1.300 Jahre alte Weltchronik im Sinai entdeckt

Wendepunkt um 636 n.Chr.: Eine Chronikseite beschreibt die entscheidende Schlacht zwischen den Byzantinern und den Arabern bei Yarmuk und den Rückzug Kaiser Herakleios' aus Syrien

Neue Einblicke in die politischen und religiösen Umbrüche von der Spätantike bis zum Aufstieg des Islam liefert eine neuentdeckte christliche Weltchronik aus dem frühen 8. Jahrhundert. Forschende der Österreichischen Akademie der Wissenschaften haben die ursprünglich auf Syrisch verfasste und später ins Arabische übersetzte Handschrift im Katharinenkloster in Ägypten gefunden und analysiert.

Briquetage

In Werl-Westönnen (Kreis Soest) plant die Stadt neue Wohnbebauung. Da den Archäologinnen und Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) von dem Baugebiet bereits zahlreiche Oberflächenfunde bekannt waren, wurden archäologische Grabungen im Vorfeld nötig und förderten seltene Befunde und Funde zutage: Vor etwa 2500 Jahren wurde in Werl Salz produziert, um Christi Geburt bestand hier eine germanische Siedlung, möglicherweise zeitgleich mit der kurzen römischen Besatzung.

Ausgrabungen
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Besucherinnen und Besucher riechen an der Karte "Der Duft des Jenseits" während einer Führung im Museum August Kestner, Hannover, Deutschland

Eine neue Studie zeigt, wie sich biomolekulare Daten aus archäologischen Materialen in wissenschaftlich fundierte Duftrekonstruktionen übersetzen lassen. Dieser innovative Ansatz eröffnet Museen und Kultureinrichtungen neue Wege für Storytelling, Wissensvermittlung und immersive Ausstellungskonzepte.

Forschung
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Felsbild im Sinai mit Umzeichnung

Eine Felsinschrift im Wadi Khamila auf der Sinai-Halbinsel zeigt die koloniale Gewalt der frühen Ägypter. Die Szene gilt als eine der ältesten Darstellungen politischer Unterwerfung im Bildformat.

Kulturerbe
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Säulen des Palastes in Alexandria am Tigris

Alexandria am Tigris war einst ein bedeutendes Zentrum des Handels zwischen Meer und Binnenland im antiken Mesopotamien. Lange Zeit vergessen, wurde die Stadt erst jüngst durch moderne archäologische Methoden neu verortet und erforscht. Ein internationales Forschungsteam hat ihre beeindruckende Größe und zentrale Rolle im Fernhandel rekonstruiert – trotz schwieriger politischer Rahmenbedingungen vor Ort.

Forschung
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Herstellung eines Grabstocks im Paläolithikum

Internationales Forschungsteam der Universitäten Tübingen und Reading sowie der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung entdeckt rund 430.000 Jahre alte Belege in griechischer Fundstätte

Kulturerbe
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Uferschutzbauwerk des römischen Hafens

Bei Bauarbeiten für den Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Museums in Köln wurde ein römisches Uferschutzbauwerk entdeckt. Der Fund gibt neue Einblicke in den antiken Hafen, führt aber zu Verzögerungen im Bauablauf.

Ausgrabungen
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Freigelegte Urne aus Keramik

Aktuelle Grabungen in Werne beendet

Bei archäologischen Grabungen in Werne (Kreis Unna) sind neben einem Friedhof etwa 30 Brandgräber und Reste davon entdeckt worden. Fachleute schätzen das Alter der Funde auf knapp 2.000 Jahre. Bereits 2024 war ein Archäologie-Team des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Südring bei früheren Sondierungsgrabungen fündig geworden.

Ausgrabungen
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Probennahme an der altsteinzeitlichen Doppelbestattung

Die genetische Analyse eines 12.000 Jahre alten Doppelgrabs aus Süditalien zeigt: Seltene Erbkrankheiten gab es schon in der Vorgeschichte – und Menschen mit schweren Einschränkungen wurden offenbar sozial unterstützt.

Forschung
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Erdstall mit Spizgiebel

Im Zuge von Ausgrabungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt bei Reinstedt, Landkreis Harz, konnte im Bereich einer mittelneolitischen Grabanlage ein ganz besonderer Befund dokumentiert werden. In den Trapezgraben der Baalberger Kultur des vierten Jahrtausends vor Christus war im Spätmittelalter ein sogenannter Erdstall eingebracht worden, das heißt ein unterirdisch in den Löss gegrabenes Gangsystem. Die Deutungen von Erdställen erstrecken sich von Verstecken bis hin zu Räumen für kultische Handlungen.

Ausgrabungen
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Bronzenes Radkreuz (10./11. Jh.)

Ein im Havelland entdecktes Bronzeradkreuz aus dem 10./11. Jahrhundert passt exakt zu einer bereits seit über 40 Jahren bekannten Gussform aus Spandau. Der Fund liefert seltene Einblicke in frühe christliche Symbolik und Handwerksnetzwerke.

Funde & Befunde
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