Bronzezeitliche Kultgrube im Chamer Äbnetwald entdeckt

Funde aus der Kultgrube

Bei archäologischen Ausgrabungen anlässlich des Kiesabbaus im Chamer Äbnetwald stießen Mitarbeiter der Kantonsarchäologie Zug kürzlich auf eine geheimnisvolle Grube aus der Bronzezeit. Die dabei entdeckten Gegenstände wurden ziemlich sicher in einem kultischen Kontext verwendet. Ein weiterer bemerkenswerter Fund ist ein 20 Zentimeter großer Mammutbackenzahn aus der letzten Eiszeit.

Mittelalterliche Bestattungen auf Burg Querfurt

Bei den seit Juni laufenden Ausgrabungen konnte zwischenzeitlich das gesamte Areal des Westtores freigelegt werden. Dabei gelang der Nachweis zweier älterer Toranlagen, die zeigen dass der Zugang zur Burg im 13./14. Jahrhundert gänzlich anders aussah als heute. In anderen Bereichen konnten u.a. mehrere Bestattungen untersucht und rege mittelalterliche Bautätigkeiten nachgewiesen werden.

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Die Palaststadt von Karabalgasun im Orchontal

Seit 2007 erforscht das Deutsche Archäologische Institut (DAI) gemeinsam mit den mongolischen Partnerorganisationen, der mongolischen Akademie der Wissenschaften und der Nationaluniversität Ulaanbbaatar die über 1200 Jahre alte uighurische Hauptstadt Karabalgasun im Orchontal. Im Sommer 2018 legten die Archäologen einen noch immer wasserführenden Brunnen frei, in dem sich u. a. eine bronzene Glocke mit chinesischer Inschrift fand.

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Drohnenaufnahme des Nordabschnitts des Fundplatzes mit Wasserfall und gepflasterten monumentalen Terrassen

Schon immer war Süßwasser auf der Osterinsel (Rapa Nui) inmitten des Pazifiks ein wertvolles Gut. Obwohl ausreichend Regen fällt, sind oberflächlich gut erreichbare Wasserspeicher selten oder nur schwer zugänglich. Ein Team der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) will herausfinden, wie die einstigen Siedler während der letzten tausend Jahre mit dem Wassermangel umgegangen sind.

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Der Kalkbrennofen im freigelegten Zustand

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind bei Brilon-Bleiwäsche auf die Überreste eines historischen Kalkbrennofens aus dem 19. Jahrhundert gestoßen. Auffällig an der Anlage sind die preiswerten und teilweise recycelten Materialen: Wer hier einst am Werk war, wollte mit geringen Investitionen Geld machen.

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Slawischer Burgwall Pechau, Luftbild

Anläßlich von Deichsanierungsarbeiten führten Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt Ausgrabungen am slawischen Burgwall Pechau bei Magdeburg durch. Die mittelalterliche Befestigung war bereits bei der Anlage des Deiches Ende des 19. Jh. teilweise zerstört worden. Bei den aktuellen Grabungen konnten die Wissenschaftler außer der Befestigungsanlage selbst auch mehrere Gebäude und eine Straße innerhalb des Walls dokumentieren und die historisch belegte Zerstörung der Anlage im 11. Jh. durch einen Brand auch archäologisch bestätigen.

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Mittelalterlicher Steinweg

In- und ausländische Archäologen haben unter der Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Marsberg (Hochsauerlandkreis) die Überreste zahlreicher Gebäude aus verschiedenen Zeiten freilegen können. Pfostenlöcher und Gruben weisen auf hölzerne Bauten hin, so genannte Pfostenbauten. Aus welcher Epoche die ältesten dieser Gebäude am Ort sind, ist ungewiss. Sie stammen aber spätestens aus der Völkerwanderungszeit, dem 5./6. Jahrhundert nach Christus.

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Die Archäologin Sabine Hornung zeigt an der Ausgrabungsstätte die Überreste eines antiken Vorratsgefäßes

Bei Ausgrabungen nahe Hermeskeil hat ein Grabungsteam um Sabine Hornung von der Universität des Saarlandes ein keltisches Heiligtum entdeckt. Das Holzgebäude ist im ersten vorchristlichen Jahrhundert durch ein Feuer zerstört worden. Die Form des Baus und Vergleiche mit entsprechenden keltischen Bauten legen den Schluss auf seine Funktion als Kultstätte nahe. Derzeit werten die Archäologen die Funde aus und bringen sie mit früheren Grabungen – wie einem 2012 entdeckten römischen Militärlager – in Verbindung. Ziel ist, die Ereignisse zur Zeit des Gallischen Krieges in der Region zu rekonstruieren und so ein Stück Weltgeschichte neu zu schreiben.

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Linearbandkeramischer Holzbrunnen

Präsentation der Grabungsergebnisse »Gewerbegebiet Süd – Lise-Meitner-Straße« in Heppenheim

Bei Ausgrabungen in dem künftigen Gewerbegebiet konnte erstmals in Hessen ein Brunnen aus der Zeit der Linearbandkeramik (um 5.000 v.Chr.) dokumentiert werden, bei dem sich noch Teile des hölzernen Brunnenverbaus erhalten haben. Dieser stellte die Wasserversorgung der aus mehr als 20 Häusern bestehenden jungsteinzeitlichen Siedlung sicher, die im Zuge der Grabungsmaßnahme vollständig untersucht werden konnte. Weitere Befunde deuten auf eine römerzeitliche Nutzung des Gebietes hin.

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Arbeitsfoto

Im Bereich der im Mittelalter gegründeten Stadt Dornhan fanden 2018 erstmals archäologische Ausgrabungen statt. Dabei konnten Erkenntnisse zu dem aus einem Graben und zwei Mauern bestehenden Befestigungssystem gewonnen werden, von dem ein Teil im 17. Jahrhundert aus noch nicht geklärten Gründen eingestürzt und danach rasch repariert worden war.

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Felsrelief Muwattalli II.

Archäologische Forschungen der Universität Bern im türkischen Sirkeli Höyük haben zur Entdeckung einer bronze- und eisenzeitlichen Stadtanlage geführt. Mit einer Fläche von über 80 Hektar handelt es sich um eine der grössten bekannten Siedlungen dieser Periode in der Türkei. Bemerkenswerte Funde unterstreichen die Bedeutung der antiken Stadt, bei der es sich möglicherweise um das als Kultort bekannte Kummanni handeln könnte.

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