Affenschädel belegt Ursprung von Menschenaffen und Menschen in Afrika

Schädel KNM-NP 59050

13 Millionen Jahre altes Fossil »Alesi« aus Kenia wirft Licht auf die Herkunft der Menschenaffen

Die Entdeckung eines bemerkenswert gut erhaltenen fossilen Affenschädels in Kenia zeigt, wie der gemeinsame Vorfahr aller heute lebenden Menschenaffen und Menschen ausgesehen haben könnte. Der Fund gehört zu einem Affen-Kleinkind, das vor etwa 13 Millionen Jahren lebte.

Stockfisch auf den Lofoten

Internationales Wissenschaftsteam weist frühen Lebensmittel-Fernhandel nach

Getrockneter Kabeljau von den Lofoten gehörte nachweislich seit dem 13. Jahrhundert zu den Handelsgütern, die Hansekaufleute mit guten Gewinnen bis nach Südeuropa lieferten. Doch wie alt der Fischhandel mit Nordnorwegen tatsächlich war, ist in der Wissenschaft umstritten. Eine neue Studie belegt, dass schon die wikingerzeitlichen Menschen in Haithabu Kabeljau von den Lofoten speisten.

Forschung
Weiterlesen

Auch 2017 setzt das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) sein Vorhaben, archäologische Publikationen aus dem Bestand seiner Bibliothek online zur Verfügung zu stellen, konsequent fort. Die gedruckten und oftmals schon vergriffenen Bücher werden dazu Seite für Seite eingescannt (retro-digitalisiert). Das TLDA sieht sein Digitalisierungsprojekt als Maßnahme und Service, archäologische Information und Wissen jedem Interessierten auf einfachem Wege und frei zur Verfügung zu stellen.

Veröffentlichungen
Weiterlesen
Tropischer Wald nahe der antiken Stadt Polonnaurwa auf Sri Lanka

Die erste umfassende Studie über die globalen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Tropenwälder zeigt, dass diese Wälder bereits seit mindestens 45.000 Jahren durch menschliche Eingriffe verändert werden. Dieses Ergebnis wirkt der Auffassung entgegen, dass Tropenwälder bis zum Aufkommen der modernen Landwirtschaft und der Industralisierung unberührte Naturgebiete gewesen sind.

Forschung
Weiterlesen
Eiskernbohrung

Eine neue Online-Datenbank ermöglicht es Klimaforschenden, nun noch genauer die Muster und Ursachen von globalen Klimaschwankungen zu untersuchen. Sie wurde von einem grossen internationalen Forschungsteam zusammengestellt, das von PAGES (Past Global Changes) koordiniert wurde, einer klimawissenschaftlichen Organisation an der Universität Bern.

Forschung
Weiterlesen
Oberschenkelnochen Hohlenstein-Stadel

Genetische Spuren für weitere Einwanderung nach Europa vor 220.000 bis 470.000 Jahren entdeckt

Die mitochondriale DNA aus dem Oberschenkelknochen eines Neandertalers trägt dazu bei, die komplizierte Beziehung zwischen modernen Menschen und Neandertalern zu klären. Die genetischen Daten, die von einem Forschungsteam unter Federführung des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena und der Universität Tübingen, rekonstruiert wurden, liefern einen zeitlichen Rahmen für eine vermutete Migration von Urmenschen aus Afrika, die eng mit dem modernen Menschen verwandt waren. Diese kreuzten sich mit den zu dieser Zeit bereits in Europa lebenden Neandertalern und hinterließen ihre Spur in der mitochondrialen DNA der Neandertaler. Die heute in Nature Communications veröffentlichte Studie, datiert dieses Ereignis auf die Zeit vor 470.000 bis 220.000 Jahren.

Forschung
Weiterlesen
Schädel wird mit Feuersteinmesser bearbeitet (fiktive Collage)

Anthropologen des Deutschen Archäologischen Instituts entdecken rituelle Ritzungen an 11.000 Jahre alten menschlichen Schädeln

Was taten die Menschen vor 11.000 Jahren in den Steinkreisen zwischen den riesigen T-Pfeilern in Göbekli Tepe? Warum ritzten sie mit Feuerstein tiefe Spuren in die Schädel ihrer Vorfahren oder Feinde? Die Deutung des steinzeitlichen Kultplatzes Göbekli Tepe in der Südost-Türkei beschäftigt die Wissenschaft seit Jahrzehnten. Die monumentalen Anlagen mit ihren großartigen Tierornamenten weisen auch Darstellungen geköpfter Menschen auf, die auf eine Nutzung des Platzes im Rahmen von rituellen Handlungen deuten. Fragmente menschlicher Schädel, die im Bereich der Anlagen gefunden wurden, geben erste Hinweise auf einen neuartigen Totenkult.

Forschung
Weiterlesen
Schädel-Rekonstruktion der frühesten Homo spaiens-Fossilien

Forscher entdecken in Marokko die bislang ältesten Fossilien unserer Art

Neue Fossilien und Steinwerkzeuge aus Jebel Irhoud (Marokko) belegen den Ursprung des heutigen Menschen vor etwa 300.000 Jahren in Afrika. Diese Fossilien sind rund 100.000 Jahre älter als die ältesten bislang bekannten Homo sapiens-Funde und dokumentieren, dass bereits vor zirka 300.000 Jahren wichtige Veränderungen im Aussehen und Verhalten des modernen Menschen in ganz Afrika stattgefunden haben.

Forschung
Weiterlesen
Archäologische Berichte

Die 1987 gegründete Monografienreihe der DGUF, die Archäologischen Berichte, wurden seit 2012 schrittweise retrodigitalisiert, beginnend mit den im Druck bereits vergriffenen Bänden. Seit Mai 2017 steht nun, dank der Unterstützung durch ein Team der UB Heidelberg, die gesamte Reihe, d. h. die Bände 1-25, Interessierten im Portal Propylaeum auch als E-Book im Open Access zur Verfügung. Außerdem erhielten alle Bände einen DOI, also einen "Digital Object Identifier", der dem Band dauerhaft einen digitalen Ort zuordnet.

Veröffentlichungen
Weiterlesen
Massengrab in Ausstellung

Die Eliteeinheit der schwedischen Armee war schlecht ernährt, von Krankheiten gezeichnet und hatte einen kräftezehrenden Alltag. In der Schlacht von Lützen, einer der folgenreichsten des Dreißigjährigen Krieges, wurde die Blaue Brigade durch einen Flankenangriff einer kaiserlichen Kavallerie-Einheit vernichtend geschlagen. Das Massengrab, in dem die Toten nach der Schlacht vergraben wurden, kam bei archäologischen Ausgrabungen zum Vorschein. Die kürzlich in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlichten Ergebnisse der anthropologischen Untersuchungen zeichnen das Leben und den Tod der Landsknechte nach.

Veröffentlichungen
Weiterlesen

Mit einer neuen Methode lässt sich Erbmaterial aus subfossilen Pflanzen- und Tierresten kostengünstig analysieren. Bei der Untersuchung der DNA von Weisstannennadeln in Tessiner Seesedimenten fanden Schweizer Wissenschaftler Hinweise darauf, wie die Wälder auf den Beginn des Ackerbaus reagierten.

Veröffentlichungen
Weiterlesen