ICE-Trasse Erfurt-Halle/Leipzig: Siedlungsreste und Bestattungen aus zwei Jahrtausenden

Kinderbestattung der Glockenbecherkultur

Bei Ausgrabungen im Vorfeld des Neubaus der ICE-Trasse von Erfurt nach Halle/Leipzig kamen zahlreiche Siedlungsreste und Bestattungen aus der spannenden Zeit des Übergangs von der Jungsteinzeit zur frühen Bronzezeit zutage. Auch der Ursprung der »Wennunger Schanzen« - Bodenerhebungen, die noch im 19. Jh. sichtbar waren - konnte geklärt werden: Es handelt sich um die Reste einer spätbronze-/früheisenzeitlichen Siedlungsbefestigung.

Fund des Monats Februar

Aktuelle Grabungen, besondere Funde, neue Forschungsergebnisse und Methoden im Jahresrückblick wurden bei der größten Archäologietagung in Nordrhein-Westfalen präsentiert.

Ausgrabungen
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Ausgrabung Kapellenberg/Hofheim

14C-Datierungen bestätigen das vermutete Alter des Nordwalls vom Kappellenberg in Hofheim im Taunus von 6000 Jahren. Damit ist die steinzeitliche Siedlung auf dem Kapellenberg eine der wenigen überhaupt in Deutschland mit sichtbar erhaltener Befestigungsanlage.

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Die Ausgrabungsstelle 2001 (Foto: Denkmalamt/Archäologisches Museum)

Archäologisches Museum und Denkmalamt veröffentlichen Ausgrabungsergebnisse

Dass die Römer an Main und Nidda siedelten, ist lange bekannt. Bei einer archäologischen Voruntersuchung im Jahr 2001 wurden in Frankfurt-Höchst aber erneut frührömische Funde aufgedeckt. Diese erste flächige Ausgrabung am ehemaligen Kreishaus hat Funde aus der Zeit der ersten römischen Besetzung Hessens vor exakt zweitausend Jahren freigelegt.

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Vermessung

Funde belegen zentrale Schaltstelle für den Schwarzmeerhandel

Ein Grabungsteam um Prof. Dr. Thomas Schäfer vom Institut für Klassische Archäologie der Universität Tübingen führte im November und Dezember 2009 eine erste Grabungskampagne im antiken Sigeion durch. Diese Stadt liegt nur wenige Kilometer von Troia entfernt direkt an den Dardanellen und kontrollierte in der Antike den gesamten Handel und Verkehr mit dem Schwarzen Meer.

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Zitadelle von Arbil

Ein deutsches Archäologenteam um Dr. Magarete van Ess (Orient-Abteilung des DAI) führte im November 2009 erstmals wieder archäologische Ausgrabungen in der autonomen kurdischen Region Arbil im Irak durch.

Aus aller Welt
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Frühbronzezeitliches Steinkistengrab

Zwischenergebnisse der Trassengrabung an der A71

Bei Ausgrabungen im Umfeld des bronzezeitlichen Grabhügels des "Fürsten von Leubingen" wurden Siedlungsspuren aus der Frühbronzezeit gefunden. Die damaligen Bewohner könnten das Fürstengrab errichtet haben.

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Jungsteinzeitliche Doppelbestattung

Eigentlich sollte bei den Ausgrabungen nordöstlich von Grabsleben im Landkreis Gotha eine Siedlung der Bronze- und Eisenzeit freigelegt und dokumentiert werden. Doch zur Überraschung der Archäologen kamen auch Körpergräber aus dem Neolithikum ans Tageslicht.

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Landesarchäologe Schallmeyer und US-Colonel B. Everson

Der bei Ausgrabungen südlich des amerikanischen Militärflugplatzes in Wiesbaden-Erbenheim untersuchte Römische Gutshof soll teilrekonstruiert und als kleiner archäologischer Park in die geplante Wohnsiedlung integriert werden.

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Cornelia Schlup beim Ausgraben des latènezeitlichen Grabs eines vierjährigen Mädchens mit reichem Bronzeschmuck (3. Jh. v. Chr.) (Foto: Archäologischer Dienst Kanton Bern)

Neue Rettungsgrabungen am unteren Räberain haben die Kenntnis der frühen Geschichte Ipsachs entscheidend erweitert: Der Archäologische Dienst des Kantons Bern (Schweiz) konnte eine jungsteinzeitliche Beilproduktion nachweisen. Zudem hat er fünf latènezeitliche Gräber entdeckt und wesentliche Ergänzungen zum Grundriss des römischen Gutshofs dokumentiert.

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Archäologen der Universität Jena erforschen römische Besiedlung im Süden Portugals.

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