Von den Pampas bis Patagonien: DNA enthüllt Südamerikas Menschheitsgeschichte

Archäologische Fundstätte in der Pampa

Eine neue genetische Untersuchung zeigt, dass die kulturelle Vielfalt im sogenannten Südkegel – dem annähernd dreieckigen südlichsten Teil Südamerikas – stark durch weitreichende menschliche Migration geprägt wurde. Ein internationales Forschungsteam analysierte das Erbgut von 52 indigenen Individuen, die in den vergangenen 6.000 Jahren in den Pampas, in Nordwest-Patagonien, im Paraná-Delta sowie im östlichen Tiefland Uruguays lebten. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass mindestens drei genetisch unterschiedliche Bevölkerungsgruppen im mittleren Holozän in den Pampas koexistierten.

Feuchtlandschaft südlich der Sahara

Eine neue Studie zeigt, dass Malaria in den letzten 74.000 Jahren die Lebensräume früher Menschen in Afrika prägte. Sie führte zur Aufspaltung von Populationen und beeinflusste Muster des Austauschs deutlich früher als bisher bekannt.

Forschung
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Altgriechische Münze, gefunden in Berlin-Spandau

Im Berliner Bezirk Spandau ist eine seltene griechische Münze aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. entdeckt worden. Gefunden wurde das rund 12 Millimeter große Bronzestück von einem 13-jährigen Schüler auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche. Es handelt sich um den ersten archäologischen Fund der griechischen Antike im Stadtgebiet.

Funde & Befunde
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Detailaufnahme des Kesselfundes

In Schaalby (Kreis Schleswig-Flensburg) wurden mehrere seltene Bronzekessel aus der Römischen Kaiserzeit beziehungsweise der Völkerwanderungszeit (3.–5. Jahrhundert n. Chr.) entdeckt. Vergleichbare Funde sind in Schleswig-Holstein bislang nur ein weiteres Mal belegt. Die Gefäße wurden als Block geborgen und anschließend mittels Computertomographie untersucht, um ihren Kontext und mögliche Inhalte schonend zu analysieren.

Ausgrabungen
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Model für eine Blattkachel

In zwei Rettungsgrabungen der Kantonsarchäologie kamen in Würenlingen 2020 und 2021 ein Töpferofen aus der Zeit um 1400 sowie Abfallhalden mit Keramikscherben zum Vorschein. Die Auswertung erbrachte erstmals den archäologischen Beleg von spätmittelalterlichem Töpferhandwerk außerhalb städtischen Gebiets. Nun ist dazu die Publikation "Töpfern auf dem Lande – Spätmittelalterliches Töpferhandwerk in Würenlingen" erschienen.

Forschung
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Pfahl eines Gebäudes

Bei Ausgrabungen auf der Baustelle des neuen Campus der Berner Fachhochschule in Biel entdeckte der Archäologische Dienst des Kantons Bern ein Dorf aus der Jungsteinzeit. Es bestand nach seiner Gründung 3842 v. Chr. nur knapp fünf Jahre lang, bevor ein heftiger Sturm mit Überschwemmungen die Siedlung zerstörte. Neue wissenschaftliche Ergebnisse dazu liegen nun in einem Buch vor.

Forschung
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Ausgrabungen im Stadtcasino Basel

279 Bestattungen aus dem 16. und 17. Jahrhundert wurden im Basler Stadtcasino freigelegt. Ein Forschungsteam der Universität Basel enthüllte nun die sozialen Hintergründe der Toten und identifizierte Pestopfer der letzten großen Welle von 1667/1668.

Ausgrabungen
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Ausgrabungen an der Fundstelle Jojosi 6

Bereits vor 220.000 Jahren bauten Menschen Steine für ihre Werkzeuge an Orten ab, die sie eigens dafür aufsuchten – deutlich früher als bisher angenommen. An der Fundstelle Jojosi in Südafrika betrieben sie gezielten Rohstoffabbau über zehntausende Jahre hinweg, wie ein internationales Forschungsteam nachweisen konnte.

Funde & Befunde
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Novelle des Denkmalschutzgesetzes in NRW

NRWs geplantes Denkmalschutzgesetz: Ohne Benehmen, ohne Schutz? Die Abschaffung der verbindlichen Abstimmung mit Fachämtern könnte 100.000 Denkmäler gefährden – trotz massiver Proteste aus der Denkmalpflege

Denkmalschutz
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Bronzezeitliche Hausgrundrisse in Bad Düben

Bei Bad Düben haben Archäologen einzigartige Siedlungsreste aus der Bronzezeit und Römischen Kaiserzeit entdeckt. Die exzellent erhaltenen Hausgrundrisse und ungewöhnlichen Funde wie eine rasselnde Tonkugel gewähren seltene Einblicke in das Leben vor 3.000 Jahren.

Ausgrabungen
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Stiere auf Felstableau (Umzeichnung)

In Zeiten von Sprachnachrichten und Videos gerät Schrift leicht in Vergessenheit. Dabei ist sie seit Jahrtausenden zentrales Medium unseres kulturellen Gedächtnisses: Sie speichert Wissen und erzählt Geschichten. Aus einfachen Zeichen entstehen im Kopf ganze Welten – fast wie Kino ohne Popcorn. Gemalt oder in Stein geritzt hält sie erstaunlich lange. Ohne sie wüssten wir wenig über die Vergangenheit. Schon bevor der Mensch lesen konnte, deutete er Zeichen: Er las Tierspuren, orientierte sich an Sternen und erkannte die Tageszeit am Sonnenstand. Den langen Weg zur Schrift beschreibt der Ägyptologe Prof. Ludwig Morenz von der Universität Bonn in seinem neuen Buch.

Forschung
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