintersemester. Weiterlesen
| Studium
Drohnenaufnahme des Kastellturms
Bisher unbekannter Turm des römischen Kastells in Kaiseraugst entdeckt
In Kaiseraugst im schweizerischen Kanton Aargau kamen bei Werkleitungssanierungen ein bisher unbekannter Turm und Mauern des Castrum Rauracense zum Vorschein. Aufgrund dieser Entdeckung wurde eine alternative Leitungsführung realisiert, wodurch die archäologischen Hinterlassenschaften erhalten werden können. Weiterlesen
| Kulturerbe

Die neuesten Artikel

Die Himmelsreligion der Hethiter
Die Beobachtung des Sternenhimmels spielte für die kultischen Rituale der hethitischen Zivilisation in Kleinasien eine große Rolle, wie zahlreiche Inschriften aus Ḫattuša belegen. Unweit der Hauptstadt des hethitischen Großreiches liegt das zum UNESCO Weltkulturerbe zählende Felsheiligtum von Yazılıkaya. Mehr als 90 Götterfiguren wurden dort im 13. Jh. v. Chr. als Relief in den Fels geschlagen. Waren dies lediglich Darstellungen von Gottheiten oder steckt mehr hinter den Abbildungen? Der Geoarchäologe Eberhard Zangger und die Altertumswissenschaftlerin Rita Gautschy schlagen eine weitergehende Deutung vor: Das Felsheiligtum habe auch eine Kalenderfunktion gehabt. In diesem Artikel schildert Zangger die These und die Vorgehensweise bei der Suche nach neuen Antworten.
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Plattenhornsteine aus Arnhofen in der mittelneolithischen Kreisgrabenanlage von Schiltern
Nachdem Luftbilder und zahlreiche neolithische Oberflächenfunde die Aufmerksamkeit der Amateurarchäologen Johann Böhm und Alois Huber für ein Terrain im Bereich der Gemeinde Schiltern in Niederösterreich geweckt hatte, veranlassten beide 2016 eine geomagnetische Prospektion des Geländes. Das Fazit: die Entdeckung einer Kreisgrabenanlage mit drei Gräben und einer Innenpalisade. Alexander Binsteiner hat das in jahrzehntelanger Arbeit zusammengetragene neolithische Silexmaterial untersucht und analysiert.
Funde & BefundeDeutschlandÖsterreichNeolithikumMontanarchäologie
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