Kurz notiert

Überraschungsfunde vom Mainzer Zollhafen vorgestellt

Vorstellung der Funde am Rheinkontor im Zollhafen Mainz

"Eigentlich haben wir in dem Bereich des Zollhafens gar keine archäologischen Relikte erwartet", bekennt Dr. Marion Witteyer von der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) in Rheinland-Pfalz. Dass es am Ende nicht nur Überraschungsfunde gab, sondern auch neue Erkenntnisse über die römische Besiedlung im Bereich der heutigen Mainzer Neustadt ist für die Leiterin der Außenstelle Mainz der Landesarchäologie umso erstaunlicher. Die Funde wurde jetzt von Innenminister Roger Lewentz gemeinsam mit Vertretern der GDKE und der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) vorgestellt.

Teil einer Seite aus den Exzerptheften von Johann Joachim Winckelmann

Johann Joachim Winckelmann gilt als Begründer der wissenschaftlichen Kunstgeschichte und der Archäologie im deutschsprachigen Raum. In einem großen Forschungsprojekt untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der TU Darmstadt nun die Einflüsse anderer Gelehrter auf sein Werk. Grundlage bildeten für Winckelmann insbesondere die Schriften italienischer, französischer und englischer Gelehrter, die er in Auszügen abschrieb und damit sogenannte Exzerpthefte füllte. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt für drei Jahre mit knapp 1,1 Millionen Euro.

Wissenschaftsgeschichte
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Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) hat im April 2021 Professorin Barbara Helwing als neues Mitglied in den Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) berufen.

Personalia
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Münzsuche

Über 90.000 Münzen und Medaillen aus 2.600 Jahren Geldgeschichte können ab sofort auf dem neuen Online-Portal ikmk.net durchsucht werden. Mit dem gemeinsamen Interaktiven Katalog der Münzkabinette wurde ein Schwergewicht in der Digitalisierung des materiellen Kulturerbes eröffnet: Die Daten stammen aus mehr als 40 verschiedenen Sammlungen an etwa 30 Standorten in Deutschland, Griechenland, Österreich und der Schweiz. Darunter sind auch die universitäre Münzsammlung der Technischen Universität Braunschweig und das Münzkabinett des Herzog Anton Ulrich-Museums.

Aus aller Welt
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Äthiopischer Klostervorsteher und Verena Krebs

Auf heutigen Karten, die mittelalterliche Regionen abbilden, sind afrikanische Königreiche wie Äthiopien nur selten zu finden. Wenn, dann erscheinen sie meist am Rand der vormodernen Welt – lang nahm man an, dass sie erst im Zeitalter europäischer Entdeckungsfahrten in Kontakt zum christlichen Europa traten. Ein neues Buch von Prof. Dr. Verena Krebs, Historikerin und Mediävistin an der Ruhr-Universität Bochum (RUB), zeichnet ein anderes Bild: Eine Vielzahl königlich-äthiopischer Gesandtschaften bereiste im 15. und frühen 16. Jahrhundert verschiedenste kirchliche und fürstliche europäische Höfe, von Venedig und Valencia bis Konstanz am Bodensee.

Aus aller Welt
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Die Vorsitzende des Vereins von Altertumsfreunden im Regierungsbezirk Darmstadt e.V., Prof. Dr. Franziska Lang (rechts), mit dem diesjährigen Preisträger Dr. des. Ferdinand Heimerl (links)

Zum 19. Mal verliehen der Verein von Altertumsfreunden im Regierungsbezirk Darmstadt e.V. zusammen mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) und dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen, hessenARCHÄOLOGIE, am 7. Mai, den Eduard-Anthes-Preis für herausragende wissenschaftliche Arbeiten zur Archäologie im Mittelgebirgsraum. Ausgezeichnet wurde die Arbeit des Archäologen Dr. des. Ferdinand Heimerl. Der gebürtige Augsburger erhielt den mit 7.500€ dotierten Preis für seine Dissertation „Das römische Beda/Bitburg. Kaiserzeitlicher vicus, spätantike Befestigung und Bestattungen“.

Personalia
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Archäologen der israelischen Altertumsbehörde haben in Tel Motza Hinweise auf einen eisenzeitlichen Tempel gefunden

Die Universität Osnabrück verstärkt ihre internationalen Austauschbeziehungen in Studium und Lehre mit Israel. Seit 2019 kooperiert Prof. Dr. Anselm C. Hagedorn vom Institut für Evangelische Theologie mit dem Sonia and Marco Nadler Institute of Archaeology der Universität Tel Aviv in Israel. Wichtiger Bestandteil dieser Kooperation ist die Teilnahme von Studierenden an den archäologischen Ausgrabungen in Tel Motza, unweit von Jerusalem. Nach einer coronabedingten Verschiebung steht nun die erste Grabungskampagne mit Osnabrücker Beteiligung im August 2021 an. Zehn Osnabrücker Studierende warten auf ihre Covid-19 Impfung, um an der Grabung teilnehmen zu dürfen.

Ausgrabungen
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In der Villa dei Misterii (Pompeji) bilden die dekorativen und figürlichen Elemente der Wand- und Bodengestaltung im Zusammenspiel mit der Architektur ein komplexes Raum-Bild-Ensemble

Die materielle Kultur der Antike ist Gegenstand des neuen Ein-Fach-Masterstudiengangs „Klassische Archäologie“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Mit Beginn des kommenden Wintersemesters erhalten Studierende einen theoretisch und methodisch reflektierten, kontextuellen Zugang.

Studium
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Die Projektmitarbeiter:innen nutzen diverse digitale Plattformen, um auch in Coronzeiten mit dem Bürger:innen-Beirat in regen Austausch zu treten

15 Bürger:innen aus ganz Deutschland entwickeln ab sofort ein neues Online-Spiel und digitale Anwendungen für das LWL-Archäologiemuseum in Herne und das Römermuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Haltern am See sowie für das Deutsche Bergbau-Museum Bochum mit.

Aus aller Welt
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WHS-Studierende am Staatstheater Cottbus

Der erste Fernstudiengang der BTU Cottbus–Senftenberg - "World Heritage Studies" - geht zum Wintersemester 2021/2022 an den Start. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert die neue internationale Studienmöglichkeit aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Kulturerbe
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Tennisspielplatz auf dem Burghof, 1905

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind bei Bodenradarmessungen auf der Burg Tecklenburg (Kreis Steinfurt) auf den ältesten, bisher bekannten Tennisplatz Westfalens gestoßen. Im Nachlass der ehemaligen Eigentümer tauchten Fotografien auf, die eine Datierung vor 1900 zulassen. Grund für die archäologischen Untersuchungen war die geplante Neugestaltung des Burgbergs in Tecklenburg.

Geophysik
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Kurz notiert

Auf dieser Seite finden Sie Notizen aus der archäologischen Wissenschaft und Forschung sowie zu aktuell in Print- und Online-Medien verbreiteten Meldungen zu archäologischen Themen.

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