Neue Ausgrabungen in der Wüstung Dorf Anhalt bei Harzgerode

Stempelverzierte Scherbe

Vier Jahrhunderte lang hatte die Siedlung Dorf Anhalt Bestand, bevor sie um 1440 aufgegeben wurde und wüst fiel. Ihre Überreste auf einem Hochplateau südöstlich der Burg Anhalt bei Harzgerode sind seit 2017 Gegenstand archäologischer Untersuchungen im Rahmen von Lehr- und Forschungsgrabungen, die die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt durchführt. Unter den zahlreichen Funden aus dem 12. bis 15. Jh., das die Studierenden bei der diesjährigen Grabungskampagne bisher freilegten, befinden sich neben Alltags-, Schmuck- und miilitärischen Objekten auch metallurgische Abfallprodukte - Belege für das Montanwesen als eines der wirtschaftlichen Standbeine des Ortes.

Ausgrabungsfunde im Kriegsgefangenenlager

Das Stammlager 326 VI K bei Schloß Holte-Stukenbrock (Kreis Gütersloh) war im Zweiten Weltkrieg seit November 1941 das zentrale Aufnahmelager für sowjetische Kriegsgefangene, in dem nach Schätzungen 65.000 Menschen starben. In den Folgejahren wurden hier Kriegsgefangene aus weiteren europäischen Ländern untergebracht. In Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) haben nun archäologische Ausgrabungen über 1.000 Funde zutage gefördert, die von den Lebensverhältnissen der Inhaftierten zeugen, darunter Proviantdosen und Besteck von Gefangenen.

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Ausgrabung im Kloster Memleben

Bei der diesjährigen Kampagne der Forschungs- und Lehrgrabung im Kloster Memleben legten Studierende des Dessauer Aufbaustudiengangs Denkmalpflege einen verfüllten Fundamentgraben des ottonenzeitlichen Klosterkomplexes frei. Dabei fanden sie u.a. einen Altarweihestein aus dem 11. Jahrhundert, eine Kupfermünze und die Reste umgebetteter Bestattungen.

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Ausgrabung der Herforder Bastion

Seit gut einer Woche graben Archäologen einer Fachfirma in Zusammenarbeit mit der LWL-Archäologie für Westfalen im Rahmen von Bauarbeiten an der Kreuzung Lübbertorwall und Wilhelmsplatz nahe der Herforder Altstadt. Dabei stießen sie auf eine Bastion der frühneuzeitlichen Stadtbefestigung, die ab dem 16. Jahrhundert mit Kanonen die Bürger schützte. Der Fund ermöglicht den Forschern neue Aussagen zu den städtischen Verteidigungsanlagen, die in einer Zeit politischer Umwälzungen entstanden.

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Das neuzeitliche Kellerfundament wird von den Archäologen genauestens vermessen.

Spuren vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit

Archäologen haben in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in der Werler Altstadt Spuren entdeckt, die bis in das Mittelalter zurückreichen. Ihnen gelang auch indirekt der Nachweis einer der großen Stadtbrände Werls.

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Mit Spaten und Spitzhacke dringen die Studierenden in die Vergangenheit vor

Auf der Suche nach der mittelalterlichen Stadtmauer in Borgentreich (Kr. Höxter) sind Archäologen fündig geworden: In einem Kooperationsprojekt mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) haben dreizehn Studierende der Universität Kiel mehrere Bereiche des Fundaments der historischen Stadtbefestigung freigelegt. Der Verlauf der Anlage, die im 19. Jahrhundert abgerissen wurde, war teilweise unklar.

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Felsunterstand bei Fincha Habera in den Bale Mountains

Steinzeitjäger siedelten am Gletscher

Bereits vor etwa 40.000 Jahren haben Menschen dauerhaft im Hochgebirge und in Gletschernähe gelebt. Analysen von Besiedlungsspuren aus dem Bale-Gebirge im nordostafrikanischen Äthiopien zeigen, dass zu jener Zeit ein Felsüberhang auf fast 3.500 Metern Höhe offenbar erstmals dauerhaft von steinzeitlichen Jägern besiedelt und seitdem wiederholt als Wohnstätte genutzt wurde. In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins »Science« berichtet eine internationale Forschungsgruppe über die ältesten Zeugnisse einer prähistorischen Wohnstätte in einem Hochgebirge.

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Die Qualität der Gebäudeausstattungen in diesem Teil der römischen Siedlung von Stuttgart-Bad Cannstadt war eine Überraschung

Erste Ergebnisse der aktuellen Ausgrabungen in Stuttgart-Bad Cannstatt

Der Neubau mehrerer Wohngebäude mit Tiefgarage an der Essener Straße in Stuttgart-Bad Cannstatt erforderte erneut umfangreiche archäologische Ausgrabungen innerhalb der römerzeitlichen Siedlung auf dem Hallschlag. Im Vorfeld dieser Baumaßnahme finden hier seit Anfang Mai 2019 archäologische Untersuchungen statt. Dabei fanden sich unter anderem die Reste mehrerer Wohngebäude in überraschend qualitativer Bauweise.

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Kreisgräben beim Ringheiligtum

Parallelen der Anlage von Pömmelte zu Stonehenge und Avebury werden untersucht

Das Archäologenteam der aktuell laufenden Grabungskampagne am Ringheiligtum von Pömmelte (Salzlandkreis) wird seit Mitte Juli durch Studierende der Universität Southampton verstärkt. Deren akademischer Lehrer, Prof. Joshua Pollard, erforscht auch die Anlagen von Avebury und Stonehenge und sieht deutliche Parallelen zwischen dem Rondell in Mitteldeutschland und den englischen Monumenten, die im gleichen zeitlich-kulturellen Kontext entstanden. Sowohl in Avebury als auch in Pömmelte wurde ein älteres Vorläufer-Heiligtum, das sich durch eine rechteckige Form deutlich von den Ringanlagen unterscheidet.

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Burgwall Kemberg, Luftbild

Unmittelbar am Rande der Stadt Kemberg, Lkr. Wittenberg, befand sich während der späten Bronze- und frühen Eisenzeit (ca. 1200-500 v. Chr.) eine der bedeutendsten vorgeschichtlichen Burgen Mitteldeutschlands dieser Zeit. Im Rahmen eines polnisch-deutschen Kooperationsprojektes der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität Warschau (UKSW) und des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) werden am Burgwall seit dem 8. Juli archäologische Untersuchungen durchgeführt.

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Deutlich sticht der rötlich verziegelte Lehm im einstigen Grubenhaus hervor

Im Neubaugebiet "Am Kalberdanz" in Paderborn sind Archäologen in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bei Grabungen erneut fündig geworden. In unmittelbarer Nähe zur Pader, auf einer hochgelegenen Paderterrasse, wurden mittelalterliche Siedlungsreste entdeckt.

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