LVR beginnt Verhandlungen mit Stadt Köln über Archäologische Zone

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) nimmt die Verhandlungen mit der Stadt Köln zur Kooperation beim Betrieb der Archäologischen Zone und des Jüdischen Museums auf. Das hat der Landschaftsausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland in seiner heutigen Sitzung mehrheitlich beschlossen.

Mit Methoden der Digital Humanities sichtbar gemachte Hügelgräber aus der jüngeren Bronzezeit (Lausitzer Kultur) unweit mehrerer Altarme der Schwarzen Elster bei Uebigau (Kreis Elbe-Elster). Mit Aerial-Laser-Scanning-Daten konnte erstmals die gesamte Ausdehnung des Gräberfeldes erfasst werden. (Bild: Armin Volkmann, interpoliert nach Daten der Landesvermessung und Geobasisinformationen Brandenburg)

Geistes- und Kulturwissenschaftler sollen sich künftig stärker vernetzen – über die digitale Forschungsinfrastruktur DARIAH. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert deren Aufbau mit 5,8 Millionen Euro, der Lehrstuhl für Computerphilologie der Universität Würzburg ist an dem Projekt maßgeblich beteiligt.

Forschung
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Kopf des Satyrs „Ludovisi” aus Chimtou. Der Ausbruch an der Stirnseite ist zur Hand der Mänade zu ergänzen (Foto: DAI Rom)

Bei den archäologischen Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Rom in Simitthus (Chimtou, Tunesien) wurde 2010 der fragmentierte Kopf eines Satyrs entdeckt. Bei den Detailuntersuchungen konnte nun festgestellt werden, dass es sich bei dem unterlebensgroßen Kopf um einen Satyr der Satyr-Mänaden-Gruppe "Ludovisi" handelt. Der Kopf aus Chimtou ist damit der vierte bekannte Satyrkopf der Gruppe weltweit.

Funde & Befunde
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Grabung Haselburg

Dass bei Ausgrabungen keinerlei römische oder sonstige antiken Befunde zum Vorschein kommen, ist für Archäologen normalerweise kein Grund zur Freude. Ganz anders bei den Sondagegrabungen im Vorfeld des Baus eines Informationszentrums für den römischen Gutshof Haselburg im Odenwald.

Ausgrabungen
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Prof. Hermann Parzinger

Deutschlands Archäologen wollen künftig stärkeren Einfluss auf die Politik nehmen.

Am Mittwoch gründeten sie am Rande des 7. Deutschen Archäologiekongresses, der noch bis Freitag in Bremen stattfindet, den Dachverband für Archäologie.

Denkmalschutz
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Wahrscheinlich sind noch mehrere hundert Meter der repräsentativen mittelalterlichen Stadtmauer Rheines erhalten - Archäologen des LWL legten im Sommer diesen Jahres einen Teil davon frei. (Foto: LWL /R. Klostermann)

Seit Sommer diesen Jahres erforscht ein Team von Archäologen, Historikern und Technikern unter der Leitung von Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die mittelalterliche Geschichte der Stadt Rheine. Die Wissenschaftler untersuchen die bisher noch unerforschten archäologischen Befunde im städtischen Quartier zwischen Ems, Münster- und Emsstraße auf dem zukünftigen Baugelände der geplanten "Emsgalerie".

Ausgrabungen
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Seit 2009 erforschen die LWL-Archäologen die Großsteingräber der Jungsteinzeit bei Erwitte-Schmerlecke (Foto:LWL/M. Baales)

Es ist eines der größten interdisziplinären Forschungsprojekte zur Jungsteinzeit, das derzeit in Westfalen läuft: Die Erforschung dreier Grabanlagen in der Soester Börde aus der Zeit zwischen 3500 v. Chr. bis 2800 v. Chr. Seit 2009 sind Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), der Westfälischen Wilhelms Universität Münster, Anthropologen der Georg-August-Universität Göttingen und andere Experten dabei, die Gräber bei Erwitte-Schmerlecke bei Soest mit modernsten Methoden auszugraben.

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Bei Grabungsbeginn in Geseke vermuteten die Wissenschaftler noch eine mittelalterliche Siedlung zu finden - und wurden von einer viel älteren, eisenzeitlichen Siedlung überrascht. (Foto: LWL/M.Baales)

Eigentlich vermuteten die Wissenschaftler auf dem Gelände des geplanten Neubaugebietes in Geseke-Stochem (Kreis Soest) eine mittelalterliche Siedlung. Doch Grabungen unter der Fachaufsicht der LWL-Archäologie für Westfalen ergaben: Die Wurzeln des Ortes gehen bis in die vorrömische Eisenzeit zurück.

Ausgrabungen
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2000 Jahre Stadtgeschichte auf 80 Quadratmetern: Die Grabungen an der Mühlenstraße in Paderborn. (Foto: LWL/Spiong)

Zwei Monate lang untersuchte die Stadtarchäologie Paderborn der LWL-Archäologie für Westfalen die Spuren frühester Besiedlungen am Fuße der Paderborner Kaiserpfalz. Am Dienstag, den 27.9.2011 beendeten die Wissenschaftler die Ausgrabungen in der Mühlenstraße - mit neuen Erkenntnissen über die Besiedelungsgeschichte des Areals bis in die vorrömischen Eisenzeit.

Ausgrabungen
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Die Ausgrabungen der zahlreichen Brunnen sind aufwendig und erfordern den Einsatz von Pumpen zur Beseitigung des Grundwassers. (Bild: Olgino/GU)

Wissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt/Main und der Akademie der Wissenschaften in Ekaterinburg finden bemerkenswerte Zeugnisse einer vergessenen Kultur im Trans-Ural.

Ausgrabungen
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Bei der Unterzeichnung anwesend (v. r.): der deutsche Botschafter Dr. Horst-Wolfram Kerll, Minister Prof. Dr. Azzedine Beschaouch, Prof. Henner von Hesberg und Dr. Philipp von Rummel (Foto: DAI)

Am 26.09.2011 wurde in Tunis die Verlängerung der deutsch-tunesischen Kooperationsverträge für die archäologischen Arbeiten in Karthago und Simitthus (Chimtou) feierlich unterzeichnet.

Aus aller Welt
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