Sensationeller römischer Münzschatz

Römische Münzen aus dem Münzschatz von Wesseling

Größter hadrianischer Münzhort Deutschlands bei Wesseling entdeckt

Auf einem Acker bei Wesseling entdeckte ein Sondengänger bei einer genehmigten Suche mehrere römische Silbermünzen. Das sofort verständigte LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland (LVR-ABR) konnte bei nachfolgenden Ausgrabungen über 900 römische Denare sicherstellen. Es handelt sich dabei um den größten Münzschatz aus der Zeit des Kaisers Hadrian in Deutschland. Mit insgesamt 3,1 Kilogramm Silber stellt der Hortfund ein beträchtliches Vermögen dar, das wohl im zweiten Viertel des 2. Jahrhunderts n. Chr. absichtlich vergraben wurde. Neben der wissenschaftlichen Bedeutung ist der Fund auch aufgrund des umsichtigen Verhaltens des Finders hervorzuheben. Der Münzschatz wird nun erstmalig im LVR-Landesmuseum Bonn gezeigt.

Blick in die Warmluftheizung mit Steinpackung

Beim Umbau der Liegenschaft Petersgraben 52 in Basel (Schweiz) konnte die Archäologische Bodenforschung im Innenhof der ehemaligen Gewerbeschule Mauern und Mörtelböden des mittelalterlichen Klosters Gnadental ausgraben. Unter einem der Böden befand sich eine aussergewöhnlich gut erhaltene Warmluftheizung, die einst vermutlich den Speiseraum (Refektorium) des Frauenklosters beheizte. Aufgrund ihrer nahezu vollständigen Erhaltung ist sie schweizweit einzigartig und zählt auch im europäischen Vergleich zu den bedeutendsten bekannten Beispielen dieses Heizungstyps.

Ausgrabungen
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Messbild der geomagnetischen Untersuchung in Opovo

Studie revidiert bisherige Vorstellungen von einer 6.800 Jahre alten Siedlung de in der heutigen Vojvodina

Südosteuropa und der Balkan sind für das Verständnis der europäischen Jungsteinzeit eine zentrale Region. Viele neue Lebens- und Wirtschaftsformen, die bis heute unser Leben prägen, traten dort erstmals in Europa auf und verbreiteten sich später weiter über den gesamten Kontinent. Die nach dem Fundplatz Vinča im heutigen Serbien benannte archäologische Kultur markiert einen späten Abschnitt der Jungsteinzeit in der Region. Vor mehr als 6.500 Jahren lebten Menschen dort erstmals über längere Zeiträume in großen Siedlungen. Sie unterhielten weitreichende Austauschnetzwerke. Keramik- und Steinbearbeitung zeigen ein umfangreiches Materialwissen sowie ein weites Spektrum an Zierstilen.

Ausgrabungen
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Wandkonstruktionszeichnung

Wie hoch könnten Gebäude vor rund 2.800 Jahren gewesen sein? Eine neue, interdisziplinäre Studie des DAI und der BTU liefert dazu erstmals belastbare statische Befunde. Im Zentrum der Untersuchung von den Wissenschaftlern Vertr.-Prof. Dr.-Ing. Martin Drieschner, Fachgebiet Statik und Dynamik an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU), und Dipl.-Ing. Mike Schnelle, Außenstelle Sanaa des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), steht der Palast Grat Be'al Gibri in Yeha, im äthiopisch-eritreischen Hochland gelegen. Mit einer Grundfläche von etwa 60 mal 60 Metern gilt er als der größte bekannte Palastbau seiner Zeit in Südarabien und Ostafrika. Datiert auf etwa 800 v. Chr. wurde er bereits in der Antike durch einen Brand zerstört. Erhalten sind heute nur Teile des Erdgeschosses und des Podiums.

Forschung
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Freilegung Feuerungsanlagen

Seit Mitte August untersucht ein Ausgrabungsteam des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit der Stadtarchäologie Dortmund eine einzigartige Siedlung des 1. bis 5. Jahrhunderts n. Chr. - der sogenannten Römischen Kaiserzeit.

Ausgrabungen
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Jakobsmuscheln von der Ausgrabung am Münsterplatz

Mit einer großen Schippe fing Ende Februar 2026 am Münsterplatz alles an. Doch schnell kamen vor allem Pinsel und weiteres feines Werkzeug zum Einsatz. Die Schaufeln standen fortan eher am Rande der beiden Gruben mitten in der Aachener City. „In der rund sechsmonatigen Untersuchung ist es uns erstmals möglich gewesen, detaillierte Einblicke in den alten Münsterkirchhof zu bekommen“, zog Stadtarchäologe Andreas Schaub eine rundum positive Bilanz nach der intensiven Grabungszeit.

Ausgrabungen
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Kuppel des Pantheons in Rom

Wein, Essig und Olivenöl – sie verfeinern seit Jahrtausenden nicht nur die mediterrane Küche, sie könnten auch als besondere Würze in der antiken Baukunst gedient haben. Denn möglicherweise haben die Zutaten dazu beigetragen, dass ein antiker Baustoff heute noch Maßstäbe setzt und in der Materialwissenschaft für Rätsel sorgt: römischer Beton.

Forschung
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Aquädukt bei Nîmes

Untersuchungen von Karbonatablagerungen aus dem römischen Aquädukt mit der berühmten Brücke Pont du Gard durch Forschende der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz geben Aufschluss über die antike Wasserbewirtschaftung in der Region um das heutige Nîmes.

Forschung
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Künstlerische Rekonstruktion des Vorgebirges von Ras el-Kelb vor 400.000 Jahren

Ein internationales Forschungsteam hat historische Fossilsammlungen aus dem Libanon mit modernen Methoden neu untersucht. Die heute veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass die Levante im Pleistozän ein wichtiger Korridor für Tiere und verschiedene Menschenformen war und sich die Umweltbedingungen im zentralen Teil der Region deutlich von denen im Süden unterschieden. Die untersuchten Funde reichen bis zu 400.000 Jahre zurück und geben Einblicke in die Lebensweise früher Menschen sowie in die damaligen, teils dicht bewaldeten Landschaften. Sie unterstreichen zugleich den hohen wissenschaftlichen Wert historischer Sammlungen – gerade in politisch instabilen Regionen.

Aus aller Welt
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Die Entdeckung der Gletschermumie »Ötzi«

Am 19. September 2026 jährt sich die Entdeckung von Ötzi, dem Mann aus dem Eis, zum 35. Mal. Was 1991 mit einem Zufallsfund am Tisenjoch begann, entwickelte sich zu einer der bekanntesten archäologischen Entdeckungen weltweit. Bis heute ist das Interesse an der 5.300 Jahre alten Gletschermumie, ihrer Kleidung und Ausrüstung ungebrochen – bei Besucherinnen und Besuchern ebenso wie in Medien und Wissenschaft. Neue Untersuchungsmethoden eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf das Leben in der Kupferzeit und auf den menschlichen Körper. Gleichzeitig stellt das Südtiroler Archäologiemuseum die Weichen dafür, Ötzi auch für kommende Generationen zu bewahren und zeitgemäß zu präsentieren.

Funde & Befunde
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Helmarshausen

Über 500 Jahre lang prägte ein Benediktinerkloster das Bild des heutigen Bad Karlshafener Stadtteils Helmarshausen, ehe es im 16. Jahrhundert im Zuge der Reformation aufgegeben wurde. Ein weiteres Puzzleteil der Klostergeschichte könnten Archäologinnen und Archäologen nun unter einem nahen Platz an der Poststraße entdeckt haben.

Ausgrabungen
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