Unerwarteter Fund aus römischer Zeit verzögert Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Museums

Uferschutzbauwerk des römischen Hafens

Bei Bauarbeiten für den Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Museums in Köln wurde ein römisches Uferschutzbauwerk entdeckt. Der Fund gibt neue Einblicke in den antiken Hafen, führt aber zu Verzögerungen im Bauablauf.

Freigelegte Urne aus Keramik

Aktuelle Grabungen in Werne beendet

Bei archäologischen Grabungen in Werne (Kreis Unna) sind neben einem Friedhof etwa 30 Brandgräber und Reste davon entdeckt worden. Fachleute schätzen das Alter der Funde auf knapp 2.000 Jahre. Bereits 2024 war ein Archäologie-Team des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Südring bei früheren Sondierungsgrabungen fündig geworden.

Ausgrabungen
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Probennahme an der altsteinzeitlichen Doppelbestattung

Die genetische Analyse eines 12.000 Jahre alten Doppelgrabs aus Süditalien zeigt: Seltene Erbkrankheiten gab es schon in der Vorgeschichte – und Menschen mit schweren Einschränkungen wurden offenbar sozial unterstützt.

Forschung
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Erdstall mit Spizgiebel

Im Zuge von Ausgrabungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt bei Reinstedt, Landkreis Harz, konnte im Bereich einer mittelneolitischen Grabanlage ein ganz besonderer Befund dokumentiert werden. In den Trapezgraben der Baalberger Kultur des vierten Jahrtausends vor Christus war im Spätmittelalter ein sogenannter Erdstall eingebracht worden, das heißt ein unterirdisch in den Löss gegrabenes Gangsystem. Die Deutungen von Erdställen erstrecken sich von Verstecken bis hin zu Räumen für kultische Handlungen.

Ausgrabungen
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Bronzenes Radkreuz (10./11. Jh.)

Ein im Havelland entdecktes Bronzeradkreuz aus dem 10./11. Jahrhundert passt exakt zu einer bereits seit über 40 Jahren bekannten Gussform aus Spandau. Der Fund liefert seltene Einblicke in frühe christliche Symbolik und Handwerksnetzwerke.

Funde & Befunde
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Rekonstruiertes Lebensbild eines Skythen

Forschende haben die Ernährung eines bedeutenden Nomadenvolkes der osteuropäischen Geschichte entschlüsselt. Durch Analyse von Zahnstein liefern sie den ersten direkten Nachweis, dass zum Speiseplan der Skythen die Milch von verschiedenen Wiederkäuern und von Pferden gehörte.

Forschung
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Plan der neolithischen Siedlung von Eilsleben

Die Siedlung von Eilsleben, Lkr. Börde

1974-1989 fanden bei Eilsleben archäologische Untersuchungen in einer rund 7500 Jahre alten Siedlung der ersten Bauern in Mitteleuropa statt. Die Siedlung ist unter den größten ihrer Zeit und liegt an der nördlichen Peripherie der bandkeramischen Welt. Sie bietet eine einmalige Möglichkeit, die Interaktionen der frühesten einwandernden Bauern mit der wildbeuterischen Vorbevölkerung zu untersuchen. Im Zentrum neuer Ausgrabungen, die seit 2024 als Zusammenarbeit des Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt mit der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg und der Freien Universität Berlin stattfinden, steht zudem die Frage nach einer frühen Befestigung des Siedlungsplatzes.

Ausgrabungen
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Römische Münzen aus dem Marschlager

Aus historischen Quellen sind mehrere Vorstöße römischer Legionen bis an die Elbe bekannt. Bislang fehlten vom Gebiet Sachsen-Anhalts jedoch handfeste Beweise für die überlieferten Feldzüge. Zu erwarten waren insbesondere die hochstandardisierten Marschlager, die das römische Militär täglich nach Erreichen des Marschziels anlegte. Forschungen am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt haben nun erstmals Belege für römische Marschlager erbracht. Es handelt sich um die bislang nordöstlichsten römischen Lager im freien Germanien – eine archäologische Sensation, die wesentlich dem Einsatz ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger und moderner Fernerkundungstechnik zu verdanken ist.

Ausgrabungen
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Karte des Untersuchungsgebiets und Umweltbedingungen

Umweltphänomene und ihre Folgen können gesellschaftliche Strukturen aufmischen und politische Systeme destabilisieren. Das zeigt ein interdisziplinäres Forschungsteam am Beispiel der späten Tang-Dynastie im mittelalterlichen China.

Forschung
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Sedimentbohrung

Ein interdisziplinäres Forschungsteam aus Leipzig hat deutliche Hinweise auf ein Massengrab der Pestzeit im Umfeld der mittelalterlichen Dorfwüstung Neuses bei Erfurt entdeckt. Es handelt sich dabei um den ersten durch systematische Suche gefundenen Begräbnisort der Opfer des "Schwarzen Todes" in Europa. Das wissenschaftliche Team hat historische Quellen, geophysikalische Messungen und Sedimentbohrungen miteinander kombiniert, um ein Massengrab zu identifizieren, das den schriftlich überlieferten Pestgruben aus dem 14. Jahrhundert entspricht.

Ausgrabungen
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Badeanlage Pompeji: Becken (Detailaufnahme)

Die Stadt Pompeji wurde 79 n. Chr. durch den Ausbruch des Vesuvs verschüttet. Forschende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben nun anhand von Kalkablagerungen das Wasserversorgungssystem der Stadt rekonstruiert – insbesondere den Übergang von Brunnen zu einem Aquädukt. "Die Thermen wurden ursprünglich über tiefe Brunnen samt Hebevorrichtungen versorgt, und die hygienischen Bedingungen darin waren alles andere als ideal", sagt Dr. Gül Sürmelihindi vom Institut für Geowissenschaften der JGU und Erstautorin einer kürzlich veröffentlichten Studie.

Forschung
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