Kurz notiert

"KI und alte Sprachen sind kein Widerspruch"

Abschrift eines Prozessprotokolls mit Korrekturen in roter Tinte

ÖAW entwickelt Altgriechisch-KI "Apollo" mit Mistral und Reply

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) arbeitet gemeinsam mit den KI-Unternehmen Mistral AI und Sail Reply an der Entwicklung eines Large Language Modells (LLM) für Altgriechisch: Apollo, benannt nach dem griechischen Gott des Lichts und Schutzgott der Künste und Wissenschaften, wird die Forschung an altgriechischen Texten vorantreiben. Das Modell wird fortschrittliche Textsuche und automatischen Lückenschluss in Hunderttausenden von bislang unerschlossenen Papyri und Inschriften unterstützen, sodass die präzise Erfassung von Inhalten in Stunden statt in Jahren möglich wird. Die ÖAW und ihre Partner leisten damit Pionierarbeit, denn LLMs befassten sich bislang noch nicht mit einer sich im Laufe der Zeit wandelnden historischen Sprache und der Rekonstruktion stark beschädigter antiker Texte.

Gletscher auf der Weißseespitze

Ein 6.000 Jahre altes Gletscherarchiv auf der Weißseespitze schmilzt rasant: Seit 2019 halbierte sich die Eismenge. Forschende warnen vor dem Verlust wertvoller Klimadaten – ein Wettlauf gegen die Zeit, um das Eis zu retten.

Forschung
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Kaiser Augustus

Mit einer feierlichen Preisverleihung in der VGH Stiftung in Hannover werden am 11. Mai zum vierten Mal die Studienpreise für Denkmalpflege und Archäologie vergeben. Die beiden Fördervereine des NLD, die Gesellschaft für Denkmalpflege in Niedersachsen e.V. und der Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen e.V., haben sie gemeinsam mit der Architektenkammer Niedersachsen, den Freunden der Archäologie im Braunschweiger Land e.V. und dem Niedersächsische Landesverein für Urgeschichte e.V. sowie in Kooperation mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der VGH Stiftung ins Leben gerufen, um herausragende Studienarbeiten in den jeweiligen Bereichen auszuzeichnen. Fachjurys aus Wissenschaft und Amtsdenkmalpflege haben über die Preisvergaben entschieden.

Forschung
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Eröffnung des mobilen Limes-Informationszentrums

Rot, rechteckig, gläsern und rundum informativ: Das neue Welterbe-Informationszentrum zum Niedergermanischen Limes ist eröffnet. Der stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, LVR-Kulturdezernentin Dr. Corinna Franz und Landesarchäologe Dr. Erich Claßen weihten kürzlich das Infozentrum ein und präsentierten es erstmals der Öffentlichkeit. Künftig soll der Info-Container abwechselnd an den verschiedenen Welterbe-Plätzen des Niedergermanischen Limes im Rheinland über das UNESCO-Welterbe informieren.

Kulturerbe
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Städte und Gemeinden können ab sofort Eigentum an archäologischen Funden digital beim Freistaat beantragen.

Denkmalschutz
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Lübecker Hanseschiff (3D-Rekonstruktion)

Digitale 3D-Rekonstruktion bietet faszinierende Bilder

Alles begann mit einem Zufall, dem eine spannende Reise in die Vergangenheit der Geschichte der Hanse folgen sollte: Bei einer der regelmäßigen Messungen in der Fahrrinne der Trave ortete das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ostsee 2020 eine Unebenheit in der Trave. Im August 2021 untersuchten Taucher das Objekt, was sich als einzigartiger Schiffsfund aus der Hansezeit herausstellte. Im Juni 2023 begann die Bergung des Schiffwracks – es folgten Analysen, Auswertungen und übertroffene Erwartungen. Nun eröffnen neue Forschungsergebnisse zur Ladung, Bauweise und Rekonstruktion des Schiffes nicht nur neue Perspektiven auf die hansische Seefahrtsgeschichte, sondern unterstreichen Lübecks historische Rolle als Innovationszentrum des nordeuropäischen Schiffbaus.

Funde & Befunde
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Tagungsteilnehmer beim fachlichen Austausch

Eine Tagung der hessenARCHÄOLOGIE in Schloss Biebrich beleuchtete die digitale Primärdokumentation in der Bodendenkmalpflege – von Standards und Softwarelösungen bis zu 3D-Erfassung und drohnengestützter Prospektion.

Tagungen
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Benjamin Schürch

Tübinger Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie geht an Benjamin Schürch – Erkenntnisse aus dem Zeitraum der frühen Ausbreitung moderner Menschen über Zentraleuropa

Personalia
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Kalkriese-Projekt: Präsentation der Ergebnisse

Zwei Dissertationen bringen frische Erkenntnisse zur Varusschlacht

Das von der VolkswagenStiftung geförderte Projekt »Kalkriese als Ort der Varusschlacht? – eine anhaltende Kontroverse« konnte mit zwei Doktorarbeiten erfolgreich abgeschlossen werden. Gemeinsam mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen, und der Ludwig-Maximilians-Universität München haben sich zwei Wissenschaftlerinnen auf ganz unterschiedliche Weise mit den Funden aus Kalkriese beschäftigt.

Forschung
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Plan des römischen Nida

Zwischen 2016 und 2022 konnten in der Frankfurter Nordweststadt auf einer Fläche von knapp einem halben Hektar große Teile des Kultbezirks der antiken römischen Stadt Nida entdeckt und ausgegraben werden. Um die Ergebnisse dieser Ausgrabung eingehend wissenschaftlich auswerten zu können, haben das Archäologische Museum Frankfurt, die Goethe-Universität und die Universität Basel gemeinsam Mittel über eine Million Euro eingeworben.

Forschung
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Edda Guareschi

Edda Guareschi ist neue Kuratorin für die Mumie des Mannes aus dem Eis. Mit ihrer Erfahrung in forensischer Anthropologie bringt sie neue Impulse für Forschung und Konservierung im Südtiroler Archäologiemuseum.

Personalia
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Kurz notiert

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