Auf den Spuren des alten Rathauses von Winsen

Altes Winsener Rathaus

Bei der kürzlich begonnenen Ausgrabung im Stadtzentrum von Winsen (Ldkr. Harburg) will das Grabungsteam des Archäologischen Museums Hamburg dem historisch bedeutsamem Gelände auf dem nördlichen Kirchvorplatz seine Geheimnisse entlocken. Seit dem Mittelalter standen dort das Rathaus der Stadt und ein städtischer Glockenturm. Darüber hinaus war die Fläche zwischen Kirche und ehemaligem Rathaus bis zum Jahr 1829 mindestens 600 Jahre lang ein Friedhof. Im Rahmen der Innenstadtsanierung „Winsen 2030“ soll hier zukünftig ein Wasserspiel errichtet werden.

Feldbackofen

Die Hinweise auf ein römisches Lager unter dem St. Johannisstift an der Neuhäuser Straße in Paderborn verdichten sich. Bereits im September vergangenen Jahres fanden auf dem Gelände des zukünftigen Bildungscampus des St. Johannisstift archäologische Ausgrabungen unter fachlicher Begleitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) statt. Neben Hinweisen auf die neuzeitliche- und frühmittelalterliche Vergangenheit der Stadt stießen die Archäologinnen und Archäologen der beauftragten Fachfirma auf die Fragmente von fünf verschiedenen Weinamphoren. Es handelte sich um das erste Anzeichen einer römischen Militärpräsenz in Paderborn vor gut 2.000 Jahren. Neue Ergebnisse untermauern jetzt diese Hinweise.

Ausgrabungen
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Bronzezeitliches Vollgriffschwert in Fundlage

Ein Archäologenteam ist bei Grabungen im Donau-Ries auf ein besonders gut erhaltenes Schwert der Bronzezeit gestoßen. Das Vollgriffschwert mit achteckigem Griff ist eine von mehreren Beigaben aus einem Grab mit drei Bestattungen. Im 14. Jh. v.Chr. waren dort ein Mann, eine Frau und ein Jugendlicher beigesetzt worden. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um ein Familiengrab handelt - ob dies zutrifft, müssen weitere Untersuchungen klären.

Ausgrabungen
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Grabungsareal

Bereits für die Jungsteinzeit lassen sich in direkter Nachbarschaft zum heutigen Altenhilfezentrum Gesundbrunnen in Hofgeismar erste Ansiedlungen nachweisen. Neuste Grabungen im Rahmen einer Erweiterung des Altenhilfezentrums ermöglichen einen tieferen Einblick in die früheste Siedlungsgeschichte der Region. Nun wurden die Ergebnisse der Grabung der Presse vorgestellt.

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Ausgrabung eines Kellers unter dem Marktplatz von Brakel

Bei archäologischen Untersuchungen auf dem historischen Marktplatz von Brakel (Kreis Höxter) wurde ein über 800 Jahre alter Keller entdeckt. Der gut erhaltene mittelalterliche Keller wurde um 1200 aufgegeben. Die Funde, darunter eine Münze, Messerklingen und ein Kamm, geben wertvolle Einblicke in die Stadtentwicklung. Es wird vermutet, dass an dieser Stelle einst ein großes Holzgebäude stand, das bis auf den heutigen Marktplatz vor dem Rathaus reichte.

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Johann Rudorfer in Hallstatt

Seit der Gründung des Naturhistorischen Museums (NHM) in Wien im Jahr 1870 sind die Hallstatt-Forschung und das Haus an der Wiener Ringstraße eng miteinander verbunden. Von 1846 bis 1863 wurde das eisenzeitliche Gräberfeld in Hallstatt erstmals systematisch untersucht und unter dem ersten Intendanten des Museums in Wien, Ferdinand von Hochstetter (1829–1884), kamen durch weitere Grabungen von 1877 bis 1878 die Grabbeigaben von 27 freigelegten Gräbern nach Wien in das neue Hofmuseum. Aktuell wird dieses eisenzeitliche Gräberfeld neu untersucht und auch im prähistorischen Salzbergwerk kann seit Kurzem die älteste bekannte Schachtanlage erforscht werden.

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Kupferbarrenfund in Oman

Nach Kohleresten gesucht, Kupferbarren gefunden: Irini Biezeveld und Jonas Kluge haben bei einer Routinegrabung in Oman erlebt, wie überraschend die Archäologie sein kann. Ihr Zufallsfund mit Seltenheitswert wird weitere Forschungen zur Folge haben.

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Blätterhöhle in der Altsteinzeit (Lebensbild)

LWL präsentiert älteste Funde des »Homo sapiens« in Westfalen-Lippe - »Dramatischer Klimawandel« in der Altsteinzeit

Bei den jüngsten Ausgrabungen an der Blätterhöhle in Hagen sind Archäolog:innen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf weitere menschliche Überreste gestoßen. Mit einem Alter von etwa 12.000 Jahren handelt es sich um die ältesten des modernen Menschen (Homo sapiens) in Westfalen. Einzuordnen sind sie damit noch in die späte Altsteinzeit.

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Ein Messwagen in Leichtbauweise liefert großflächig magnetische Kartierungen von Kulturspuren, die unter der heutigen Wattoberfläche verborgenen sind

Der heute im UNESCO-Welterbe Wattenmeer gelegene, 1362 in einer Sturmflut untergegangene mittelalterliche Handelsplatz Rungholt ist aktuell Ziel interdisziplinärer Forschung. Durch eine Kombination aus naturwissenschaftlichen und archäologischen Methoden gelang es nun Forschenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), des Zentrums für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA) sowie des Archäologischen Landesamts Schleswig-Holstein (ALSH) den Standort der Rungholter Kirche zu lokalisieren – und somit eine über 100-jährige, vieldiskutierte Forschungsfrage endgültig zu klären.

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Eisenzeitliches Haus in Thorikos

Göttinger Forschungsteam entdeckt frühestes eisenzeitliches Haus in Athen und Attika

Archäologinnen und Archäologen der Universität Göttingen haben in Thorikos (Griechenland) südlich von Athen das früheste eisenzeitliche Haus Athens entdeckt. Dies ist ein wichtiger, für die frühe griechische Geschichte unerwarteter und einzigartiger Befund: Gebäudestrukturen aus dieser frühen Zeit, vom 10. bis 9. Jahrhundert v. Chr., sind in Attika bisher nirgendwo ausgegraben worden. Nun fördert die Gerda-Henkel-Stiftung die Fortsetzung der Ausgrabungen mit rund 82.000 Euro.

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Blick von Norden auf die Grundmauern der spätantiken Eisenhütte, darüber die spätmittelalterliche Zinnenmauer

In Südtirol 500 Jahre früher als nördlich der Alpen

500 Jahre bevor nördlich der Alpen die ersten Hochöfen glühten, produzierten Hüttenleute in Südtirol bereits Gusseisen nach dieser damals revolutionären Technologie. So fasst der Mainzer Archäologieprofessor Dr. Hans-Peter Kuhnen das Hauptergebnis einer archäologischen Ausgrabung zusammen, die er im Auftrag des Südtiroler Archäologiemuseums Bozen seit 2019 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wissenschaftlich auswertet.

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