Neue Einblicke zum Beginn von Ackerbau und Viehzucht in Südwestdeutschland

Neolithische Frauenbestattung in Hockerstellung

Archäologische Ausgrabungen bei Ammerbuch-Pfäffingen bringen Gräben und Bestattungen aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. ans Licht

Bei Forschungsgrabungen des Landesamts für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart und der Universität Tübingen wurden im Bereich einer großen Siedlung der ältesten bäuerlichen Kultur in Mitteleuropa (Linearbandkeramik) bei Ammerbuch-Pfäffingen im Landkreis Tübingen neue Siedlungsstrukturen aufgedeckt. Aktuelle naturwissenschaftliche Analysen der bei den Ausgrabungen gewonnenen Funde geben neue Einblicke zum Beginn von Ackerbau und Viehzucht im Neckarraum.

Vor dem großen Westprofil dringen die Studierenden auf dem Vorplatz der Blätterhöhle sicher und präzise in immer tiefere Schichten vor

Die Blätterhöhle ist für die Steinzeit einer der wichtigsten Fundplätze in Westfalen und darüber hinaus. Jetzt sind Archäologen kurz davor die fünfte Grabungskampagne unter der Leitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) abzuschließen. Und sie haben dabei erneut besondere Funde wie Pfeilspitzen aus Feuerstein gemacht, die einen Einblick in die Welt der Menschen vor über 11.500 Jahren erlauben.

Ausgrabungen
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Luftbild mit Blick auf die aktuelle Ausgrabung am Steinacker

Seit 2018 finden Ausgrabungen an der überregional bedeutsamen paläolithischen Fundstelle am Steinacker in Feldberg bei Müllheim statt. Im Fokus der diesjährigen zweiten Grabungskampagne stehen die jungpaläolithische Siedlung sowie Spuren der mittelpaläolithischen Jäger und Sammler vor etwa 100.000 Jahren, die vergangenes Jahr erstmals entdeckt wurden.

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Kupferzeitliches Versammlungshaus nach der Freilegung

Ein ukrainisch-deutsches Forschungsteam sieht in undemokratischen Entscheidungsstrukturen und der Bündelung von Macht die vermutliche Ursache für den Zusammenbruch der ältesten vorstädtischen Großsiedlungen Europas um 3.700 vor Christus.

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Ausgrabungsstelle von Norden mit Blick über den See

Im Juli 2019 begleitete das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart im Überlinger Stadtteil Aufkirch (Bodenseekreis) den Erdabtrag für ein Bauvorhaben. Die Grabungsstelle lag im Umfeld der Kirche Sankt Michael in Aufkirch, der ursprünglichen Pfarrkirche von Überlingen. Da ihr Kern bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen soll, war hier mit archäologischen Funden und Befunden zu rechnen. Dort entdeckten sie die Reste eines römischen Gutshofes.

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Knüppelweg

Archäologen legen in Dülmen mittelalterliche Straßen frei

Im Rahmen längerfristiger Bauarbeiten in Dülmen (Kreis Coesfeld) begleiten Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zurzeit die Ausgrabungen einer Fachfirma auf dem Bült nahe der Kirche St. Viktor. Die Archäologen stießen dabei tief in die Geschichte der Stadt vor und entdeckten mehrere übereinanderliegende Pflasterungen aus dem Mittelalter. Deren aufwendige Bauweise bestätigt die Vermutung, dass die heute unscheinbare Gasse Bült im Mittelalter Teil einer wichtigen Verkehrsverbindung war.

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Frühmittelalterliche Bestattung unter dem Paderborner Domvorplatz

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) begleiteten kürzlich die Ausgrabung einer Fachfirma im Rahmen einer Baumaßnahme am Domvorplatz in Paderborn. Dabei legten sie die Überreste von gleich drei Mauern aus unterschiedlichen Jahrhunderten sowie einige Bestattungen eines alten Friedhofs frei, die sich bis zur Zeit Karls des Großen und der Ottonen im 9. und 10. Jahrhundert zurückführen lassen.

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Ausgrabungen in Spenge

Seit vorvergangener Woche erforschen Archäologen einer Fachfirma in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Ursprünge der Stadt Spenge (Kreis Herford). Im Rahmen der Baumaßnahme an der Langen Straße stießen sie hierbei in unmittelbarer Nähe zur mittelalterlichen Pfarrkirche auf die bisher ältesten Siedlungsüberreste des Ortes, dessen Frühphase sich womöglich bereits in das 12. Jahrhundert datieren lässt.

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Bronzezeitlicher Schädel mit Beigefäß

Derzeit finden auf dem Areal der Polizeiinspektion Magdeburg archäologische Ausgrabungen statt. Bei der im Vorfeld der Sanierungsarbeiten stattfindenden Untersuchung wurden ein mittelbronzezeitliches Gräberfeld sowie frühbronzezeitliche Befunde entdeckt. Sie bereichern die bisher bekannte Materialbasis zur Bronzezeit in Sachsen-Anhalt.

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Ausgrabung in der Kaserne

Seit dem Beginn der Bauarbeiten auf dem Kasernenareal der Stadt Basel im Jahr 2018 wird die Baustelle von der Archäologischen Bodenforschung eng begleitet. Auf der Sohle des ehemaligen Stadtgrabens kamen überraschend zwei quer dazu verlaufende, schmale Gräben zum Vorschein. In einem dieser Gräben lagen auf engem Raum 27 menschliche Skelette.

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Grundriss eines neolithischen Hauses im Luftbild

Im Rahmen einer Lehrgrabung legten Studierende der Westfälische-Wilhelms-Universität Münster bei Willebadessen (Kreis Höxter) den vollständigen, 25 x 7 m messenden Grundriss eines linienbandkeramischen Hauses frei. Im ergrabenen Bereich überschneiden sich die Hausbefunde mit einer Grabenanlage. Die Grabung soll Aufschluss darüber bringen, ob das Haus über dem zugeschütteten Graben errichtet wurde oder ob der Graben erst angelegt wurde, als das Haus bereits aufgegeben war.

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