Taimeringer Mammut wurde vermutlich zerlegt von Jägern und Sammlern

Bergung des Mammutstoßzahns

Neues vom Wollhaarmammut aus Taimering: Das 2020 entdeckte Mammut wurde nach seinem Tod in einen ehemaligen eiszeitlichen Tümpel eingebettet. Pollenfunde und Altersdatierungen belegen, dass das Mammut während der unwirtlichen Bedingungen des Kältemaximums der Würmeiszeit lebte und starb. Schnittspuren an mehreren Rippen deuten darauf hin, dass altsteinzeitliche Menschen sich an dem Kadaver zu schaffen machten.

Überreste des Pumpenhauses

Im Zuge der Neugestaltung des Paderquellgebietes in Paderborn bot sich Archäologie-Fachleuten die Möglichkeit, einen Blick unter die Oberfläche auf neue Funde zu werfen. Größtenteils gehören die freigelegten Mauern mit ehemaligem Pumpenhaus und Ozonwerk zur Wasserversorgung des vorigen Jahrhunderts. Allerdings führen weitere Strukturen zurück zum Gelände des Abdinghofklosters und eventuell bis ins 14. Jahrhundert.

Ausgrabungen
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Damhirsch Skelett

Europäische Damhirsche haben seit der letzten Warmzeit dramatisch an genetischer Vielfalt verloren. Dies enthüllen 120.000 Jahre alte Überreste der Tiere aus Neumark-Nord in Sachsen-Anhalt, die Forschende der Universität Potsdam, des MONREPOS – Archäologisches Forschungszentrum und Museum in Neuwied sowie der Universität Leiden analysiert haben. Modernes Damwild repräsentiert demzufolge nur einen Bruchteil der Vielfalt seiner Warmzeit-Vorfahren.

Forschung
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Jungsteinzeitliche Bestattung mit Flintdolch

Der Ausbau der Bahnstrecke Angermünde–Stettin verbindet auf besondere Weise die Ziele der Verkehrswende mit dem Schutz und der Erforschung des archäologischen Erbes Brandenburgs. In enger und sehr guter Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn konnten entlang der Trasse außergewöhnliche Fundplätze untersucht werden. Zu den herausragenden Ergebnissen zählen das bislang größte bekannte Gräberfeld der frühen Bronzezeit in Brandenburg bei Casekow sowie ein seltenes Gräberfeld der Schnurkeramik bei Luckow – der erste Nachweis dieser Kulturform in der Region seit mehr als einem halben Jahrhundert.

Ausgrabungen
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Archäologische Befunde im Drohnenbild

Ein Ausgrabungsteam begleitet vom Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) hat die Überreste einer mittelalterlichen Siedlung südwestlich von Borgentreich (Kreis Höxter) entdeckt. Neben Spuren vergangener Holzhäuser und Keramikscherben aus dem 10. und 11. Jahrhundert wurde auch das massive Steinfundament eines Kellers ausgegraben.

Ausgrabungen
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Murus Gallicus in Basel wird freigelegt

Bei archäologischen Ausgrabungen an der Rittergasse in Basel konnten wichtige neue Erkenntnisse zur Holzkonstruktion des rund 2.100 Jahre alten, spätkeltischen Murus Gallicus gewonnen werden. Die in den Sommerferien beginnenden Bauarbeiten zur Umgestaltung der Archäologischen Informationsstelle »Basel, 80 v. Chr. Murus Gallicus – Der Keltenwall« erforderten vorgängig archäologische Untersuchungen. Geplant sind ein unterirdischer Besucherraum, der von der Rittergasse aus zugänglich ist, und zwei Baukörper, welche die Höhe und den Verlauf des Keltenwalls aufnehmen.

Ausgrabungen
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Schnitt durch das eisenzeitliche Bauwerk

Bei Bauarbeiten am Regenüberlaufbecken nördlich der Willigisbrücke in Aschaffenburg sind archäologische Strukturen zutage getreten, die ins 4. Jahrhundert vor Christus datieren. Das haben Untersuchungen des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD) ergeben.

Ausgrabungen
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Fa-Hien-Lena-Höhle

Eine aktuelle Studie untersucht menschliche Populationen in den tropischen Regenwäldern Sri Lankas. Sie zeigt, dass der Pflanzenverzehr bereits Tausende Jahre vor der Einführung der Landwirtschaft zunahm. Die Untersuchung basiert auf menschlichen und tierischen Überresten aus der Zeit vor etwa 20.000 bis 3.000 Jahren und verwendet die Zinkisotopenanalyse des Zahnschmelzes, um die Position eines Organismus im Nahrungsnetz – die sogenannte trophische Position – sowie die Zusammensetzung der Ernährung zu rekonstruieren.

Forschung
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Rekonstruktion des Felskammergrabs

Kinder aus früheren Beziehungen, die in einer neuen Familie als Geschwister aufwachsen, Paare, die fremde Kinder adoptieren oder in Pflege nehmen – sogenannte Patchworkfamilien sind heute ein weit verbreitetes Lebensmodell. Es gilt als modern, ist tatsächlich aber uralt. Da belegen neueste Analysen an menschlichem Erbgut aus der Jungsteinzeit.

Forschung
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Keilschrifttafel

Das neue KI-Tool "Palaeographicum" revolutioniert die Erforschung der Kulturen im Alten Orient: Es erkennt individuelle Varianten einzelner Keilschriftzeichen – ein enormer Fortschritt für die Wissenschaft.

Digital Humanities
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Mittelalterliches Notizbuch aus Paderborner Latrine

Bei archäologischen Ausgrabungen in Paderborn kam ein besonderer Fund zutage: Im Zuge von Bauarbeiten zum Neubau der Stadtverwaltung wurde in einer mittelalterlichen Latrine ein außergewöhnlich gut erhaltenes Notizbuch aus dem 13. bis 14. Jahrhundert gefunden. Das Notizbuch aus Leder, Holz und Wachs wird jetzt beim LWL in Münster restauriert und konserviert. Danach soll der Text entschlüsselt werden.

Ausgrabungen
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