Weltweit älteste Handschrift eines Christen

Die letzte Zeile des Papyrus P.Bas. 2.43

Ein Brief in der Basler Papyrussammlung beschreibt ganz alltägliche Familienangelegenheiten und ist doch einzigartig in seiner Art: Er überliefert wertvolle Einblicke in die Welt der ersten Christen im römischen Reich, die aus keiner anderen historischen Quelle bekannt sind. Der Brief konnte in die 230er Jahre nach Christus datiert werden und ist somit älter als alle bislang bekannten christlich-dokumentarischen Zeugnisse aus dem römischen Ägypten.

Kirche unterm Garten

Älteste Kirche von Vlotho (Kreis Herford) entdeckt

Immer wieder waren in der Gemeinde Wehrendorf bei Gartenarbeiten Bruchsteine und menschliche Knochen zutage gekommen, nun haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) den Grund dafür herausgefunden. Direkt unter der Gartenerde konnten sie die 1,20 m breiten Fundamente einer vorromanischen Kirche freilegen.

Ausgrabungen
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Goldmünzen Frankfurt/Oder

In Frankfurt/Oder sind die Archäologen der Firma archaeofakt aus Berlin auf einen besonderen Fund gestoßen: Fünf Écus d’Or und ein Dukat lagen dort im Abfall, den die Archäologen im Rahmen eines große Neubauprojektes ausgruben. Grabungsleiter Matthias Antkowiak vermutet, dass die sechs Goldmünzen aus dem 16. Jahrhundert in einem Kleidungsstück eingenäht waren und versehentlich in den Abfall gelangt sind – für den Eigentümer ein herber Verlust.

Ausgrabungen
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Goldmünze aus Fredenbeck

Frühester archäologischer Nachweis für die Existenz einer sächsischen Elite in Niedersachsen

Die Goldmünze, auf die ein Sondengänger in Fredenbeck (Landkreis Stade) gestoßen war, ist ein ganz besonderes Stück - es handelt sich um eine Sonderprägung (multiplum) des Kaisers Constans, die 342/343 in Kroatien geprägt wurde. Das neun Gramm schwere Stück ist ein weltweites Unikat - es soll nun im Stader Museum Schwedenspeicher ausgestellt werden.

Funde & Befunde
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Die beiden 31.000 Jahre alten Milchzähne, die an der «Yana Rhinoceros Horn Site» in Russland gefunden wurden

Zwei 31.000 Jahre alte Milchzähne aus einer Ausgrabungsstätte im Nordosten Sibiriens haben zur Entdeckung einer bisher unbekannten Bevölkerungsgruppe geführt, die während der letzten Eiszeit in diesem Gebiet gelebt hat. An der Entdeckung dieser «Alt-Nordsibirier» beteiligt war auch Laurent Excoffier, Professor am Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern und Gruppenleiter am SIB Schweizerisches Institut für Bioinformatik.

Funde & Befunde
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Die Ausgrabungsstätte Bokol Dora während der Grabungen im Jahr 2015

Bisher dachte man, dass unsere Vorfahren frühestens vor 2,58 bis 2,55 Millionen Jahren Steinwerkzeuge systematisch angefertigt und genutzt haben. Die Entdeckung einer neuen Fundstelle in Äthiopien beweist jedoch, dass die Ursprünge der Produktion solcher Werkzeuge älter als 2,58 Millionen Jahre sind. Eine Gruppe von Wissenschaftlern unter der Leitung von David Braun von der George Washington University und dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie vermutet, dass Steinwerkzeuge mehrmals auf unterschiedliche Weise erfunden wurden, bevor sie zu einem wesentlichen Bestandteil im täglichen Leben unserer Vorfahren wurden.

Ausgrabungen
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Faustkeil aus Westfalen

Seltener Fund eines Faustkeils bei Unna

Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat im Kreis Unna einen seltenen Faustkeil der Neandertaler gefunden. Die Experten des LWL datieren das Stück auf ein Alter von rund 60.000 Jahren. Faustkeile ähnlicher Machart finden sich ansonsten vor allem in Frankreich und England.

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Xiahe Unterkiefer aus der Baishiya-Höhle

Bisher waren die Denisovaner nur durch einige wenige Fossilfragmente aus der Denisova-Höhle in Sibirien bekannt. Ein internationales Forschungsteam beschreibt nun einen 160.000 Jahre alten frühmenschlichen Kiefer aus Xiahe in China. Mithilfe der Analyse alter Proteine fanden die Forschenden heraus, dass der Besitzer des Unterkiefers einer Population angehörte, die eng mit den Denisovanern aus Sibirien verwandt war. Diese Population lebte während des Mittleren Pleistozäns im Hochland von Tibet und hatte sich schon lange vor Ankunft des Homo sapiens in der Region an die höhenbedingt sauerstoffarme Umgebung angepasst.

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Der Ellwanger Münzschatz (unrestauriert)

Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart präsentiert Ellwanger Schatzfund

In einem Waldstück bei Ellwangen haben zwei Sondengänger einen der größten Silbermünzschätze aus dem Spätmittelalter entdeckt. Den aus über 9.200 Münzen bestehenden Fund teilten sie zunächst unter sich auf. Monate später meldete einer der beiden dann schließlich doch dem Landesamt für Denkmalpflege (LAD) Baden-Württemberg die Entdeckung und führte die Archäologen zum ursprünglichen Fundplatz. Aufgrund der späten Meldung des Fundes und weil ein Teil vom zweiten Beteiligten zurückgehalten wurde, wurde gegen die beiden Militaria-Sammler aus dem Ostalbkreis Strafbefehl wegen Unterschlagung erlassen. Den Fund, der in diesem Sommer in einer kleinen Sonderausstellung im Alamannenmuseum Ellwangen gezeigt werden soll, präsentierte das LAD am vergangenen Dienstag der Öffentlichkeit.

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Der Kopf einer Matronen-Statuette wurde vom Krefelder Stadtarchäologen Dr. Hans Peter Schletter im Rahmen der Gelleper Neufunde vorgestellt

Archäologen haben bei ihrer Arbeit mindestens zwei Glücksmomente, in denen sie sich über Entdeckungen freuen, staunen oder überrascht sind: Einmal während der eigentlichen Ausgrabung und dann bei der anschließenden Säuberung und ersten Betrachtung der Funde. So ist das derzeit auch im Archäologischen Museum Krefeld.

Ausgrabungen
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Trotz erhöhter Zahl an Sitzplätzen war die Tagung auch in diesem Jahr wieder vorzeitig ausgebucht

Mehr als 480 Interessierte kamen am 11.3.2019 zur Archäologie-Jahrestagung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) nach Münster - ein neuer Teilnahmerekord. Insgesamt 13 Vorträge zeigten ein Spektrum quer durch alle Epochen: von Deutschlands ältesten Mosasauriern (Meeresreptilien) über eine bemalte Grafengruft bis zu Verbrechen des Nationalsozialismus.

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