Überraschung zum Grabungsende in Leinfelden-Echterdingen

Leinfelden-Echterdingen. Luftbild der nördlichen Grabungsflächen

Nach knapp zehn Monaten konnten die archäologischen Ausgrabungen im Bereich des Baugebiets "Schelmenäcker" in Leinfelden-Echterdingen (Kr. Esslingen) Anfang April planmäßig abgeschlossen werden. Die Rettungsgrabungen waren notwendig geworden, da durch die geplanten Baumaßnahmen das Areal einer ausgedehnten Siedlung der frühen Jungsteinzeit (2. Hälfte des 6. Jahrtausends v. Chr.) berührt wurde. Insgesamt wurden im Zuge der Ausgrabungen etwa 2,5 Hektar Siedlungsfläche untersucht und dabei über 2000 archäologische Strukturen erfasst und dokumentiert.

Blick auf den eingehausten Einbaum mit Forschungstauchern aus der Luft

Seit letzter Woche findet die Bergung eines über acht Meter langen Einbaums aus der Zeit des 24. bis 23. Jahrhunderts vor Christus im Seerhein bei Konstanz statt. "Der Einbaum ist das älteste Wasserfahrzeug aus dem Bodensee, das wir bislang kennen. Der Fund unterstreicht die außergewöhnliche Bedeutung des Bodensees als archäologische Schatzkammer unseres Landes.", sagte Staatssekretärin Katrin Schütz anlässlich einer Pressekonferenz.

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Ausgrabung Kalahari-Wüste

Gesammelte Kalzitkristalle und Straußeneierschalen

Erstmals konnten über 100.000 Jahre alte Belege für die Anwesenheit und komplexe Verhaltensweisen moderner Menschen in der Kalahari-Wüste im Landesinneren Afrikas nachgewiesen werden. Damit ist nun klar, dass die Ursprünge der menschlichen Spezies nicht nur in Küstennähe zu finden sind.

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Grube mit Brandlehm und Holzkohle (Profil)

Funde aus drei Epochen entdeckt

Bei der Überprüfung eines Neubauareals am Südrand von Hagen-Haßley legten Archäolog:innen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Kooperation mit der Hagener Stadtarchäologie im vergangenen November bei Probegrabungen erste Siedlungsspuren und ein Brandgrab frei. Jetzt wurden weitere Brandgräber, Überreste einer Metallproduktionsstätte sowie Reste einer neuzeitlichen Straße entdeckt.

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Archäologin legt Skelette frei

Archäologen finden Belege für Besiedlung vor Christi Geburt

Nach archäologischen Untersuchungen, die im Zuge der geplanten Umgestaltung des Marktplatzes in Geseke (Kreis Soest) nötig sind, haben Archäolog:innen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) nun neue Erkenntnisse gewonnen: Dort ist eine Pfennig-Münze aus dem 11. bis 12. Jahrhundert zutage gekommen - neben früheren Befunden aus der Eisenzeit, Fundamenten des ehemaligen Rathauses, Überresten des alten Pastorats sowie zahlreichen Bestattungen.

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Dicke und dünnere Holzstämme, die weiter unter den Verbau für die Baugrube ziehen

Archäologinnen und Archäologen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben im Altstadtkern von Schloss Neuhaus in Paderborn eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Bei Ausgrabungen auf dem Gelände des ehemaligen Pfarrhauses stießen sie auf Baumstämme aus der Eiszeit. Die etwa 13.000 Jahre alten Nadelhölzer sollen nach Abschluss der Untersuchungen im Museum ausgestellt werden.

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Die 23 Silber- und Bronzemünzen aus keltischer und römischer Zeit sind über 2000 Jahre alt

Bei Prospektionsgängen im Kanton Zug haben Archäologen einen schweizweit einzigartigen Münzschatz aufgespürt. Die Entdeckung besteht aus 20 Silber- und 3 Bronzemünzen aus keltischer und römischer Zeit. Laut dem Inventar der Fundmünzen der Schweiz ist das in Zug aufgefundene Ensemble aufgrund seiner Zusammensetzung wissenschaftlich äusserst bedeutend.

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Fundament des ältesten Lübecker Hauses im Grabungsprofil

Fundamente eines turmartigen Hauses unter dem TheaterFigurenMuseum im Kolk freigelegt

Im Zuge des Projektes "Räume für Theaterfiguren im Kolk" laufen bauparallele archäologische Ausgrabungen. Diese haben in den letzten Monaten erstaunliche und beeindruckende neue Aspekte zur historischen Stadtentwicklung des unterhalb von St. Petri befindlichen Gebietes in und um die Räumlichkeiten des ehemaligen TheaterFigurenMuseums erbracht. Nach den hervorragenden Ergebnissen der Großgrabung im nördlich anschließenden Gründungsviertel sind nun im Kolk weitere historische Mosaiksteine entdeckt und dokumentiert, deren Erforschung die frühe Stadt Lübeck in ihrer Struktur noch genauer erkennen lassen.

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Der Graben als Hügeleinfassung des bronzezeitlichen Grabes stellt sich als dunkele Verfärbung dar

"Archäologischer Hotspot" im Wesertal

Bei der Erschließung eines neuen Gewerbegebietes in Porta Westfalica-Lerbeck (Kreis Minden-Lübbecke) stießen Archäologen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sowohl auf eine Siedlung der Völkerwanderungszeit (ca. 375 bis 568) als auch auf eine etwa 3.000 Jahre alte Grabanlage - und besonders schöne Funde, darunter bronzene Broschen und Grabbeigaben wie Keramik und Feuersteingeräte.

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Ewass Oldupa, Oldupai-Schlucht, Tansania

Die UNESCO-Welterbestätte Olduvai-Schlucht im Norden Tansanias ist als »Wiege der Menschheit«, bekannt. Neue interdisziplinäre Feldforschung führte nun zur Entdeckung der bislang ältesten archäologischen Stätte in der Schlucht. Frühe Menschen nutzten dort über einen Zeitraum von 200.000 Jahren vielfältige Lebensräume, die immer wieder ökologischen Veränderungen unterworfen waren.

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Beinahe wie mit dem Lineal gezogen zeichnen sich die mittelalterlichen Eschgräben im Erdreich ab

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind erstmals in Westfalen auf sogenannte Eschgräben gestoßen, die im Mittelalter zur Düngung angelegt wurden. Die Fachleute fanden vor Ort in Gronau (Kreis Borken) außerdem mehr als 4.000 Jahre alte Steingeräte, die belegen, dass Jäger und Sammler die Fläche bereits in der Steinzeit genutzt haben.

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