Überreste einer karolingischen Siedlung sowie fünf Bestattungen bei Pleinting entdeckt

Karolingerzeitliche Bestattung

Im Zuge der aktuellen Maßnahmen der Bayernwerk Netz GmbH zum Netzausbau konnten nahe des Donauufers bei Pleinting (Lkr. Passau) im Rahmen einer kontrollierten archäologischen Grabung bedeutende Befunde dokumentiert werden: Es wurden Überreste einer karolingischen Siedlung sowie fünf Bestattungen freigelegt, die nach derzeitiger Einschätzung im selben Zeitraum datieren (ca. 800-900 n. Chr.).

Freilegung einer Bestattung des 8./9. Jh.

Im Herbst 2025 wurden bei archäologischen Untersuchungen im Umfeld der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Altenberge (Kreis Steinfurt) mehrere Bestattungen freigelegt. Das Ausgrabungsteam vermutete ihren Ursprung im Mittelalter, nun gibt es Gewissheit: Die Gräber wurden zwischen dem 8. und frühen 11. Jahrhundert angelegt und datieren damit ins Frühmittelalter, wie naturwissenschaftliche Untersuchungen in einem Labor in Vilnius (Litauen) beweisen.

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Ausgrabungsflächen in Bochum-Linden

Bei einer Grabung in Bochum entdeckten Archäologinnen und Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erstmals im Südwesten des Bochumer Stadtgebiets prähistorische Siedlungsspuren, darunter eine 2.500 Jahre alte Schüssel. Auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche entwickelt eine Immobilien-Firma derzeit Wohnbebauung im Bochumer Stadtteil Linden.

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Reste eines römerzeitlichen Keramikbrennofens

Vor einigen Jahren tauchten bei Bauarbeiten erste Keramikfunde im Ortsteil Burg der Gemeinde Hannersdorf im Burgenland auf. Geomagnetische Untersuchungen in den Folgejahren lieferten Hinweise auf zahlreiche Öfen, die unter dem Acker verborgen liegen dürften. In einer aktuellen Lehrgrabung unter Leitung von Basema Hamarneh von der Universität Wien haben Archäologinnen und Archäologen nun bereits zwei Töpferöfen freigelegt. 100 weitere Öfen dürften noch unter der Erde liegen – ein bislang beispielloser Fund eines lokalen Produktionszentrums von Gebrauchskeramik aus der Römerzeit.

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Luftschutz-Deckungsgraben in Quedlinburg

Die Archäologie erforscht längst nicht mehr nur die weit zurückliegende Vergangenheit. Als Archäologie der Moderne betrachtet sie Fundplätze, die in die jüngste Vergangenheit führen und oftmals ein unmittelbares Bild vom Alltag vermitteln, das über Schriftquellen kaum greifbar ist. So ist es auch im Falle einer Luftschutzanlage aus dem Zweiten Weltkrieg, die unerwartet im Vorfeld der Errichtung eines Einfamilienhauses in Quedlinburg zutage kam und durch das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt dokumentiert werden konnte.

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Ausgrabungfläche im Luftbild

Über mehrere Monate war ein Ausgrabungsteam in Begleitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Bielefeld-Sieker mit der Freilegung einer ungewöhnlich großen germanischen Siedlung aus dem 2. bis 5. Jahrhundert nach Christus beschäftigt. Das Ergebnis: Hier standen mindestens 30 große Langhäuser, zum Teil acht Meter breit und 30 Meter lang, mehrere Nebengebäude und kleine Grubenhäuser.

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Gemme aus Karneol mit Darstellung der Siegesgöttin Victoria

Die Rettungsgrabung der Kantonsarchäologie an der Zürcherstrasse in Windisch (AG) ist fristgerecht Mitte Juli abgeschlossen worden. Die Resultate der Ausgrabung haben die Kenntnisse zum ersten römischen Truppenlager in Vindonissa entscheidend erweitert. Die Vielzahl an Funden gibt Einblicke in die vielfältige Nutzung des Areals vom 1. bis zum 4. Jahrhundert nach Christus.

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Archäologin dokumentiert Siedlungsschichten im Grabungsprofil

Nördlich der Karlstraße an der Bundesstraße 482 in Minden-Päpinghausen untersucht derzeit ein Grabungsteam in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) einen umfangreichen Siedlungsplatz der vorrömischen Eisenzeit. Sie fanden auf dem Areal mehrere ehemalige Hofstellen, die wichtige Erkenntnisse zum Siedlungswesen im Umfeld der Wallanlage "Wittekindsburg" liefern - die in Sichtweite auf dem Wiehengebirgskamm hinter dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal lag. Von besonderem Interesse sind die noch als Verfärbungen im Boden erkennbaren Grundrisse einstiger Wohnhäuser, die einen Einblick in das Leben vor rund 2.500 Jahren an diesem Ort geben.

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Ausgrabung Burg Loburg (Drohnenaufnahme)

Seit Juni 2026 führt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt im westlichen Bereich des Loburger Burghügels archäologische Untersuchungen im Vorfeld von Baugrundverbesserungen durch. Der angelegte Grabungsschnitt liefert neue Erkenntnisse zur Entstehung und Entwicklung der bedeutenden Befestigung im Frühen und Hohen Mittelalter.

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Römischer Bleibarren aus Brilon

Erste Grabungsergebnisse bestätigen die frühe Bleigewinnung

Archäologie-Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben bei einer knapp zweiwöchigen Grabungskampagne im Juni neue Erkenntnisse gewonnen: Auf einem Höhenzug des Rothaargebirges nahe Brilon (Hochsauerlandkreis) legten sie eine bislang in Südwestfalen einzigartige, 2.000 Jahre alte Verarbeitungsstelle für Blei frei. Damit gelingt der archäologische Nachweis für eine frühe metallurgische Kette, die für das Sauerland bislang noch weitgehend unerforscht ist.

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Ausgrabungsfläche am Hagenmarkt

Am Hagenmarkt in Braunschweig wurden im Vorfeld der eigentlichen Bauarbeiten zur Neugestaltung des Platzes umfangreiche archäologische Untersuchungen vorgenommen. Mit interessanten Ergebnissen: So kann z.B. die genaue Lage und damit auch die Baugeschichte des einstigen Opernhauses nun viel präziser bestimmt werden. Zudem haben die Grabungen erste Erkenntnisse zu mittelalterlichen Vorgängerbauten zu Tage gebracht. Aber auch während der laufenden Bauarbeiten werden immer wieder Entdeckungen gemacht, die bemerkenswerte Aufschlüsse bieten und Fenster in die die Vergangenheit Braunschweigs öffnen.

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