Bauen wie die Römer

Kuppel des Pantheons in Rom

Wein, Essig und Olivenöl – sie verfeinern seit Jahrtausenden nicht nur die mediterrane Küche, sie könnten auch als besondere Würze in der antiken Baukunst gedient haben. Denn möglicherweise haben die Zutaten dazu beigetragen, dass ein antiker Baustoff heute noch Maßstäbe setzt und in der Materialwissenschaft für Rätsel sorgt: römischer Beton.

Aquädukt bei Nîmes

Untersuchungen von Karbonatablagerungen aus dem römischen Aquädukt mit der berühmten Brücke Pont du Gard durch Forschende der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz geben Aufschluss über die antike Wasserbewirtschaftung in der Region um das heutige Nîmes.

Forschung
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Künstlerische Rekonstruktion des Vorgebirges von Ras el-Kelb vor 400.000 Jahren

Ein internationales Forschungsteam hat historische Fossilsammlungen aus dem Libanon mit modernen Methoden neu untersucht. Die heute veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass die Levante im Pleistozän ein wichtiger Korridor für Tiere und verschiedene Menschenformen war und sich die Umweltbedingungen im zentralen Teil der Region deutlich von denen im Süden unterschieden. Die untersuchten Funde reichen bis zu 400.000 Jahre zurück und geben Einblicke in die Lebensweise früher Menschen sowie in die damaligen, teils dicht bewaldeten Landschaften. Sie unterstreichen zugleich den hohen wissenschaftlichen Wert historischer Sammlungen – gerade in politisch instabilen Regionen.

Aus aller Welt
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Die Entdeckung der Gletschermumie »Ötzi«

Am 19. September 2026 jährt sich die Entdeckung von Ötzi, dem Mann aus dem Eis, zum 35. Mal. Was 1991 mit einem Zufallsfund am Tisenjoch begann, entwickelte sich zu einer der bekanntesten archäologischen Entdeckungen weltweit. Bis heute ist das Interesse an der 5.300 Jahre alten Gletschermumie, ihrer Kleidung und Ausrüstung ungebrochen – bei Besucherinnen und Besuchern ebenso wie in Medien und Wissenschaft. Neue Untersuchungsmethoden eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf das Leben in der Kupferzeit und auf den menschlichen Körper. Gleichzeitig stellt das Südtiroler Archäologiemuseum die Weichen dafür, Ötzi auch für kommende Generationen zu bewahren und zeitgemäß zu präsentieren.

Funde & Befunde
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Helmarshausen

Über 500 Jahre lang prägte ein Benediktinerkloster das Bild des heutigen Bad Karlshafener Stadtteils Helmarshausen, ehe es im 16. Jahrhundert im Zuge der Reformation aufgegeben wurde. Ein weiteres Puzzleteil der Klostergeschichte könnten Archäologinnen und Archäologen nun unter einem nahen Platz an der Poststraße entdeckt haben.

Ausgrabungen
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Mauer mit Holzlagen im archäologischen Befund

Selbst für die Fachwelt war es eine Sensation: Im März 2026 stießen Arbeiter bei Bauarbeiten am Regenüberlaufbecken an der Willigisbrücke in Aschaffenburg auf historische Hölzer. Deren Alter war zunächst unklar. Doch in nur wenigen Wochen gelang es Wissenschaftlern des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD) die Eichenbalken zu datieren – gefällt wurden sie in der Eisenzeit, zwischen 372 und 352 vor Christus.

Funde & Befunde
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Drohnenaufnahme der Trapezgrabenanlage bei Markranstädt

Archäologen entdeckten bei Döhlen eine 5.800 Jahre alte Trapezgrabenanlage der Baalberger Kultur – mit einer Bestattung in Hockerposition. Ein seltener Fund im Landkreis Leipzig.

Ausgrabungen
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Freilegung eines Steinkellers

Seit 2003 führt das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart archäologische Untersuchungen in Neuenstadt am Kocher durch. Im Fokus steht die Funktion einer antiken Ansiedlung aus dem 2./3. Jahrhundert, die von Römern als Planstadt angelegt wurde.

Ausgrabungen
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Anlegen eines Profils durch eine Pfostengrube

m Frühjahr dieses Jahres hat ein vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) begleitetes Ausgrabungsteam eine 2.000 Jahre alte Siedlung in Rödinghausen-Schwenningdorf entdeckt und in seinem Umfang erfasst. Nun erforscht ein kleines LWL-Team das Zentrum der Siedlung.

Ausgrabungen
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Falschfarbendarstellung der Bauteile der Dosenfibel aus Dienstedt

Röntgenverfahren liefern neue Hinweise zu Material und Herstellung der Dosenfibeln aus dem Fürstinnengrab von Dienstedt

Was verraten Materialspuren über die Herstellung eines mehr als 1700 Jahre alten Schmuckstücks? Dieser Frage sind INNOVENT e.V. und die Sammlung Ur- und Frühgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena bei der Untersuchung zweier außergewöhnlicher Dosenfibeln aus dem Fürstinnengrab von Dienstedt nachgegangen. Mithilfe von Röntgen-Computertomographie und Röntgenfluoreszenzanalyse konnten sowohl konstruktive Details als auch Hinweise auf die verwendeten Ausgangsmaterialien und deren Verarbeitung gewonnen werden.

Funde & Befunde
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Qurayyah-Lackkeramik (QPW) 4, früher bekannt als "Midianitische Keramik". (Qurayyah Joint Archaeological Project)

Gab es Marken bereits vor der modernen Gesellschaft, in nicht-kapitalistischen Wirtschaftssystemen? Ein internationales Team unter der Leitung von Marta Luciani von der Universität Wien hat unerwartete Erkenntnisse über den Handel in der Bronzezeit geliefert: Ja, Marken gab es tatsächlich schon vor 3.200 Jahren. Neue Erkenntnisse zu Funden in der Oase Qurayyah im Nordwesten Arabiens bieten beispiellose Einblicke in die Herstellung zweifarbig bemalter Keramik. Die Forschenden wiesen nach, dass die Gefäße so unverwechselbar, ansprechend und begehrt waren, dass sie in jeder Hinsicht als "Marke" betrachtet werden müssen.

Forschung
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