Ausgrabungsfirmen in NRW vor dem Aus?

Rettungsgrabung

Verband fordert Gesetzesänderung

Dem Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalens fehlt es an einer klaren Formulierung, wer die Kosten einer Rettungsgrabung zu tragen habe. Als Folge dieses Urteils des Oberverwaltungsgerichts Münster vom Herbst letzten Jahres beteiligen sich Investoren nicht mehr an den Kosten für Rettungsgrabungen, die aufgrund von Baumaßnahmen notwendig werden. 75% der betroffenen Bodendenkmale könnten daher vor ihrer Zerstörung nicht mehr fachgerecht dokumentiert werden, fürchtet der Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler (BfK). Außerdem seien die archäologischen Ausgrabungsfirmen in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht.

Nur auf dem Luftbild ist die Wallburg am Hünenknäppen im Ahlener Stadtteil Dolberg überhaupt noch zu erahnen. Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) holen jetzt etwa drei Monate lang Teile der mittelalterlichen Anlage ins Licht der Forschung.

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Die Geschichte eines sizilianischen Landguts ist in Stein geschrieben

Archäologische Ausgrabungen belegen jetzt erstmals die über tausendjährige Geschichte eines Landguts auf Sizilien. Zahlreiche Funde zeigen die kontinuierliche Nutzung der Anlage als Siedlungs-, Wirtschafts- und Religionszentrum zwischen dem 5. und 16. Jahrhundert.

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Marmortafel mit hebräischer Inschrift

Archäologen der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben bei Ausgrabungen nahe der Stadt Silves im Süden Portugals das bisher älteste Zeugnis jüdischer Kultur auf der Iberischen Halbinsel entdeckt. Auf einer etwa 40 mal 60 Zentimeter großen Marmorplatte ist in hebräischer Schrift der Name »Yehiel« zu lesen, gefolgt von weiteren Buchstaben, die bisher nicht entziffert werden konnten.

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Keilschrifttafel

Bei Ausgrabungen im Südosten der Türkei haben Archäologen Belege für eine vergessene Sprache aus der Zeit des Assyrischen Reiches gefunden. In Ziyaret Tepe, der assyrischen Stadt Tušhan, waren sie auf eine Tontafel mit Keilschrifttext gestoßen, der in einer bisher unbekannten Sprache verfasst ist.

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Lehrgrabung

Einen Volltreffer landeten Archäologen der Universität Bonn mit einer Lehrgrabung: Auf dem neuen Campus Poppelsdorf in Bonn, der zurzeit für Bauarbeiten hergerichtet wird, fanden Studenten und Wissenschaftler Reste eines römischen Umgangstempels, der in den Jahrzehnten um 100 nach Christus genutzt worden sein dürfte. Bislang war in diesem Gebiet von solchen römischen Aktivitäten nichts bekannt. Nur ein weiterer solcher Tempel wurde zuvor auf Bonner Stadtgebiet entdeckt: Während der Vorbereitungen für die Bauarbeiten des neuen WCCB-Kongresszentrums im Jahr 2006.

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So könnte es ab Sommer 2014 in Haltern aussehen: Die römische Tor-anlage des historischen Römerlagers soll ab jetzt Schritt für Schritt in Originalgröße rekonstruiert werden (Foto: LWL/Römermuseum - FaberCourtial)

Mit dem ersten Spatenstich haben die Arbeiten für den neuen 4,8 Hektar großen »Römerpark Aliso« in Haltern am See begonnen, im Zuge dessen unter anderem die Rekonstruktionen römischer Militärbauten wie eines Tores und einer Wehrmauer geplant sind.

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Fußboden eines Gewölbekellers

Licht in noch wenig bekannte Kapitel der mittelalterlichen Geschichte Paderborns bringen Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Bei der aktuellen Ausgrabung zeichnet sich ein bislang einmaliger Fund ab: ein Wohnhaus mit etwa 200 Quadratmetern Grundfläche.

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Blick auf das Tollensetal an der Fundstätte

Archäologische Forschungstaucher haben im Ausgrabungsgebiet Tollensetal herausragende Metallfunde aus der Bronzezeit geborgen. Dazu gehören unter anderem ein Goldspiralring und in Deutschland bislang einmalige Zinnringe. Die Fundstücke sind rund 3.300 Jahre alt. Sie passen in die Zeitphase in der bisherigen Ergebnissen zufolge eine Schlacht im Fundgebiet stattgefunden hat.

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In dieser Urne - einem römischen Kochtopf - wurde akribisch vom Scheiterhaufen aufgesammelte Asche des Toten beigesetzt

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in einem Gräberfeld in Berghaltern (Kreis Recklinghausen) ein weiteres 2.000 Jahre altes römisches Grab entdeckt.

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Im Zuge einer Baugrunduntersuchung in Öpfingen (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg) kamen umfangreiche bandkeramische Siedlungsspuren und mehrere Gräber aus der Glockenbecherzeit zum Vorschein.

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