Rockenberg schreibt Geschichte

Keramik

Größtes Gräberfeld des 4./5. Jh. in Hessen

Archäologinnen und Archäologen der Abt. hessenARCHÄOLOGIE am Landesamt für Denkmalpflege Hessen, legten in Rockenberg (Wetteraukreis) das bislang mit Abstand größte Gräberfeld aus der nur spärlich erforschten Zeit nach dem Abzug der Römer in Hessen frei. Die Ausgrabungen, welche am vergangenen Freitag ihr Ende fanden, brachten Befunde und Funde zutage, die teils europaweit ihresgleichen suchen.

Blick in den Brunnenschacht

Steinbrunnen über 11 m tief erhalten

Im Ortsteil Wyhlen, gleich gegenüber der auf der schweizerischen Seite des Rheins gelegenen römischen Kolonie Augusta Raurica (Augst), soll ein neues Wohngebiet entstehen. Bei archäologischen Ausgrabungen im Vorfeld der Erschließungsarbeiten wurden dort Fundamente mehrerer römischer Gebäude, ein Keller und ein gut erhaltener steinerner Brunnen freigelegt, dessen Inhalt Informationen zum Leben der römischen Siedler preisgibt.

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Links ist der Boden des ehemaligen Ofens (grau) erkennbar. Rechts daneben befindet sich eine Grube, die dem Ofen vorgelagert ist. In diese floss Schlacke aus dem Ofen ab

Bei Altena-Großendrescheid (Märkischer Kreis) begleiteten Archäologinnen und Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Erdarbeiten zum Bau eines neuen Hochspannungsmastes. Dabei kam ein Verhüttungsofen aus dem Mittelalter ans Licht.

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Gussform aus Ton zu Herstellung der Ringe

Kürzlich beendeten Archäologinnen und Archäologen unter fachlicher Begleitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Erwitte (Kreis Soest) baubegleitende Untersuchungen. Auf der über zwei Hektar großen Untersuchungsfläche kam eine besondere Entdeckung ans Licht: Das Grabungsteam konnte erstmals für Westfalen nachweisen, dass hier während der späten Bronzezeit (1.300 bis 800 v. Chr.) Schmuckringe hergestellt wurden.

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Bankivahahn aus dem Tierpark Hellabrunn

Fast 2.400 Jahre alte Schalen aus dem heutigen Bayern sind der erste direkte Beleg für den Verzehr von Eiern und zeugen von einem Wandel der Ernährungsgewohnheiten.

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Perlen aus dem Mädchengrab

Bei den Bauarbeiten für den Ausbau des Fernwärmenetzes in den Quartieren rund um den Wettsteinplatz in Basel kamen mehrere frühmittelalterliche Gräber, darunter ein reich ausgestattetes Mädchengrab zum Vorschein. Die aktuellen Ausgrabungen geben damit spannende und neue Einblicke in die Geschichte des Basler Stadtteils.

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Ausgrabung auf Gräberfeld X

Verbleib anatomischer Präparate aus der NS-Zeit soll aufgeklärt werden

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen haben am Mittwoch eine Grabung auf dem so genannten Gräberfeld X des Tübinger Stadtfriedhofs durchgeführt. Ziel war es, Klarheit über den Verbleib sterblicher Überreste von minderjährigen Opfern der NS-Euthanasie zu erhalten. Bei der Grabung wurden insgesamt vier Marmorbehältnisse sowie zwei Urnen gefunden. Ob die Funde, darunter in Glas oder Paraffin eingebettete Körperteile, teilweise den besagten Opfern zugeordnet werden können, ist noch unklar.

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Römische Glasurne

Die Entdeckung eines römischen Friedhofs vervollständigt das Bild vom Leben der alten Römer im heutigen Erding um einen weiteren Aspekt: den des Todes. In der vergangenen Woche sind Archäologinnen und Archäologen bei einer Grabung in der Kiesgrube Eichenkofen auf zwölf beinahe 2000 Jahre alte Urnengräber römischen Ursprungs gestoßen.

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Ausgrabungen in Xiamabei

Eine gut erhaltene altsteinzeitliche Fundstätte in Nordchina offenbart neue und bisher nicht identifizierte kulturelle Innovationen

Eine im Magazin Nature veröffentlichte Studie eines internationalen Forschungsteams eröffnet einen Blick auf die Lebensweise von Jägern und Sammlern vor 40.000 Jahren in Nordchina. Archäologische Ausgrabungen an der Xiamabei-Fundstätte im Nihewan-Becken liefern Belege für die früheste Verarbeitung von Ocker in Ostasien sowie die Herstellung und Nutzung klingenähnlicher Steinwerkzeuge.

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Pferdebestattung

Nach gut vier Monaten kommen die archäologischen Arbeiten an der Autobahn 44 zu einem »erfolgreichen Ende«. Auf etwa einem halben Hektar konnte die beauftragte Grabungsfirma 114 Befunde aus dem 1. Jahrhundert nach Christus dokumentieren und sogar eine Pferdebestattung freilegen.

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Ausgrabung Chemnitzer Mikwe

Überraschender Fund einer aus Ziegelsteinen gemauerten Kellermikwe in der Chemnitzer Innenstadt

Seit Herbst 2021 untersucht das Landesamt für Archäologie Sachsen die Fläche zwischen der Augustusburger Straße und der Theresenstraße. Zwischen den Fundamenten eines Kellers legten die Archäologen dort kürzlich die Überreste einer Mikwe, eines rituellen jüdischen Tauchbades, frei.

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