"Petra Painting Conservation Project" untersucht antike Wandmalereitechnik

Fotografische Dokumentation von Wandmalerei und Putzresten im Mausoleum Al-Khazne

Wie haben die Nabatäer ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. die Wandmalereien in der Felsenstadt Petra – Hauptstadt ihres Reiches – erschaffen? Das haben Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft der TH Köln, das Institut für Optik und Atomare Physik der Technischen Universität Berlin und das Institut für Archäologie der Humboldt-Universität zu Berlin im Forschungsvorhaben "Petra Painting Conservation Project" untersucht. Im Fokus standen die Analyse der Wandmalereitechnik und der verwendeten Materialien sowie die Schulung einheimischer Fachkräfte.

Der Graben als Hügeleinfassung des bronzezeitlichen Grabes stellt sich als dunkele Verfärbung dar

"Archäologischer Hotspot" im Wesertal

Bei der Erschließung eines neuen Gewerbegebietes in Porta Westfalica-Lerbeck (Kreis Minden-Lübbecke) stießen Archäologen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sowohl auf eine Siedlung der Völkerwanderungszeit (ca. 375 bis 568) als auch auf eine etwa 3.000 Jahre alte Grabanlage - und besonders schöne Funde, darunter bronzene Broschen und Grabbeigaben wie Keramik und Feuersteingeräte.

Ausgrabungen
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Pyramiden von Gizeh

Die Cheops-Pyramide ist mit einer Höhe von 139 Metern die größte der drei Pyramiden von Gizeh und gehört zu den ältesten Bauwerken der Welt. Und doch gibt dieses vor 4500 Jahren erbaute architektonische Meisterwerk noch Rätsel auf. Christian Große, Professor für Zerstörungsfreie Prüfung an der Technischen Universität München (TUM), hat in Zusammenarbeit mit der Universität Kairo an der Cheops-Pyramide Messungen durchgeführt. Darüber berichtete er in einem Interview.

Denkmalschutz
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Foto: MWWK / Piel

Bei Bauarbeiten in der Mainzer Altstadt hat im November 2020 die Landesarchäologie Mainz 18 mittelalterliche jüdische Grabsteine freigelegt. Die Steine waren in einer Mauer als Füllmaterial verbaut worden. Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf stellte gemeinsam mit Dr. Marion Witteyer, Leiterin der Landesarchäologie Mainz, der stellvertretenden Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Mainz, Joanna Wroblewska-Nell, sowie Rabbiner Aharon Vernikovsky die Fundstücke vor. Sie stammen ursprünglich von dem »Alten jüdischen Friedhof Mainz«, der im 11. Jahrhundert angelegt worden war.

Rheinland-Pfalz
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Angkor Wat in Kambodscha

Spärlich bekleidete Grabräuberinnen und schweigsame Gelehrte, die Tonscherben zusammensetzen – diese Stereotypen dominieren die öffentliche Wahrnehmung von Archäologie. Doch zwischen diesen Bildern und der Archäologie des 21. Jahrhunderts liegen Welten. In einer breitangelegten Übersichtsarbeit erkunden Wissenschaftlerinnen des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte eine durch und durch moderne wissenschaftliche Disziplin und zeigen, welchen Beitrag die Archäologie zur Bewältigung der gewaltigen Herausforderungen des Anthropozäns leisten kann.

Wissenschaftsgeschichte
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Artefakt aus Laminia, Senegal

Bevölkerungsgruppen im äußersten Westen Afrikas nutzten noch bis vor 11.000 Jahren die frühesten menschlichen Techniken zur Steinbearbeitung

Der moderne Mensch, Homo sapiens, entstand vor etwa 300.000 Jahren in Afrika, wo die ältesten versteinerten Überreste und die frühesten kulturellen und technologischen Zeugnisse unserer Spezies zu finden sind. Das frühe Repertoire an Materialien und Technologien wird gemeinhin als Mittelsteinzeit bezeichnet und blieb nach bisherigen Schätzungen in weiten Teilen Afrikas bis vor etwa 60.000 bis 30.000 Jahren in Gebrauch. Neue Untersuchungen im Senegal zeigen nun, dass diese »erste menschliche Kultur« 20.000 Jahre länger überdauerte als bisher angenommen und noch bis vor 11.000 Jahren lebendig war.

Forschung
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Ausgetrockneter See

Leipziger Forschende identifizieren aus historischen Quellen bisher unbekannte Dürreperiode

Der Übergang von der mittelalterlichen Warmzeit zur Kleinen Eiszeit wurde offenbar von starken Dürren zwischen 1302 und 1307 in Europa begleitet, die der feucht-kalten Phase der 1310er Jahre und der damit verbundenen großen Hungersnot von 1315-21 vorausgingen. Die Wetterlagen 1302-07 seien vergleichbar mit der Wetteranomalie 2018, als in Kontinentaleuropa eine außergewöhnliche Hitze und Dürre herrschte, schreiben die Forschenden der Leibniz-Institute für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) und für Troposphärenforschung (TROPOS) im Fachjournal Climate of the Past.

Forschung
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Ewass Oldupa, Oldupai-Schlucht, Tansania

Die UNESCO-Welterbestätte Olduvai-Schlucht im Norden Tansanias ist als »Wiege der Menschheit«, bekannt. Neue interdisziplinäre Feldforschung führte nun zur Entdeckung der bislang ältesten archäologischen Stätte in der Schlucht. Frühe Menschen nutzten dort über einen Zeitraum von 200.000 Jahren vielfältige Lebensräume, die immer wieder ökologischen Veränderungen unterworfen waren.

Ausgrabungen
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Vor 6.000 Jahren waren Mangroven in Oman weit verbreitet.

Vor rund 6.000 Jahren verschwanden die meisten Mangroven-Bestände an den Küsten Omans. Warum, war bislang nicht komplett geklärt. Eine aktuelle Studie der Universität Bonn bringt nun Licht ins Dunkel: Demnach führten klimatische Veränderungen zum Zusammenbruch der Küsten-Ökosysteme.

Forschung
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Freilegung eines Skeletts auf Guam

Verwandtschaftsbeziehungen zu den Philippinen

Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden. Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, der Australian National University und der University of Guam gingen nun Fragen zur Herkunft der ersten Besiedler der Marianeninseln und deren Verwandtschaft zu den Erstbesiedlern Polynesiens nach.

Aus aller Welt
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Bronzezeitliche Marktszene

Exotische Gewürze Asiens wie Kurkuma und Früchte wie die Banane erreichten den Mittelmeerraum schon vor mehr als 3.000 Jahren und damit sehr viel früher als bislang gedacht. Forscher um den LMU-Archäologen Philipp Stockhammer zeigen anhand der Untersuchung alter Proteine, die im Zahnstein von verstorbenen Menschen erhalten blieben, dass schon in der Bronzezeit Fernhandel mit Nahrungsmitteln weit entfernt lebende Gesellschaften verband.

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