Neolithische Lehmentnahmegruben in modernem Lehmabbau

Ausgrabung Frömern

Dort, wo heute in Frömern bei Fröndenbergs/Ruhr (Kreis Unna) ein Industrieunternehmen Lehm abbaut, taten das auch bereits die Menschen in der Jungsteinzeit. Das zeigen die Ergebnisse der Ausgrabung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf dem Gelände des Balster Einheitserdewerks.

Fundstücke der Ausgrabung Bussen

Das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart präsentiert Fundmaterial der Ausgrabungen der Jahre 2019 bis 2021 vom »Heiligen Berg Oberschwabens«. Die Funde mit einem Gesamtgewicht von knapp einer halben Tonne belegen eine Nutzung des Areals von der Jungsteinzeit bis zum Spätmittelalter. Nach dem Abschluss der Geländearbeiten folgt nun die Auswertung.

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Anlage von Profilen in einem Grubenkomplex

Archäologinnen und Archäologen haben für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in den vergangenen neun Monaten an einem Baugebiet in Dülmen-Dernekamp rund 15.000 Quadratmeter Fläche untersucht. Zutage kamen nicht nur mehr als 1.000 Befunde im Sandboden von der römischen Kaiserzeit (2. bis. 4. Jahrhundert) bis hinein in die Moderne, sondern auch eine seltene Gussform für Gewandschließen.

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Ausgrabung eines neolithischen Grubenhauses

Bereits seit 1998 bringen archäologischen Arbeiten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am westlichen Stadtrand von Paderborn Erkenntnisse über die Besiedlungsgeschichte im Saatental. Nun werden letzte Areale im Vorfeld eines Bauvorhabens untersucht - mit neuen Ergebnissen: Ein jungsteinzeitlicher Kreisgraben, der vermutlich ein Grab umschließt, sowie Befunde und Funde aus der Zeit der römischen Okkupation um Christi Geburt.

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Blattspitze

Neu entdeckte Blattspitze war Teil einer Stoßlanze

Schon in der Mittleren Altsteinzeit, vor mehr als 65.000 Jahren, jagten die Neandertaler auf der Schwäbischen Alb mit komplex hergestellten Waffen Großwild wie Rentiere oder Wildpferde. Das belegt ein neuer Fund aus der Welterbe-Höhle Hohle Fels auf der Schwäbischen Alb nahe Schelklingen.

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Ausgrabung in München

Archäologen haben einen neuen historischen Siedlungskern in München entdeckt

Archäologische Siedlungsreste, die bei Bauarbeiten zutage kamen, belegen einen bislang unbekannten mittelalterlichen Siedlungskern in der Münchner Altstadt. Bisher wurde als Datum der Stadtgründung das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung 1158 angenommen.

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Freilegung einer Goldperle

Erste Funde deuten auf Frauengrab der Oberschicht hin

Die Heuneburg gilt als älteste Stadt nördlich der Alpen und ist eine der bedeutendsten prähistorischen Fundstätten Mitteleuropas. Im Jahr 2018 begann das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes in der Donauebene unterhalb der Heuneburg im Gewann Bettelbühl (Gemeinde Herbertingen/ Landkreis Sigmaringen) mit den Untersuchungen an einem frühkeltischen Großgrabhügel. Es zeigte sich, dass eine fachgerechte Freilegung der Bestattung vor Ort nicht durchgeführt werden konnte, sodass die gesamte Grabkammer im Oktober 2020 im Block geborgen und zur weiteren Untersuchung in die Labore des LAD in Ludwigsburg-Grünbühl transportiert wurde. Die bisher freigelegten Funde und Befunde wurden am Mittwoch, den 7.7.2021 erstmals durch das Landesamt für Denkmalpflege und seinen Präsidenten, Professor Claus Wolf, präsentiert.

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Die Ausgrabungen im verstürzten Eingangsbereich der Höhle im Jahr 2019

Fund über 50.000 Jahre alter verzierter Knochen aus der Einhornhöhle

Seit der Entdeckung erster Fossilreste im 19. Jahrhundert hat der Neandertaler das Image eines primitiven Vormenschen. Dass er in der Lage war, effektiv Werkzeuge und Waffen herzustellen, ist lange nachgewiesen, aber konnte er auch Verzierungen, Schmuck oder gar Kunst anfertigen? Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen und des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (NLD) hat einen Neufund aus der Einhornhöhle im Harz analysiert und kommt zu dem Ergebnis: Der Neandertaler, unser genetisch nächster Verwandter, hatte bereits erstaunliche kognitive Fähigkeiten.

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Helfta-Grabung Luftbild

Seit Anfang Mai stehen die Überreste der ottonischen Königspfalz von Helfta im Mittelpunkt einer Forschungsgrabung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA). Momentan konzentrieren sich die Untersuchungen auf die Überreste einer großen Kirche, die nach der Schriftüberlieferung und dem archäologischen Befund mit der Radegundiskirche identifiziert werden kann – einer Gründung Kaiser Ottos des Großen aus der Zeit vor 968. Im Laufe der Grabung sollen auch größere Flächen im Umfeld des Kirchenbaus untersucht und die mittelalterlichen Siedlungs- und Befestigungsreste dokumentiert werden.

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Blick auf die Nord-Süd-Mauer von der Marienstraße stadtauswärts

Bei Bauarbeiten sind Archäologinnen und Archäologen auf die Reste einer sogenannten Schanze gestoßen, deren Nachweis in Paderborn jetzt erstmals gelang. Die Schanze, entdeckt bei den Arbeiten für den geplanten "Zentralen Omnibus Haltestelle (ZOH)" an der Friedrichsstraße, gehörte zur Stadtmauer, die in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet wurde und die die Stadt vor feindlichen Angriffen bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts schützte.

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Grabungsarbeiter Lukas Wolff beim Anriss der Befunde eines Sechspfostenspeichers

Archäologische Ausgrabungen in Werl-Westönnen

Östlich von Werl, am Südrand von Westönnen, haben Archäologinnen und Archäologen unter der Fachaufsicht des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) eine reiche Fundstelle in der fruchtbaren Hellwegzone ausgegraben. Die Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie für Westfalen berichtet von Siedlungsspuren aus der Zeit um Christi Geburt und noch weit älteren Funden.

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