Sensationeller römischer Münzschatz

Römische Münzen aus dem Münzschatz von Wesseling

Größter hadrianischer Münzhort Deutschlands bei Wesseling entdeckt

Auf einem Acker bei Wesseling entdeckte ein Sondengänger bei einer genehmigten Suche mehrere römische Silbermünzen. Das sofort verständigte LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland (LVR-ABR) konnte bei nachfolgenden Ausgrabungen über 900 römische Denare sicherstellen. Es handelt sich dabei um den größten Münzschatz aus der Zeit des Kaisers Hadrian in Deutschland. Mit insgesamt 3,1 Kilogramm Silber stellt der Hortfund ein beträchtliches Vermögen dar, das wohl im zweiten Viertel des 2. Jahrhunderts n. Chr. absichtlich vergraben wurde. Neben der wissenschaftlichen Bedeutung ist der Fund auch aufgrund des umsichtigen Verhaltens des Finders hervorzuheben. Der Münzschatz wird nun erstmalig im LVR-Landesmuseum Bonn gezeigt.

Die Entdeckung der Gletschermumie »Ötzi«

Am 19. September 2026 jährt sich die Entdeckung von Ötzi, dem Mann aus dem Eis, zum 35. Mal. Was 1991 mit einem Zufallsfund am Tisenjoch begann, entwickelte sich zu einer der bekanntesten archäologischen Entdeckungen weltweit. Bis heute ist das Interesse an der 5.300 Jahre alten Gletschermumie, ihrer Kleidung und Ausrüstung ungebrochen – bei Besucherinnen und Besuchern ebenso wie in Medien und Wissenschaft. Neue Untersuchungsmethoden eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf das Leben in der Kupferzeit und auf den menschlichen Körper. Gleichzeitig stellt das Südtiroler Archäologiemuseum die Weichen dafür, Ötzi auch für kommende Generationen zu bewahren und zeitgemäß zu präsentieren.

Funde & Befunde
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Mauer mit Holzlagen im archäologischen Befund

Selbst für die Fachwelt war es eine Sensation: Im März 2026 stießen Arbeiter bei Bauarbeiten am Regenüberlaufbecken an der Willigisbrücke in Aschaffenburg auf historische Hölzer. Deren Alter war zunächst unklar. Doch in nur wenigen Wochen gelang es Wissenschaftlern des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD) die Eichenbalken zu datieren – gefällt wurden sie in der Eisenzeit, zwischen 372 und 352 vor Christus.

Funde & Befunde
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Falschfarbendarstellung der Bauteile der Dosenfibel aus Dienstedt

Röntgenverfahren liefern neue Hinweise zu Material und Herstellung der Dosenfibeln aus dem Fürstinnengrab von Dienstedt

Was verraten Materialspuren über die Herstellung eines mehr als 1700 Jahre alten Schmuckstücks? Dieser Frage sind INNOVENT e.V. und die Sammlung Ur- und Frühgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena bei der Untersuchung zweier außergewöhnlicher Dosenfibeln aus dem Fürstinnengrab von Dienstedt nachgegangen. Mithilfe von Röntgen-Computertomographie und Röntgenfluoreszenzanalyse konnten sowohl konstruktive Details als auch Hinweise auf die verwendeten Ausgangsmaterialien und deren Verarbeitung gewonnen werden.

Funde & Befunde
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Mittelalterliche Schiffsbohlen in der Konstanzer Kellerdecke

Neue Erkenntnisse zum mittelalterlichen Schiffsbau und zur Schifffahrtsgeschichte der Bodenseeregion

Während ein Keller in der Konstanzer Konradigasse aus dem Jahr 1244 bauhistorisch untersucht wurde, kam ein ungewöhnlicher Befund zutage: Bei der Kellerdecke handelt es sich um Teile eines mittelalterlichen Schiffes. Die Untersuchung durch das Landesamt für Denkmalpflege verspricht außergewöhnliche Erkenntnisse zur Schifffahrtsgeschichte der Region.

Funde & Befunde
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Fußabdruck eines Paranthropus boisei

Eine neue Studie dokumentiert eine Reihe fossiler Fußspuren, die das "fossile Verhalten" einer frühen Homininen-Gruppe an einem Seeufer im Norden Kenias vor rund 1,4 Millionen Jahren festhalten.

Forschung
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40.000 Jahre alte Vogelfiguren aus der eiszeitlichen Welterbehöhle Hohle Fels

In der UNESCO-Welterbehöhle Hohle Fels auf der Schwäbischen Alb ist erneut eine spektakuläre Entdeckung gelungen: zwei aus Mammutelfenbein geschnitzte Vogelfiguren. Sie sind kaum mehr als daumennagelgroß und detailreich gestaltet. Geborgen wurden sie von einem archäologischen Team der Universität Tübingen aus den unteren Schichten der altsteinzeitlichen Kultur des Aurignaciens, die auf 40.000 Jahre vor heute datiert werden.

Ausgrabungen
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Silberdenare aus dem Hortfund von Halle-Nietleben

Silbermünzen aus der Zeit der römischen Republik sind in Mitteldeutschland eine Seltenheit. Republikanische Denare waren in Sachsen-Anhalt bisher nur als Einzelfunde oder aus Ankäufen bekannt. Nun wurde in Halle (Saale) durch den ehrenamtlich beauftragten Bodendenkmalpfleger Dirk Braungardt ein Hortfund mit fünf Silberdenaren entdeckt. Das Fehlen kaiserzeitlicher Münzen deutet darauf hin, dass das Ensemble bereits um das Jahr 0 nach Halle kam. Der Fund ist ein wichtiger Beitrag zum besseren Verständnis der Beziehungen zwischen dem römischen Reich und den Gesellschaften im Barbaricum.

Funde & Befunde
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Sax mit damaszierter Klinger im Röntgenbild

Landesmuseum untersucht umfangreichsten Bestand frühmittelalterlicher Schwerter in Niedersachsen

Erstmals sind rund 50 frühmittelalterliche Schwerter aus den Sammlungen des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg und des Schlossmuseums Jever systematisch mit mobiler Röntgentechnik untersucht worden. Ein besonderer Fokus lag auf den sogenannten Saxen. Diese waren namensgebend für die historischen Sachsen, die dem Land Niedersachsen ihren Namen geben. Durch die Untersuchungen konnten vier weitere Saxe nachgewiesen werden.

Funde & Befunde
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Schädel weiblicher Homo naledi: Neo und DH3

Proteinanalyse wirft weitere Fragen auf, wie die Homo naledi-Knochen tief unter die Erde gelangten

Ein Forschungsteam untersuchte 23 Zähne von mindestens 20 Individuen des ausgestorbenen Menschenverwandten Homo naledi und fand keine männlichen Proteinmarker. Vermutlich handelt es sich ausschließlich um weibliche Individuen. Die Fossilien wurden in einer Kammer tief in einem Höhlensystem in Südafrika entdeckt. Wie sie dorthin gelangten, ist bis heute ungeklärt – doch die Ergebnisse könnten neue Hinweise zur Lösung dieses Rätsels liefern.

Forschung
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Taucher in der Ostsee

Ein internationales Tauchteam hat in der vergangenen Woche eines der bedeutendsten Unterwasserdenkmale vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns untersucht. Zwischen den Inseln Rügen und Usedom liegen am Eingang des Greifswalder Boddens rund ein Dutzend versenkte Handelsschiffe aus dem 17. Jahrhundert auf dem Grund der Ostsee. Archäologen des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern (LAKD) konnten aber auch zwei schwedische Kriegsschiffe lokalisieren, die im Jahr 1714 Opfer des Eisgangs wurden.

Kulturerbe
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