1.500 Jahre Handwerks- und Siedlungsgeschichte bei Griebo

Eisenzeitliche Öfen

Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt fanden bei Griebo (Stadt Coswig, Landkreis Wittenberg) einen mehrphasigen Siedlungsplatz, der von der Eisenzeit bis ins 9. Jahrhundert genutzt wurde. Über mehrere Jahrhunderte wurde dort Eisen aus Raseneisenerz gewonnen und weiterverarbeitet. Daneben fanden sich in Form eines Kalkbrennofens Hinweise auf die Produktion von Mörtel und Belege für Textilherstellung.

Einer der freigelegten eisenzeitlichen Öfen auf der Ausgrabung

Vor über 2.000 Jahren war das Siegerland eine blühende Region für Eisenproduktion. In den bislang größten bekannten Verhüttungsöfen ihrer Epoche in Europa gewannen keltische Hüttenleute große Mengen an Stahl. Archäologen gelang in Siegen nun ein Nachweis dieser bisher für die Eisenzeit in Mitteleuropa einzigartigen großen Zahl an Werkstätten zur Eisenverarbeitung.

Nordrhein-Westfalen
Weiterlesen
Digital Atlas of Innovations

Der Europäische Forschungsrat (ERC) fördert das DAI-Forschungsprojekt »Technische und soziale Innovationen im Kaukasus: zwischen Eurasischer Steppe und den frühesten Städten im 4. und 3. Jahrtausend v. Chr.« mit einem mit 2.5 Millionen Euro dotierten Advanced Grant. In dem Projekt sollen Schlüsselinnovationen im Kaukasus wie die Erfindung von Rad und Wagen, Züchtung des Wollschafs und Metallgewinnung und -verarbeitung untersucht werden.

Asien
Weiterlesen
Paranussbaum in der Nähe eines Hauses am Flussufer

Bäume in Amazonien offenbaren vorkoloniale menschliche Einflussnahme

Der Paranussbaum war zumindest seit dem frühen Holozän ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährungsstrategien im Amazonaswald. Diese Bäume können Hunderte von Jahren alt werden und werden heute wegen ihrer wertvollen, energiereichen Nüsse bewirtschaftet. Muster in der Etablierung und im Wachstum der Paranussbäume in Zentralamazonien spiegeln über 400 Jahre die Veränderungen der Okkupation durch den Menschen sowie der politischen und sozio-ökonomischen Aktivitäten in der Region wider.

Forschung
Weiterlesen
Der kreisrunde Befund des Ofens gibt zur Zeit noch Rätsel auf

Vergangenes Jahr fanden Archäologen bei Attendorn (Kreis Olpe) eine eisenzeitliche Siedlung. Nun gelang ihnen erneut im Umfeld der Stadt die Entdeckung eines Hofs aus dieser Zeit. Damit können neue Erkenntnisse über die Besiedlung der Olper Region im ersten Jahrhundert vor Christus gewonnen werden.

Ausgrabungen
Weiterlesen
Das internationale Forschungsteam während der geowissenschaftlichen Feldkampagne am Sidi-Ali-See im Mittleren Atlas Marokkos

Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universität Leipzig hat die Klimageschichte von Nordwestafrika und Europa untersucht. Hierbei fanden Prof. Dr. Christoph Zielhofer, Physischer Geograph an der Universität Leipzig, und seine Kollegen Hinweise für den Beginn des heutigen Klimas vor 5.000 Jahren. Eine besondere Rolle spielt hierbei die sogenannte Nordatlantische Oszillation.

Forschung
Weiterlesen
Der Kopf einer Matronen-Statuette wurde vom Krefelder Stadtarchäologen Dr. Hans Peter Schletter im Rahmen der Gelleper Neufunde vorgestellt

Archäologen haben bei ihrer Arbeit mindestens zwei Glücksmomente, in denen sie sich über Entdeckungen freuen, staunen oder überrascht sind: Einmal während der eigentlichen Ausgrabung und dann bei der anschließenden Säuberung und ersten Betrachtung der Funde. So ist das derzeit auch im Archäologischen Museum Krefeld.

Ausgrabungen
Weiterlesen
Das Skelett eines 15.000 Jahre alten anatolischen Jägers und Sammlers

Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte hat in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Großbritannien, der Türkei und Israel prähistorische Skelette von bis zu 15.000 Jahre alten Einwohnern Anatoliens untersucht, unter ihnen die ersten Jäger und Sammler aus dieser Region. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die ersten anatolischen Bauern direkte Nachkommen lokaler Jäger und Sammler waren.

Forschung
Weiterlesen
Trotz erhöhter Zahl an Sitzplätzen war die Tagung auch in diesem Jahr wieder vorzeitig ausgebucht

Mehr als 480 Interessierte kamen am 11.3.2019 zur Archäologie-Jahrestagung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) nach Münster - ein neuer Teilnahmerekord. Insgesamt 13 Vorträge zeigten ein Spektrum quer durch alle Epochen: von Deutschlands ältesten Mosasauriern (Meeresreptilien) über eine bemalte Grafengruft bis zu Verbrechen des Nationalsozialismus.

Funde & Befunde
Weiterlesen
Ausgrabungsarbeiten auf dem Gelände von Balma Guilanyà

Die Iberische Halbinsel gilt seit langem als Sonderfall in der Bevölkerungsgeschichte Europas, aufgrund ihres einzigartigen Klimas und ihrer Lage am äußersten westlichen Rand des Kontinents. Während der letzten Eiszeit blieb die Region relativ warm, so dass Pflanzen und Tiere - und möglicherweise auch Menschen -, die sich aus einem Großteil des übrigen Europas zurückziehen mussten, dort weiterleben konnten. Ein internationales Forschungsteam hat nun in zwei Studien alte DNA von Individuen der iberischen Halbinsel analysiert, die aus einem Zeitraum von mehr als 12.000 Jahren stammen.

Forschung
Weiterlesen
Seeotter benutzt Amboss-Stein zum Öffnen von Muscheln

Ein internationales Forscherteam hat die Verwendung von großen, küstennahen Felsen als »Ambosse« zum Aufbrechen von Muschelschalen analysiert, ebenso wie mit der Zeit gewachsene Muschelhaufen. Mit ökologischen und archäologischen Ansätzen identifizierten die Forscherinnen und Forscher Muster, die für die Nutzung solcher Orte durch Seeotter charakteristisch sind. Durch die Betrachtung von Beweisen für die Nutzung von Steinen als Ambosse in der Vergangenheit könnten Wissenschaftler die Lebensraumnutzung von Seeottern besser verstehen.

Forschung
Weiterlesen