Ältester Monumentalbau Niedersachsens entdeckt

Luftbild Ausgrabung Watenstedt

Göttinger Archäologen legen Kreisgrabenanlage aus dem frühen 5. Jahrtausend v. Chr. frei

Eine neue Fundstelle, die bei Forschungsarbeiten der Universität Göttingen entdeckt wurde, verändert den Blick auf die nördlichste Ausbreitung von Ackerbau und Viehzucht in der Jungsteinzeit am Beginn des 5. Jahrtausends vor Christus grundlegend. Die aktuellen Befunde weisen den ältesten Monumentalbau Niedersachsens nach, der gleichzeitig das nördlichste Bauwerk der frühen Jungsteinzeit ist.

Bei Grabungen westlich des Bahnhofs Rödelheim stießen Mitarbeiter des Denkmalamts der Stadt Frankfurt am Main auf einen Soldatenfriedhof der napoleonischen Armee, die sich nach der Niederlage gegen Russland auf dem Rückzug befand. Die Soldaten waren vermutlich in der Schlacht an der Niddamündung gefallen.

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Schädelbestattung von Lapa do Santo

Schädelbestattung von Lapa do Santo in Brasilien ist 9.000 Jahre alt

Bisher galt ein 3.000 Jahre alter Fund aus den Anden als ältester Nachweis einer Enthauptung in Südamerika. Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig konnten nun anhand der Altersbestimmung eines menschlichen Schädels nachweisen, dass der Schädelkult in Südamerika mindestens 6.000 Jahre älter ist als bisher angenommen und nicht auf die Andenregion beschränkt war. Die Ureinwohner im brasilianischen Regenwald hatten den Schädel und die Hände eines Leichnams abgetrennt und in einer Grube beigesetzt.

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Bergung neolithisches Miniaturrad Olzreute

Kinderspielzeug, Anschauungsmaterial für Wagenbauer oder rituelle Gegenstände?

Im Olzreuter Ried bei Bad Schussenried in Oberschwaben fanden Archäologen des des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart zwei gut erhaltene hölzerne Miniaturräder aus dem 3. Jahrtausend v.Chr. Die Funde zeigen, dass in der Jungsteinzeit zwei unterschiedliche Konstruktionsprinzipien für Fuhrwerke bekannt waren.

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Zustandsmodell des Gesichtes

Im Rahmen eines Projekts des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) können Bruchstücke im Nationalmuseum Teheran zu einem der eindrücklichsten Zeugnisse der hellenistischen Epoche im Iran rekonstruiert werden.

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Skelett Leukämie Neolithikum

Prähistorisches Skelett zeigt Anzeichen der Krebserkrankung

Wissenschaftler des Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment und der Universität Tübingen haben den wahrscheinlich ältesten bisher bekannten Fall von Leukämie gefunden. In einem etwa 7.000 Jahre alten Skelett einer 30- bis 40-jährigen Frau konnten sie mithilfe von hochauflösender Computer-Tomographie Hinweise auf die Krebserkrankung feststellen.

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Lehrgrabung Saar-Uni 2015

Dass sich im Wald neben dem Gelände der Universität des Saarlandes Ruinen eines römischen Bauwerks befinden, ist schon länger bekannt. Bisher war man davon ausgegangen, dass es sich um die Überreste einer römischen Villa handelt. Doch was die Experten für Vor- und Frühgeschichte Professor Rudolf Echt und Frank Fecht gemeinsam mit ihren Bachelorstudenten bei der diesjährigen Lehrgrabung bisher freigelegt haben, gibt ihnen noch Rätsel auf. Die Überreste lassen am ehesten auf einen Kultbezirk der Römer schließen.

Ausgrabungen
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Konservierungsbeauftragter Dr. Eduard Egarter Vigl, Museumsdirektorin Dr. Angelika Fleckinger und Nachfolger PD Dr. med. Oliver Peschel

Bis August 2016 wird Dr. Eduard Egarter Vigl noch Konservierungsbeauftragter für den Mann aus dem Eis im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen bleiben. Dann wird er diese Aufgabe auf eigenen Wunsch nach fast 20 Jahren anspruchsvoller Arbeit rund um die Mumie an einen Nachfolger übergeben.

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Goldringe aus Keltengrab

Überraschungsfund bei der Ausgrabung einer prähistorischen Siedlung in Kirchheim unter Teck

Am Rand der Stadt Kirchheim unter Teck stießen Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, die dort seit Juli 2014 im Zuge von Rettungsgrabungen tätig sind, auf einen außergewöhnlichen und unerwarteten Fund: Im Areal einer jungsteinzeitlichen Siedlung des 6. Jahrtausends vor Christus, das im Vorfeld von Erschließungsmaßnahmen für ein Gewerbegebiet derzeit flächig untersucht wird, konnte das Grab einer keltischen Frau aus der Zeit um 500 vor Christus geborgen werden. Fein gearbeiteter Goldschmuck, der im Kopfbereich der Bestattung lag, zeigt, dass die hier bestattete Frau der keltischen Oberschicht angehört haben muss.

Ausgrabungen
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Neuer Fund aus dem Hohle Fels

Ein neu entdecktes Elfenbeinfragment aus dem Hohle Fels in Baden-Württemberg gehört möglicherweise zu einer zweiten weiblichen Figurine. Der im letzten Jahr gemachte Fund aus der Altsteinzeit ist derzeit in einer Sonderpräsenation in Blaubeuren zu sehen.

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Susanne Kummer konserviert den über 2.600 Jahre alten Sarg

Im 8. oder 7. Jahrhundert vor Christus wurde im altägyptischen Abusir el Meleq eine Dame namens Harsiese bestattet. Mehr als 2.600 Jahre später liegt ihr hölzerner Sarg im Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft (CICS) der Fachhochschule Köln. Susanne Kummer, Absolventin des Masterstudiengangs Restaurierung und Konservierung von Kunst- und Kulturgut, restauriert den beschädigten Sarg, damit dieser wieder ausgestellt werden kann.

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