Archäologische Ausgrabungen am slawischen Burgwall Pechau

Slawischer Burgwall Pechau, Luftbild

Anläßlich von Deichsanierungsarbeiten führten Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt Ausgrabungen am slawischen Burgwall Pechau bei Magdeburg durch. Die mittelalterliche Befestigung war bereits bei der Anlage des Deiches Ende des 19. Jh. teilweise zerstört worden. Bei den aktuellen Grabungen konnten die Wissenschaftler außer der Befestigungsanlage selbst auch mehrere Gebäude und eine Straße innerhalb des Walls dokumentieren und die historisch belegte Zerstörung der Anlage im 11. Jh. durch einen Brand auch archäologisch bestätigen.

Mittelalterlicher Steinweg

In- und ausländische Archäologen haben unter der Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Marsberg (Hochsauerlandkreis) die Überreste zahlreicher Gebäude aus verschiedenen Zeiten freilegen können. Pfostenlöcher und Gruben weisen auf hölzerne Bauten hin, so genannte Pfostenbauten. Aus welcher Epoche die ältesten dieser Gebäude am Ort sind, ist ungewiss. Sie stammen aber spätestens aus der Völkerwanderungszeit, dem 5./6. Jahrhundert nach Christus.

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Die Archäologin Sabine Hornung zeigt an der Ausgrabungsstätte die Überreste eines antiken Vorratsgefäßes

Bei Ausgrabungen nahe Hermeskeil hat ein Grabungsteam um Sabine Hornung von der Universität des Saarlandes ein keltisches Heiligtum entdeckt. Das Holzgebäude ist im ersten vorchristlichen Jahrhundert durch ein Feuer zerstört worden. Die Form des Baus und Vergleiche mit entsprechenden keltischen Bauten legen den Schluss auf seine Funktion als Kultstätte nahe. Derzeit werten die Archäologen die Funde aus und bringen sie mit früheren Grabungen – wie einem 2012 entdeckten römischen Militärlager – in Verbindung. Ziel ist, die Ereignisse zur Zeit des Gallischen Krieges in der Region zu rekonstruieren und so ein Stück Weltgeschichte neu zu schreiben.

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Linearbandkeramischer Holzbrunnen

Präsentation der Grabungsergebnisse »Gewerbegebiet Süd – Lise-Meitner-Straße« in Heppenheim

Bei Ausgrabungen in dem künftigen Gewerbegebiet konnte erstmals in Hessen ein Brunnen aus der Zeit der Linearbandkeramik (um 5.000 v.Chr.) dokumentiert werden, bei dem sich noch Teile des hölzernen Brunnenverbaus erhalten haben. Dieser stellte die Wasserversorgung der aus mehr als 20 Häusern bestehenden jungsteinzeitlichen Siedlung sicher, die im Zuge der Grabungsmaßnahme vollständig untersucht werden konnte. Weitere Befunde deuten auf eine römerzeitliche Nutzung des Gebietes hin.

 

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Arbeitsfoto

Im Bereich der im Mittelalter gegründeten Stadt Dornhan fanden 2018 erstmals archäologische Ausgrabungen statt. Dabei konnten Erkenntnisse zu dem aus einem Graben und zwei Mauern bestehenden Befestigungssystem gewonnen werden, von dem ein Teil im 17. Jahrhundert aus noch nicht geklärten Gründen eingestürzt und danach rasch repariert worden war.

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Felsrelief Muwattalli II.

Archäologische Forschungen der Universität Bern im türkischen Sirkeli Höyük haben zur Entdeckung einer bronze- und eisenzeitlichen Stadtanlage geführt. Mit einer Fläche von über 80 Hektar handelt es sich um eine der grössten bekannten Siedlungen dieser Periode in der Türkei. Bemerkenswerte Funde unterstreichen die Bedeutung der antiken Stadt, bei der es sich möglicherweise um das als Kultort bekannte Kummanni handeln könnte.

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Pyramidenanlage des Sahurê in Abusir

Wissenschaftler aus Würzburg und Kairo untersuchen in einem neuen Forschungsprojekt eine mehr als 4.500 Jahre alte Pyramidenanlage in Ägypten. Unter den Überresten früherer Grabungen haben sie einen Verbindungsweg zwischen zwei Tempeln und der Pyramide des Pharao Sahurê freigelegt. Von der Untersuchung der den Weg säumenden Reliefsteine erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse zur altägyptischen Wirtschaft und Verwaltung.

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Ausgrabungen in Steinheim

Im Rahmen des geplanten Neubaugebiets »Quartier Detmolder Straße« untersuchen ab dieser Woche Archäologen unter der Leitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) das Baufeld zweier neuer Wohnhäuser an der Kreuzung Detmolder Straße/Wallstraße in Steinheim (Kreis Höxter). Erste Probegrabungen hatten ergeben, dass auf dem Gelände Mauern und andere Siedlungsspuren aus dem Mittelalter unter der Erde liegen.

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Ein Student legt sorgfältig die Fundschichten frei

Die Blätterhöhle in Hagen ist eine der wichtigsten Fundplätze für die Steinzeit in Nordrhein-Westfalen und weit darüber hinaus. Bei der aktuellen Grabung auf dem Vorplatz der Höhle drangen die Wissenschaftler des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und ihre Kooperationspartner tiefer in die Schichten aus dem Ende der letzten Eiszeit vor. Verschiedene neue Funde geben seltene Einblicke in die Umwelt und Lebensweise der Menschen vor über 11.500 Jahren. Dazu gehören Tierknochen mit Bearbeitungsspuren und Werkzeuge aus Feuerstein. Darüber hinaus könnte sich ein Knochenfund aus der späteiszeitlichen Schicht als der älteste in Westfalen gefundene Hund herausstellen.

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Kuckenburg Luftbild

Bei ihrer neunten Grabungskampagne auf der Kuckenburg bei Querfurt konzentrierten die Archäologen der Friedrich-Schiller-Universität Jena ihre Untersuchungen auf einen Bereich, in dem sich in der geomagnetischen Prospektion Hinweise auf Steingebäude gezeigt hatten - und legten die Fundamente einer Kirche frei, die um das Jahr 1000 n.Chr. errichtet worden war. Daneben dokumentierten die Forscher einige frühmittelalterliche Grubenhäuser und spätbronzezeitliche Siedlungsgruben, in denen sich auch Mehrfachbestattungen fanden.

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Ausgrabung Megalithgrab Büren

Auf einem Acker nahe der Wewelsburg bei Büren (Kreis Paderborn) vermuten Archäologen seit einigen Jahren die Reste eines Großsteingrabes aus der Jungsteinzeit. Eine Forschungsgrabung unter der Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) konnte diesen Verdacht nun bestätigen: Die Wissenschaftler fanden zwischen den Steinen die jahrtausendealten sterblichen Überreste der Bestatteten.

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