300.000 Jahre alte Momentaufnahme: Älteste menschliche Fußabdrücke aus Deutschland gefunden

Pleistozäner Fußabdruck in Schöningen

Drei fossile Fußabdrücke von Homo heidelbergensis zwischen prähistorischen Elefantenspuren in der niedersächsischen Fundstelle Schöningen entdeckt

In einer jüngst in der Fachzeitschrift Quarternary Science Reviews veröffentlichten Studie werden die bislang ältesten bekannten menschlichen Fußabdrücke in Deutschland vorgestellt. Entdeckt wurden die Spuren in der rund 300.000 Jahre alten altsteinzeitlichen Fundstelle Schöningen in Niedersachsen. Die vermutlich vom Homo heidelbergensis stammenden Abdrücke sind von mehreren Tierspuren umgeben - gemeinsam zeichnen sie ein Bild des damaligen Ökosystems.

Frühmittelalterliches Gefäßfragment

Archäologen finden über 1.000 Jahre alte Siedlungsspuren

Die frühmittelalterlichen Befunde belegen, dass Verl bereits vor der ersten urkundlichen Erwähnung eines Hofes im Verler Land aus dem Jahr 1088 besiedelt war, so die Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)

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Außergewöhnliche Pfostengruben in Haltern

Die römische Marinebasis am Uferkastell in Haltern am See

Seit Herbst 2021 graben die Archäologinnen und Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf zwei benachbarten Grundstücken innerhalb des ehemaligen römischen Uferkastells an der Lippe in Haltern am See. Die Fachleute fanden unter anderem heraus, dass die Marinebasis vor 2.000 Jahren viermal komplett neu aufgebaut wurde, jeweils mit verändertem Grundriss.

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Brunnengrube

Ein Brunnen des 9. Jahrhunderts und »Hunneschans Keramik« aus Werne

Auf einer 7,5 Hektar großen Fläche haben Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL) in Werne besondere Keramik und Reste von Holzbrunnen aus dem späten 9. Jahrhundert nach Christus gefunden.

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Limes-Koordinator und Grabungsleiterin

Auf dem Fürstenberg bei Xanten untersucht das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland (LVR-ABR) seit einigen Jahren mit modernen Prospektionsmethoden die Bebauung im Vorfeld des römischen Legionslagers Vetera castra. Dabei hat sich gezeigt, dass die sogenannte canabae, die Lagervorstadt, deutlich größer und besser ausgebaut war als bislang angenommen. Zur Überprüfung der Ergebnisse und der Erhaltung der antiken Substanz haben die Archäologinnen und Archäologen der Außenstelle Xanten des LVR-ABR nun dort eine Ausgrabung mit minimalen Bodeneingriffen durchgeführt.

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In Hala Sultan Tekke gefundene Importwaren

Das begehrte Metall Kupfer und eine geschützte Lage machten das zyprische Dorf Hala Sultan Tekke zu einem der wichtigsten Handelszentren der Spätbronzezeit. Eine im Journal of Archaeological Science veröffentlichte Studie der schwedischen Zypern-Expedition bestätigt die Bedeutung der bronzezeitlichen Stadt in der ersten Periode des internationalen Handels im Mittelmeerraum.

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Architektonische Merkmale eines Mustatils

Ein australisch-arabisches Forschungsteam führt umfangreiche Ausgrabungen an einem der mehr als 1.600 als Mustatils bekannten Monumente durch.

Eine umfassende Analyse einer archäologischen Stätte in Saudi-Arabien wirft ein neues Licht auf Mustatils - Steinmonumente aus dem späten Neolithikum, die vermutlich rituellen Zwecken dienten. Melissa Kennedy von der University of Western Australia in Perth und ihr Team stellen diese Ergebnisse in Zusammenarbeit mit der Royal Commission for AlUla nun in der Open-Access-Zeitschrift PLOS ONE vor.

Aus aller Welt
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Dokumentation eines archäologischen Befundes

Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in Stemwede-Westrup (Kreis Minden Lübbecke) eine 900 Jahre alte Hofstelle entdeckt und damit frühe Schriftquellen mit der ersten Erwähnung des Ortes bestätigt.

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Mithilfe geophysikalischer Untersuchungen, Bohrungen und kleinerer archäologischer Ausgrabungen soll die Geschichte des Landgrabens erforscht werden

Der Landgraben, das Gewässer zwischen Groß-Gerau und Trebur, mündet nordwestlich von Astheim in den Rhein. Sein Name geht auf den Landgrafen Georg I. (1547-1596) von Hessen-Darmstadt zurück, dem der Ursprung dieses künstlichen Gewässers bisher zugeschrieben wurde. Archäologen vermuten aber eine andere Entstehungsgeschichte. Ein Team des Landesamts für Denkmalpflege Hessen und der Universitäten Frankfurt, Mainz und Kiel kann nun mit Mitteln der DFG nach der römischen Vergangenheit forschen.

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Die Pfostenlöcher zeigen einen größeren Hausgrundriss an, der zu einem Neunpfostengebäude gehörte

Seit den ersten Ausgrabungen im Jahr 2011 ist den Fachleuten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) das Siedlungsgebiet aus der vorrömischen Eisenzeit (um 400 v. Chr.) im Bereich der A2 Kamen-Hamm bekannt: Bei ihm handelt es sich um das größte zusammengehörige Siedlungsgebiet dieser Zeit in Südwestfalen. Durch neue Grabungen wurde jetzt klar: Die "Siedlungskammer" ist noch viel größer als angenommen.

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Die geomagnetische Prospektion bestätigt die Vermutung, dass unter den Feldern im Boden Spuren früherer Nutzung des Hügels "Ehrlich" zu finden sein würden

Archäologen der Goethe-Uni widerlegen bisherige Vermutungen

Auf der Suche nach Silbererz haben die Römer im 1. Jahrhundert nach Christus in der Gegend von Bad Ems zwei Militärlager errichtet. Das ergaben Forschungen im Rahmen einer mehrjährigen Lehrgrabung der Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Land Rheinland-Pfalz. Dabei kam durchaus Überraschendes zutage.

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