Neue Erkenntnisse zum Keltenwall Murus Gallicus auf dem Basler Münsterhügel

Murus Gallicus in Basel wird freigelegt

Bei archäologischen Ausgrabungen an der Rittergasse in Basel konnten wichtige neue Erkenntnisse zur Holzkonstruktion des rund 2.100 Jahre alten, spätkeltischen Murus Gallicus gewonnen werden. Die in den Sommerferien beginnenden Bauarbeiten zur Umgestaltung der Archäologischen Informationsstelle »Basel, 80 v. Chr. Murus Gallicus – Der Keltenwall« erforderten vorgängig archäologische Untersuchungen. Geplant sind ein unterirdischer Besucherraum, der von der Rittergasse aus zugänglich ist, und zwei Baukörper, welche die Höhe und den Verlauf des Keltenwalls aufnehmen.

Schnitt durch das eisenzeitliche Bauwerk

Bei Bauarbeiten am Regenüberlaufbecken nördlich der Willigisbrücke in Aschaffenburg sind archäologische Strukturen zutage getreten, die ins 4. Jahrhundert vor Christus datieren. Das haben Untersuchungen des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD) ergeben.

Ausgrabungen
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Fa-Hien-Lena-Höhle

Eine aktuelle Studie untersucht menschliche Populationen in den tropischen Regenwäldern Sri Lankas. Sie zeigt, dass der Pflanzenverzehr bereits Tausende Jahre vor der Einführung der Landwirtschaft zunahm. Die Untersuchung basiert auf menschlichen und tierischen Überresten aus der Zeit vor etwa 20.000 bis 3.000 Jahren und verwendet die Zinkisotopenanalyse des Zahnschmelzes, um die Position eines Organismus im Nahrungsnetz – die sogenannte trophische Position – sowie die Zusammensetzung der Ernährung zu rekonstruieren.

Forschung
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Rekonstruktion des Felskammergrabs

Kinder aus früheren Beziehungen, die in einer neuen Familie als Geschwister aufwachsen, Paare, die fremde Kinder adoptieren oder in Pflege nehmen – sogenannte Patchworkfamilien sind heute ein weit verbreitetes Lebensmodell. Es gilt als modern, ist tatsächlich aber uralt. Da belegen neueste Analysen an menschlichem Erbgut aus der Jungsteinzeit.

Forschung
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Keilschrifttafel

Das neue KI-Tool "Palaeographicum" revolutioniert die Erforschung der Kulturen im Alten Orient: Es erkennt individuelle Varianten einzelner Keilschriftzeichen – ein enormer Fortschritt für die Wissenschaft.

Digital Humanities
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Mittelalterliches Notizbuch aus Paderborner Latrine

Bei archäologischen Ausgrabungen in Paderborn kam ein besonderer Fund zutage: Im Zuge von Bauarbeiten zum Neubau der Stadtverwaltung wurde in einer mittelalterlichen Latrine ein außergewöhnlich gut erhaltenes Notizbuch aus dem 13. bis 14. Jahrhundert gefunden. Das Notizbuch aus Leder, Holz und Wachs wird jetzt beim LWL in Münster restauriert und konserviert. Danach soll der Text entschlüsselt werden.

Ausgrabungen
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Webgewicht mit Fingertupfen

In Liebersee (Landkreis Nordsachsen) wurde eine ländliche Siedlung aus der Spätantike ausgegraben. Langhäuser, Grubenhäuser und Textilfunde belegen eine selbstversorgende Gemeinschaft. Ein Brandereignis könnte ihr Ende markieren.

Ausgrabungen
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Knochendichte in Gelenkknochen des Paranthropus robustus

Waren Australopithecus und Paranthropus Zweibeiner oder Baumbewohner? Mit Computertomographie gelangen dem MPI Leipzig, der Witwatersrand-Universität und der TU Wien neue Einblicke in das Verhalten früher Homininen.

Forschung
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Nuraghe Barru auf Sardinien

Die in der Bronzezeit vor mehr als 3.200 Jahren auf Sardinien errichteten Nuraghen, charakteristische massive Steintürme, wurden mitunter einige Jahrhunderte später weiterhin zu sozialen und spirituellen Zwecken genutzt, als sich zu Beginn der Eisenzeit neue religiöse Praktiken auf der Insel entwickelten. Funde wie ein Votivschwert und Zeremonialgefäße aus der zentralsüdlich auf Sardinien gelegenen Fundstätte Nuraghe Barru belegen, dass der bronzezeitliche Bau bis in die Eisenzeit genutzt wurde.

Forschung
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Doris Mischka

Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben neue Hinweise darauf gefunden, wie große Siedlungen in der Urgeschichte organisiert waren. Im Zentrum steht ein besonderer Gebäudetyp: sogenannte Megastrukturen. Grabungen in Rumänien zeigen, dass dieser Bautyp auch in kleineren Siedlungen vertreten ist. Damit liefern die Megastrukturen neue Erkenntnisse darüber, wie Gemeinschaften mit tausenden Menschen ohne erkennbare Hierarchien funktionieren konnten.

Ausgrabungen
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Funde aus KZ-Außenlager Genthin

Nahe Genthin finden sich Belege für verschiedene Formen von Zwangsarbeit und Internierungslagern im Kontext der Munitionsproduktion während des Zweiten Weltkriegs. Um die Silva-Metallwerke herum entstand hier ab 1940 eine ganze Lagerlandschaft, in der 1945 mehrere tausend Personen, darunter vor allem Frauen, unter schlimmsten Bedingungen interniert waren und in der Fabrik zu Arbeiten in der Munitionsproduktion gezwungen wurden. Im Rahmen einer Forschungsgrabung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt konnten im März 2026 an vier Barackenstandorten Einblicke in die Baustruktur der Lagerareale gewonnen und zahlreiche Spuren des Häftlingslebens gesichert werden.

Ausgrabungen
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