Frühe Homininen aus Marokko gehören zu einer afrikanischen Abstammungslinie nahe dem Ursprung von Homo sapiens

773.000 Jahre alter Unterkiefer ThI-GH-1

Mithilfe einer hochauflösenden magnetostratigraphischen Analyse, die die Brunhes-Matuyama-Grenze, die letzte große Umkehrung der geomagnetischen Polarität, sowie präzise zeitliche Marker des Quartärs detailliert erfasst, lassen sich die Fossilien sehr genau auf ein Alter von 773.000 ± 4.000 Jahre datieren. In der Studie von einem internationalen Team um Jean-Jacques Hublin werden afrikanische Populationen nahe der Basis der Abstammungslinie beleuchtet, aus der schließlich der Homo sapiens hervorging. Zudem liefert die Studie neue Erkenntnisse über die gemeinsamen Vorfahren von Homo sapiens, Neandertalern und Denisova-Menschen.

KZ Walbeck, Latrine: Vermessungsarbeiten

Infolge der alliierten Luftangriffe wurden im Laufe des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Rüstungsbetriebe unter Tage verlagert. Das Lager Walbeck-Weferlingen (Landkreis Börde) kann als exemplarisch für mehrere im Umfeld der Rüstungsverlagerungen errichtete Lager in Sachsen-Anhalt betrachtet werden. Da schriftliche Aufzeichnungen nur einen begrenzten Einblick geben und durch mehrfache Raubgrabungen eine akute Gefährdung gegeben war, wurde durch das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem Verein für Walbecker Geschichte und Heimatpflege e. V. im Oktober 2025 eine Forschungsgrabung im Lagerbereich durchgeführt.

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Panorama: Unterer Zab von Oberstadt

Keramik gehört zu den wichtigsten archäologischen Quellen. Der Herstellungsprozess hat im Vergleich dazu bislang deutlich weniger Beachtung gefunden. Die Ausgrabung einer außergewöhnlich gut erhaltenen Töpferwerkstatt mit zwei Brennöfen im Dinka-Siedlungskomplex eröffnet nun die Möglichkeit, eine gesamte lokale Produktionskette umfassend zu analysieren.

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Glasierter Schallbecher der Trompete aus Dorfen

Vor mehr als 200 Jahren zerbrochen, heute restauriert und in ihre einstige Form gebracht – doch als herkömmliches Musikinstrument wurde die Keramiktrompete wohl nicht genutzt.

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Beratung im Ratskeller

Archäologie unter dem Ratskeller

Derzeit wird der Ratskeller unter dem Paderborner Rathaus saniert. Dabei haben Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Stadtarchäologie Paderborn, bisher unbekannte unterirdische Räume entdeckt, nach ersten Einschätzungen alte Gewölbekeller aus dem Mittelalter.

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Schamanin von Bad Dürrenberg (Rekonstruktionszeichnung)

Das etwa 9.000 Jahre alte Grab der "Schamanin von Bad Dürrenberg" (Saalekreis) gehört zu den spektakulärsten Befunden der mitteleuropäischen Archäologie. Bereits 1934 unter großem Zeitdruck ausgegraben, konnten bei Nachuntersuchungen am Fundort ab 2019 Reste der Grabgrube gesichert und als Block geborgen unter Laborbedingungen untersucht werden. Im Zuge dieser Untersuchungen gab das Grab eine ganze Reihe neuer Erkenntnisse preis. Nun gelang der mikroskopische Nachweis von Federn, die wohl zu einem aufwendigen Kopfschmuck gehörten.

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Amphore in Fundlage

Die Nachbearbeitung der Rettungsgrabung der Kantonsarchäologie in Gebenstorf (Kanton Aargau) erbrachte erste weiterführende Resultate. Der römische Baukomplex an der Limmat war nicht nur ein Warenumschlagplatz, sondern auch ein politisches und rechtliches Zentrum im Einflussbereich des Römischen Imperiums. Ausserdem fand sich unter den Funden eine vollständige Amphore mit Resten des Inhalts. Diese lieferten den ersten Nachweis von Sardinen als Lebensmittel in einem römischen Fundkontext der Schweiz.

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Luftbild: Gird-î Kazhaw in der Abenddämmerung

In der Region des heutigen Irak haben im fünften Jahrhundert Christen und Zoroastrier mutmaßlich friedlich nebeneinander gelebt: Diese Erkenntnis konnte ein Team von Archäologinnen und Archäologen der Goethe-Universität im Zuge einer dreijährigen Forschung bestätigen.

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Kopf der Kore bei der Auffindung

Ein interdisziplinäres Ausgrabungsprojekt um Freiburger und Mainzer Archäologinnen und Archäologen entdeckt außergewöhnlich gut erhaltene griechische Skulptur in der etruskischen Stadt Vulci / Italien. Der mehr als 2.500 Jahre alte Kopf einer weiblichen Marmorstatue zählt zu den wenigen Beispielen griechischer Großplastiken, die außerhalb des Mutterlandes gefunden wurden und rückt kulturellen Austausch zwischen Griechen und Etruskern in neues Licht.

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Freilegung des Kellerraums

In Lichtenau (Kreis Paderborn) konnte ein vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) begleitetes Ausgrabungsteam erstmals eine Fläche in der ab 1321 gegründeten Altstadt untersuchen. Dabei legte der Bagger südlich der Langen Straße einen historischen Keller mit über 100 Quadratmetern Grundfläche und einer umfangreichen Baugeschichte frei.

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Keramikfunde in situ

Im dritten Jahr des DFG-Projekts »Siedlungsumfeld Seddin« kamen erneut bronzezeitliche Häuser und nun auch umfangreiches Fundmaterial zum Vorschein. Die Ausdehnung der Siedlung beim »Königsgrab« kann nun besser eingeschätzt werden: Noch in bis zu einem Kilometer Entfernung standen Häuser.

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