Archäologische Spurensuche im ehemaligen Pumpenhaus im Paderquellgebiet

Überreste des Pumpenhauses

Im Zuge der Neugestaltung des Paderquellgebietes in Paderborn bot sich Archäologie-Fachleuten die Möglichkeit, einen Blick unter die Oberfläche auf neue Funde zu werfen. Größtenteils gehören die freigelegten Mauern mit ehemaligem Pumpenhaus und Ozonwerk zur Wasserversorgung des vorigen Jahrhunderts. Allerdings führen weitere Strukturen zurück zum Gelände des Abdinghofklosters und eventuell bis ins 14. Jahrhundert.

Jungsteinzeitliche Bestattung mit Flintdolch

Der Ausbau der Bahnstrecke Angermünde–Stettin verbindet auf besondere Weise die Ziele der Verkehrswende mit dem Schutz und der Erforschung des archäologischen Erbes Brandenburgs. In enger und sehr guter Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn konnten entlang der Trasse außergewöhnliche Fundplätze untersucht werden. Zu den herausragenden Ergebnissen zählen das bislang größte bekannte Gräberfeld der frühen Bronzezeit in Brandenburg bei Casekow sowie ein seltenes Gräberfeld der Schnurkeramik bei Luckow – der erste Nachweis dieser Kulturform in der Region seit mehr als einem halben Jahrhundert.

Ausgrabungen
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Archäologische Befunde im Drohnenbild

Ein Ausgrabungsteam begleitet vom Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) hat die Überreste einer mittelalterlichen Siedlung südwestlich von Borgentreich (Kreis Höxter) entdeckt. Neben Spuren vergangener Holzhäuser und Keramikscherben aus dem 10. und 11. Jahrhundert wurde auch das massive Steinfundament eines Kellers ausgegraben.

Ausgrabungen
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Murus Gallicus in Basel wird freigelegt

Bei archäologischen Ausgrabungen an der Rittergasse in Basel konnten wichtige neue Erkenntnisse zur Holzkonstruktion des rund 2.100 Jahre alten, spätkeltischen Murus Gallicus gewonnen werden. Die in den Sommerferien beginnenden Bauarbeiten zur Umgestaltung der Archäologischen Informationsstelle »Basel, 80 v. Chr. Murus Gallicus – Der Keltenwall« erforderten vorgängig archäologische Untersuchungen. Geplant sind ein unterirdischer Besucherraum, der von der Rittergasse aus zugänglich ist, und zwei Baukörper, welche die Höhe und den Verlauf des Keltenwalls aufnehmen.

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Schnitt durch das eisenzeitliche Bauwerk

Bei Bauarbeiten am Regenüberlaufbecken nördlich der Willigisbrücke in Aschaffenburg sind archäologische Strukturen zutage getreten, die ins 4. Jahrhundert vor Christus datieren. Das haben Untersuchungen des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD) ergeben.

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Mittelalterliches Notizbuch aus Paderborner Latrine

Bei archäologischen Ausgrabungen in Paderborn kam ein besonderer Fund zutage: Im Zuge von Bauarbeiten zum Neubau der Stadtverwaltung wurde in einer mittelalterlichen Latrine ein außergewöhnlich gut erhaltenes Notizbuch aus dem 13. bis 14. Jahrhundert gefunden. Das Notizbuch aus Leder, Holz und Wachs wird jetzt beim LWL in Münster restauriert und konserviert. Danach soll der Text entschlüsselt werden.

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Webgewicht mit Fingertupfen

In Liebersee (Landkreis Nordsachsen) wurde eine ländliche Siedlung aus der Spätantike ausgegraben. Langhäuser, Grubenhäuser und Textilfunde belegen eine selbstversorgende Gemeinschaft. Ein Brandereignis könnte ihr Ende markieren.

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Doris Mischka

Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben neue Hinweise darauf gefunden, wie große Siedlungen in der Urgeschichte organisiert waren. Im Zentrum steht ein besonderer Gebäudetyp: sogenannte Megastrukturen. Grabungen in Rumänien zeigen, dass dieser Bautyp auch in kleineren Siedlungen vertreten ist. Damit liefern die Megastrukturen neue Erkenntnisse darüber, wie Gemeinschaften mit tausenden Menschen ohne erkennbare Hierarchien funktionieren konnten.

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Funde aus KZ-Außenlager Genthin

Nahe Genthin finden sich Belege für verschiedene Formen von Zwangsarbeit und Internierungslagern im Kontext der Munitionsproduktion während des Zweiten Weltkriegs. Um die Silva-Metallwerke herum entstand hier ab 1940 eine ganze Lagerlandschaft, in der 1945 mehrere tausend Personen, darunter vor allem Frauen, unter schlimmsten Bedingungen interniert waren und in der Fabrik zu Arbeiten in der Munitionsproduktion gezwungen wurden. Im Rahmen einer Forschungsgrabung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt konnten im März 2026 an vier Barackenstandorten Einblicke in die Baustruktur der Lagerareale gewonnen und zahlreiche Spuren des Häftlingslebens gesichert werden.

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Gesamtaufnahme der Ausgrabung

Archäologen untersuchen bis Mai 2026 das ehemalige NS-Zwangsarbeiterlager »Mangold« in Leipzig – letzte Chance, Spuren der Geschichte zu sichern.

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Vorgelagerter Spitzgraben im Profil

Im Vorfeld einer grossen Wohnüberbauung in Windisch führt die Kantonsarchäologie seit Mitte August 2025 eine Rettungsgrabung durch. Die Überreste zeugen vom frühesten Truppenlager in Vindonissa und dessen Befestigungssystem. Unter den zahlreichen Funden ist auch eine Seltenheit zu verzeichnen: ein verkohltes römisches Brot.

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