Ältester Goldfund aus Baden-Württemberg

Spiralröllchen aus Golddraht

Kleine Spirale aus Golddraht bei frühbronzezeitlicher Bestattung entdeckt

Der bisher älteste sicher datierte Edelmetallfund in Südwestdeutschland wurde im Herbst 2020 bei der Ausgrabung eines frühbronzezeitlichen Frauengrabs nahe Ammerbuch-Reusten, Kreis Tübingen, entdeckt. Die kleine Spirale aus Golddraht ist den Analysen zufolge etwa 3.800 Jahre alt.

Grabungsfläche Pömmelte

Kulturstaatssekretär Dr. Schellenberger informiert sich über Ziele und erste Ergebnisse der aktuellen Untersuchungen

Seit 2018 steht das Umfeld des Ringheiligtums von Pömmelte, des ›deutschen Stonehenge‹, im Mittelpunkt intensiver archäologischer Untersuchungen. Diese können dank der Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sowie des Landes Sachsen-Anhalt auch im laufenden Jahr fortgesetzt werden. Die archäologischen Ausgrabungen erfolgen in Kooperation mit dem Salzlandkreis, der Kloster Bergesche Stiftung, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie der Universität Southampton und lassen weitere wichtige Erkenntnisse zur Kulturlandschaft an der Elbe erwarten.

Ausgrabungen
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Wallkrone im Profilschnitt

LWL-Fachleute entdecken einen weiteren Teil der Wiedenbrücker Stadtbefestigung

Archäolog:innen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) begleiteten Bauarbeiten nahe des Wiedenbrücker Pulverturms, der früher zur Stadtbefestigung gehörte. Anlässlich des geplanten Neubaus am Mühlenwall rückten die Fachleute der LWL-Archäologie für Westfalen aus und entdeckten nun weitere Teile der ehemaligen Stadtbefestigung.

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Grab der Soldaten, die der königlichen Armee zugerechnet werden und im Jakobinerkloster begraben sind

Einem multidisziplinären Team von Forschenden des Inrap, des CNRS, der Universitäten von Ottawa, Rennes 2 und Toulouse III Paul Sabatier und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig ist es gelungen, die Skelettüberreste von Soldaten zu identifizieren, die an den letzten Kämpfen im Rahmen der Belagerung von Rennes im Jahr 1491 beteiligt waren. Sie sind die einzigen Zeugen dessen, was sich vor Ort zugetragen hat, als die Armeen der Herzogin Anne de Bretagne und des Königs von Frankreich aufeinandertrafen.

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Rekonstruktion der ältesten Bestattung Afrikas

Die rund 78.000 Jahre alte Grabstätte wurde in der kenianischen Höhle Panga ya Saidi entdeckt

Ein internationales Forschungsteam berichtet in einer aktuellen Studie über die früheste Bestattung eines modernen Menschen in Afrika. Das zweieinhalb- bis dreijährige Kind wurde vor rund 78.000 Jahren in gebückter Haltung in einem flachen Grab direkt unter dem schützenden Felsüberhang am Eingang der Höhle begraben. Die Bestattung in Panga ya Saidi reiht sich ein in die wachsende Zahl an Hinweisen auf frühe komplexe soziale Verhaltensweisen von Homo sapiens.

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Spätmittelalterliches Massengrab

Die Hansestadt Lübeck im 14. Jahrhundert

Einem Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ist es gelungen, mithilfe der Analyse alter DNA (aDNA) Einblick in die Entwicklung und Geschichte von Epidemien im historischen Lübeck zu gewinnen.

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Eine Mitarbeiterin der LWL-Archäologie für Westfalen zieht die Bodenradarantenne

Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben bei Bodenradarmessungen im Bereich der ehemaligen Burg Horstmar unter anderem die Reste eines mächtigen Turms, des Bergfrieds, entdeckt. Die Radardaten zeigen die Grundmauern eines runden Turmes, der offenbar frei im Burghof stand. Mit einem Außendurchmesser von etwa 14 Metern gehörte er zu den größeren Exemplaren solcher Türme, die vom 12. bis zum 15. Jahrhundert zum Kern jeder Burg gehörten.

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Wickede-Echthausen. Grabungsarbeiten an den Befunden

Ein Grabungsteam hat im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) 3.000 Quadratmeter Fläche auf einem Berghang in Wickede-Echthausen (Kreis Soest) untersucht und wurde fündig: Der erste urgeschichtliche Siedlungsplatz in Wickede, der bisher entdeckt wurde, gibt Einblicke in die Geschichte des Ruhrtals um 500 vor Christus.

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Leinfelden-Echterdingen. Luftbild der nördlichen Grabungsflächen

Nach knapp zehn Monaten konnten die archäologischen Ausgrabungen im Bereich des Baugebiets "Schelmenäcker" in Leinfelden-Echterdingen (Kr. Esslingen) Anfang April planmäßig abgeschlossen werden. Die Rettungsgrabungen waren notwendig geworden, da durch die geplanten Baumaßnahmen das Areal einer ausgedehnten Siedlung der frühen Jungsteinzeit (2. Hälfte des 6. Jahrtausends v. Chr.) berührt wurde. Insgesamt wurden im Zuge der Ausgrabungen etwa 2,5 Hektar Siedlungsfläche untersucht und dabei über 2000 archäologische Strukturen erfasst und dokumentiert.

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Blick auf den eingehausten Einbaum mit Forschungstauchern aus der Luft

Seit letzter Woche findet die Bergung eines über acht Meter langen Einbaums aus der Zeit des 24. bis 23. Jahrhunderts vor Christus im Seerhein bei Konstanz statt. "Der Einbaum ist das älteste Wasserfahrzeug aus dem Bodensee, das wir bislang kennen. Der Fund unterstreicht die außergewöhnliche Bedeutung des Bodensees als archäologische Schatzkammer unseres Landes.", sagte Staatssekretärin Katrin Schütz anlässlich einer Pressekonferenz.

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Ausgrabung Kalahari-Wüste

Gesammelte Kalzitkristalle und Straußeneierschalen

Erstmals konnten über 100.000 Jahre alte Belege für die Anwesenheit und komplexe Verhaltensweisen moderner Menschen in der Kalahari-Wüste im Landesinneren Afrikas nachgewiesen werden. Damit ist nun klar, dass die Ursprünge der menschlichen Spezies nicht nur in Küstennähe zu finden sind.

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