Die Ursprünge der Stadt Büren

Hausfundament in nur 30 cm Tiefe

Mehr als 800 Jahre zurück reicht die Geschichte der Stadt Büren in Nordrhein-Westfalen. Archäologisch erforscht ist diese Vergangenheit bislang noch nicht. Jetzt allerdings haben die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erstmals die Gelegenheit, einen Blick in den Boden und damit auf die Zeugnisse der 1195 gegründeten Altstadt zu werfen. Auf einem Grundstück an der Bertholdstraße 3 öffnen sie aktuell ein Zeitfenster, das fast 300 Jahre lang unberührt geblieben ist.

Flechtwerkmatte aus Ästen

Der Karlsgraben ist das bedeutendste und ambitionierteste Infrastrukturprojekt des frühen Mittelalters in Zentraleuropa: Karl der Große wollte im Jahr 793 einen durchgehenden Schifffahrtsweg zwischen Rhein und Donau schaffen. Der etwa drei Kilometer lange Kanal ist eines der größten Bodendenkmäler Süddeutschlands. Nun liefern aktuelle Ausgrabungen einer Forschergruppe der Universitäten Jena, Leipzig und Kiel, des Leibniz-Institutes für Photonische Technologien Jena sowie des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege neue Ergebnisse.

Ausgrabungen
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Ausgrabung Warburg-Hohenwepel

Die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) greifen in Warburg-Hohenwepel wieder zu Schaufeln, Pinseln und Vermessungsinstrumenten. Hier ist die einzige bisher bekannte Stelle in Westfalen, an der die Menschen in der bandkeramischen Epoche der Jungsteinzeit sowohl eine Siedlung als auch ein Gräberfeld errichtet haben.

Ausgrabungen
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Brotlaibidol aus dem Bornhöck

Erste Ergebnisse der diesjährigen Forschungs- und Lehrgrabung am Großgrabhügel »Bornhöck«

Bis in das 19. Jahrhundert war der »Bornhöck« im Saalekreis mit 15 m Höhe der größte der frühbronzezeitlichen Fürstengrabhügel. Dann wurde er wegen des dort geplanten Braunkohleabbaus weitgehend abgetragen. Seit 2014 werden die Überreste des Großgrabes im Rahmen von Lehrgrabungen vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg untersucht. Herausragender Fund der diesjährigen Kampagne ist ein sog. Brotlaibidol mit eingestempelten Kreisen und Querstrichen.

Funde & Befunde
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Mykenische Keramik aus Bulgarien

Ausgrabungsfunde in einer spätbronzezeitlichen Siedlung in Südbulgarien deuten auf frühe Handelsbeziehungen in die Ägäis hin.

Funde & Befunde
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Torflinse als dunkle Schicht über dem hellen Sand

Ein Altarm der Lippe mitten in einer Kiesgrube mit fast 2000 Jahre alter Holzkohle, Resten von verbrannten Knochen und Keramikscherben: Hier haben die Menschen kurz nach Christi Geburt Teile von Tieren verbrannt. Was sich genau hier vor 2.000 Jahren abgespielt hat, versuchen die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) jetzt zusammen mit Studierenden der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in einer Grabungskampagne herauszufinden.

Ausgrabungen
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Eine archäologische Baugrunduntersuchung im Herbst des vergangenen Jahres 2015 hat gezeigt, dass im Erweiterungsbereich die Gewerbegebiets »Riedwiesen« der Stadt Markdorf in spätkeltischer Zeit eine sogenannte »Viereckschanze« lag. Mit einer Ausgrabung wird das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD) diesem Befund weiter nachgehen. Die Rettungsgrabung im Vorfeld der Erschließungsmaßnahmen zum Gewerbegebiet »Riedwiesen IV« beginnt heute und dauert voraussichtlich rund drei Monate.

Ausgrabungen
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Bei Ausgrabungen in Balingen (Zollernalbkreis), die wegen der Umverlegung eines Parkplatzes notwendig wurden, fanden Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg erstmals frühmittelalterliche Siedlungsbefunde. Bisher waren von dort nur Grabfunde aus dieser Zeit bekannt. Außerdem stießen die Ausgräber bei den Untersuchungen auf die bisher ältesten menschlichen Überreste am Ort: eine Bestattung aus der Zeit zwischen 3.500 und 2.000 v. Chr.

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Ausgrabung in Hamm

Spuren aus der Zeit der Stadtgründung, der ersten Häuser, einer verheerenden Brandkatastrophe und von bürgerlicher Wohnbebauung dokumentieren die wechselvolle Entwicklung der Stadt Hamm. Mit den Untersuchungen an der Königstraße 39, die jetzt beendet wurden, haben die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Hammer Stadtgeschichte um einige Aspekte ergänzt.

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Klostermauern

Ausgrabung am Landeshospital fördert zum Libori-Fest 2.000 Jahre Paderborner Geschichte zu Tage

Pünktlich zu Libori, einem der ältesten und größten Volksfeste in Deutschland, haben die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) jetzt die Ausgrabungen auf einem Grundstück am ehemaligen Landeshospital beendet und können das historische Festtreiben mit 2.000 Jahren Paderborner Siedlungsgeschichte ergänzen. Bis in die vorrömische Eisenzeit reichen die Spuren der ältesten Bewohner an dieser Stelle zurück. Gewerbetreibende, Schmiede, die Entwicklung der Wohnbebauung vom ersten bürgerlichen Steinhaus über das Kapuzinessen-Kloster bis zur Gastwirtschaft: An der Ecke Kisau/Spitalmauer spielte sich die ganze Bandbreite des städtischen Alltags ab.

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Ausgrabung Schmalkalden

800-jährige Siedlungskontinuität

Seit April 2016 finden in Schmalkalden archäologische Untersuchungen auf dem ca. 1800 m² großen Grundstück Hoffnung 3–5 durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) statt. Die Lage im Altstadtbereich und im Umfeld des Judenviertels bzw. der 2015 entdeckten Mikwe in der Hoffnung 38 waren von Anfang an vielversprechend – und wurden nun sogar noch übertroffen.

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