Mäusezahn gibt Hinweis auf letzten Zwischenstopp des Uluburun-Schiffes

Das berühmte bronzezeitliche Schiffswrack vor der türkischen Südküste lichtete wohl zum letzten Mal in Ugarit seinen Anker. Darauf deuten Ergebnisse von Untersuchungen am Unterkiefer einer Maus, der bei Grabungen zwischen der Schiffsladung gefunden worden war.

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Wie der Archäobiologe Thomas Cucchi von der Durham University bei vergleichenden Untersuchungen herausfand, handelte es sich bei dem Nager um eine Hausmaus (Mus musculus domesticus). Die größte Ähnlichkeit weisen syrische Hausmäuse auf.

Das Kieferstück aus der Bronzezeit deutet daraufhin, dass es zu einem eher zierlichen Tier gehörte. Daher vermutet Cucchi, dass der Nager erst kurz vor dem Untergang des Schiffes an Bord kam. Mäuse, die schon seit Generationen auf Schiffen leben, seien normalerweise deutlich größer.

Eine der letzten Stationen des »Schiffes von Uluburun« könnte also mit einiger Wahrscheinlichkeit der nordsyrische Stadtstaat Ugarit (dem heutigen Ra's Schamra) gewesen sein - damals ein wichtiges Handelszentrum.

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