Massengrab aus der Zeit der Napoleonischen Kriege in Basel entdeckt

Ausgrabung in der Kaserne

Seit dem Beginn der Bauarbeiten auf dem Kasernenareal der Stadt Basel im Jahr 2018 wird die Baustelle von der Archäologischen Bodenforschung eng begleitet. Auf der Sohle des ehemaligen Stadtgrabens kamen überraschend zwei quer dazu verlaufende, schmale Gräben zum Vorschein. In einem dieser Gräben lagen auf engem Raum 27 menschliche Skelette.

Bildstein 1

Zwei mutmaßlich mittelalterliche Sandsteinreliefs mit rätselhaften Bildmotiven wurden in der Kirche St. Bonifatius zu Quenstedt (Lkr. Mansfeld-Südharz) vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) gesichert. Die bereits im 19. Jh. entdeckten und seither im Turmgewölbe der Kirche verwahrten Reliefs zeigen starke Zerfallserscheinungen. Sie werden nun in der Restaurierungswerkstatt des LDA konservatorisch behandelt.

Funde & Befunde
Weiterlesen
Gesichtsrekonstruktion Australopithecus anamensis

Forscher beschreiben den bemerkenswert vollständig erhaltenen 3,8 Millionen Jahre alten Schädel eines Australopithecus anamensis aus Woranso-Mille in Äthiopien

Unsere Ahnengalerie wird nun um ein Bild erweitert, nämlich um ein Konterfei von Australopithecus anamensis. Diese älteste bekannte Australopithecus-Art gilt als Vorfahr des Australopithecus afarensis – derselben Art, der die berühmte »Lucy« angehörte. Doch bisher kannte man von A. anamensis nur fossile Kieferknochen und Zähne. Yohannes Haile-Selassie vom Cleveland Museum of Natural History und Stephanie Melillo vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und ihre Kollegen haben den ersten Schädel eines A. anamensis beschrieben, der in Woranso-Mille in der Afar-Region Äthiopiens entdeckt worden war. Dies ermöglicht es ihnen, die Gesichtszüge des menschlichen Ahnen zu rekonstruieren.

Funde & Befunde
Weiterlesen
Roopkund-See im Himalaya

Einige der mysteriösen »Roopkund«-Skelette waren mediterraner Abstammung

Der Roopkund-See im indischen Himalaya-Gebirge galt bislang als Schauplatz einer einzigen Katastrophe mit Hunderten von Toten. Die erste vollständige Analyse alter Genome in Indien zeigt aber, dass dort Menschen unterschiedlicher genetischer und kultureller Gruppierungen im Abstand von rund 1.000 Jahren starben.

Forschung
Weiterlesen
Bodenbemalung mit Pflanzenmotiv

Archäologinnen und Archäologen der American University of Beirut und der Universität Tübingen haben die ältesten großflächig erhaltenen Wandmalereien im Vorderen Orient dokumentiert. Erste Teile der Malereien wurden bereits 2005 in den Ruinen eines Palasts aus der Bronzezeit im Süden des Libanon, an der Mittelmeerküste südlich von Sidon, entdeckt.

Funde & Befunde
Weiterlesen
Halle im Hohle Fels

Unscheinbarer, aber sehr aussagekräftiger Fund

Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren seltenen Reibestein

Funde & Befunde
Weiterlesen
Die letzte Zeile des Papyrus P.Bas. 2.43

Ein Brief in der Basler Papyrussammlung beschreibt ganz alltägliche Familienangelegenheiten und ist doch einzigartig in seiner Art: Er überliefert wertvolle Einblicke in die Welt der ersten Christen im römischen Reich, die aus keiner anderen historischen Quelle bekannt sind. Der Brief konnte in die 230er Jahre nach Christus datiert werden und ist somit älter als alle bislang bekannten christlich-dokumentarischen Zeugnisse aus dem römischen Ägypten.

Funde & Befunde
Weiterlesen
Kirche unterm Garten

Älteste Kirche von Vlotho (Kreis Herford) entdeckt

Immer wieder waren in der Gemeinde Wehrendorf bei Gartenarbeiten Bruchsteine und menschliche Knochen zutage gekommen, nun haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) den Grund dafür herausgefunden. Direkt unter der Gartenerde konnten sie die 1,20 m breiten Fundamente einer vorromanischen Kirche freilegen.

Ausgrabungen
Weiterlesen
Goldmünzen Frankfurt/Oder

In Frankfurt/Oder sind die Archäologen der Firma archaeofakt aus Berlin auf einen besonderen Fund gestoßen: Fünf Écus d’Or und ein Dukat lagen dort im Abfall, den die Archäologen im Rahmen eines große Neubauprojektes ausgruben. Grabungsleiter Matthias Antkowiak vermutet, dass die sechs Goldmünzen aus dem 16. Jahrhundert in einem Kleidungsstück eingenäht waren und versehentlich in den Abfall gelangt sind – für den Eigentümer ein herber Verlust.

Ausgrabungen
Weiterlesen
Goldmünze aus Fredenbeck

Frühester archäologischer Nachweis für die Existenz einer sächsischen Elite in Niedersachsen

Die Goldmünze, auf die ein Sondengänger in Fredenbeck (Landkreis Stade) gestoßen war, ist ein ganz besonderes Stück - es handelt sich um eine Sonderprägung (multiplum) des Kaisers Constans, die 342/343 in Kroatien geprägt wurde. Das neun Gramm schwere Stück ist ein weltweites Unikat - es soll nun im Stader Museum Schwedenspeicher ausgestellt werden.

Funde & Befunde
Weiterlesen
Die beiden 31.000 Jahre alten Milchzähne, die an der «Yana Rhinoceros Horn Site» in Russland gefunden wurden

Zwei 31.000 Jahre alte Milchzähne aus einer Ausgrabungsstätte im Nordosten Sibiriens haben zur Entdeckung einer bisher unbekannten Bevölkerungsgruppe geführt, die während der letzten Eiszeit in diesem Gebiet gelebt hat. An der Entdeckung dieser «Alt-Nordsibirier» beteiligt war auch Laurent Excoffier, Professor am Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern und Gruppenleiter am SIB Schweizerisches Institut für Bioinformatik.

Funde & Befunde
Weiterlesen