Neue Erkenntnisse zur Wallburg Bruchhauser Steine im Hochsauerlandkreis

Funde vom Feldstein

2025 führten Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Ausgrabungen auf der Wallburg Bruchhauser Steine (Hochsauerlandkreis) durch. Die Ergebnisse liegen jetzt vor: Sorgsam formierte eiserne Beilklingen und speziell abgebauter Quarz lassen auf Kulthandlungen der Eisenzeit vor über 2.000 Jahren schließen.

Goldhort von Gessel

Völlig unerwartet kam der Goldhortfund von Gessel im Jahr 2011 auf einer Ausgrabung im Landkreis Diepholz ans Tageslicht. Mit einem Gewicht von 1,7 kg gehört die aus 117 Teilen bestehende Entdeckung zu den größten jemals gefundenen Goldhorten der Bronzezeit in Europa. 15 Jahre nach der Auffindung werden die sensationellen Funde und das Umfeld des Fundortes mit finanzieller Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft von einem interdisziplinären Team des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (NLD), des Landesmuseums Hannover sowie der Universitäten Göttingen und Kiel nun erstmals umfassend untersucht.

Forschung
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Pollen aus dem mesolithischen Grab von Bad Dürrenberg

Das etwa 9.000 Jahre alte Grab der Schamanin von Bad Dürrenberg (Saalekreis) ist einer der spektakulärsten Befunde der mitteleuropäischen Archäologie. Bereits 1934 unter großem Zeitdruck ausgegraben, konnten bei Nachuntersuchungen am Fundort ab 2019 Reste der Grabgrube gesichert und als Block geborgen unter Laborbedingungen untersucht werden. Pollenuntersuchungen lassen nun vermuten, dass der Bestatteten Blütenpflanzen mit ins Grab gegeben wurden. Die Blühzeiträume der im Kopfbereich nachgewiesenen Pflanzen verweisen möglicherweise auf eine Bestattung im Juli.

Funde & Befunde
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Schwertknauf aus Nördlingen

Nördlinger Bronzeschwert an Berliner Röntgenquelle untersucht

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) hat ein besonderes Fundstück aus der mittleren Bronzezeit nach Berlin geschickt, um es mit modernsten Methoden zerstörungsfrei zu untersuchen: Es handelt sich um ein mehr als 3400 Jahre altes Bronzeschwert, das 2023 im schwäbischen Nördlingen bei archäologischen Grabungen zutage trat.

Forschung
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Felsbild im Sinai mit Umzeichnung

Eine Felsinschrift im Wadi Khamila auf der Sinai-Halbinsel zeigt die koloniale Gewalt der frühen Ägypter. Die Szene gilt als eine der ältesten Darstellungen politischer Unterwerfung im Bildformat.

Kulturerbe
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Herstellung eines Grabstocks im Paläolithikum

Internationales Forschungsteam der Universitäten Tübingen und Reading sowie der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung entdeckt rund 430.000 Jahre alte Belege in griechischer Fundstätte

Kulturerbe
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Uferschutzbauwerk des römischen Hafens

Bei Bauarbeiten für den Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Museums in Köln wurde ein römisches Uferschutzbauwerk entdeckt. Der Fund gibt neue Einblicke in den antiken Hafen, führt aber zu Verzögerungen im Bauablauf.

Ausgrabungen
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Erdstall mit Spizgiebel

Im Zuge von Ausgrabungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt bei Reinstedt, Landkreis Harz, konnte im Bereich einer mittelneolitischen Grabanlage ein ganz besonderer Befund dokumentiert werden. In den Trapezgraben der Baalberger Kultur des vierten Jahrtausends vor Christus war im Spätmittelalter ein sogenannter Erdstall eingebracht worden, das heißt ein unterirdisch in den Löss gegrabenes Gangsystem. Die Deutungen von Erdställen erstrecken sich von Verstecken bis hin zu Räumen für kultische Handlungen.

Ausgrabungen
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Bronzenes Radkreuz (10./11. Jh.)

Ein im Havelland entdecktes Bronzeradkreuz aus dem 10./11. Jahrhundert passt exakt zu einer bereits seit über 40 Jahren bekannten Gussform aus Spandau. Der Fund liefert seltene Einblicke in frühe christliche Symbolik und Handwerksnetzwerke.

Funde & Befunde
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Schamanin von Bad Dürrenberg (Rekonstruktionszeichnung)

Das etwa 9.000 Jahre alte Grab der "Schamanin von Bad Dürrenberg" (Saalekreis) gehört zu den spektakulärsten Befunden der mitteleuropäischen Archäologie. Bereits 1934 unter großem Zeitdruck ausgegraben, konnten bei Nachuntersuchungen am Fundort ab 2019 Reste der Grabgrube gesichert und als Block geborgen unter Laborbedingungen untersucht werden. Im Zuge dieser Untersuchungen gab das Grab eine ganze Reihe neuer Erkenntnisse preis. Nun gelang der mikroskopische Nachweis von Federn, die wohl zu einem aufwendigen Kopfschmuck gehörten.

Ausgrabungen
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Puzzle-Roboter im Humanoid Robots Lab der Uni Bonn

Davon konnten Archäologinnen und Archäologen lange bloß träumen: Ein "intelligenter Roboter" setzt Stück für Stück zerbrochene antike Wandmalereien aus Pompeji wieder zusammen. Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Maren Bennewitz von der Universität Bonn hat dem Roboter das Puzzeln beigebracht. Es gehört zum europäischen Verbundprojekt RePAIR ("Reconstructing the Past: Artificial Intelligence and Robotics Meet Cultural Heritage"), das kürzlich abgeschlossen wurde.

Forschung
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