„Magisches“ Artefakt: Heidelberger Forscher entziffern antike Fluchtafel

Heerlener Fluchtafel

Das Fundstück aus dem römischen Niedergermanien trägt eine seltene griechische Inschrift mit einem Bindezauber gegen Feinde.

Bestattung in schnurkeramischer Ofengrube

Im Vorfeld des Baus der künftigen Stromtrasse SuedOstLink finden derzeit in enger Abstimmung mit dem Netzbetreiber 50Hertz archäologische Untersuchungen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt statt. Nun ist bei Gerstewitz, Burgenlandkreis, eine außergewöhnliche Bestattung in einer Ofengrube der Schnurkeramik (etwa 2900-2050 v. Chr.) entdeckt worden.

Ausgrabungen
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Ausgrabungsbefund der Massendeponierung

Dutzende menschliche Skelette, scheinbar wahllos über- und nebeneinander liegend, denen auch noch der Schädel fehlt – was Forschende seit 2022 in einer 7000 Jahre alten Siedlung nahe der heutigen Ortschaft Vráble in der Slowakei fanden, wirkt auf den ersten Blick erschreckend. Sind die kopflosen Skelette Spuren eines jungsteinzeitlichen Massakers, grauenvolle Indizien für eine Krise der damaligen Gesellschaft? Erste Knochenuntersuchungen und die Zusammenfassung der bisherigen Grabungsergebnisse deuten in eine andere Richtung.

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Grabbeigabe: Etruskische Schnabelkanne im Röntgenbild

Neues keltisches Fürstengrab in Bad Camberg entdeckt: Archäologen finden seltenes Wagengrab mit Goldschmuck und etruskischen Importen

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Mittelalterliches Notizbuch aus Paderborner Latrine

Bei archäologischen Ausgrabungen in Paderborn kam ein besonderer Fund zutage: Im Zuge von Bauarbeiten zum Neubau der Stadtverwaltung wurde in einer mittelalterlichen Latrine ein außergewöhnlich gut erhaltenes Notizbuch aus dem 13. bis 14. Jahrhundert gefunden. Das Notizbuch aus Leder, Holz und Wachs wird jetzt beim LWL in Münster restauriert und konserviert. Danach soll der Text entschlüsselt werden.

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Doris Mischka

Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben neue Hinweise darauf gefunden, wie große Siedlungen in der Urgeschichte organisiert waren. Im Zentrum steht ein besonderer Gebäudetyp: sogenannte Megastrukturen. Grabungen in Rumänien zeigen, dass dieser Bautyp auch in kleineren Siedlungen vertreten ist. Damit liefern die Megastrukturen neue Erkenntnisse darüber, wie Gemeinschaften mit tausenden Menschen ohne erkennbare Hierarchien funktionieren konnten.

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Biberknochen und Feuersteinartefakt

Im Vorfeld des Baus der Gleichstromverbindung SuedOstLink fanden im Salzlandkreis in enger Abstimmung mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz archäologische Untersuchungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt statt. Eine bereits 2024 bei Alsleben im Block geborgene Grube aus der frühen Jungsteinzeit gibt nun ihre Geheimnisse preis: Der Befund enthält Überreste von mindestens 12 Bibern, die wohl wegen ihres Pelzes gejagt wurden.

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Altgriechische Münze, gefunden in Berlin-Spandau

Im Berliner Bezirk Spandau ist eine seltene griechische Münze aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. entdeckt worden. Gefunden wurde das rund 12 Millimeter große Bronzestück von einem 13-jährigen Schüler auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche. Es handelt sich um den ersten archäologischen Fund der griechischen Antike im Stadtgebiet.

Funde & Befunde
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Ausgrabungen an der Fundstelle Jojosi 6

Bereits vor 220.000 Jahren bauten Menschen Steine für ihre Werkzeuge an Orten ab, die sie eigens dafür aufsuchten – deutlich früher als bisher angenommen. An der Fundstelle Jojosi in Südafrika betrieben sie gezielten Rohstoffabbau über zehntausende Jahre hinweg, wie ein internationales Forschungsteam nachweisen konnte.

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Schädel Ottos des Großen wird im Computertomographen untersucht

Seit 2025 steht das Grabmal Kaiser Ottos I. im Magdeburger Dom im Mittelpunkt eines umfangreichen Dokumentations- und Konservierungsprojektes. Nach der Öffnung des Grabes widmet sich eine multidisziplinäre Forschergruppe der Untersuchung der sterblichen Überreste aus der Grablege. Besonders bedeutend sind die Ergebnisse archäogenetischer Analysen, die belegen, dass es sich bei den sterblichen Überresten aus dem Magdeburger Grabmal mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die Gebeine Kaiser Ottos I. handelt.

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Tonscherbe mit Zeichnung einer Spitzmaus

Athribis ist ergiebigster Fundort altägyptischer Ostraka – Beschriftete Tonscherben eröffnen Einblicke in den Alltag über ein Jahrtausend hinweg

In Athribis in Oberägypten ist der bislang umfangreichste Fund beschrifteter Tonscherben weltweit dokumentiert worden. Mehr als 43.000 Ostraka wurden im Rahmen der gemeinsamen archäologischen Mission der Universität Tübingen und des ägyptischen Ministeriums für Tourismus und Altertümer (MoTA) zwischen 2005 und 2026 geborgen – über 42.000 davon allein in den vergangenen acht Jahren. Ostraka sind Tonscherben, die in der Antike als Schreibmaterial genutzt wurden, meist für kurze und alltägliche Notizen, Abrechnungen, Listen oder Übungstexte. Damit übertrifft Athribis den bis dahin ergiebigsten Fundort für Ostraka, Deir el-Medina, ein ehemaliges Arbeiterdorf im Tal der Könige.

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