Neues Archäologiemuseum in Äthiopien eröffnet

Eröffnung des Museums von Wuqro

Das neu eröffnete Museum in der Kreisstadt Wuqro des äthiopischen Bundesstaates Tigray präsentiert bedeutende Funde äthiopisch-deutscher Ausgrabungen.

Die Archäologie Äthiopiens ist noch sehr jung und deshalb ist das Land noch nicht sehr reich an archäologischen Museen. Umso mehr war die feierliche Eröffnung eines neuen Museums in der Kreisstadt Wuqro des Bundesstaates Tigray am Sonntag, dem 18. Oktober 2015, ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der Erforschung der frühen äthiopischen Geschichte und ihrer Vermittlung an die interessierte Öffentlichkeit.

3. Arginusen-Insel

Im Rahmen des Pergamon-Projekts des Deutschen Archäologischen Instituts konnte ein Team von Geoarchäologen der Universität Köln mittels Tierfbohrungen feststellen, dass die antike Stadt Kane ursprünglich auf der zuvor nicht identifizierten dritten Insel der Arginusen-Gruppe lag.

Forschung
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Römisches Marschlager von Wilkenburg

Archäologen des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege und der Universität Osnabrück haben ein riesiges römisches Marschlager aus der Zeit um Christi Geburt im Süden Hannovers entdeckt. »Es gehört zu den größten rechts des Rheins, mindestens 20.000 Mann hatten dort Platz«, sagt Archäologe Salvatore Ortisi von der Universität Osnabrück.

Ausgrabungen
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Detail der farbigen Fassung der Wanddekoration. Foto: DAI

In der antiken Stadt Pergamon (Türkei – Provinz Izmir – Landkreis Bergama) sind schon mehrfach Reste antiker Wanddekorationen freigelegt worden, zuletzt in den 1990er Jahren in einem großen Peristylhaus im Stadtzentrum. Völlig überraschend war hingegen die Entdeckung einer Stuckwand aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. am abgelegenen nördlichen Osthang des Stadtberges. Die vom Deutschen Archäologischen Institut entdeckten Stuckfriese in einem Gelageraum gehören zu den bedeutendsten hellenistischen Wanddekorationen in Anatolien.

Ausgrabungen
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Stuckplatte mit Kreuz aus al-Hira, Süd-Irak

Survey des Deutschen Archäologischen Instituts in al-Hira

Zwei Wochen lang konnten Spezialisten für spätantike und frühislamische Archäologie eine archäologische Oberflächenbegehung (Survey) in al-Hira im Südirak durchführen. Al-Hira, eine historisch berühmte Stadt der Lahmiden-Dynastie, die seit dem 3. Jahrhundert bis in das 10 Jahrhundert n. Chr. besiedelt war, liegt heute im Stadtgebiet von Kufa (Provinz Najaf). Sie gilt als Vorgängersiedlung zu dieser Stadt, der ältesten islamischen Stadtgründung im Irak.

Forschung
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Fundort im Stuttgarter Schlossgarten

Im Rahmen der Begleitung der Erdarbeiten für den Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofs durch Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart war Ende Juli ein Skelettgrab entdeckt und geborgen worden, das zunächst nur anhand der Gesamtsituation zeitlich in den Übergang von der Jungsteinzeit in die Frühbronzezeit eingeordnet werden konnte.

Ausgrabungen
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Transport der Totenmaske des Tutanchamun

Restaurierung und technologische Untersuchung

Im Januar 2015 ging die Nachricht durch die Presse, dass die weltberühmte Totenmaske des Ägyptischen Pharao Tutanchamun beschädigt wurde - der markante Pharaonenbart war abgefallen. Nachdem er zunächst provisorisch wieder befestigt worden war, soll die Maske nun mit modernsten Methoden untersucht und endgültig zusammengefügt werden. Für die Durchführung der Arbeiten wurde die Totenmaske am 10. Oktober 2015 vorübergehend in eine eigens dafür ausgerüstete Werkstatt am Ägyptischen Museum in Kairo verbracht.

Forschung
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Steinfundament Wüstung Welver

Schülerin entdeckt unbekannte archäologische Fundstelle in Welver

Andere begeistern sich in ihrem Alter für Musik, Filme oder Sport. Samantha Seithe kann mit staubigen Akten, alten Namen und Spuren der Vergangenheit im Boden deutlich mehr anfangen. Die Schülerin aus Welver ist ein archäologisches Ausnahmetalent. Nachdem ihre Spürnase die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) schon einmal zu bislang unentdeckten mittelalterlichen Relikten geführt hat, ist sie auch jetzt wieder fündig geworden. Diesmal hat sie gleich eine komplette verlassene Siedlung aufgespürt.

Ausgrabungen
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Rest von Gebäuden außerhalb der Domburgmauer

Die Baustellen auf dem Paderborner Domplatz verleihen dem zentralen Mittelpunkt der Stadt nicht nur zukünftig ein neues Aussehen. Sie ermöglichen den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auch Einblicke in die Vergangenheit der Domburg und in die Zeit der Stadtwerdung. Der archäologische Nachwuchs bekommt hier im Rahmen einer Lehrgrabung zudem die Möglichkeit, Techniken und Methoden der Mittelalterarchäologie zu erlernen - und die Archäologie einer der am besten erforschten mittelalterlichen Städte aus erster Hand zu erkunden.

Ausgrabungen
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Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens hat die Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e. V. (DGUF) eine Stellungnahme zum Entwurf des neuen Kulturgutschutzrechts abgegeben - mit einem sehr kritischen Urteil.

Kulturerbe
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Ausgrabung Haltern

Schlacken in den Gräben des Römerlagers

Ohne Eisen ging bei den Römern nichts - auch nicht bei der Eroberung der germanischen Gebiete. Das zeigen die Ausgrabungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), die jetzt im Römerpark Aliso abgeschlossen wurden. Hier haben Untersuchungen der Gräben des ehemaligen römischen Hauptlagers im Zuge des Nachbaus des Westtores mit einem Teil der angrenzenden Holz-Erde-Mauer die archäologischen Auswertungen vervollständigt.

Ausgrabungen
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