Ältester direkter Nachweis für Honig-Nutzung in Afrika

In solchen 3.500 Jahre alten Tongefäßen der Nok-Kultur konnten Spuren von Bienenwachs nachgewiesen werden

Bevor das Zuckerrohr und die Zuckerrübe die Welt eroberten, war Honig weltweit das wichtigste Naturprodukt zum Süßen. Den ältesten direkten Nachweis für die Nutzung von Honig in Afrika haben nun Archäologen der Goethe-Universität Frankfurt/Main in Kooperation mit Chemikern der Universität Bristol erbracht. Sie nutzten dafür die chemischen Nahrungsmittelrückstände in Keramikscherben, die sie in Nigeria gefunden hatten.

Eisenzeitliche Waffenfunde 2018-2020

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben am Mittwoch (31.3.) gemeinsam mit der Stadt Schmallenberg (Hochsauerlandkreis) auf dem Wilzenberg einen besonderen Fundkomplex präsentiert: In den vergangenen drei Jahren ist hier ein einzigartiger Waffenhort aus der Eisenzeit entdeckt worden.

Funde & Befunde
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Die 23 Silber- und Bronzemünzen aus keltischer und römischer Zeit sind über 2000 Jahre alt

Bei Prospektionsgängen im Kanton Zug haben Archäologen einen schweizweit einzigartigen Münzschatz aufgespürt. Die Entdeckung besteht aus 20 Silber- und 3 Bronzemünzen aus keltischer und römischer Zeit. Laut dem Inventar der Fundmünzen der Schweiz ist das in Zug aufgefundene Ensemble aufgrund seiner Zusammensetzung wissenschaftlich äusserst bedeutend.

Ausgrabungen
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Vorbereitet für die Untersuchung mit dem Röntgenfluoreszenzmikroskop: Fasern des historischen Pazyryk-Teppichs, eingebettet in Epoxidharz

Forscher entschlüsseln das Geheimnis des berühmten Pazyryk-Teppichs

Warum leuchten die Farben des ältesten geknüpften Teppichs der Welt nach fast zweieinhalb Tausend Jahren noch äußerst brillant in rot, gelb und blau? Dieses Geheimnis des so genannten Pazyryk-Teppichs konnten Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) nun durch hochauflösende Röntgenfluoreszenzmikroskopie entschlüsseln.

Funde & Befunde
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Die Felsinschrift mit den vier Hieroglyphen: Domäne des Horus-Königs Skorpion

Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt. Eine Inschrift aus der Zeit der Herausbildung des ägyptischen Staates im späten Vierten Jahrtausend v. Chr. aus dem archäologisch noch kaum erforschten Wadi el Malik östlich von Assuan trägt vier Hieroglyphen: “Domäne des Horus-Königs Skorpion”.

Funde & Befunde
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Kalkbrennofen im archäologischen Profil

Bei Ausgrabungen in der Goethestraße nahe des Doms von Wetzlar konnten Archäologen der hessenARCHÄOLOGIE die bisher lediglich vermutete erste Stadtbefestigung aus dem 12. Jahrhundert nachweisen.

Ausgrabungen
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Die erste Planke des Bootes aus dem Hochmittelalter ist an Land

Im Sommer 2019 stieß ein Tauch-Team bei Lippetal (Kreis Soest) auf ein mittelalterliches Bootswrack. Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) beginnen nun mit der Bergung. Gemeinsam mit Experten für Unterwasserarchäologie wollen sie so einer Zerstörung des für die Region einmaligen Fundes zuvorzukommen. Nach einer aufwendigen Restaurierung soll das Boot der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Ausgrabungen
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Hortfund von Nebra

Die Himmelsscheibe von Nebra gilt als die älteste konkrete astronomische Darstellung der Welt. Lange Zeit war sich die Fachwelt einig, dass der Fund der Bronzezeit zugeordnet werden kann. Zwei deutsche Prähistoriker behaupteten in diesem Jahr, dass die Scheibe aus der Eisenzeit stamme und lösten damit eine Kontroverse aus. Nun ist in der von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften herausgegebenen Fachzeitschrift »Archaeologia Austriaca« eine Erwiderung erschienen - die Autoren bekräftigen die Datierung der Himmelsscheibe in die Bronzezeit.

Funde & Befunde
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Ansicht der Anlage von Barbegal im Jahr 2018

Einzigartige Konstruktion der Wassermühlen von Barbegal

Die Wassermühlen von Barbegal in Südfrankreich sind ein einmaliger Komplex aus dem 2. Jahrhundert n.Chr. Die Konstruktion aus 16 Wasserrädern gilt, soweit bisher bekannt, als der erste Versuch in Europa, einen Maschinenkomplex in industriellem Maßstab zu errichten. Die Anlage wurde erstellt, als sich das Römische Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht befand. Aber über die technologischen Fortschritte, besonders auf dem Gebiet der Hydraulik, und die Verbreitung der Kenntnisse zu dieser Zeit ist wenig bekannt. Ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter der Leitung von Prof. Dr. Cees Passchier von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat nun neue Erkenntnisse über die Konstruktion und das Prinzip der Wasserzufuhr der Mühlen von Barbegal erlangt.

Forschung
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Milchzahn eines Neandertalers

Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab

Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten. Ein internationales Forscherteam hat nun vier Milchzähne auf die Elemente Strontium und Calcium hin untersucht, die auch noch nach 70.000 Jahren zuverlässig Auskunft über die Ernährung der Kinder geben. Das Ergebnis: Die Mütter begannen, wie heute üblich, ihre Kinder nach fünf bis sechs Monaten abzustillen. Das Stillverhalten und die damit zusammenhängenden Geburtsintervalle spielten also keine Rolle für das Aussterben der Neanderthaler.

Funde & Befunde
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Trocknungsprozeß eines Holzartefaktes

Einen neuen Weg zur Konservierung von Schiffswracks und anderen Nassholzfunden, die nach der Bergung aufgrund des Kontakts mit dem Luftsauerstoff zu verfallen beginnen, haben Forscher des Institut Laue-Langevin (ILL) in Grenoble (Frankreich) und der Universität von L’Aquila (Italien) gefunden. Mit Hilfe von im Wasser erzeugten Nanopartikeln können sie die einsetzende Übersäuerung des Holzes unterbinden und so Stabilität und Erscheinungsbild der seltenen Funde bewahren.

Funde & Befunde
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