Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum

Ausgrabungen in der Bacho-Kiro-Höhle

Ein internationales Forschungsteam berichtet über neue Fossilien des Homo sapiens aus der Bacho-Kiro-Höhle in Bulgarien. Diese wurden auf ein Alter von etwa 45.000 Jahren datiert und zusammen mit Steinwerkzeugen, den Überresten gejagter Tiere, Knochenwerkzeugen und persönlichen Schmuckgegenständen gefunden. Die neuen Entdeckungen dokumentieren den frühesten bekannten Homo sapiens aus dem Jungpaläolithikum und verschieben den Beginn dieses bedeutenden kulturellen Übergangs in Europa weiter in die Vergangenheit. Die am Fundort ausgegrabenen Steinwerkzeuge verbinden die Bacho-Kiro-Höhle mit Funden in ganz Eurasien, bis in die Mongolei im Osten.

Schädelfund im Bodensee

Die Überreste eines alten menschlichen Schädels stammen aus der späten Bronzezeit und liefern Hinweise auf eine bislang unentdeckte Siedlung am Ufer des bayerischen Bodensees. Die Suche danach soll 2020 fortgesetzt werden.

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Werne-Stockum. Auf der Trasse werden die freigebaggerten mittelalterlichen Befunde zügig archäologisch bearbeitet

Archäologen haben in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bei Grabungsarbeiten auf einer Fläche von 1.400 Quadratmetern während des Baus an einer Gastrasse bei Werne-Stockum (Kreis Unna) eine mittelalterliche Hofstelle entdeckt. Dunkle Verfärbungen im Boden, verfüllte Gruben und ehemalige Pfostenlöcher einer Hofstelle sowie Schmuck, Schlacke und Keramikscherben vermitteln einen Eindruck vom Leben der Menschen, die hier im 11. oder 12. Jahrhundert siedelten.

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Von dem Kellerfundament des Gebäudes blieben nur wenige Steinlagen durch den fortwährenden Ackerbau erhalten

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben auf einem Acker nahe Bad Berleburg-Aue die Spuren einer mittelalterlichen Siedlung entdeckt und dokumentiert. Der wichtigste Befund aus Sicht der Expertinnen ist das steingemauerte Fundament eines Kellers aus dem frühen Mittelalter.

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Leinfelden

Ergebnis der archäologischen Sondagen liegt vor

Das Ergebnis der archäologischen Sondagen, die das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart Ende Februar 2020 im geplanten Wohngebiet »Schelmenäcker« bei Leinfelden-Echterdingen durchgeführt hat, liegt vor und wurde der Stadt übergeben.

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Archäologin Sarah Gonschorek legt die Hauswand des 13./14. Jahrhunderts zur weiteren Untersuchung und Dokumentation sorgfältig frei

In Minden untersuchen Archäologen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf einer Fläche von etwa 1.200 Quadratmetern Überreste der mittelalterlichen Stadtbebauung. Nachdem sie im Dezember mittelalterliche Hausgrundrisse und Kanäle freilegen konnten, stießen sei nun auf eine nahezu komplette Hauswand aus dem 14. Jahrhundert.

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Figueira-Brava-Höhle (Portugal)

Bereits die Neandertaler ernährten sich vor über 80.000 Jahren regelmäßig von Muscheln, Fisch und anderen Meeresbewohnern. Den ersten umfangreichen Nachweis dafür fand ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Göttingen bei einer Ausgrabung in der Höhle von Figueira Brava in Portugal. Sie stammen aus dem Zeitraum, in dem die Neandertaler Europa besiedelten.

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Dr. Christoph Steinmann legt den Mammutzahn frei

Eigentlich wollte ein archäologisches Grabungsteam auf einem Grundstück in einem Ortsteil der Gemeinde Riekofen (Bayern) nach Siedlungsresten aus dem 15. Jahrhundert suchen, stattdessen entdeckte es etwas viel Älteres, nämlich den Stoßzahn eines Mammuts aus der Eiszeit.

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Mauern aus verschiedenen Jahrhunderten: Das Grundstück an der Heiersstraße wurde im Laufe der Zeit wiederholt überbaut

Die Ausgrabungen an der Heiersstraße 15 in der Paderborner Altstadt gehen weiter. In Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) haben Archäologen einer Fachfirma nicht nur die Grundmauern eines Gerichtssitzes aus dem 16. Jahrhundert entdeckt, sondern auch ein darunterliegendes Gewölbe aus dem Mittelalter. Das Gerichtsgebäude war ein wichtiger Teil der frühen städtischen Selbstverwaltung.

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Dhaba-Ausgrabung, Indien

In einer in Nature Communications veröffentlichen Studie legen Forschende der Abteilung für Archäologie des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte zusammen mit internationalen Partnern Belege dafür vor, dass vor und nach der Supereruption des Vulkans Toba vor 74.000 Jahren Nutzer von mittelpaläolithischen Steinwerkzeugen in Indien präsent waren. Die Ergebnisse unterstützen die Annahme, dass Homo sapiens schon vor den großen Expansionswellen des Menschen vor 60.000 Jahren nach Südasien gelangt war und dass menschliche Bevölkerungsgruppen dort klimatische und ökologische Veränderungen überstanden.

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Das Reitergrab aus der Grabung in Nordendorf

Im schwäbischen Nordendorf sind Archäologen im Sommer 2019 bei Ausgrabungen auf einen besonderen Befund gestoßen: Es handelt sich um das reich ausgestattete Grab eines Reiterkriegers aus dem Frühmittelalter. Derzeit befinden sich die Funde aus dem Grab im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.

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