Archäologische Neuigkeiten im Hagener Osten

Grube mit Brandlehm und Holzkohle (Profil)

Funde aus drei Epochen entdeckt

Bei der Überprüfung eines Neubauareals am Südrand von Hagen-Haßley legten Archäolog:innen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Kooperation mit der Hagener Stadtarchäologie im vergangenen November bei Probegrabungen erste Siedlungsspuren und ein Brandgrab frei. Jetzt wurden weitere Brandgräber, Überreste einer Metallproduktionsstätte sowie Reste einer neuzeitlichen Straße entdeckt.

Archäologin legt Skelette frei

Archäologen finden Belege für Besiedlung vor Christi Geburt

Nach archäologischen Untersuchungen, die im Zuge der geplanten Umgestaltung des Marktplatzes in Geseke (Kreis Soest) nötig sind, haben Archäolog:innen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) nun neue Erkenntnisse gewonnen: Dort ist eine Pfennig-Münze aus dem 11. bis 12. Jahrhundert zutage gekommen - neben früheren Befunden aus der Eisenzeit, Fundamenten des ehemaligen Rathauses, Überresten des alten Pastorats sowie zahlreichen Bestattungen.

Ausgrabungen
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Dicke und dünnere Holzstämme, die weiter unter den Verbau für die Baugrube ziehen

Archäologinnen und Archäologen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben im Altstadtkern von Schloss Neuhaus in Paderborn eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Bei Ausgrabungen auf dem Gelände des ehemaligen Pfarrhauses stießen sie auf Baumstämme aus der Eiszeit. Die etwa 13.000 Jahre alten Nadelhölzer sollen nach Abschluss der Untersuchungen im Museum ausgestellt werden.

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Die 23 Silber- und Bronzemünzen aus keltischer und römischer Zeit sind über 2000 Jahre alt

Bei Prospektionsgängen im Kanton Zug haben Archäologen einen schweizweit einzigartigen Münzschatz aufgespürt. Die Entdeckung besteht aus 20 Silber- und 3 Bronzemünzen aus keltischer und römischer Zeit. Laut dem Inventar der Fundmünzen der Schweiz ist das in Zug aufgefundene Ensemble aufgrund seiner Zusammensetzung wissenschaftlich äusserst bedeutend.

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Fundament des ältesten Lübecker Hauses im Grabungsprofil

Fundamente eines turmartigen Hauses unter dem TheaterFigurenMuseum im Kolk freigelegt

Im Zuge des Projektes "Räume für Theaterfiguren im Kolk" laufen bauparallele archäologische Ausgrabungen. Diese haben in den letzten Monaten erstaunliche und beeindruckende neue Aspekte zur historischen Stadtentwicklung des unterhalb von St. Petri befindlichen Gebietes in und um die Räumlichkeiten des ehemaligen TheaterFigurenMuseums erbracht. Nach den hervorragenden Ergebnissen der Großgrabung im nördlich anschließenden Gründungsviertel sind nun im Kolk weitere historische Mosaiksteine entdeckt und dokumentiert, deren Erforschung die frühe Stadt Lübeck in ihrer Struktur noch genauer erkennen lassen.

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Der Graben als Hügeleinfassung des bronzezeitlichen Grabes stellt sich als dunkele Verfärbung dar

"Archäologischer Hotspot" im Wesertal

Bei der Erschließung eines neuen Gewerbegebietes in Porta Westfalica-Lerbeck (Kreis Minden-Lübbecke) stießen Archäologen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sowohl auf eine Siedlung der Völkerwanderungszeit (ca. 375 bis 568) als auch auf eine etwa 3.000 Jahre alte Grabanlage - und besonders schöne Funde, darunter bronzene Broschen und Grabbeigaben wie Keramik und Feuersteingeräte.

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Ewass Oldupa, Oldupai-Schlucht, Tansania

Die UNESCO-Welterbestätte Olduvai-Schlucht im Norden Tansanias ist als »Wiege der Menschheit«, bekannt. Neue interdisziplinäre Feldforschung führte nun zur Entdeckung der bislang ältesten archäologischen Stätte in der Schlucht. Frühe Menschen nutzten dort über einen Zeitraum von 200.000 Jahren vielfältige Lebensräume, die immer wieder ökologischen Veränderungen unterworfen waren.

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Beinahe wie mit dem Lineal gezogen zeichnen sich die mittelalterlichen Eschgräben im Erdreich ab

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind erstmals in Westfalen auf sogenannte Eschgräben gestoßen, die im Mittelalter zur Düngung angelegt wurden. Die Fachleute fanden vor Ort in Gronau (Kreis Borken) außerdem mehr als 4.000 Jahre alte Steingeräte, die belegen, dass Jäger und Sammler die Fläche bereits in der Steinzeit genutzt haben.

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Ausgrabung im Luftbild

Seit dem Sommer 2020 führt das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) im Bereich des aufgegebenen Glashüttenstandortes »Glücksthal« bei Neuhaus am Rennweg, (Lkr. Sonneberg) archäologische Untersuchungen im Vorfeld des Baus einer Ferngastrasse durch. Neben Abfallgruben und Tausenden von Funden der Glasherstellung konnte unerwartet ein hochmittelalterlicher Pechofen freigelegt werden. Siedlungskeramik und weitere Funde datieren den Ofen in das 14. Jh.

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Mosaikboden der Basilika von Doliche

Grabungen geben Einblicke in den Kirchenbau

Archäologinnen und Archäologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben bei Feldarbeiten eine frühchristliche Basilika im Südosten der Türkei erschlossen. Acht Wochen lang legten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Prof. Dr. Engelbert Winter reich ornamentierte Mosaike mit Fisch-Darstellungen sowie bemalte Marmorreliefs frei. "Die Funde werfen ein neues Licht auf die Entwicklung des Kirchenbaus im Nahen Osten zwischen dem 4. und 7. Jahrhundert nach Christus", erläutert Engelbert Winter von der Forschungsstelle Asia Minor im Seminar für Alte Geschichte.

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Kaiserzeitliche Gefäße

Archäologen haben unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf einem Baugrund an der Straße Zum Flachsland in Löhne-Gohfeld (Kreis Herford) Funde aus dem hohen Mittelalter gemacht. Da bekannt war, dass sich das Neubaugebiet im möglichen Einzugsbereich einer Siedlung aus der Eisenzeit befindet wurde vor Baubeginn das Gebiet archäologisch untersucht. Das Ergebnis: Menschen siedelten hier sowohl im hohen Mittelalter als auch bereits in der Römischen Kaiserzeit.

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