"Fahrstuhl" in die mittelalterliche Stadtgeschichte von Rheda-Wiedenbrück

Viele Spuren auf kleinstem Raum

Eigentlich sollte der neue Fahrstuhl die Besucher im Alten Rathaus von Rheda-Wiedenbrück vor allem in die Höhe tragen. Zunächst ist er jedoch genau in die entgegengesetzte Richtung abgetaucht: Bauarbeiten führten die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) mitten hinein in die Vergangenheit der Stadt.

Bruchstück einer päpstlichen Bulle aus Blei

Bei Bauarbeiten auf dem Paderborner Domplatz kam auf einer Länge von 30 Metern ein Mauerfundament wenige Zentimeter unter der heutigen Asphaltdecke zum Vorschein. "Dabei handelt es sich um die ehemalige südliche Begrenzung des bis zum 19. Jahrhundert genutzten Domfriedhofs", so Dr. Sveva Gai, Archäologin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

Ausgrabungen
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Freilegung eines im Block geborgenen Grabes

Das Highlight der Ausgrabungen im Zuge von Bauarbeiten zur Ortsumfahrung Gotha-Sundhausen in den Jahren 2012 und 2013 waren zwei frühmittelalterliche Bestattungen, die im Block geborgen wurden. Die Freilegung der beiden Bestattungen und die Restaurierung der Funde sind nun abgeschlossen und wurden heute der Öffentlichkeit präsentiert.

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Wirbelsäule des jungen Mannes

Mittelsteinzeitliche Bestattungen bei Groß Fredenwalde in der Uckermark entdeckt

Schon 1962 wurde auf einem Berg nahe Groß Fredenwalde eine ungewöhnliche Bestattung entdeckt, die etwa 8000 Jahre alt ist. Bei einer Nachgrabung konnten nun überraschend weitere Gräber im Umfeld freigelegt werden. Die neuen Gräber datieren ebenfalls in die Mittelsteinzeit und sprechen dafür, dass um 6400 v.Chr. auf dem Weinberg Deutschlands ältestes Gräberfeld angelegt wurde.

Ausgrabungen
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Das frühmittelalterliche Grab von Bissingen an der Teck

Experten des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart entdeckten überraschend das Grab eines frühmittelalterlichen Kriegers mit Goldblattkreuz bei der Siedlungsgrabung in Bissingen an der Teck in Baden-Württemberg. Präsentiert wurden die Funde des reich ausgestatteten Kriegergrabes und die daraus resultierenden spannenden Einblicke in die Frühzeit der Christianisierung am vergangenen Dienstag, den 2. Februar 2016 in Esslingen.

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Frauengrab mit Zahn und Muschelschmuck

Im Jahr 2015 wurde Artern zu einem Zentrum archäologischer Forschung: Die großräumige Erweiterung des Industrie- und Gewerbegebietes "Kyffhäuserhütte" und der Bau der Ortsumfahrung Schönfeld – Ringleben ermöglichten dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) tiefe Einblicke in die frühe Besiedlungsgeschichte der heutigen Stadt Artern und ihrer direkten Umgebung.

Ausgrabungen
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Glockengussgrube während der Freilegung

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in Dülmen (Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen) die bisher älteste Glockengießergrube Deutschlands gefunden. Die Funde sind 1.200 Jahre alt.

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Ausgrabungsstelle der mittelalterlichen Seuchenopfer

Krankheitserreger überdauerte mehr als vier Jahrhunderte in Europa

Der Schwarze Tod, die Pestpandemie im 14. Jahrhundert, ist wohl die berüchtigtste ihrer Art. In nur fünf Jahren tötete sie 30 bis 50 Prozent der europäischen Bevölkerung. Unglücklicherweise verschwand die Pest am Ende der Pandemie nicht aus Europa. Während der nächsten 400 Jahre lebte die Seuche immer wieder auf und sorgte für Epidemien sowie für andauernde gesellschaftliche Unruhen.

Ausgrabungen
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Die Holsterburg aus der Vogelperspektive

Die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben Bilanz der Grabungen in diesem Jahr auf der Holsterburg bei Warburg gezogen. Sie gingen dem Innenleben der Burg ebenso auf den Grund wie ihrem Unterbau, der Landschaft, in die sie eingebettet war und dem Alltagsleben, das sich in den verwinkelten Räumen des achteckigen Bauwerks im Hochmittelalter entfaltete.

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Kloster Mežirìč

Die Bandkeramik bzw. bandkeramische Kultur ist die erste auf Ackerbau und Viehzucht basierende Kultur der Jungsteinzeit mit Verbreitungsgebieten in ganz Mitteleuropa. Forscher der Universität Regensburg haben nun durch Grabungen zwei weitere Siedlungsorte in der nordwestlichen Ukraine nachweisen können. Damit verschiebt sich die Grenze des bekannten Siedlungsraumes weiter nach Osten.

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Grabungsleiterin Eva Manz präsentiert eine römische Münze

Wo in Porta Westfalica ein Baumarkt entstehen soll, liegen im Boden Hinweise auf den unmittelbaren Kontakt zwischen frühen Siedlern vor 2.000 Jahren und den Römern verborgen. In einiger Entfernung gab es ein Römerlager, und die ansässigen heimischen Bauern waren auch noch lange Zeit nach dem Abzug der Soldaten durch Importe aus dem römischen Reich von dieser kulturellen Nähe geprägt, so die Erkenntnis der Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

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