Limeskastell Kapersburg - Ein Römerdorf wenige Zentimeter unter dem Waldboden

Spätrömische Fibel aus dem vicus von Kapersburg

Seit 2024 untersucht die hessenARCHÄOLOGIE gemeinsam mit dem provinzialrömischen Seminar der Universität Frankfurt das Lagerdorf – den sogenannten Vicus – des Römerkastells Kapersburg im östlichen Taunus. Nur wenige Zentimeter unter dem Waldboden liegt hier die Geschichte der römischen Präsenz an der Grenze des Imperiums verborgen.

Warmluftheizungen des 14. Jahrhunderts

Erste Ergebnisse der diesjährigen Grabungskampagne auf dem Posaer Berg bei Zeitz

Seit 2017 erbringen die archäologischen Untersuchungen des Posaer Berges wichtige neue Erkenntnisse zum ehemaligen Benediktinerkloster Posa sowie zu dessen ottonenzeitlicher Vorgängeranlage. Auch in diesem Jahr finden wieder Forschungsgrabungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt und des Vereins zur Förderung der Archäologie und der historischen Forschung Zeitz e. V. statt. Der Fokus der diesjährigen Untersuchung liegt auf der bedeutenden frühmittelalterlichen Burganlage des 9. und 10. Jahrhunderts.

Ausgrabungen
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Funde aus dem Prunkgrab von Albisheim

Kulturstaatssekretär Dr. Denis Alt stellte erste Forschungsergebnisse zu einem außergewöhnlichen Fund aus der späten Bronzezeit vor.

Mehr als 3.000 Jahre lag ein besonders reich ausgestattetes Grab bei Albisheim im Erdreich verborgen. Im Zuge der Erschließung eines Neubaugebietes im Alzeyer Hügelland wurde es in den Jahren 2023 bis 2025 bei archäologischen Untersuchungen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), Landesarchäologie, Außenstelle Speyer, entdeckt. Auf der Grabungsfläche wurden insgesamt mehr als 850 Befunde unterschiedlicher Zeitstellungen freigelegt.

Funde & Befunde
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Römische Münzen aus dem Münzschatz von Wesseling

Größter hadrianischer Münzhort Deutschlands bei Wesseling entdeckt

Auf einem Acker bei Wesseling entdeckte ein Sondengänger bei einer genehmigten Suche mehrere römische Silbermünzen. Das sofort verständigte LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland (LVR-ABR) konnte bei nachfolgenden Ausgrabungen über 900 römische Denare sicherstellen. Es handelt sich dabei um den größten Münzschatz aus der Zeit des Kaisers Hadrian in Deutschland. Mit insgesamt 3,1 Kilogramm Silber stellt der Hortfund ein beträchtliches Vermögen dar, das wohl im zweiten Viertel des 2. Jahrhunderts n. Chr. absichtlich vergraben wurde. Neben der wissenschaftlichen Bedeutung ist der Fund auch aufgrund des umsichtigen Verhaltens des Finders hervorzuheben. Der Münzschatz wird nun erstmalig im LVR-Landesmuseum Bonn gezeigt.

Funde & Befunde
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Blick in die Warmluftheizung mit Steinpackung

Beim Umbau der Liegenschaft Petersgraben 52 in Basel (Schweiz) konnte die Archäologische Bodenforschung im Innenhof der ehemaligen Gewerbeschule Mauern und Mörtelböden des mittelalterlichen Klosters Gnadental ausgraben. Unter einem der Böden befand sich eine aussergewöhnlich gut erhaltene Warmluftheizung, die einst vermutlich den Speiseraum (Refektorium) des Frauenklosters beheizte. Aufgrund ihrer nahezu vollständigen Erhaltung ist sie schweizweit einzigartig und zählt auch im europäischen Vergleich zu den bedeutendsten bekannten Beispielen dieses Heizungstyps.

Ausgrabungen
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Messbild der geomagnetischen Untersuchung in Opovo

Studie revidiert bisherige Vorstellungen von einer 6.800 Jahre alten Siedlung de in der heutigen Vojvodina

Südosteuropa und der Balkan sind für das Verständnis der europäischen Jungsteinzeit eine zentrale Region. Viele neue Lebens- und Wirtschaftsformen, die bis heute unser Leben prägen, traten dort erstmals in Europa auf und verbreiteten sich später weiter über den gesamten Kontinent. Die nach dem Fundplatz Vinča im heutigen Serbien benannte archäologische Kultur markiert einen späten Abschnitt der Jungsteinzeit in der Region. Vor mehr als 6.500 Jahren lebten Menschen dort erstmals über längere Zeiträume in großen Siedlungen. Sie unterhielten weitreichende Austauschnetzwerke. Keramik- und Steinbearbeitung zeigen ein umfangreiches Materialwissen sowie ein weites Spektrum an Zierstilen.

Ausgrabungen
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Wandkonstruktionszeichnung

Wie hoch könnten Gebäude vor rund 2.800 Jahren gewesen sein? Eine neue, interdisziplinäre Studie des DAI und der BTU liefert dazu erstmals belastbare statische Befunde. Im Zentrum der Untersuchung von den Wissenschaftlern Vertr.-Prof. Dr.-Ing. Martin Drieschner, Fachgebiet Statik und Dynamik an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU), und Dipl.-Ing. Mike Schnelle, Außenstelle Sanaa des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), steht der Palast Grat Be'al Gibri in Yeha, im äthiopisch-eritreischen Hochland gelegen. Mit einer Grundfläche von etwa 60 mal 60 Metern gilt er als der größte bekannte Palastbau seiner Zeit in Südarabien und Ostafrika. Datiert auf etwa 800 v. Chr. wurde er bereits in der Antike durch einen Brand zerstört. Erhalten sind heute nur Teile des Erdgeschosses und des Podiums.

Forschung
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Freilegung Feuerungsanlagen

Seit Mitte August untersucht ein Ausgrabungsteam des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit der Stadtarchäologie Dortmund eine einzigartige Siedlung des 1. bis 5. Jahrhunderts n. Chr. - der sogenannten Römischen Kaiserzeit.

Ausgrabungen
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Jakobsmuscheln von der Ausgrabung am Münsterplatz

Mit einer großen Schippe fing Ende Februar 2026 am Münsterplatz alles an. Doch schnell kamen vor allem Pinsel und weiteres feines Werkzeug zum Einsatz. Die Schaufeln standen fortan eher am Rande der beiden Gruben mitten in der Aachener City. „In der rund sechsmonatigen Untersuchung ist es uns erstmals möglich gewesen, detaillierte Einblicke in den alten Münsterkirchhof zu bekommen“, zog Stadtarchäologe Andreas Schaub eine rundum positive Bilanz nach der intensiven Grabungszeit.

Ausgrabungen
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Kuppel des Pantheons in Rom

Wein, Essig und Olivenöl – sie verfeinern seit Jahrtausenden nicht nur die mediterrane Küche, sie könnten auch als besondere Würze in der antiken Baukunst gedient haben. Denn möglicherweise haben die Zutaten dazu beigetragen, dass ein antiker Baustoff heute noch Maßstäbe setzt und in der Materialwissenschaft für Rätsel sorgt: römischer Beton.

Forschung
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Aquädukt bei Nîmes

Untersuchungen von Karbonatablagerungen aus dem römischen Aquädukt mit der berühmten Brücke Pont du Gard durch Forschende der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz geben Aufschluss über die antike Wasserbewirtschaftung in der Region um das heutige Nîmes.

Forschung
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