"Silberlinge und Tempelgroschen"

Im Museum der Universität Tübingen auf Schloss Hohentübingen ist vom 1. Juni bis 30. September 2010 die Ausstellung "Silberlinge und Tempelgroschen. Antike Münzen aus den Ländern der Bibel" zu sehen.

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Mit der Ausstellung wird eine umfangreiche und in ihrer Art einmalige Sammlung von Münzen aus den Ländern der Bibel erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Museums der Universität Tübingen (MUT), der Numismatischen Arbeitsstelle des Instituts für Klassische Archäologie und des Biblisch-Archäologischen Instituts (BAI) und entstand in einem Seminar, das Jens Kamlah und Reinhard Wolters gemeinsam mit Studierenden an der Universität Tübingen abgehalten haben. Sie bildet einen Teil der Veranstaltungen zum fünfzigjährigen Jubiläum des Biblisch-Archäologischen Instituts.

Zusammengetragen wurde die Sammlung in den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von dem aus dem Schwarzwald stammenden Sammler Arthur Müller, der viele Jahre in Jerusalem gelebt hatte. Nach seinem Tod in den 60er Jahren wurde die Sammlung von der Sparkasse Hochschwarzwald erworben, um ihren Erhalt im Ganzen sicher zu stellen. Anfang 2009 übergab die Sparkasse schließlich die Sammlung der Universität Tübingen als Leihgabe auf Dauer. Hier konnte sie im vergangenen Jahr umfassend wissenschaftlich bearbeitet werden und steht nun für Zwecke des Unterrichts und Forschung sowie für Ausstellungen zur Verfügung. Der antike Teil der Sammlung umfasst weit über 1000 Stücke und bietet einen lebendigen Überblick über Münzprägung und Münzumlauf in den Ländern der Bibel (Israel, Palästina, Jordanien, Libanon und Syrien) vom 5. Jh. v. Chr. an bis zur islamischen Zeit und zur Kreuzfahrerzeit (bis zum 13. Jh. n. Chr.).

Am Dienstag, dem 1. Juni 2010 findet um 18.30 Uhr im Rittersaal des Schlosses die Eröffnungsfeier für die Ausstellung statt. Prof. Achim Lichtenberger (Bochum) wird einen Vortrag über Münzen aus den Ländern der Bibel halten. Zur Eröffnungsfeier ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

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