Weberei an der A2

Webgewicht aus Ton

Im Süden von Hamm begleitete ein Team von Archäologen die Bauarbeiten einiger Windkraftanlagen nördlich der A2. Dabei kamen auf rund 3.300 Quadratmetern untersuchter Fläche 180 archäologische Befunde ans Licht. Das Besondere: Die Experten entdeckten eine seltene Webgrube aus vorchristlicher Zeit, der erste Fund dieser Art in Westfalen-Lippe.

Das Team der Irakisch-Deutschen Kooperation am Siedlungshügel TK 3 mit TU-Forscher Dr.-Ing. Martin Gussone

Flugzeuge rauschen über den Internationalen Flughafen al-Najaf im Irak. Sie bringen Pilgerinnen und Pilger zu einem der bedeutendsten islamischen Heiligtümer, dem vermuteten Grab des Imam Ali ibn Abi Talib, einem Nachfolger des Propheten Mohammed. Was die Passagiere beim Anflug kaum wahrnehmen: Unter ihnen stand einst die spätantike und frühislamische Kulturmetropole al-Ḥīra – das "Atlantis des Iraks". Ein interdisziplinäres, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Team von der TU Berlin, dem Museum für Islamische Kunst und der Orientabteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) konnte jetzt mit einer sogenannten Magnetometer-Prospektion "unter die Erde schauen" und Siedlungsreste genauer lokalisieren. Im Frühjahr 2022 beginnen gezielte Ausgrabungen und genaue Vermessungen. Sie sollen den Blick freigeben auf das Leben in antiken und frühislamischen Epochen sowie in Zeiten des politischen und religiösen Umbruchs.

Ausgrabungen
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Erdwerk Ngerbuns el Bad

Gartenbau und Totenruhe der Mächtigen: Geo-archäologisches Forschungsprojekt auf der Insel Babeldaob, Mikronesien

Nach einer mündlichen Überlieferung hat sich eine riesige Schlange um die Hügel auf der palauischen Insel gewunden und mit ihrem Körper die Terrassenanlagen geschaffen. Doch wie entstanden die monumentalen Erdwerke auf Babeldaob wirklich?

Kulturerbe
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Mauerreste der neu entdeckten jungsteinzeitlichen Besidlung auf der Insel Ghagha (VAE)

Die Archäologen des Department of Culture and Tourism Abu Dhabi (DCT) haben die bisher ältesten bekannten Gebäude in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und der Region ausgegraben — mit einem Alter von mehr als 8.500 Jahren sind sie mindestens 500 Jahre älter als bisher bekannte Bauwerke.

Ausgrabungen
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Gebäudekomplex mit Treppen und Gewölben nach Abtrag mehrerer Schichten

Ägyptologen haben im antiken Athribis mehr als 18.000 beschriftete Tonscherben von Gefäßen geborgen, die vor etwa 2000 Jahren als Schreibmaterial dienten. Auf den sogenannten "Ostraka" sind Namenslisten dokumentiert, Geschäfte mit Lebensmitteln und Alltagsgegenständen und sogar Schriften einer antiken Schule, darunter Strafarbeiten von Schülern. Funde in dieser hohen Menge kommen äußerst selten vor. Die Ostraka wurden bei Grabungen unter Leitung von Professor Christian Leitz vom Institut für die Kulturen des Alten Orients (IANES) der Universität Tübingen geborgen in Kooperation mit Mohamed Abdelbadia und seinem Team vom ägyptischen Ministerium für Tourismus und Antike.

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Schnurkeramische Mehrfachbestattung

Älteste Befunde sind rund 7.500 Jahre alt

Das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart hat vergangenes Jahr seine archäologischen Rettungsgrabungen in Bad Friedrichshall-Kochendorf abgeschlossen. Die Untersuchungen im Gebiet "Obere Fundel" führte die Grabungsfirma ArchaeoConnect durch. Die Funde und Befunde zeigen, dass der Geländesporn östlich des Neckars seit Jahrtausenden besiedelt war: Die ältesten Befunde stammen aus der Zeit um 5.500 v. Chr. Von besonderem Interesse ist ein zirka 5.000 Jahre alter Bestattungsplatz mit 14 Gräbern.

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Mittelalterliche Baumkelter

Bei Rettungsgrabungen im August und September 2021 auf dem Areal der ehemaligen Kleinheppacher Gemeinschaftskelter hat das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart die vermutlich älteste Baumkelter (Holzkonstruktion einer Weinpresse) Baden-Württembergs gefunden. Sie konnte auf die Zeit um das Jahr 1344 datiert werden. Auch die Überreste eines alten Trauben-Tresters aus dem 14. Jahrhundert konnten nachgewiesen werden. Die Entdeckungen der Archäologinnen und Archäologen liefern neue Erkenntnisse zur Weinbau-Tradition der Gemeinde.

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Bronzene Zierscheibe, 7. Jh.

Schmuck und Waffen der Beigesetzten geben Auskunft über soziale Stellung

Archäologinnen und Archäologen der Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg haben 110 frühmittelalterliche Gräber in Knittlingen (Enzkreis) untersucht

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Grabung Blätterhöhle

Rund drei Monate dauerte die Ausgrabungskampagne an der Hagener Blätterhöhle im letzten Jahr. Das Archäologie-Team des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadtarchäologie Hagen sind derzeit mit den Auswertungen der Ergebnisse befasst, planen bereits die nächste Kampagne im diesem Jahr. Für die abgeschlossene Kampagne zählte zur Ausbeute an Funden vom Ende der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren Tierknochen, Teile von Werkzeugen und eine Pfeilspitze.

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Die Gräber der älteren Belegungsphase waren in Reihen geordnet angelegt

Beim Umbau des Anwesens Kronenstraße 21 in Freiburg kamen bei Erdarbeiten zur Erstellung einer Tiefgarage im Jahr 2020 über 300 menschliche Bestattungen des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Leprosoriums von Freiburg zutage. Aufgrund von Umplanungen des Bauvorhabens, das einen weiteren Eingriff in den Friedhofsbereich zur Folge hatte, mussten von Juni bis November 2021 unter Aufsicht des Landesamts für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart ergänzende archäologische Untersuchungen durchgeführt werden. Diese Arbeiten stehen jetzt unmittelbar vor dem Abschluss.

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Auswahl von Steinwerkzeugen (oben) und Halbfertigprodukten aus dem Epipaläolithikum

Bei einer Rettungsgrabung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) an der türkischen Westküste in der Provinz Izmir wurden zwischen den modernen Orten Dikili und Bergama (UNESCO-Welterbestätte Pergamon-Bergama) in einer Höhle erstmalig Schichten aus der Nach-Altsteinzeit (Epipaläolithikum) entdeckt. Sie werden von einem antiken Heiligtum der anatolischen Muttergottheit Meter-Kybele überlagert. Als bedeutendes Naturmal wurde der Ort auch in den folgenden byzantinischen und islamischen Epochen aufgesucht, bevor er in Vergessenheit geriet.

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