Isotopenanalyse weist auf Kriegsgefangene hin

Massengrab von Uxul während der Ausgrabungen im Jahr 2013

Am Boden eines Wasserspeichers der früheren Maya-Stadt Uxul im heutigen Mexiko haben Altamerikanisten der Universität Bonn vor mehreren Jahren Knochen von etwa 20 Menschen gefunden, die offenbar vor rund 1.400 Jahren getötet und zerstückelt wurden. Kamen diese Opfer aus Uxul oder aus anderen Regionen des Mayagebiets? Eine Strontium-Isotopenanalyse der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM) ergab, dass einige der Getöteten in mindestens 150 Kilometer Entfernung von Uxul aufgewachsen sind.

Ötzis Bogensehne und Sehnenbündel

Schweizer Wissenschaftler sind überzeugt, Ötzis Bogenschnur identifiziert zu haben. Obwohl der Mann aus dem Eis noch an seinem Bogen arbeitete, führte er in seinem Köcher eine fertig gedrehte Schnur mit sich, die nicht aus Pflanzen- sondern aus Tierfasern besteht. Sie ist elastisch, extrem belastbar und eignet sich deshalb hervorragend als Bogensehne.

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Uhrdaer Lindenschatz

Bei forstlichen Sicherungsarbeiten in einem historischen Lindenoval im Bereich der Wüstung Uhrda (Saale-Holzland-Kreis) stieß die Jägerin Katjana Hesse auf ein Keramikgefäß mit etwa 200 Silbermünzen aus dem 14./15. Jahrhundert. Archäologen des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie bargen den Hortfund sachgerecht im Block und präsentierten kürzlich die ersten Ergebnisse der laufenden Restaurierungsarbeiten.

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Mariengroschen 17. Jh.

Ausstellung im »Haus des Gastes«

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben am Mittwoch (11.12.) gemeinsam mit der Stadt Bad Oeynhausen einen neu entdeckten Münzschatzfund aus dem 17. Jahrhundert der Öffentlichkeit präsentiert. Die 19 Münzen aus Kupfer und Silber hatte 2018 ein Raubgräber in einem Waldstück gefunden. Bis Ende Februar 2020 ist der Schatz nun im Haus des Gastes im Kurpark von Bad Oeynhausen zu sehen.

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Münzschatz vom Zugerberg

In einem abgelegenen Waldstück auf dem Zugerberg im Schweizer Kanton Zug haben Archäologen bei systematischen Prospektionsgängen einen kleinen römischen Münzschatz entdeckt. Die zwölf Silbermünzen sind über 1.700 Jahre alt und gut erhalten.

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Der antike Skyphos, den Spyridon Louis nach dem Marathonsieg bei den Olympischen Spielen von 1896 bekam

Der antike Marathon-Siegerpokal von 1896 wurde in einer Sammlung des Archäologischen Museums der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) entdeckt. Nun hat die Universität die Trophäe der 1. Olympischen Spiele der Neuzeit Griechenland geschenkt. Der Skyphos, ein historisches Trinkgefäß aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., gehörte unerkannt zur "Sammlung Peek" des Archäologischen Museums. Eine WWU-Delegation unter Leitung von Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels übergab den Skyphos am 13. November in Athen als Geschenk an das griechische Ministerium für Kultur und Sport. Der Skyphos soll künftig einen Ehrenplatz im Museum der antiken Olympischen Spiele in Olympia bekommen.

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Linienbandkeramisches Gefäß mit Birkenrindenbändern

Unter Laborbedingungen haben Spezialisten des Landesamtes für Archäologie Sachsen (LfA) zwei hölzerne Brunnen der jungsteinzeitlichen linienbandkeramischen Kultur freigelegt und konserviert. Die gut erhaltenen Holzfunde ermöglichten eine genaue Bestimmung der Bauzeit auf das Jahr 5.134 v. Chr. Die Brunnen waren 2014 im Tagebau Vereinigtes Schleenhain im Block geborgen worden. Gestern präsentierten Vertreter des Landesamtes das bisherige Ergebnis der jahrelangen Arbeiten.

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Die 21 Knochen des am vollständigsten erhaltenen Teil-Skelettes eines männlichen Danuvius

Der aufrechte Gang und die gemeinsamen Vorfahren des Menschen und der Menschenaffen haben sich möglicherweise nicht in Afrika, sondern in Europa entwickelt. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forschungsteam um Professorin Madelaine Böhme vom Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen in einer am Mittwoch im Fachmagazin Nature veröffentlichten Studie. Böhme hat in Süddeutschland Fossilien einer bislang unbekannten Primatenart entdeckt: Die versteinerten Überreste des Danuvius guggenmosi, der vor 11,62 Millionen Jahren lebte, lassen den Schluss zu, dass er sich sowohl auf zwei Beinen als auch kletternd fortbewegen konnte. Die Fähigkeit, aufrecht zu gehen, gilt als zentrales Merkmal von Menschen.

Ausgrabungen
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Die Frauenfigur vom Typ Gönnersdorf wurde in Waldstetten gefunden und ist ca. 15.000 Jahre alt

Archäologen der Universität Tübingen haben ein Fundstück aus der Gemeinde Waldstetten im Ostalbkreis als 15.000 Jahre altes Kunstwerk aus der Eiszeit identifiziert. Die Frauenfigur vom Typ Gönnersdorf zeigt gleichzeitig einen stark vereinfachten Frauenkörper und einen Phallus. Figuren dieser Art sind bereits aus Fundstätten in Europa bekannt, erstmals wurde nun ein Exemplar im Ostalbkreis gefunden.

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Funde vom bronzezeitlichen Schlachtfeld an der Tollense

Persönlicher Besitz eines bronzezeitlichen Kriegers auf dem Schlachtfeld im Tollensetal entdeckt

Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen, des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern und der Universität Greifswald hat im Tollensetal 31 ungewöhnliche Objekte entdeckt. Die Forscherinnen und Forscher vermuten, dass die Funde zum persönlichen Besitz eines bronzezeitlichen Kriegers gehören, der vor 3.300 Jahren auf dem Schlachtfeld starb.

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Grabbeigaben des »Gohfelder Reiters«

LWL-Archäologen datieren Gräberfeld in Löhne neu

Bei der Auswertung einer bereits vor einigen Jahren abgeschlossenen Grabung erlebten Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) jetzt eine Überraschung: Die Funde sind älter als gedacht und reichen bis in das 8. Jahrhundert vor Christus zurück.

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