Das nur 8 cm breit erhaltene Schieferplattenfragment mit den römerzeitlichen Ritzzeichnungen

Präsentation neuer Ergebnisse der Grabung in Groß-Gerau

Durch die sukzessive Bebauung des Stadtviertels "Auf Esch" in Groß-Gerau (Hessen) hat das Landesamt für Denkmalpflege, hessenARCHÄOLOGIE, in den letzten Jahren umfangreiche archäologische Untersuchungen durchgeführt. In einer Präsentation wurden die Ergebnisse der aktuellen Grabung nun der Öffentlichkeit präsentiert.

Grabhügel Bornhöck: Steinkern mit Grabkammer

Frühbronzezeitliches Fürstengrab im Block geborgen

Bevor er im 19. Jahrhundert dem Erdboden gleich gemacht wurde, war der Großgrabhügel »Bornhöck« eine weithin sichtbare Landmarke, die auch in alten Landkarten als Orientierungspunkt diente. Aus alten Aufzeichnungen war bekannt, dass die Grabkammer bereits im Mittelalter von Grabräubern geplündert worden war. Große Hoffnungen auf spektakuläre Funde konnten sich die Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt zu Beginn ihrer Forschungsgrabung also nicht machen. Was sie aber dann zutage förderten, hat alle Erwartungen deutlich übertroffen. Die noch vorhandenen Spuren der Grabkammer ließen außergewöhnliche Details zur Konstruktionsweise erkennen, aus denen sich auch ihre ehemalige Größe rekonstruieren lässt. Es zeigte sich, dass es sich beim »Bornhöck« um das größte bisher bekannte Herrschergrab der Frühbronzezeit in Mittel- und Nordeuropa handelt.

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Über der Gruft stand bis zum Jahr 1804 das Hochgrab mit den Liegefiguren von Heinrich II. und seiner Frau

Bunte Bilder für die Ewigkeit

In Arnsberg haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) eine Entdeckung gemacht, die europaweit eine Seltenheit ist: Im Kloster Wedinghausen haben die Wissenschaftler im Zuge von Sanierungsarbeiten die mittelalterliche Gruft der gräflichen Stifterfamilie geöffnet. Überraschend zeigte sich, dass die Wände der Grabkammern mit kunstvollen, 700 Jahre alten Bildern verziert waren. Von derart aufwändig bemalten Kammern sind in Europa nur sehr wenige Beispiele bekannt.

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Grabungsleiter Thies Evers legt eine Detailzeichnung der Mauerreste an

Bei aktuellen Ausgrabungen im Zentrum von Minden haben Archäologen unter Leitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Mauern nobler Bürgerhäuser aus dem Mittelalter entdeckt. Wo ein Fundamentgraben für den Neubau entstehen sollte, stieß der Bagger unerwartet auf mittelalterliche Häuser. Dank der Umsicht der Mindener Denkmalbehörde untersuchen nun Wissenschaftler diese Gebäudereste.

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Präsentieren Funde und Grabungsergebnisse: Jana Woyzek, Ines Jöns, Prof. Michael Baales

Auf einer Fläche von fast zwei Hektar suchen aktuell Archäologen in Bad Sassendorf (Kreis Soest) nach Spuren aus der frühen Eisenzeit. Wo bald das Gewerbegebiet "Lohner Klei Süd" erweitert wird, haben schon vor 2.600 Jahren Menschen ihre Häuser gebaut.

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Ausgrabung am Ringheiligtum

Seit Mai dieses Jahres graben Archäologen des Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und der Martin-Luther-Universität Halle südlich und westlich des wiedererrichteten frühbronzezeitlichen Ringheiligtums von Pömmelte-Zackmünde (Salzlandkreis). Bei den noch bis September laufenden Ausgrabungen wollen die Wissenschaftler die endneolithisch-frühbronzezeitliche Kulturlandschaft auf einer Fläche von etwa 2,8 ha untersuchen. Bislang wurden ca. 300 Befunde dokumentiert, darunter mindestens ein Haus der Frühbronzezeit. Heute erhielt das sechsköpfige Grabungsteam Unterstützung durch zehn Studenten aus England (University of Southampton) und Deutschland (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg).

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Andreas Wunschel von der LWL-Archäologie für Westfalen und Grabungsleiter Thies Evers auf einer der freigelegten Mauern

Auf Schloss Eringerfeld in Geseke haben Archäologen unter der Aufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Teile eines Vorgängerbaus der barocken Anlage entdeckt. Unter der Hofpflasterung stießen sie auf die Mauern eines älteren Repräsentationsbaus.

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Im Gespräch auf der aktuellen Grabung

Seit Mitte April wird im Museumspark Kalkriesegegraben. In einem bis zu 1000 Quadratmeter großen Grabungsareal quer durch den Museumspark begibt sich das Kalkrieser Archäologie-Team in Kooperation mit der Universität Osnabrück und in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München in diesem Jahr wieder auf Spurensuche.

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Die neolithische Siedlung Ba'ja in Jordanien liegt etwa 14 km nördlich von Petra

Neues Forschungsprojekt: "Hausgemeinschaften" von Lebenden und Toten in der Jungsteinzeit

Jungsteinzeitliche Haushalte und Begräbniskultur am Fundort Ba‘ja im Süden des heutigen Jordaniens sind das Thema eines neuen Forschungsprojekts am Institut für Vorderasiatische Archäologie der Freien Universität. In Ba‘ja wurden die Toten der damaligen Kultur nicht außerhalb von Wohngebieten bestattet, sondern mit Beigaben unter ihren Häusern oder in Hausruinen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass Tote auf diese Weise in gewandelter Form Angehörige des Haushalts und Teil des Alltags geblieben seien.

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Luftbild eines Teils der Grabungsfläche mit Mauern von Kellern und Parzellengrenzen

Einen Einblick in die früheste Stadtgeschichte bieten aktuelle Ausgrabungen in Paderborn. Im Vorfeld von Bauarbeiten graben Archäologen unter der Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) innerhalb der Altstadt an der Giersstraße. Neben Grundmauern von Häusern aus dem 17. Jahrhundert stießen sie auch auf die Spuren von deutlich älteren Gebäuden aus dem 8. bis 11. Jahrhundert - die Frühphase der Stadt. Darüber hinaus fanden die Forscherinnen unterhalb der mittelalterlichen Schichten unerwartete Überreste aus der Eisenzeit, die über 2.000 Jahre zurückreichen.

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Einzigartige römische Scherbe

Archäologen entdecken Siedlungsspuren quer durch alle Epochen

Anlässlich von Bauarbeiten graben aktuell Archäologen in Marsberg (Hochsauerlandkreis). Auf der Gesamtfläche von 34.000 Quadratmetern haben die Wissenschaftler Siedlungsspuren aus der Zeit vom 5. bis zum 16. Jahrhundert entdeckt, darunter auch die Scherbe einer hochwertigen römischen Gefäßkeramik, die aus dem südwestfälischen Raum bislang unbekannt war.

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