Untergang der Liangzhu-Hochkultur durch Klimaveränderung verursacht

Klimaarchiv Tropfsteine: Die Tropfsteine der Shennong-Höhle und der Jiulong-Höhle erlauben einen exakten Blick in die Zeit des Zusammenbruchs der Liangzhu-Kultur

Als »Chinas Venedig der Steinzeit« bezeichnet, gilt die Ausgrabungsstätte Liangzhu in Ost-China als eines der bedeutsamsten Zeugnisse der frühen chinesischen Hochkultur. Vor mehr als 5.000 Jahren verfügte die Stadt bereits über eine komplexe Wasserversorgung. Sie war fast 1.000 Jahre lang bewohnt, bevor sie ein abruptes Ende fand. Die Ursache für den plötzlichen Kollaps ist bis heute umstritten. Neue Daten von Untersuchungen an Tropfsteinen sprechen dafür, dass starke Überflutungen infolge massiver Monsunregen die Bewohner vor 4.300 Jahren dazu zwangen, den Ort aufzugeben.

Der Grabungsschnitt zeigt einen Pfeiler des unfertigen Aquädukts.

Archäologen der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster und der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Republik Armenien haben bei Ausgrabungen in der Königsstadt Artashat-Artaxata des antiken Armeniens Überreste eines römischen Bogenaquädukts entdeckt. Dabei handelt es sich um den östlichsten Bogenaquädukt des Römischen Reiches. Die Auswertung der Grabung, die bereits 2019 stattfand, ist jetzt in der Fachzeitschrift "Archäologischer Anzeiger" erschienen.

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Grabungsgebiet des Nektanebos-Tempels

Ein ägyptisch-deutsches Grabungsteam hat bei gerade abgeschlossenen Ausgrabungen im Nordosten Kairos bedeutende Zeugnisse aus der Geschichte der Tempelstadt Heliopolis gefunden. Zu den entdeckten Objekten aus unterschiedlichen Jahrtausenden gehören Reliefs und Inschriften auf Basaltblöcken, die zur Nord- und Westfassade des Tempels von Nektanebos I. (380 bis 363 vor Christus) gehören. Dieser wurde für den Sonnen- und Schöpfergott im zentralen Sektor des Tempelbezirks erbaut.

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Grabungsarbeiten in der Apsis des Tempels

Archäologinnen und Archäologen der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster haben vergangenen Sommer bei Ausgrabungen in der antiken Stadt Doliche im Südosten der Türkei ein bislang unbekanntes Heiligtum aus römischer Zeit entdeckt. Über einen Zeitraum von neun Wochen legte das Team um Prof. Dr. Engelbert Winter und Prof. Dr. Michael Blömer von der Forschungsstelle Asia Minor Teile eines großen Tempels frei, der sich nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seine ungewöhnliche Form auszeichnet. Für die Kenntnis der Entwicklung antiker Tempelarchitektur im Nahen Osten ist dieser Fund von großer Bedeutung.

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Die außergewöhnliche Bergbaulandschaft der Knappagruaba am Bartholomäberg wurde mit ihren zahlreichen sehr gut erhaltenen Abraumhalden und Stollenmundlöchern 2012 als herausragendes Kulturdenkmal in das Denkmalbuch der Republik Österreich eingetragen

Ob der Name "Montafon" tatsächlich von dem Wort für "Muntafune" oder "Grubenberg" kommt? Die frühesten Quellen machen dies jedenfalls glaubhaft. Was Archäologen der Goethe-Universität in Frankfurt/Main jedoch herausgefunden haben: Schon in spätkeltischer und römischer Zeit ist in dem 39 Kilometer langen Tal im österreichischen Vorarlberg Bergbau betrieben worden.

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Vereisung des geborgenen Blocks

Denkmalpflegerinnen und -pfleger entwickelten die Methode, um die ungewöhnlich gut erhaltene Bestattung eines bewaffneten Jungen mit Hund vor Beschädigung zu schützen

Ein schützender Eispanzer als Verpackung: Ein Restauratoren-Team, Archäologen und Grabungstechniker des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege haben eine neue Methode entwickelt und erfolgreich angewendet, um ein außergewöhnlich gut erhaltenes Kindergrab aus dem 7. Jahrhundert im Ganzen aus dem Boden zu heben und schonend ins Labor zu transportieren. Sie haben dafür den Grabkammerinhalt Lage für Lage mit Wasser benetzt und diese mit Flüssig-Stickstoff schockgefrostet. 

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Das Drohnenfoto zeigt den örtlichen Grabungsleiter Fabian Geldsetzer bei der Anfertigung von Fotos für ein 3D-Modell mit dem Structure From Motion-Verfahren

Auf einem Acker in Erwitte (Kreis Soest) kamen beim Pflügen Bruchsteine zutage, die einem ehrenamtlichen Heimatforscher eine Meldung an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wert schien. Und tatsächlich: Eine kleine, aber erkenntnisreiche Ausgrabung deutet nun auf ein mittelalterliches Gebäude hin, das aufgrund seiner Bauweise mit dem Adel oder der Kirche in Verbindung stehen könnte.

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Prähistorische Bergleute hinterließen zerbrochene Werkzeuge, Arbeitsmaterialien, Lebensmittel und abgebrannte Fackeln in den Stollen

Ein Forscherteam unter der Leitung von Eurac Research und dem Naturhistorischen Museum Wien gewann einzigartige Einblicke in die komplexen Ernährungsgewohnheiten der europäischen Urgeschichte und die Geschichte der Käseproduktion durch die Untersuchung von menschlichen Exkrementen aus dem Salzbergwerk Hallstatt.

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Rekonstruktion eines linearbandkeramischen Langhauses

Nordwestlich von Tübingen-Unterjesingen liegt in der Flur Ammenbühlen eine prähistorische Siedlung. Obwohl die Fundstelle bereits 1926 entdeckt wurde, war mit Ausnahme weniger Lesefunde kaum etwas über das Areal bekannt. Im Zuge aktueller Geländeforschungen konnten nun wichtige Erkenntnisse zur Siedlungsstruktur und Befundsituation gewonnen werden.

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Drei Goldbrakteaten vom Halsschmuck der Gautinger Dame nach dem Münzbild Kaiser Justinians

Außergewöhnlich reich verzierte Schmuckgegenstände, darunter Fibeln aus Gold und Edelsteinen, Perlen und Anhänger sowie repräsentative Waffen fanden Archäologinnen und Archäologen in frühmittelalterlichen Gräbern am Gautinger Krapfberg. In Vorbereitung von Bauarbeiten hatten sie 15 Bestattungen untersucht, Befunde dokumentiert und die Funde geborgen. Sie wurden nun am Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege gereinigt und konserviert.

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Glockenbecherfunde von Köfering

Bei Ausgrabungen an der Regionalstraße 30 bei Köfering im Landkreis Regensburg traten zahlreiche Funde zutage, darunter eine glockenbecherzeitliche Grabanlage mit außergewöhnlich reichen Beigaben - jedoch fehlen trotz exzellenter Erhaltungsbedingungen jegliche Spuren einer Bestattung.

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