Der Körper des Kaisers. Identität der sterblichen Überreste aus dem Sarkophag Ottos des Großen bestätigt

Schädel Ottos des Großen wird im Computertomographen untersucht

Seit 2025 steht das Grabmal Kaiser Ottos I. im Magdeburger Dom im Mittelpunkt eines umfangreichen Dokumentations- und Konservierungsprojektes. Nach der Öffnung des Grabes widmet sich eine multidisziplinäre Forschergruppe der Untersuchung der sterblichen Überreste aus der Grablege. Besonders bedeutend sind die Ergebnisse archäogenetischer Analysen, die belegen, dass es sich bei den sterblichen Überresten aus dem Magdeburger Grabmal mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die Gebeine Kaiser Ottos I. handelt.

Waldelefanten

Fossile Zähne können erstaunlich viele Informationen bewahren, weil Zahnschmelz langsam wächst und Schicht für Schicht Daten über die Umwelt speichert. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Allianz der Rhein-Main-Universitäten konnte jetzt die Lebensgeschichte vier Europäischer Waldelefanten (Palaeoloxodon antiquus) anhand der Analyse ihrer Zähne rekonstruieren. Die Elefanten – deutlich größer als heutige Arten – waren die größten Landsäugetiere des prähistorischen Europas und lebten während der letzten Warmzeit vor rund 125.000 Jahren. Eine Studie von 2023 hatte gezeigt, dass sie zur Jagdbeute von Neandertalern gehörten.

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Bronzezeitliche Verfüllung der Felsspalten

Spuren aus einer unerwartet frühen Epoche kamen kürzlich bei Grabungen im Innenhof von Schloss Hohenaschau (Lkr. Rosenheim) zum Vorschein: Direkt auf dem mächtigen Kalkfelsen über dem Priental wurde Keramik entdeckt, die bis in die Bronzezeit (ab etwa 2300 v. Chr.) zurückreicht.

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Nördlingen und Ipf

Vor rund 15 Millionen Jahren durch einen Asteroideneinschlag entstanden, ist das Nördlinger Ries eine ganz besondere geologische Landschaft. Auch siedlungsgeschichtlich ist die Region hochinteressant. Dies veranschaulicht die jüngst erschienene erste Publikation zu den interdisziplinären Arbeiten zwischen Ipf und dem Kartäusertal am Westrand des Ries mit archäologischen, archäobotanischen und naturwissenschaftlichen Abschlussarbeiten, die an der Goethe-Universität und an der Universität Tübingen entstanden sind.

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Birkenrindenstreifen mit Abbildung eines Hengstes

Neue Erkenntnisse zur keltischen Grabkammer in Riedlingen – Beigaben liefern wichtige Informationen zum Status des Toten

Archäologinnen und Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart haben die im Jahr 2023 bei Riedlingen entdeckte keltische Grabkammer näher untersucht. Obwohl diese bereits in der Antike beraubt worden war, konnten im Schacht der Grabräuber einmalige Funde gesichert und ausgewertet werden.

Ausgrabungen
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Tonscherbe mit Zeichnung einer Spitzmaus

Athribis ist ergiebigster Fundort altägyptischer Ostraka – Beschriftete Tonscherben eröffnen Einblicke in den Alltag über ein Jahrtausend hinweg

In Athribis in Oberägypten ist der bislang umfangreichste Fund beschrifteter Tonscherben weltweit dokumentiert worden. Mehr als 43.000 Ostraka wurden im Rahmen der gemeinsamen archäologischen Mission der Universität Tübingen und des ägyptischen Ministeriums für Tourismus und Altertümer (MoTA) zwischen 2005 und 2026 geborgen – über 42.000 davon allein in den vergangenen acht Jahren. Ostraka sind Tonscherben, die in der Antike als Schreibmaterial genutzt wurden, meist für kurze und alltägliche Notizen, Abrechnungen, Listen oder Übungstexte. Damit übertrifft Athribis den bis dahin ergiebigsten Fundort für Ostraka, Deir el-Medina, ein ehemaliges Arbeiterdorf im Tal der Könige.

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Funde vom Feldstein

2025 führten Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Ausgrabungen auf der Wallburg Bruchhauser Steine (Hochsauerlandkreis) durch. Die Ergebnisse liegen jetzt vor: Sorgsam formierte eiserne Beilklingen und speziell abgebauter Quarz lassen auf Kulthandlungen der Eisenzeit vor über 2.000 Jahren schließen.

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Rothenburger Synagoge (Rekonstruktion)

Grundriss der ersten Synagoge Rothenburgs per Bodenradar erfasst – Dimensionen belegen herausragende Bedeutung der jüdischen Gemeinde im Hoch- und Spätmittelalter

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Goldhort von Gessel

Völlig unerwartet kam der Goldhortfund von Gessel im Jahr 2011 auf einer Ausgrabung im Landkreis Diepholz ans Tageslicht. Mit einem Gewicht von 1,7 kg gehört die aus 117 Teilen bestehende Entdeckung zu den größten jemals gefundenen Goldhorten der Bronzezeit in Europa. 15 Jahre nach der Auffindung werden die sensationellen Funde und das Umfeld des Fundortes mit finanzieller Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft von einem interdisziplinären Team des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (NLD), des Landesmuseums Hannover sowie der Universitäten Göttingen und Kiel nun erstmals umfassend untersucht.

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Ausgrabung einer Pfostengrube

Ein Ausgrabungsteam begleitet vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) erforscht zurzeit die älteste Siedlung Rödinghausens im Kreis Herford. Ein fünfköpfiges Team hat bereits die Spuren mehrerer Gruben und ehemalige Pfostenlöcher von Holzhäusern aus dem 1. bis 2. Jahrhundert n. Chr. freigelegt.

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Knochenuntersuchung im Osteologie-Labor

Ernährung, Krankheiten, Unfälle, körperliche Aktivität und Arbeit – vieles, was wir Menschen tun oder erleben, hinterlässt Spuren in unserem Skelett. Diese Spuren können auch Jahrtausende nach dem Tod noch faszinierende Einblicke in das individuelle Leben und die Krankheitsgeschichte eines Menschen, aber auch in die Entwicklung ganzer Gesellschaften, gewähren.

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