Kurz notiert

Von Massengräbern und Nachzehrern

Massengrab Konstanz

Landesamt für Denkmalpflege stellt erste Ergebnisse zur Ausgrabung am Schottenfriedhof in Konstanz vor

Bei der planmäßigen Rettungsgrabung auf dem Gelände des ehemaligen Schottenfriedhofs in Konstanz wurden spannende Erkenntnisse zur Lebenswelt der Konstanzer im 16. bis 19. Jahrhundert gewonnen. Auf etwa 2.000 Quadratmetern wurden über 1.300 Skelette entdeckt. Diese geben Hinweise auf Seuchen und kriegerische Auseinandersetzungen aber auch über Aberglauben und medizinische Behandlungen der damaligen Bevölkerung. Erste Ergebnisse zu den archäologischen Ausgrabungen auf dem Gelände des früheren Vincentius-Areals wurden am Mittwoch vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart präsentiert.

Möchten die Museumssammlung digitalisieren

Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg und die Jade Hochschule starten ein Forschungsprojekt zur Modelldigitalisierung von Natur- und Kulturgut. Die Partner wollen in den kommenden drei Jahren untersuchen, mit welchen technischen Lösungen Sammlungsobjekte digital erfasst werden können und wie diese Digitalisate die Wahrnehmung von Kulturgut beeinflussen. Das Projekt "Modelldigitalisierung 3D von Natur- und Kulturgut Oldenburg" (MoDi) wird von der VolkswagenStiftung gefördert.

Kulturerbe
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Verabschiedung von Prof. Markus Egg

Am 30. Oktober 2019 verabschiedeten Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Freunde und Familie Professor Markus Egg in den Ruhestand. In seiner fast 42-jährigen Dienstzeit am Römisch-Germanischen Zentralmuseum, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie (RGZM) – zuletzt als Direktor für Vorgeschichte und Leiter der Restaurierungswerkstätten – führte er zahlreiche archäologische und konservatorische Projekte durch, wie die Erforschung der Ausrüstung der Gletschermumie vom Hauslabjoch ("Ötzi"), des berühmten Kultwagen von Strettweg oder aktuell die Erforschung der Lederfragmente der sogenannten Salzmumien aus Zanjān (Iran).

Personalia
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Prof. Dr.-Ing. Dieter Leonhard, Präsident der htw saar, erhält ein Exemplar von Prof. Dr.-Ing. Ahmad Osmans Buch

Ein kürzlich von Prof. Dr.-Ing. Ahmad Osman und Prof. Moropoulou herausgegebenes Buch befasst sich auaführlich mit dem Einsatz der Zerstörungsfreien Prüfverfahren (ZfP) und den Methoden der strukturellen Zustandsüberwachung für den Erhalt und die Restaurierung von Kulturstätten.

Denkmalschutz
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Eine in Shenmu gefundene Tierskulptur aus dem 3. Jahrhundert v. Chr.

Hengstberger-Symposium befasst sich mit den eurasischen Austauschbeziehungen

Mit dem "frühen China" im ersten Jahrhundert vor Christus beschäftigt sich ein Hengstberger-Symposium, das am 28. und 29. Oktober 2019 im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg (IWH) stattfindet. Forscher unterschiedlicher Disziplinen – darunter Sinologen, Kunsthistoriker und Archäologen aus dem In- und Ausland – werden insbesondere die weitreichenden chinesisch-eurasischen Verbindungen zwischen den nördlichen Steppenkulturen und den Einwohnern Zentralchinas noch vor der Entstehung der Seidenstraße beleuchten.

Aus aller Welt
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1:3 Modell des Mayener Töpferofens aus der Zeit um 1200

Am 22. Oktober brennen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Labor für Experimentelle Archäologie (LEA) in Mayen Keramik in einem 1:3 Modell eines Ofens aus der Zeit um 1200 n. Chr. Nachdem in den letzten Jahren Tests mit einem spätantiken Mayener Schachtofen aus der Zeit um 500 n. Chr. im Fokus standen, steht nun eine Epoche im Mittelpunkt: die Zeit um 1200.

Forschung
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Die leitenden Wissenschaftler von HistoGenes (von links nach rechts): Johannes Krause, Walter Pohl, Patrick Geary und Tivadar Vida

Das Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte hat gemeinsam mit drei internationalen Partnerinstitutionen einen ERC Synergy Grant des Europäischen Forschungsrates in Höhe von 10 Millionen Euro erhalten. Der Grant dient der Finanzierung einer fachübergreifenden Studie zur Untersuchung von mehr als 100 mittelalterlichen Friedhöfen in Mittel-und Osteuropa.

Forschung
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Gerda Henkel Preis 2020

Die Gerda Henkel Stiftung schreibt den Gerda Henkel Preis 2020 aus. Die Stiftung wendet sich an Universitäten und namhafte kulturelle und wissenschaftliche Institutionen in Deutschland und weltweit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieser Einrichtungen sind eingeladen, bis zum 17. Januar 2020 geeignete Kandidatinnen und Kandidaten vorzuschlagen.

Forschung
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DAI e-Forschungsberichte 2019-2

In der neu erschienenen Ausgabe der »e-Forschungsberichte« des Deutschen Archäologischen Instituts stellen 21 Projekte ihre aktuellen Ergebnisse und Entdeckungen vor. Die Berichte können online gelesen und als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Aus aller Welt
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Untersuchungen an Ötzi, dem Mann aus dem Eis

Moderne Ernährungsgewohnheiten gehen mit einer Verarmung der Darmflora einher. ZU deisem Ergebnis kommen die Autoren einer kürzlich veröffentlichten Studie des EURAC Instituts für Mumienforschung Bozen und der Universität Trient.

Forschung
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Tabula Peutingeriana

Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts erforscht der Lehrstuhl für Alte Geschichte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) seit 2017 die »Tabula Peutingeriana«. Diese um 1200 entstandene Kopie einer antiken Vorlage ist die einzige erhaltene Weltkarte aus der Antike. Nun wurde im Rahmen einer Tagung eine neue Online-Datenbank vorgestellt, welche die auf der Karte vermerkten Angaben kommentiert.

Datenbanken
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Kurz notiert

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